Sabbat / Judentum


Referat / Aufsatz (Schule), 2000

3 Seiten, Note: 11


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Sabbat / Judentum

THESE: Trotz der Zerstörung ihres Tempels, trotz Diasporra (Verstreuung in der Welt), trotz Pest im Mittelalter und trotz des Holocaust’s (Vernichtung der Juden im 3.Reich), hat der Sabbat das Judentum am Leben erhalten!

Das Judentum ist die älteste der drei monotheistischen Offenbarungsreligionen und bezeichnet die Religion des Volkes Israel. Der Begriff geht auf die abgeleitete lateinische bzw. griechische Übersetzung des Wortes Jehudi zurück und bezeichnet alle Einwohner Judäas im Süden Palästinas, sowie alle Anhänger der jüdischen Reformatoren Esra & Nehemia und alle Einwohner der Provinzen Israels. Die Juden selbst bezeichneten sich, soweit religiöse Angelegenheiten betroffen waren, als Israeliten oder Söhne Israels.

Von grundlegender Bedeutung für das Judentum ist der unbedingte Monotheismus, demzufolge ein einziger transzendenter Gott die Welt erschaffen hat und ihre Geschicke lenkt. Traditionsbewusste Juden erkennen Gottes Geist sowohl in der natürlichen Ordnung, wie sie in der Schöpfung zum Ausdruck kommt, als auch im geschichtlichen Prozess. Gottes Wille ist in der Thora, der Unterweisung und Lehre, offenbart. Sie enthält unter anderem Gebote, welche den Umgang der Menschen untereinander und ihr Verhältnis zu Gott regeln. Das Verhältnis des Einzelnen zu Gott ist unmittelbar und persönlich; es bedarf nach jüdischer Auffassung keiner Vermittlung, weder durch Priester noch durch Handlungen wie etwa der Beichte oder der Sakramente. Darüber hinaus ist der Mensch völlig frei in seinen Entscheidungen: er kann bzw. muss sich stets aufs Neue zwischen dem guten Trieb und dem bösen Trieb entscheiden, die ihm innewohnen und beide von Gott kommen. Die Juden bilden eine Glaubens-, Kultur- und Lebensgemeinschaft, die sich vollständig auf die Abstammung ihrer biblischen Erzväter beruft.

Bis zur Zerstörung des Tempels in Jerusalem 70 n.Chr. durch die Römer, war dieser das Zentrum der jüdischer Religiosität. Die Juden wurden nun aus ihrer Heimat vertrieben und flüchteten in andere Länder. Jetzt fehlte ihnen ein kultischer Mittelpunkt und somit gewannen Gebet und Gottesverdienst innerhalb einer Familie eine sehr große Bedeutung. Geistige Lehrer Israels sammelten eine Ergänzung zur schriftlichen Thora, die mündliche, und versuchten sie durch ständiges Wiederholen im Gedächtnis der Juden zu bewahren. Die Mischna (hebräisch: „wiederholen“, “auswendig lernen“) entstand auf diese Weise, und bildet den Talmud, heute neben der Thora eine der wichtigsten Schriften für die Juden.

Alle Ereignisse die ein Jude durchlebt, werden von Gebeten und Zeremonien begleitet, da für Sie das ganze Leben ein einziger Gottesdienst ist. Beginnend mit dem Morgengebet (dem wichtigsten unter allen anderen) indem das Glaubensbekenntnis gesprochen wird, beginnt ein frommer Jude den Tag. Bei den Mahlzeiten werden ebenfalls Gebete gesprochen, die Segenssprüche beinhalten. Eine Bilanz des Tages wird im Nachtgebet gezogen. Neben den täglich durchgeführten Gebeten besitzt das Judentum natürlich auch Feste/Feiertage, die im eigentlichen Sinne Gedenktage früherer jüdischer Geschichte waren, wobei der wohl bekannteste der Sabbat ist. Er symbolisiert den 7.Tag, an dem Gott nach der Schaffung der Welt ruhte. So sollte es auch den Menschen ergehen, an diesem Tag ist die vollkommende Ruhe angesagt und jeder muss sich jeglicher Arbeit enthalten. Zugleich wird er aber auch als ein Tag der Freude gefeiert. Neben anderen Festlichkeiten bildet den Höhepunkt eines solchen Tages die Vorlesung aus der Thora.

Nach der Zerstörung ihres Tempels verstreuten sich die Juden über verschiedene Erdteile und zu verschiedensten Völkern. Jedoch auch dort wurden sie als „fremd“ bezeichnet, da Sie eine religiöse Sonderstellung besaßen, die mit ihrem Zusammengehörigkeitsgefühl etwas anderes, fremdes darstellte. Während dessen bildete sich das Christentum langsam als Staatsreligion aus und somit führte die Diskrepanz zwischen dem Anspruch des Judentums und der christlichen Kritik an den Juden zur Verschärfung der bereits vorhandenen Judenfeindlichkeit. Im Mittelalter steigerte sich die feindselige Einstellung gegenüber den Juden. Diese wandten sich mehr dem Handel und dem Geldverleih zu, weil ihre eigentliche Betätigung in Landwirtschaft und Handwerk immer weiter eingeschränkt wurde. Ihre jetzige Beschäftigung war jedoch den Christen untersagt und somit wurden ihnen Schutzbriefe durch den König und zur Sicherung der rechtlichen Stellung verliehen.

