Die Umweltbewegung der 80er Jahre der Bundesrepublik Deutschland und der DDR im Vergleich


Facharbeit (Schule), 2020

21 Seiten, Note: 1.0

Anonym


Leseprobe

Inhalt

1. Relevanz der historischen und vergleichenden Analyse

2. Die Umweltbewegung in der DDR
2.7 Ausprägung der ökologischen Krisensituation
2.2 Entwicklung
2.3 Aktivität
2.4 Politischer Umgang mit der Umweltbewegung und Umweltproblemen
2.5 Auswirkungen und Erfolg

3. Die Umweltbewegung in der Bundesrepublik Deutschland
3.1 Ausprägung der ökologische Krisensituation
3.2 Entwicklung
3.3 Aktivität
3.4 Politischer Umgang mit der Umweltbewegung und Umweltproblemen
3.5 Auswirkungen und Erfolg

4. Vergleich der Umweltbewegungen
4.1 Gemeinsamkeit in der grundlegenden Öffentlichkeitsarbeit
4.2 Gemeinsamkeiten in der Struktur
4.4 Gemeinsamkeiten in der Instrumentalisierung der Umweltproblematik
4.3 Unterschiede der Themenspektren
4.5 Unterschiede der Entfaltungsmöglichkeiten
4.6 Unterschiede der Erfolge

5. Abschließende und weiterführende Gedanken

Literaturverzeichnis

1. Relevanz der historischen und vergleichenden Analyse

Schwarze Wände, braune Flüsse und dichter Smog, diese Bilder hat man als erstes vor Augen, bei dem Gedanken an den Zustand der Umwelt in der DDR. Auch wenn in der DDR vereinzelt Umweltschutzmaßnahmen umgesetzt wurden, wie das Recycling von Sekundärrohstoffen, bei dem ganze Schulklassen mithalfen, gab es trotzdem immense Umweltschädigungen durch verschiedenste Industrien in Folge von nicht eingehaltenen Vorschriften.1 Der Erlass von Ver­ordnungen zur umfassenden Nutzung von Sekundärrohstoffen einerseits und das Verschwei­gen und Verharmlosen der Umweltdaten der Staatsregierung andererseits, scheint zunächst paradox. Dieses Vorgehen war allerdings lediglich ein Sparmanöver infolge des „erstmaligen Rückgangs der jährlichen Wachstumsraten des BIP" in der DDR und zielte nicht aktiv auf den Umweltschutz ab.2 Dies ist ein Einblick in die Umweltpolitik der DDR der achtziger Jahren. Nun entstehen Fragen wie: Gab es überhaupt eine Umweltbewegung in der DDR ? Wehrten sich die Bürger der DDR gegen diese Politik und gab es in dem repressiven Einparteiensystem überhaupt die Möglichkeit dazu? Inwiefern unterschieden sich die Strukturen des oppositio­nellen Widerstands der Umweltbewegung eines sozialistischen von denen eines demokrati­schen Systems? Gerade in Zeiten von Fridays-for-future, einem drohenden Verfehlen des Zwei-Grad-Ziels und ständigen ökologisch-moralischen Debatten über den Umgang mit der Klimaerwärmung, dem derzeitig drängendsten Umweltproblem, ist es meines Erachtens wich­tig die Ursprünge der Umweltschutzentwicklung in Ost und West zu verstehen und aus dama­ligen Fehlern zu lernen. Mit der Analyse und dem anschließenden Vergleich der Ursprünge der Umweltbewegungen in den beiden Teilen Deutschlands, soll dies erzielt werden.

Um später einen übersichtlichen Vergleich zwischen den beiden Bewegungen ziehen zu kön­nen, werden sie zunächst unter denselben Gesichtspunkten analysiert. So soll gewährleistet werden, dass schon beim Lesen Gemeinsamkeiten und Unterschiede auffallen. Die markan­testen Differenzen und Parallelen der Bewegungen werden abschließend dargelegt.

