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Profiling in der Kriminologie. Entstehungsgeschichte, Anwendungsbereiche und Durchführung

Titel: Profiling in der Kriminologie. Entstehungsgeschichte, Anwendungsbereiche und Durchführung

Hausarbeit , 2020 , 15 Seiten , Note: 2.0

Autor:in: Juliane Grunau (Autor:in)

Jura - Strafprozessrecht, Kriminologie, Strafvollzug
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Zusammenfassung Leseprobe Details

In dieser Arbeit wird das Profiling als Methode der Kriminologie beleuchtet. Profiler rekonstruieren Tatabläufe der Fälle, bewerten das Verhalten des Täters und erstellen in den meisten Fällen ein Täterprofil. Wichtig dafür sind Persönlichkeitsmerkmale, Verhaltensauffälligkeiten und Lebensumstände eines unbekannten Täters. Sie fließen alle in die Analyse des Täterprofils ein.

Profiler werden in Ausnahmesituationen gerufen, wenn die Polizei vor schwierigen Entscheidungen steht und Unterstützung benötigt. Durch das kriminalistische Hintergrundwissen vergleichen Sie den Fall mit anderen ähnlichen Verbrechen, die bearbeitet wurden und erstellen Fallanalysen oder auch Täterprofile. Diese werden in Deutschland ausschließlich von speziell ausgebildeten Beamten der Einheiten für operative Fallanalyse erstellt.

Der Begriff „Profiling“ stammt aus den USA und wird dort als Täterprofilerstellung bezeichnet.
Der generelle Grundgedanke, liegt in der Annahme, dass durch aufgefundene Tatortspuren, die Vorgehensweise, die Wahl des Opfers, das sexuelle, psychische und verbale Verhalten die Persönlichkeitsmerkmale des Täters reflektieren.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Definition der Begriffe „Fallanalyse“ und „Täterprofil“

3. Entstehungsgeschichte

3.1. Entstehung in Deutschland

4. Wie funktioniert die Fallanalyse?

5. Täterprofil

5.1. Aufbau eines Täterprofils

5.2. Vorgehensweise bei der Profilerstellung

6. Anwendungsbereiche im Profiling

7. ViCLAS

8. Zusammenfassung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit setzt sich zum Ziel, die wissenschaftliche Disziplin der polizeilichen Fallanalyse und Täterprofilerstellung zu beleuchten. Dabei wird der Frage nachgegangen, wie durch die Rekonstruktion von Tatabläufen und die Interpretation von Täterverhalten wertvolle Anhaltspunkte für Ermittlungsbehörden gewonnen werden können, um insbesondere bei komplexen Deliktserien zu einer Identifizierung unbekannter Täter zu gelangen.

  • Historische Entwicklung des Profilings von den Anfängen bis zur Moderne
  • Methodische Grundlagen und Arbeitsprozesse der Fallanalyse
  • Unterscheidung zwischen planvollen und planlosen Tätern
  • Kriterien für die Erstellung fundierter Täterprofile
  • Einsatz technischer Unterstützungssysteme wie ViCLAS

Auszug aus dem Buch

4. Wie funktioniert die Fallanalyse?

Es gibt keine „richtige“ oder „einheitliche“ Methode, noch Theorie, um eine Fallanalyse zu erstellen. Sie geht jedoch von der Grundannahme aus, dass jeder Mensch täglich Verhaltensweisen aufzeigt, die seine Persönlichkeit widerspiegeln. Das trifft auch bei einem Verbrechen zu. Somit kann durch Rekonstruieren und Interpretieren des Verhalten des Täters am Tatort, Rückschlüsse auf Motive und Persönlichkeiten gezogen werden.

Bei jeder Tat gibt es drei wesentliche Einflussgrößen: der Täter, das Opfer und die Tatsituation. Beginnend mit dem Täter, versucht man sich in Ihn hineinzuversetzen und Ihn zu analysieren. Hatte er den Ablauf der Tat bereits im Kopf, oder hat er spontan aus dem Affekt gehandelt? Hat er eine lang gehegte Absicht verwirklicht?

Bei Sexualmorden ist es nur sehr selten der Fall, dass Täter sorgfältig geplant und strukturiert vorgehen, um ihr Opfer zu überwältigen. In den meisten Fällen eskaliert eine Vergewaltigung, durch Wehren des Opfer, sodass es sich zu einem Sexualmord steigert.

Die zweite Einflussgröße ist das Opfer selbst. Hat es sich gewehrt? Und wie sehr? Diese Fragen werden bei der Obduktion von Gerichtsmedizinern geklärt. Die Interaktion zwischen Opfer und Tätern lässt sich später gut aus den Befunden zeigen.

Die dritte Größe ist die Tatsituation. Wie kommt es zur Tat? Hat der Täter den Ort oder die Zeit bewusst ausgewählt? Gab es Dinge, die einen Einfluss auf die Tat hatten? Mit all diese Fragen und noch vielen Weiteren, müssen sich die Fallanalytiker auseinandersetzen und versuchen zu rekonstruieren.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung führt in die Thematik des Profilings ein, erläutert grundlegende Begriffe und den Stellenwert der Fallanalyse als Unterstützung für polizeiliche Ermittler.