Nun waren die Juden in einer rechtlich geschaffenen Sonderstellung und dies machte sich auch äußerlich bemerkbar: zum Beispiel wohnten sie in abgeschlossenen Bezirken der Städte oder vielen durch das tragen anderer Kleidung auf. Neben der Verfolgung durch die Kreuzfahrer wurde der nicht - christlichen Minderheit auch der Vorwurf gemacht, sie betrieben Hostien- und Reliquienschändung sowie Ritualmorde. Doch auch nach der Reformation änderte sich nichts an der Einstellung zum jüdischen Volk. Erst nach der Zeit der Aufklärung setzten sich Forderungen der Gleichstellung so langsam durch, ... scheinbar. Im letzten Drittel des 19.Jh. kamen wieder soziale Konflikte zum Vorschein, welche ebenfalls auf das jüdische Volk zugeschoben werden. Die erneut aufkommende, sozial motivierende judenfeindliche Einstellung verschärfte sich noch durch die rassisch - völkische Komponente verschärfte.

Im 20.Jh. wurde den Juden durch eine Verschwörung eine/die Rolle des „Sündenbocks“ zugeschoben. Nun hatte man jemanden der für alles verantwortlich war und wer an allem Schuld hatte, an der sozialen und politischen Krise nach dem Ersten Weltkrieg. Der Antisemitismus jedoch erfaßte auch konservative Kreise die Kritik am Leben der Juden führten. Auch der Nationalsozialismus nahm den Antisemitismus in sein Programm auf und bediente sich dabei sogar der Staatsgewalt. Der Holocaust, die massenhafte Vernichtung der Juden, hat begonnen. Viele Millionen Juden wurden in Konzentrationslager gebracht und vernichtet. Der „Sündenbock“ war schuld an beiden Weltkriegen, wurde als Parasit und als Untermensch bezeichnet...

Nach ihren Erkenntnissen wurde „ ...der Sabbat als ‚Zeichen des Bundes‘ zwischen Gott und seinem Volk Israel gedeutet.“. Er symbolisiert auch den „ ...Tag des Gedenkens an den Auszug Israels aus ägyptischer Gefangenschaft.“. Hierin lässt sich das Grundverständnis gegenüber der Religion am besten deuten. Sie symbolisierten, verdeutlichten den Sachverhalt mit Bildern. Damit gelingt es ihnen, dass durch den Sabbat der „...Mensch seine Gedanken weg von den alltäglichen, an materiellen Dingen ausgerichteten Interessen lenken und an die geistige und religiöse Konzentration fördern“, „... - aber nimm Dir zu allem reichlich Zeit.“ Mit dieser Einstellung zu ihrer Religion, zu sich selbst und zu ihren Familienangehörigen haben Sie es geschafft, die Tradition[en] über viele Jahrhunderte zu bewahren. Keine Massenvernichtung, keine Unterdrückung durch andere und keine todbringende Krankheit konnte Sie davon abhalten an das zu glauben was für Sie bestimmt war. Der Sabbat hat sie sozusagen ernährt, ihnen Kraft gegeben. Er war die Quelle und der Glaube aus dieser war stärker als alles andere und nichts und niemand konnte sie von Geist und Körper trennen...

Quellen:

- Schüler Duden: Die Geschichte, Dudenverlag
- Ethik Arbeitsbuch 12, Konkordia
- Ethik Lehr- und Arbeitsbuch 2, Stam Verlag
- Ethik 11, Bayrischer Schulbuch-Verlag
- Microsoft" Encarta" Online Encyclopedia 2001
- http://www.payer.de [Judentum als Lebensform, 8.Der Sabbat]

3 von 3 Seiten

Details

Titel
Sabbat / Judentum
Note
11
Autor
Jahr
2000
Seiten
3
Katalognummer
V104530
Dateigröße
326 KB
Sprache
Deutsch
Anmerkungen
Ich hoffe, nur es hilft manchen und fällt nicht allzu schlecht in der Bewertung aus!
Schlagworte
Sabbat, Judentum
Arbeit zitieren
Andreas Kruschwitz (Autor), 2000, Sabbat / Judentum, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/104530

Kommentare

  • Gast am 5.5.2004

    guti.

    hallo... wir (miichi und didi) mussten für die schule infos über das judentum sammeln.
    gut das wir hier angelangt sind, denn nun haben wir wenigstens etwas, was wir aufschreiben können:
    an manchen stellen zwar leicht unverständlich, aber damit haben wir ja keeeeeeeiiiiin problem... :)
    also tschööööö

    grüße diMich

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Titel: Sabbat / Judentum



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