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Compliancesystem am Arbeitsplatz aufbauen. Eine Untersuchung anhand verschiedener Beispiele

Title: Compliancesystem am Arbeitsplatz aufbauen. Eine Untersuchung anhand verschiedener Beispiele

Term Paper , 2020 , 18 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Robert Pokorny (Author)

Law - Civil / Private / Industrial / Labour
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Diese Arbeit befasst sich mit dem Aufbau eines Compliancesystems am Arbeitsplatz, der Berücksichtigung der neuen Vorgaben für Whistleblower und sachliche und fachliche Anforderungen an den Compliancebeauftragten. WIRECARD ein Skandal, der im Juni 2020 ganz Deutschland erschütterte. Im Rahmen einer Prüfung durch Ernst & Young wurde ein Fehlbetrag von 1,9 Milliarden Euro in der Bilanz festgestellt. Ausländische Banken, die es bestreiten, jemals eine Geschäftsbeziehung zu dem deutschen Zahlungsdienstleister gehabt zu haben, Mitglieder des Managements, die ins Ausland fliehen, Festnahmen und Durchsuchungen.

Aktuell wird der Weg für einen Untersuchungsausschuss zum Fall WIRECARD geebnet. Dabei kommen Fragen nach der Compliance des Unternehmens auf. Compliance und ein funktionierendes System aus Verantwortlichkeiten soll ein solches Fehlverhalten und die Auswirkungen nach besten Kräften verhindern. Schon vor dem Begriff Compliance gab es Regeln, Gesetze, Vorschriften und Verhaltenskodexe, deren Einhaltung verpflichtend war. Compliance ist Managementaufgabe. Die große Wende im Bereich der Anerkennung von Compliance kam in Deutschland erst 2006.

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Inhaltsverzeichnis

A. Einleitung

B. Begriffsbestimmung

I. Compliance

II. Management

III. Compliance-Management

C. Implementierung eines Compliance-Management-Systems

I. Aufgaben Compliance Management

II. Compliance Programm

1. Risikoanalyse

2. Prozessanalyse

3. Datenschutz

4. Compliance-Richtlinie

5. Beteiligung der Mitarbeitervertretung

III. Compliance Beauftragter

1. Organisatorische Anforderungen an die Position

2. Qualifikatorische Anforderungen an die Position

IV. Umsetzung / Anwendung der Compliance

1. Information und Schulung

2. Vertragliche Vereinbarung

3. Kontrolle der Einhaltung

4. Sanktionen bei Verstößen

D. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht, wie Compliance-Management am Arbeitsplatz genutzt werden kann, um Regel- und Gesetzesverstöße effektiv zu prävenieren. Im Fokus steht dabei die Rolle der Personalabteilung bei der Implementierung und Anwendung eines Compliance-Management-Systems (CMS) zur Sicherstellung regelkonformen Verhaltens.

  • Grundlegende Begriffsbestimmungen von Compliance, Management und Compliance-Management.
  • Strukturierte Implementierung von Compliance-Programmen inklusive Risiko- und Prozessanalysen.
  • Anforderungen und Verantwortlichkeiten des Compliance-Beauftragten im Unternehmen.
  • Methoden der präventiven und repressiven Compliance in der betrieblichen Praxis.
  • Sanktionsmechanismen bei Verstößen und die Bedeutung der Mitarbeiterakzeptanz.

Auszug aus dem Buch

A. Einleitung

WIRECARD – ein Skandal, der im Juni 2020 ganz Deutschland erschütterte. Im Rahmen einer Prüfung durch Ernst & Young wurde ein Fehlbetrag von 1,9 Milliarden Euro in der Bilanz festgestellt. Ausländische Banken, die es bestreiten, jemals eine Geschäftsbeziehung zu dem deutschen Zahlungsdienstleister gehabt zu haben, Mitglieder des Managements, die ins Ausland fliehen, Festnahmen und Durchsuchungen. Aktuell wird der Weg für einen Untersuchungsausschuss zum Fall WIRECARD geebnet. Dabei kommen Fragen nach der Compliance des Unternehmens auf. Compliance und ein funktionierendes System aus Verantwortlichkeiten soll ein solches Fehlverhalten und die Auswirkungen nach besten Kräften verhindern. Schon vor dem Begriff Compliance gab es Regeln, Gesetze, Vorschriften und Verhaltenskodexe, deren Einhaltung verpflichtend war. Compliance ist Managementaufgabe.

Die große Wende im Bereich der Anerkennung von Compliance kam in Deutschland erst 2006. Auslöser war die damalige Korruptionsaffäre bei Siemens. Siemens wurde in Deutschland zu einer Zahlung von 201 Millionen Euro verurteilt. Zusätzlich einigte sich Siemens mit den US-amerikanischen Aufsichtsbehörden auf eine Strafzahlung von 800 Millionen Dollar. Danach richteten nahezu alle DAX-Unternehmen ein Compliance-Management-System ein, um derartige Vorfälle wie bei Siemens zu vermeiden. Eine aktuelle Herausforderung für die Compliance ist die Kurzarbeit. Die überwiegende Zahl der Unternehmen in Deutschland mussten sich vor der Corona-Pandemie nicht mit den umfangreichen Regularien der Kurzarbeit beschäftigen. Das Haftungsrisiko bei Verstößen in diesem Bereich ist durch die fehlende Erfahrung im Umgang mit Kurzarbeit aktuell erhöht.