2. Die Umweltbewegung in der DDR

Im folgenden Kapitel wird ein Einblick in die Umweltbewegung der DDR der achtziger Jahre gegeben. Dabei wird kurz über die Ausprägung der ökologische Krisensituation informiert und ausführlich auf die Entwicklung, Aktivitäten und Auswirkungen sowie Erfolge der ostdeutschen Bewegung eingegangen. Der Umgang der Regierung mit der neuen Bürgerbewegung wird ebenfalls beleuchtet.

2.1 Ausprägung der ökologischen Krisensituation

Zwar hatte die DDR mit der Verabschiedung des Landeskulturgesetzes 1970 bessere Umwelt­gesetze als die Bundesrepublik, konnte aber deren mangelhafte Einhaltung durch den Be­schluss des Ministerrats 1982, in dem der Umweltzustand zum Staatsgeheimnis erklärt wurde, vertuschen und die resultierenden Umweltschäden verharmlosen.3 Diese Schädigungen be­standen hauptsächlich aus Luftverschmutzung durch die Verbrennung von Braunkohle, dem damaligen Hauptenergieträger, in veralteten Kraftwerken ohne Entschwefelungsanlagen, wel­che zudem als Hauptursache für das weitverbreitete Waldsterben galt, aus schadstoffbelaste­ten Gewässern und Böden infolge von Industrieabwässern und Düngemitteln sowie dem leichtsinnigen Umgang mit den Altlasten des Uranbergbaus der 50er und 60er Jahre. Dies führte vor allem in den Regionen der Industriezentren zu gesundheitlichen Problemen der Be­völkerung, die teilweise epidemische Ausmaße hatten.4 Ein weiteres Problem stellte der Müllimport und dessen Entsorgung in Deponien und Sondermüllverbrennungsanlagen dar, da hierbei ebenfalls Schadstoffe entstanden.5 Außerdem wurden Missstände in der Massentier­haltung und der konventionellen Landwirtschaft als ökologische Probleme betrachtet.6

2.2 Entwicklung

Es wäre legitim zu denken, die ostdeutsche Umweltbewegung wäre direkt aus dem Zusam­menschluss von Bürgern entstanden, welche offensichtlich täglich Berührungspunkte mit den verheerenden Umweltschädigungen hatten. Erste Anregungen zum Umdenken kamen dage­gen von theologischen Vordenkern der Kirche, wie Heino Flacke. Seit 1973 beschäftigte sich der Ausschuss „Kirche und Gesellschaft“ des Bundes der evangelischen Kirche (BEK) mit Umweltfragen. Förderlich für ein Umdenken war die Thematisierung der Ökologie und der in­terkulturelle Austausch bei globalen Treffen der evangelischen Kirchengemeinschaft (wie z.B.: in Bukarest 1974) und später bei jährlichen Tagungen der Synoden. Das herausgearbeitete Ziel der Kirche zur Behebung von Umweltproblemen manifestierte sich in einer „Zentralstelle für Inspiration, Information und Koordination“ und beinhaltete die Zusammenarbeit mit „Partnern auf örtlicher Ebene“.7 Somit wurde erstmals ein Raum für die Auseinandersetzung mit der „marxistisch geprägten Fortschrittsideologie“, wie Neubert die Ökonomie im Sozialis­mus bezeichnete, und ihren ökologischen Folgen geschaffen, auch wenn die Thematik Kon­fliktpotential mit der SED barg.8 Hierbei wurde bewusst darauf geachtet, jegliche Aktivität legal und kirchliche Arbeit betont christlich missionarisch zu halten, damit ein gewisser Schutz aller Beteiligten vor den üblichen Sanktionen durch das Ministerium für Staatssicherheit (MfS) ge­genüber Oppositionellen gewährleistet werden konnte. Die Kirche bemühte sich zudem mit der Regierung im Dialog zu bleiben.9

