John Locke´s 2. Abhandlung als Rechtfertigung der Besiedlung Amerikas


Hausarbeit, 2001

18 Seiten, Note: 1


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1. Einleitung:

John Locke´s Hauptwerk, „Two Treatises of Government“ ist oft interpretiert worden, und ebenso oft kam man zu einer anderen Schlussfolgerung. Locke`s Werk hat noch bis in die heutige Zeit, über 300 Jahre nach seiner Entstehung, Einfluss und zählt zu den wichtigsten politischen Schriften der Neuzeit. Vor allem sein Kapitel „Of Property“ trifft die wesentlichen Merkmale unserer Definition oder Entwicklung von Eigentum. Diesem Kapitel soll auch in der folgenden Arbeit besondere Aufmerksamkeit gewidmet werden.

Meine Seminararbeit soll einen Aspekt beleuchten, welchem in früheren Interpretationen kaum Beachtung geschenkt wurde und der erst in letzter Zeit näher in den Brennpunkt der Interpretation gerückt ist. Es soll gezeigt werden, inwiefern John Locke die vielen Bemerkungen, die in seinem Werk hinsichtlich der Indianer und Amerika gemacht werden nicht einfach nur als ein Beispiel für ein Land im Naturzustand anzusehen ist, sondern dass Locke dazu einen realen Bezug hatte. Das Werk könne auch eine ethische und ökonomische Rechtfertigung der Kolonialisierung in Amerika darstellen.

Diese Rechtfertigung führt Locke Schritt für Schritt vor: vom Naturrecht und Naturzustand über die Aneignung von Privateigentum, zum Geldverkehr bis hin zur Gründung eines Staates. Dieser Argumentationslinie folgt diese Arbeit.

Es soll klar werden, dass eine andere Lebensweise, als die dort beschriebene nicht gottgefällig sei. Locke arbeitet heraus, dass die Erde zum besten Nutzen der Menschen gegeben wurde, und dass diese best möglich genutzt werden solle. Wer die Erde am besten nutzen könne, soll sich diese aneignen.

Locke war nicht nur wegen seiner Ämter und seiner Stellung in der britischen Regierung und Lord Shaftesbury1 gegenüber an der „Neuen Welt“ interessiert sondern auch , weil er die Besiedlung Amerikas als mögliche Lösung des damals vorherrschenden Arbeitslosigkeitsproblems und der möglichen Steigerung des ökonomischen Erfolgs in England ansah. Die Rechtfertigung der Besiedlung war für ihn nicht nur von privatem, sondern auch von allgemeinem Interesse hinsichtlich der Steigerung des Wohlergehens des englischen Staates.

Zum Erstaunen einiger Autoren wurde dieser Teil Locke`s Biografie bis jetzt übersehen oder nur geringfügig miteinbezogen, welcher doch auf ein starkes Interesse Lockes an der Besiedelung Amerikas zeigen könne.

Mit der vorliegenden Arbeit soll versucht werden die wesentlichen Merkmale des „AmerikaAspektes“ darzustellen. Dabei sollen auch Locke`s Lebensumstände mit in Betracht gezogen werden. Denn diese könnte man unterstützend, respektive als Indiz anführen, um Begründungen für die zu erläuternde Thematik zu unterstreichen.

Es ist hier zu beachten, dass Locke bei seiner Rechtfertigung immer nur von einem , schon fast unverrückbar scheinendem Blickpunkt aus argumentiert, nämlich aus der Sicht des Europäers, bzw. noch prädestinierter des Engländers, ohne auch nur auf die Kultur und die Unterschiede der Lebensweisen2 zu achten.

Meine Arbeit soll zeigen, dass Locke´s Werk als Verteidigung und als Rechtfertigung der Kolonialisierung Amerikas und der Vertreibung der Ureinwohner zu sehen sein könnte.