2. Definition der Begriffe „Fallanalyse“ und „Täterprofil“: Dieses Kapitel definiert die Fallanalyse als Dienstleistung zur Identifizierung unbekannter Täter und beschreibt das Täterprofil als Instrument zur systematischen Erfassung von Persönlichkeits- und Verhaltensmerkmalen.

3. Entstehungsgeschichte: Der Abschnitt skizziert die historische Entwicklung des Profilings vom 19. Jahrhundert bis hin zur Etablierung moderner Spezialeinheiten.

3.1. Entstehung in Deutschland: Es wird der spezifische Werdegang der Fallanalyse beim Bundeskriminalamt und der bayerischen Polizei sowie die Bedeutung der operativen Fallanalyse (OFA) beschrieben.

4. Wie funktioniert die Fallanalyse?: Hier werden die methodischen Ansätze, die drei Einflussgrößen Täter, Opfer und Tatsituation sowie die Bedeutung von Modus Operandi und Tathergangsanalyse beleuchtet.

5. Täterprofil: Das Kapitel widmet sich der Bedeutung der Täterprofilerstellung und betrachtet historische Vorläufer sowie das erste deutsche Täterprofil.

5.1. Aufbau eines Täterprofils: Es werden die zentralen Leitfragen und Datenpunkte erläutert, die zur Konstruktion eines Täterprofils herangezogen werden.

5.2. Vorgehensweise bei der Profilerstellung: Dieser Abschnitt beschreibt die strukturierten Basisschritte von der Datensammlung bis zur finalen Täterfestnahme.

6. Anwendungsbereiche im Profiling: Das Kapitel nennt sechs grundlegende Aufgabenfelder und zeigt die Ausweitung des Profilings auf diverse Kriminalitätsformen und das Cold Case Management auf.

7. ViCLAS: Es wird die Entwicklung und Funktion des „Violent Crime Linkage Analysis System“ als datenbankgestütztes Instrument zur Identifizierung von Serientätern erläutert.

8. Zusammenfassung: Die Zusammenfassung reflektiert die mediale Wahrnehmung versus die Realität der Fallanalyse und betont die Wichtigkeit standardisierter Ausbildungen für Profiler.

Schlüsselwörter

Fallanalyse, Täterprofil, Profiling, Serienmörder, Operative Fallanalyse, OFA, Modus Operandi, Kriminalistik, Tatortanalyse, ViCLAS, Cold Case Management, Kriminalpsychologie, Tathergang, Ermittlungsarbeit, Deliktsanalyse

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit den Grundlagen, der Geschichte und der praktischen Anwendung der polizeilichen Fallanalyse und Täterprofilerstellung in Deutschland und international.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Zu den zentralen Themen gehören die Methodik der Täterrekonstruktion, die Unterschiede zwischen planvollen und planlosen Tätern sowie der organisatorische Aufbau von Fallanalyse-Einheiten.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel ist es, den Lesern die wissenschaftliche Vorgehensweise der Fallanalyse näherzubringen und aufzuzeigen, wie diese zur Unterstützung bei der Aufklärung schwerer Straftaten dient.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse und der Auswertung kriminalistischer Fachliteratur sowie historischer Berichte zur Entwicklung des Profilings.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die methodische Funktionsweise der Fallanalyse, den Aufbau von Täterprofilen und die praktischen Anwendungsgebiete, inklusive der Vorstellung technischer Hilfsmittel wie ViCLAS.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Fallanalyse, Täterprofil, Modus Operandi, operative Fallanalyse und Kriminalistik geprägt.

Wie unterscheidet sich ein „planvoll vorgehender Täter“ von einem „planlosen Täter“?

Ein planvoll vorgehender Täter agiert überlegter, wählt seine Opfer gezielt aus und hinterlässt weniger unkontrollierte Spuren, während der planlose Täter eher impulsiv handelt und der Tatort oft chaotische Züge aufweist.

Welche Rolle spielt das ViCLAS-System bei der Fallanalyse?

ViCLAS dient als länderübergreifende Datenbank, die durch den Abgleich von Morden und Sexualdelikten dabei hilft, Parallelen zwischen verschiedenen Fällen zu erkennen und somit Serientäter schneller zu identifizieren.

Ende der Leseprobe aus 15 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Profiling in der Kriminologie. Entstehungsgeschichte, Anwendungsbereiche und Durchführung
Hochschule
Fachhochschule Stralsund  (Wirtschaft)
Note
2.0
Autor
Juliane Grunau (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2020
Seiten
15
Katalognummer
V1038018
ISBN (eBook)
9783346450807
ISBN (Buch)
9783346450814
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Kriminologie Profling VICLAS Fallanalyse Täterprofil
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Juliane Grunau (Autor:in), 2020, Profiling in der Kriminologie. Entstehungsgeschichte, Anwendungsbereiche und Durchführung, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1038018
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Leseprobe aus  15  Seiten
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