Eine wichtige Rolle für die Entfaltung der Umweltbewegung in Verbindung mit der Kirche nahm neben dem Ausschuss „Kirche und Gesellschaft“ und der Theologischen Studienabteilung (ThSA) in Ost-Berlin, das 1927 gegründete Kirchliche Forschungsheim Wittenberg (KFHW) ein. Hier sollte ein Austausch zwischen Wissenschaft und Theologie stattfinden. Da sich die beteiligten Wissenschaftler aber auch immer mehr dafür verantwortlich sahen, das Volk zu informieren, wurde ab den achtziger Jahren die Aktivität des KFHWs entsprechend erweitert. Durch zahlreiche Veranstaltungen und informierende Schriften leistete das KFHW bedeutende Arbeit in der Verbreitung von Informationen, Forderungen und Handlungsmöglichkeiten be­züglich der ökologischen Krisensituation. Die Ausweitung der Aufmerksamkeit des ökologi­schen Bewusstseins und der Beteiligten, konnte durch die Aktivität des KFHWs, zum einen durch den einbezogenen Personenkreis, wie beispielsweise bei der Vor- und Nachbereitung der Weltkonferenz in Boston oder ersten Baumpflanzaktionen, zum anderen durch die Formie­rung neuer Umweltgruppen, erzielt werden. Für diese entstandenen Gruppen und Arbeits­kreise fungierte das Forschungszentrum als Anlaufstelle.10 In vielen Gemeinden war die Ent­wicklung von ökologischen Arbeitskreisen zu beobachten, welche meist ortsbedingt einen be­stimmten lokalen Themenfokus hatten, der sich in ihren regelmäßig herausgegebenen Schrif­ten widerspiegelten.11

Wie die Friedensbewegung entstand die ostdeutsche Umweltbewegung nahezu parallel zur westdeutschen Bewegung. Außerdem gab es zu westlichen Organisationen, wie Green­peace, Robin Wood oder kirchlichen Gruppen, einen verdeckten aber regen Informationsaus­tausch. Beispielsweise wurde weitergegeben, wie bedrohlich westdeutsche Medien Umwelt­schädigungen der DDR darstellten.12 Dadurch wurde die Verharmlosung der Umweltschäden der Regierung keineswegs glaubwürdiger und kann somit die Entwicklung einer oppositionel­len Bewegung erklären. Neben der Kirche trug auch die thematische Expansion oder Bildung von Untergruppen der schon bestehenden Friedensgruppen zu dieser Entwicklung bei.13 Mit der Zeit war die Ökologiebewegung durch die aktive Auseinandersetzung mit ihrer Organisie­rung und ihren Aktionen der Friedensbewegung strukturell überlegen.14 Ein weiterer wichtiger Akteur der neuen Bewegung war die Berliner Umweltbibliothek (UB). Sie orientierte sich am osteuropäischem Vorbild und wurde 1986 in der Berliner Zionskirch­gemeinde gründet. Ähnlich wie bei der Friedensbibliothek in Jena oder der Umweltbibliothek in Erfurt, lag ihre Bedeutung besonders in ihrer Funktion als lokales Kommunikationszentrum und später sogar als Zentrum der DDR-Opposition. Damit überholte sie schon bald die politi­sche Wirksamkeit des KFHW. Zur Arbeit dieser Einrichtungen gehörte die Beschaffung von Fachliteratur, vor allem durch Kontakt und Hilfe der westdeutschen Grünen und Roland Jahn, die Dokumentation wichtiger Ereignisse der Opposition, die Veröffentlichungen von Samisdat- Zeitschriften, das waren nicht regimekonforme Schriften wie die „Umweltblätter“ sowie die Veranstaltung regelmäßiger Ökologieseminare. Im Unterschied zu anderen kirchlichen Grup­pen war die Berliner UB von der anarchistischen Denkweise der Punk- und teilweise der Frie­densbewegung geprägt und hatte dadurch eine wichtige Stellung bezüglich der Demokrati­sierung.15

