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Das Gemälde "Schützengraben" 1923 von Otto Dix

Titel: Das Gemälde "Schützengraben" 1923 von Otto Dix

Studienarbeit , 2021 , 22 Seiten

Autor:in: Albina Goussova (Autor:in)

Kunst - Sonstiges
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Schon im Jahre 1916 stand eine kleine Ausstellung von Dix’ Kriegszeichnungen in der Galerie Arnold in Dresden. Helene Jakob hatte die ihr anvertrauten Arbeiten Dix’ der Galerie zur Verfügung gestellt. Dix kämpfte bis zum Ende des Ersten Weltkrieges und gilt als sein Dokumentalist. Die Grauen des Krieges wurden zum Grundbestandteil seiner Nachkriegsbilder. Eines dieser Bilder ist für uns von großem Interesse. Die Erforschung des Schicksals des Bildes "Schützengraben" von 1923 ist das Ziel der vorliegenden Arbeit. Bei dieser Erforschung werden wir versuchen, folgende Frage zu beantworten: Inwiefern kann die Wahrheit der Kunst Ablehnung auslösen?

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

Einleitung: Otto Dix und der Erste Weltkrieg

I. Der Krieg in der Wahrnehmung der deutschen Gesellschaft vor dem Ersten Weltkrieg

II. Otto Dix als Vertreter der Vorkriegsgeneration, als freiwilliger Kriegsteilnehmer und als Dokumentalist des Ersten Weltkriegs

Schützengraben – das wahre Gesicht des Krieges

I. Das Gemälde Schützengraben

I.1. Entstehung

I.2. Beschreibung

I.3 Wahrnehmung durch Kritik und Publikum

II. Das Schicksal des Gemäldes

II.1 Die Kunst der Nationalsozialisten und ihr Urteil über das Gemälde

II.2 Die Ausstellungen des Gemäldes nach 1933

II.3. Die verlorene Spur des Gemäldes

Schluss

Quellen:

Zielsetzung & Themen

Das Hauptziel dieser Arbeit ist die historische Erforschung des Schicksals von Otto Dix' Gemälde "Schützengraben" (1923). Die zentrale Forschungsfrage untersucht, inwiefern die unverhüllte künstlerische Darstellung der Kriegswahrheit Ablehnung und Zensur provozieren kann.

  • Die Wahrnehmung des Ersten Weltkriegs durch die deutsche Gesellschaft.
  • Die künstlerische Auseinandersetzung von Otto Dix mit seinen Fronterlebnissen.
  • Die Analyse des Gemäldes "Schützengraben" hinsichtlich Stil und Bildsprache.
  • Die Rezeption und der Skandal um das Bild in der Weimarer Republik.
  • Die ideologische Ablehnung und Verfolgung des Werkes durch die Nationalsozialisten als "Entartete Kunst".

Auszug aus dem Buch

I.2. Beschreibung

Das 1923 vollendete Gemälde Schützengraben hat eine Größe von 2,49 mal 2,29 m. Es ist in Öltechnik auf Leinwand gemalt. Da das Gemälde verschollen ist, sind nur schwarz-weiße Aufnahmen davon vorhanden (Beilage 1). Im Buch DIX. Zum 100.Geburtstag, das 1991 im Verlag Gerd Hatje erschienen ist, ist dieses Gemälde noch mit einzelnen vergrößerten Elementen abgebildet, was eine genauere Betrachtung erlaubt (Beilage 2). Dix stellt hier das Ergebnis des Krieges dar, er zeigt seine erschreckende Zerstörungs- und Tötungsmacht, das Chaos, zu dem er unausweichlich führt.

Vor dem Betrachter öffnet sich in Naturgröße ein Schützengraben nach einer Schlacht. Im Zentrum des Bildes von dem Vordergrund bis zum Hintergrund zieht sich die Tiefe des Schützengrabens, der nicht mehr seine ursprüngliche Höhe hat. Die Oberfläche des Schlachtfeldes ist fast ausgeglichen und es bleiben nur kleine Vertiefungen des Grabens übrig. Dies weist auf den Einsatz moderner, bisher nicht verwendeter Waffen in den Kampfhandlungen hin. Dix kennt die Kraft solcher Waffen sehr gut und wozu sie fähig sind, weil er selbst als Artillerist diente. Die Schüsse dieser Waffen und ihre Explosionen haben alles zerrissen und mit der Erde vermischt. Das Feuer hat auf seinem Weg alles verbrannt und das Gas hat menschliches Fleisch weggefressen. Die Folgen dieser Kriegshandlungen stellt Dix in diesem Gemälde dar. Im unteren Vordergrund sieht man eine Mischung aus verschiedenen menschlichen Körperteilen, Erde, Metallteilen von Handwaffen, Stacheldraht und verkohltem Holz.