2. Die „Zwei Abhandlungen über die Regierung“ und die Interessen John Locke`s hinsichtlich der Besiedlung Amerikas

John Locke wurde durch das 1652 verfasste Werk „Patriarcha“ von Robert Filmer dazu veranlasst sein wohl bekanntestes Werk, die „Zwei Abhandlungen über die Regierung“ zu schreiben. Robert Filmer argumentierte in seinem Werk gegen die kontraktualistische Theorie von Grotius. Filmer warf Grotius vor, dass seine Theorie zu einer nach Filmer`s Auffassung völlig falschen Souveränitätstheorie führe. Nämlich zur Herrschaft des Willens der Individuen.3 Filmer selbst durfte man in dieser Zeit zu den konservativen, der absoluten Monarchie anhängenden Lehre zählen.

Locke entkräftigt in seiner ersten Abhandlung die Einwände Filmers und versucht dann in der 2. Abhandlung die von Filmer kritisierte Theorie zu festigen. Vor allem mit dem Eigentumskapitel versucht er die Vorwürfe Filmers gegenüber Grotius zu entkräftigen und die naturrechtliche Vertragstheorie zu bestärken.4

Eben diese Verteidigung der Vertragstheorie beinhaltet auch die ethische und ökonomische Rechtfertigung der englischen Kolonialisierung Amerikas. In welcher John Locke selbst ein großes Interesse hat. Die Argumente innerhalb der „Zweiten Abhandlung“ mit Bezug auf den amerikanischen Kontinent, kann man mit Locke`s Aufzeichnungen und Scripten über den Handel mit und innerhalb der neuen „Welt“ in Verbindung setzen. Denn in diesen Schriften treten deutliche Konkretisierungen der in der „Zweiten Abhandlung“ nur als Andeutungen vorliegenden Bemerkungen auf.5

John Locke verfasste die wesentlichen Teile der „Two Treatises over Government“ in den Jahren 1680 - 82. Veröffentlicht wurde das Werk 1689. In der Zwischenzeit, zwischen Beginn und Veröffentlichung seines Buches, wurde England von der „Exclusion Crisis“ erschüttert, welche Locke dazu veranlasste das Buch zunächst anonym zu veröffentlichen und sämtliche Skripte, die zur Erstellung des Werks notwendig waren zu zerstören, wodurch eine genaue ex- post- Bestimmung seiner Intuition unmöglich wurde.

Lockes „2.Abhandlung“ wurde von John Bulkley, einem Verfechter der Ausdehnung der Kolonien, direkt zitiert und als Vorlage gebraucht zur Rechtfertigung der Kolonien, der Lebensweise, der Art der Aneignung und der Erweiterung der Kolonien6.

Die Haltung Locke`s gegenüber den Ureinwohnern und der Art und Weise der Aneignung des Kontinents ging contraire zu der Art, wie die britische Krone damit umging7. Die britische Regierung betrachtete nämlich die Ureinwohner Amerikas als sich selbst- regierende, souveräne Eigentümer des Landes. Die Inbesitznahme von Land erfolgte durch Verträge, die zwischen der britischen Krone und den Ureinwohnern abgeschlossen wurden8. Das Königreich hatte genug mit der Armut und Unterbeschäftigungssituation zu kämpfen, und viele englische Bürger sahen in der Kolonialisierung den möglichen Grund für den Verfall des britischen Empires.9 Demnach war Locke`s Standpunkt hinsichtlich der Besiedlung Amerikas recht umstritten. Sowohl aus der Sicht der Herrschenden, als auch bezogen auf die vorherrschende Sicht der öffentlichen Meinung. Locke sah aber gerade in der Besiedlung Amerikas die Lösung für die Probleme in England. Die Wirtschaft würde angekurbelt werden durch die Kultivierung Amerikas.10