Wie lässt sich also ein System zur Einhaltung der Compliance und zur Vermeidung von Verstößen wie bei WIRECARD oder Siemens implementieren und anwenden? Mit dieser Frage beschäftigt sich diese Seminararbeit und untersucht konkret die Frage, wie Compliance-Management am Arbeitsplatz zur Prävention von Regel- und Gesetzesverstößen genutzt wird. Dabei wird zunächst der Begriff Compliance sowie die einzelnen Bestandteile eines Compliance-Management-Systems analysiert. Im Anschluss wird die Umsetzung als auch Anwendung des CMS (Compliance-Management-System) betrachtet. Der Schwerpunkt dieser Seminararbeit liegt in der Arbeit der Personalabteilung eines Unternehmens.

Zusammenfassung der Kapitel

A. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet anhand von Wirtschaftsskandalen wie WIRECARD die Notwendigkeit und Entwicklung von Compliance-Strukturen und formuliert die Forschungsfrage der Arbeit.

B. Begriffsbestimmung: Hier werden die zentralen Begriffe Compliance, Management und Compliance-Management definiert, um ein gemeinsames Verständnis für die weitere Untersuchung zu schaffen.

C. Implementierung eines Compliance-Management-Systems: Dieses Kapitel erläutert die praktische Einführung von CMS, inklusive der Aufgaben des Compliance-Managements, der Programmgestaltung sowie der Rollen und Prozesse zur Überwachung und Sanktionierung.

D. Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass nachhaltige Compliance nur durch Verständnis, Akzeptanz und volle Unterstützung der Unternehmensführung erreicht werden kann.

Schlüsselwörter

Compliance, Compliance-Management, Compliance-Management-System, CMS, Risikoanalyse, Prozessanalyse, Datenschutz, Compliance-Beauftragter, Unternehmensführung, Korruptionsprävention, Arbeitsrecht, Personalabteilung, Sanktionen, Whistleblowing-Richtlinie, Regelkonformität.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit befasst sich mit der Bedeutung von Compliance-Management in Unternehmen und wie durch systematische Prozesse Regel- und Gesetzesverstöße am Arbeitsplatz verhindert werden können.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Die Schwerpunkte liegen auf der Begriffsdefinition, der Implementierung von CMS, der Rolle des Compliance-Beauftragten, der Gestaltung von Compliance-Programmen sowie der Anwendung in der Personalpraxis.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Die Forschungsfrage lautet, wie Compliance-Management am Arbeitsplatz konkret zur Prävention von Regel- und Gesetzesverstößen genutzt und angewendet werden kann.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine Seminararbeit, die auf einer theoretischen Literaturanalyse sowie der Auswertung von Praxisbeispielen aus der Compliance-Umsetzung in Unternehmen basiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Begriffsbestimmung, die Implementierung von CMS-Strukturen, Aufgaben des Compliance-Beauftragten sowie die operative Umsetzung durch Information, Schulung, Kontrolle und Sanktionierung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Compliance, CMS, Risikomanagement, Datenschutz, Arbeitsrecht, Sanktionen und präventive sowie repressive Compliance-Maßnahmen.

Warum ist die Personalabteilung ein zentraler Ort für Compliance?

Die Personalabteilung ist ein Hauptknotenpunkt für Prozesse, die eine hohe rechtliche Relevanz aufweisen, wie etwa Arbeitsverträge, Aufenthaltstitel und Arbeitszeitregelungen, bei denen Verstöße erhebliche Risiken bergen.

Welche Rolle spielt die EU-Whistleblowing-Richtlinie in diesem Kontext?

Die Richtlinie fordert Unternehmen dazu auf, Hinweisgebern Schutz zu bieten, was in der Praxis beispielsweise durch die Einrichtung anonymer Meldewege in das Compliance-System integriert werden muss.

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Details

Title
Compliancesystem am Arbeitsplatz aufbauen. Eine Untersuchung anhand verschiedener Beispiele
College
University of applied sciences, Munich
Grade
1,0
Author
Robert Pokorny (Author)
Publication Year
2020
Pages
18
Catalog Number
V1036827
ISBN (eBook)
9783346449412
ISBN (Book)
9783346449429
Language
German
Tags
Compliance Datenschutz Whistleblower Arbeitsrecht
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Robert Pokorny (Author), 2020, Compliancesystem am Arbeitsplatz aufbauen. Eine Untersuchung anhand verschiedener Beispiele, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1036827
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