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Otto Dix und der Erste Weltkrieg: Dieses Kapitel beleuchtet die Haltung der Vorkriegsgesellschaft zum Militär und die Rolle von Otto Dix als freiwilliger Soldat, der seine Erlebnisse dokumentarisch verarbeitete.

Schützengraben – das wahre Gesicht des Krieges: Hier wird die Entstehung, die detaillierte Bildbeschreibung und die öffentliche sowie fachliche Rezeption des Werkes in der Weimarer Zeit analysiert.

Das Schicksal des Gemäldes: Dieses Kapitel widmet sich der nationalsozialistischen Kunstauffassung, der Diffamierung des Bildes als "Entartete Kunst" und dessen letztlichem Verschwinden.

Schluss: Zusammenfassende Betrachtung der Bedeutung des Werkes als Antikriegssymbol und Rückblick auf die behandelte Forschungsfrage.

Quellen:: Auflistung der verwendeten Literatur und Internetquellen.

Schlüsselwörter

Otto Dix, Schützengraben, Erster Weltkrieg, Verismus, Entartete Kunst, Nationalsozialismus, Weimarer Republik, Antikriegsgemälde, Kriegserfahrung, Kunstgeschichte, Moderne, Zensur, Rezeption, Kunstskandal, Frontalltag.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der vorliegenden Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht das Schicksal des 1923 entstandenen Gemäldes "Schützengraben" von Otto Dix im Kontext seiner Entstehungsgeschichte und seiner späteren Diffamierung durch die Nationalsozialisten.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Die Arbeit behandelt die Kriegswahrnehmung in Deutschland, die Rolle des Verismus in der Kunst, die Rolle des Galeristen Karl Nierendorf sowie die nationalsozialistische Kulturpolitik.

Was ist die primäre Forschungsfrage?

Die Arbeit geht der Frage nach, inwiefern die künstlerische Darstellung der "Wahrheit" des Krieges eine starke Ablehnung bei Betrachtern und staatlichen Institutionen auslösen kann.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Es handelt sich um eine kunsthistorische und historische Recherche, die auf Primärquellen wie Zeitzeugenberichten sowie der Fachliteratur von Experten wie Dietrich Schubert und Kira van Lil basiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil analysiert die Entstehung und den Aufbau des Gemäldes, die schockierende Wirkung auf das zeitgenössische Publikum sowie den systematischen Prozess der Stigmatisierung des Werkes durch die NS-Ideologie.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den prägenden Begriffen gehören Otto Dix, Verismus, Schützengraben, Entartete Kunst und die gesellschaftliche Rezeption des Ersten Weltkriegs.

Wie unterschied sich die Einschätzung des Gemäldes durch Zeitgenossen?

Die Reaktionen waren gespalten: Während einige Kritiker die "sachliche Schilderung" als notwendige Antikriegspropaganda lobten, empfanden andere das Bild als unerträgliches "Monstrum", das die Grenze des Erlaubten überschritt.

Was geschah mit dem Bild während des "Dritten Reiches"?

Das Gemälde wurde als "Entartete Kunst" diskreditiert, in zahlreichen Ausstellungen zur Schau gestellt, um es öffentlich zu verunglimpfen, und schließlich 1940 verkauft; danach gilt es als verschollen.

Gibt es heute eine Vorstellung von der Farbgebung des verlorenen Werkes?

Ja, Otto Dix verarbeitete zentrale Motive und die ästhetische Grundidee des "Schützengrabens" in der Mitteltafel seines späteren Triptychons "Der Krieg" (1932), das heute in Dresden ausgestellt ist.

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Details

Titel
Das Gemälde "Schützengraben" 1923 von Otto Dix
Hochschule
Université de Picardie Jules Verne
Autor
Albina Goussova (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2021
Seiten
22
Katalognummer
V1039611
ISBN (eBook)
9783346481405
ISBN (Buch)
9783346481412
Sprache
Deutsch
Schlagworte
gemälde schützengraben otto
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Albina Goussova (Autor:in), 2021, Das Gemälde "Schützengraben" 1923 von Otto Dix, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1039611
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  22  Seiten
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