Wenn man solchen Widerständen ausgesetzt ist und seine Meinung gegen diese vertritt, so zeigt dies doch eine Überzeugung und ein hohes Interesse an der Besiedlung Amerikas. Dies kann als Indiz bzw. Anlass für eine Deutung seines Werkes hinsichtlich Amerikas gesehen werden. Lockes Interesse, sowohl privater als auch öffentlicher Natur, deutet auf die Besiedlung Amerikas hin. Dieses Interesse hat er wohl nicht aus seinem Hauptwerk, den „Two Treatises over Government“ herausgehalten.11

3. Die indianische Lebensweise: Ineffizienz und Faulheit

So war anfangs, und zwar weitaus mehr 12 als es heute der Fall ist, die ganze Welt ein Amerika...13

Locke sieht Amerika als ein Land im Naturzustand, ohne Regierung, feste Eigentumsverhältnisse und effiziente Ökonomie. Das Land wird nicht vorteilhaft genutzt, viele Landstriche liegen brach und die Art der indianischen Landnutzung sei ihm zufolge ineffizient und nicht gottgefällig.14 Die Indianer hätten kein Recht auf ganz Amerika, welches sie nicht nutzen könnten, da ihnen sowohl der internationale Markt fehle, und diese sich nur das aneignen dürften, was ihrem Lebensunterhalt sichere.15 Da keine Regierung vorhanden sei, welche die Eigentumstitel auf einer rechtlich abgesicherten Grundlage verteile bzw. sichere, wird von Locke noch seine Annahme hinsichtlich des Status Amerikas verifiziert. Für Locke folge richtig der Schluss gezogen, dass jeder in Amerika Privateigentum erwerben dürfe, da Gott die Erde der gesamten Menschheit gegeben habe. Die folgende Ausführung soll dies nun näher erläutern.

3.1 Besitz an den Produkten der Natur

„...dass Gott ... die Erde den Menschenkindern gegeben hat, und dass er sie den Menschen gemeinsam gegeben hat“16

Locke stellt die Frage, inwiefern ein Mensch in den Besitz irgendeiner Sache gelangen könne. Benötigt man unbedingt die ausdrückliche Zustimmung der gesamten Menschheit, wodurch diese wohl verhungern müsste? Diesem überspitzt vorgetragenem Argument von Robert Filmer entgegnet Locke mit dem Argument, dass Gott das Land der Menschheit zum Nutzen gegeben habe, und dieses Brachliegen auf Grund des fehlenden Vertrags gegen die Intention Gottes sei. Ebenso sei der Mensch zumindest in Besitz seiner Arbeit und der von seinen „Besitztümern“ verrichteten Handlungen.

„Obwohl die Erde und alle niederen Lebewesen allen Menschen gemeinsam gehören, so hat doch jeder Mensch ein Eigentum an seiner eigenen Person Die Arbeit seines Körpers und das Werk seiner Hände sind, so können wir sagen, im eigentliche Sinne sein Eigentum

...Es hängt nicht von der ausdrücklichen Zustimmung aller Mitbesitzer ab, wenn wir diesen oder jenen Teil nehmen. Das Gras, das mein Pferd gefressen, der Torf den mein Knecht gestochen, und das Erz, das ich an irgendeiner Stelle gegraben habe, wo ich mit anderen gemeinsam ein Recht dazu habe, werden ohne die Anweisung und Zustimmung von irgendjemandem mein Eigentum. Es war meine Arbeit, die sie dem gemeinsamen Zustand, in dem sie sich befand, enthoben ha und die mein Eigentum an ihnen bestimmt hat. ...So gibt diese Gesetz der Vernunft das Wild demjenigen Indianer zum Eigentum, der es getötet hat“17

Nun spricht er hier allen Menschen, und er bindet hier auch explizit die Indianer mit ein, die Möglichkeit von Privatbesitz zu. Alle Produkte der Erde, sobald man sie mit eigener Arbeit verbinde, seien aus dem Naturzustand und in Besitz des daran Hand anlegenden.18 Alle die nach Amerika auswandern, haben die gleichen Rechte an den Früchten der Natur.19 Die explizite und herausgehobene Erwähnung des „Indianers“ hinsichtlich der Aneignung der Produkte der Natur deuten schon den nächsten Schritt an. Nämlich die Unterscheidung von der Lebensweise der Indianer und der „gottgefälligen“ europäische Lebensbewältigung, welche sich auf die Aneignung von Land und deren Erschließung und Kultivierung bezieht.