Aufgrund des immer stärkeren Bedürfnisses nach Verbesserung der strukturellen Organisa­tion, erfolgte trotz verschiedener Bedenken und Unstimmigkeiten auf Anregung einiger Mit­glieder der Berliner UB 1988 dann ein Zusammenschluss aller Umweltgruppen, welcher sich „Arche - grün-ökologisches Netzwerk in der Evangelischen Kirche“ (Arche) nannte. Im Mai spaltete sich die Berliner UB allerdings von dem selbst initiierten Bündnis ab, da sich ihre Mitglieder zu sehr bevormundet fühlten und sich nicht mit dem Bedürfnis der meisten Arche­Mitglieder identifizieren konnten, im legalen Rahmen zu bleiben. Absicht der Arche war die Verbesserung der Kommunikation und die Durchführung gemeinsamer Aktionen. Ihre eigene Zeitschrift Arche Nova unterstützte ihre Ziele und war durch die Beteiligung von Wissenschaft­lern von hohem fachlichen Wert.16

Schließlich war die Basis für die Gründung einer Partei hergestellt, welche auch in Erwägung gezogen wurde, dennoch auf viel Widerstand stieß. Nicht nur seitens des KFHWs wurde die­ses Vorhaben abgelehnt, sondern auch von staatlichen Umweltgruppen der Gesellschaft für Natur und Umwelt (GNU), die eine zu starke Politisierung des Umweltthemas und damit den Verlust von Anhängern befürchteten. Aus Regierungssicht drohten politische Gegner. Trotz­dem entstand am 24.11.1989 die Grüne Partei, welche zur Demokratisierung des Landes beitrug. Konkurrierend dazu bildete sich gleichzeitig aus großen Teilen der GNU-Gruppen ein Aktionsverband namens Grüne Liga.17

2.3 Aktivität

Die Aktivität der Umweltbewegung bestand in erster Linie aus Informationsverbreitung, aber auch aus vorsichtig formulierten Forderungen an die Regierung und organisierte meist sym­bolische Aktionen. Denn die Verantwortung des hoch entwickelten Industriestaates und des Einzelnen gegenüber der Bedrohung des globalen und lokalen Ökosystems und somit gegen­über der Erhaltung der Lebensgrundlage für zukünftige Generationen wurde erkannt. Die Vo­raussetzung für ökologisch-moralisches Handeln sollte ein dialogoffenes Land sein, so Heino Flacke.18 Zwischen den verschiedenen Umweltkreisen gab es kaum wesentliche inhaltliche Unterschiede.19 Allen Umweltaktivisten gemeinsam war die Kritik an sämtlichen Aspekten der ökologischen Krisensituation (siehe 2.1) durch die Folgen der Industriepolitik und deren Ge­heimhaltung beziehungsweise Verharmlosung. Sozialistische Leistungsprinzipien wurden in Frage gestellt und Skepsis gegenüber der Atomenergiepolitik verbreitete sich durch Aufklä­rungsarbeit, insbesondere nach dem Tschernobyl-Unfall. Dies und die Ressourcenverschwen­dung im Bereich der Rüstung wurde angeklagt, wobei schon hier die in 2.2 erwähnte themati­sche Expansion der Friedensbewegung deutlich wird.20 Dass eine Demokratisierung zur Über­windung dieser Probleme nötig gewesen wäre, wurde immer wieder angemerkt.

Durch die Veröffentlichung sämtlicher Samisdat-Zeitschriften wie die „Briefe“, „Anstöße“ und „Pusteblume“ des KFHW oder die „Umweltblätter“ der Berliner UB, von Broschüren, Verhal­tenskatalogen für eine ökologische Lebensweise oder Kultbüchern über das Verhältnis zwi­schen Mensch und Natur und durch Ausstellungen, Treffen, Gottesdienste, Seminare sowie Vorträge, machten die Oppositionellen auf ihre Kritik aufmerksam.21 Hier hat die Kirche als Koordinator eine große Rolle gespielt, denn sie ermöglichte einen Austausch zwischen Ver­tretern der Umweltgruppen durch initiierte Treffen seit 1983. Außerdem war ihre Bereitstellung von Druckmaschinen für die Umweltgruppen unerlässlich, da diese Vervielfältigungsmöglich­keit in der DDR nicht jedem zugänglich war. So wurde die Verbreitung der Umweltthemen durch den Druck von Samisdat-Ausgaben und Informationen erleichtert.22 Durch Eingaben und Forderungskataloge wurden aber auch Forderungen direkt an den Staat gestellt, die nicht nur höhere finanzielle Investitionen in den Umweltschutz verlangten, sondern auch mehr Transparenz in der Datenvermittlung, mehr Recycling von Ressourcen, mehr öffentlichen Nahverkehr, mehr Unterstützung bei der Regeneration zerstörter Umweltregionen, mehr Um­weltschutzforschung und strikte Sanktionen bei Umweltzerstörung. Außerdem wurde gefordert in jegliche Planung den Umweltschutz mit einzubeziehen und Technologien nur zu nutzen, wenn ihre Folgen überprüft wurden und zu verantworten waren.23