3.2 Besitz an Boden

Der Boden in Amerika ist ebenso frei wie die Früchte, die die Natur den Menschen zum Essen gebe. Aber die Landnutzung ist für Locke die Art der Aneignug, welche dem Auftrag Gottes gerecht wird, nämlich sich die Erde zu nutzen zu machen und die größt -mögliche Bequemlichkeit für die Menschheit zu erreichen. Die Inbesitznahme von Boden geschieht durch die Erschliessung desselbigen. Dadurch hat man seine Arbeit mit dem Land vermischt und somit einen Eigentumstitel an dem Land erworben20. Eine Abgrenzung des Besitzes bringt kein Recht an dem eingezäunten Land. Nur Erschließung und Kultivierung erzeugt einen Eigentumsanspruch an der Erde, welcher aber nicht dauerhaft ist, sondern nur so lange besteht, wie der Boden genutzt wird.

Die Akkumulation von Land ist aber Streitpunkt, nicht um die Aneignung der spontanen Produkte der Natur dreht sich seine Behandlung, geschweige denn die stattgefunden habende Diskussion um die Kolonialisierung in England zur Zeit Locke`s. Es geht um die Art und Weise der „Enteignung“ der „Heimaterde“ der Indianer und deren Rechtfertigung. Nur die Landwirtschaft, und hauptsächlich nur diese allein sichert das Überleben und potentiert, bzw. vermehrt die Erde und bildet den Besitzanspruch an derselben. Locke bezeichnet die Arbeit als den größten Teil der Ökonomie, er beziffert ihn zwischen 90 und 99 Prozent.21 Somit habe der Arbeitende der Erde und der Menschheit etwas geschenkt; durch die Urbarmachung hat er die Fruchtbarkeit der Erde erhöht und ist seinem göttlichen Auftrag nachgekommen.

Das „veraltete“ Jäger- und Sammlertum der Indianer erhöht auf der einen Seite nicht den Nutzen der Erde und zum anderen bilden die Indianer keinen Eigentumstitel an Boden. Der Mensch hat die Möglichkeit sich durch seine Arbeit von der Natur zu emanzipieren.22 Die Natur wird zum potentiellen Eigentum des Menschen, aber in Amerika besitzt das Land die Indianer, nicht umgekehrt, eine Emanzipation aus der veralteten Wirtschaftsform habe nicht stattgefunden.

Durch die Aneignung von Land in Amerika schade man niemandem, da man auch niemanden seines Eigentums beraubt werde, bzw. durch die agrarische Nutzung der Erde werde das Potential der Erde genutzt und erhöht.

Locke charakterisiert die Lebensweise der Indianer als faul und es sei gottgefällig, dass die Erde von den „Fleißigen und Vernünftigen“ genutzt wird.

Er konstruiert im Naturzustand um grenzenlose Akkumulation zu verhindern zwei sogenannte Aneignungsschranken. Diese Schranken kann man als Effizienzappell verstehen. Sie sprechen die Gleichheit und Freiheit des Menschen an und bestimmen den Menschen auf ein genügsames, die Grundbedürfnisse deckendes Leben. Diese Aneignungsschranken sollen nun erläutert werden.

3.2.1 Gleichwertigkeitsschranke:

Es muss immer genug und ebenso Gutes für die Anderen übrig bleiben.