Neben der theoretischen, gab es noch die praktische Aktivität der Bürgerbewegung, mit kon­kreten Aktionen. Diese sollte Bürgeraufrütteln, ihr Konsumverhalten auf jeglichen Ebenen zu hinterfragen, gleichzeitig aber auch dem Staat die Brisanz der Diskussion verdeutlichen. Nur durch den Schutz der Kirche behielt das Handeln ihre Legalität. Darüber hinaus wurde der legale Rahmen meist durch Absprachen mit den Behörden eingehalten, beispielsweise durch Anmeldung von Aktionen und das Einhalten vereinbarter Teilnehmerzahlen. Solche Aktionen begannen schon 1979 mit ersten Baumpflanzungen, wobei 50 Beteiligte 5000 Bäume pflanz­ten, 1981 entstanden Fahrraddemonstrationen unter dem Motto „Mobil ohne Auto“, welche auch mit Anreisen zu Umwelttreffen verbunden wurden. Im Anschluss an die Unternehmungen, welche sich ab 1983 regelmäßig fortsetzten, fanden meist Vorträge zur Ökologie statt und es bildeten sich direkt neue Umweltgruppen, wodurch sich das Netz der Umweltbewegung weiter ausdehnte.24 Zudem gab es immer mehr Aktionen gegen die Luftverschmutzung wie die Spen­denaktion „Eine Mark für Espenhain“ oder das Projekt „Saubere Luft für Ferienkinder“, welches Schulkindern aus luftverschmutzten Gebieten ermöglichte in einem weniger belastetem Um­feld ihre Ferien zu verbringen. Ab 1986 vermehrten sich die Proteste, da nach dem Tschern­obyl-Unfall jene gegen die Kerntechnik hinzukamen. Außerdem gehörten unzählige Aktionen dazu wie Wanderungen, Müllentsorgungen, Fasten-, und Spendenakte, das Zelebrieren alter­nativer Lebensweisen sowie Versuche Naturgebiete vor Abholzung oder Bebauungsplänen zu schützen.25 Eine sehr eindrucksvolle Aktion zur Verdeutlichung des skandalösen Ausmaßes des Vertuschens der Umweltschäden, repräsentierte der von der Arche 1988 unter höchster Geheimhaltung gedrehte Film „Bitteres aus Bitterfeld“, über die Umweltzerstörungen durch die Chemieindustrie. In Westdeutschland wurde dieser über diverse westdeutsche Medien veröf­fentlicht und löste viel Erschütterung aus.26 Ebenfalls im Jahr 1988 leisteten westdeutsche Umweltaktivisten und Ostdeutsche der Berliner UB Widerstand gegen Berliner Deponien und Sondermüllverbrennungsanlagen durch die Blockade am Müllgrenzübergang. Somit übten sie Kritik an dem Missbrauch undemokratischer Konditionen zu eigenen Gunsten seitens der westdeutschen Politik, aber auch an der SED-Umweltpolitik.27

[...]


1 vgl. Eschenhagen, Wieland/Judt, Matthias: Der Fischer Weltalmanach Chronik Deutschland 1949­2009: 60 Jahre deutsche Geschichte im Überblick, Frankfurt a. M. 2008, S. 258

2 Eschenhagen 2008, S. 258

3 vgl. Uekötter, Frank: Am Ender der Gewissheit: Die ökologische Frage im 21. Jahrhundert, Frankfurt a. M. 2011, S. 125-127

4 vgl. Eppelmann, Rainer: Bundesstiftung für Aufarbeitung, in: Dimensionen der Umweltverschmutzung, o.J.; https://deutsche-einheit-1990.de/ministerien/muner/verschmutzung/, Stand: 27.11.2019 - vgl. Hecking, Claus: Spiegel Online, in: Was wurde eigentlich aus dem Waldsterben? 03.01.2015; https://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/umweltschutz-was-wurde-aus- dem-waldsterben-a-1009580.html, Stand: 27.11.2019 - vgl. Hamm, Horst: Süddeutsche Zeitung, in: Urranabbau in Ostdeutschland, Strahlende Landschaften, 04.04.2015; https://www.sueddeutsche.de/wissen/uranabbau-in-ostdeutschland-strahlende-landschaften- 1.2421153-0#seite-2, Stand: 27.11.2019 - vgl. Neubert, Ehrhart: Geschichte der Opposition der DDR 1949-1989, Berlin 1997, S.747

5 vgl. Neubert 1997, S. 586, 746

6 vgl. Jordan, Carlo: Im Wandel Ökologiebewegung und Grüne im Osten, in: Bruckmeier, Karl (Hg.): Die Bürgerbewegungen in der DDR und den ostdeutschen Ländern, Opladen 1993, S. 242 - vgl. Ue­kötter 2011, S. 126

7 Neubert 1997, S. 273-274

8 Neubert 1997, S. 446

9 vgl. Behrens, Hermann/Benkert, Ulirike/Hopfmann, Jürgen/Maechler, Uwe (Hg.): Wurzeln der Um­weltbewegung: Die Gesellschaft für Natur und Umwelt (GNU) im Kulturband der DDR, Marburg 1993, S. 134

10 vgl. Neubert 1997, S. 449-450, 587-588

11 vgl. Behrens 1993, S. 133

12 vgl. Neubert 1997, S. 590-vgl. Uekötter2011, S. 127

13 vgl. Neubert 1997, S. 451

14 vgl. Neubert 1997, S. 454

15 vgl. Neubert 1997, S. 629-632, vgl. Schilling Thorsten: Bundeszentrale für politische Bildung und Robert-Havemann-Gesellschaft e.V., in: Samisdat, 2019; https://www.jugendopposition.de/the- men/145394/mfs-aktion-gegen-die-ub, Stand: 26.12.2019

16 vgl. Neubert 1997, S. 748-752

17 vgl. Neubert 1997, S. 862-863

18 vgl. Neubert 1997, S. 447-448

19 vgl. Neubert 1997, S. 588

20 vgl. Knabe, Hubertus: gesellschaftlicher Dissens im Wandel: Ökologische Diskussion und Umwelt­engagement in der DDR, in Redaktion Deutschland Archiv: Umweltprobleme und Umweltbewusstsein in der DDR, 1985 Köln, S. 177-180 - vgl. Neubert 1997, S. 747, 587

21 vgl. Neubert 1997, S. 454

22 vgl. Uekötter 2011, S. 127,

23 vgl. Eingaben waren in der DDR eine Möglichkeit Beschwerden gegen das staatlicher Verhalten zu äußern - vgl. Knabe 1985, S. 186

24 vgl. Neubert 1997, S. 450-451

25 vgl. Neubert 1997, S. 590-591, 752, 747 - vgl. Knabe 1985, S. 192-193

26 vgl. Neubert 1997, S. 752

27 vgl. Neubert 1997, S. 746

Ende der Leseprobe aus 21 Seiten

Details

Titel
Die Umweltbewegung der 80er Jahre der Bundesrepublik Deutschland und der DDR im Vergleich
Note
1.0
Jahr
2020
Seiten
21
Katalognummer
V1040405
ISBN (eBook)
9783346457035
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Umweltbewegung 80er Jahre, DDR, BRD, greenpeace
Arbeit zitieren
Anonym, 2020, Die Umweltbewegung der 80er Jahre der Bundesrepublik Deutschland und der DDR im Vergleich, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1040405

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