Wenn man Land besetzt werde, dürfe dadurch nicht eine andere Person in ihrer Entwicklung behindert werden. Dies bedeutet , dass jedem Individuum ein qualitativ gleichwertiges Land zur Verfügung stehen solle, wodurch die Gleichheit der individuellen Entwicklung der Menschen gesichert werde.

Diese Aneignungsschranke hat weniger Bedeutung auf ein so großes im Naturzustand sich befindendes Land wie Amerika. Dort sei es kein Problem ein gleich gutes Land zu bekommen. Nur wenn eine Verknappung der Landfläche auftrete, bekommt diese Schranke Bedeutung.

Für die Besiedlung Amerikas bedeutet dies, dass Land sich angeeignet werden könne, ohne dass diese Schranke verletzt werde, da schließlich immer noch genug und gleichwertiges Land auf diesem Kontinent vorhanden sei.23

3.2.2.Verderblichkeitsschranke:

Niemand darf sich mehr verderbliche Dinge aneignen, als sein Haushalt verbrauchen kann. Dies bezieht sich nicht nur auf die spontanen Früchte der Erde, sondern auch auf den Boden.

„Wenn sie jedoch in seinem Besitz [die aufgelesenen Früchte] zugrunde gingen, ohne richtig genutzt zu werden, wenn die Früchte verfaulten oder das Fleisch verweste, bevor er sie verbrauchen konnte, so verletzte er das gemeinsame Recht der Natur und machte sich strafbar Derselbe Maßstab galt auch für den Besitz von Land: ... Wenn aber das Gras seines eingezäumten Landes am Boden verdarb oder die Früchte seiner Anpflanzungen verfaulten, so war dieser Teil der Erde, ungeachtet seiner Abgrenzung, als herrenlos zu betrachten.“24

Diese Verderblichkeitsschranke beschränkt die ungebremste quantitative Ausdehnung des Grundbesitzes. Durch die Argumentation, dass brachliegen und verderben lassen wider das Naturrecht sei, wird das Maß des Eigentums eines Menschen auf seine Grund- und Überlebensbedürfnisse bestimmt. Da die Verderblichkeitsschranke sich auf das potentielle Privateigentum bezieht und Locke die Art der Nutzung vorschreibt ist klar, dass die Besiedlung rechtens ist. Es stehe mehr Land zur Verfügung steht, als die Indianer nutzen könnten.

Jeder Mensch hat das Recht und die Freiheit dort Eigentum zu erwerben, wo dieses nicht genutzt werde und das Potential für die Menschheit brach liege.

„manifestly proved that the Indians having only a natural right to so much land as they had or could improve, so as the rest of the country lay open to any that could and would improve it25

Indianer, als Menschen im Naturzustand unterliegen dieser Eigentumsschranke, und auf Grund ihrer Lebensweise haben sie auch kein Recht auf mehr, als sie benutzen können.26

Nicht die z.B. Saisongebiete ihres Lagers stehen in ihrem Besitz, sondern nur allein die Gebiete, die sie ständig, landwirtschaftlich, nutzen zum Zwecke ihrer Selbsterhaltung.27

Für den Indianer würde die Überwindung diese Aneignungsschranke die Festlegung auf eine andere Lebensweise bedeuten, nämlich die der „Fleißigen und Verständigen“.28

Diese Lebensweise, welche den Indianer in den Naturzustand versetzt, ist aber die Rechtfertigung für die „Enteignung“ der Indianer. Auch ist diese die Ursache für die ungleiche Eigentumsverteilung und dem fortgesetzten Akkumulation von noch mehr Land. Die Verderblichkeitsschranken hatten auf die Siedler Amerikas weniger Einfluss, da die Siedler dem Geldverkehr zugestimmt hatten und sie mit dem internationalen Handel verknüpft waren.

3.3. Den „Fleißigen und Verständigen“

„Gott gab die Welt den Menschen gemeinsam,...,29 Er gab sie den Fleißigen und Vernünftigen zur Nutznießung (und Arbeit sollte seinen Rechtsanspruch darauf bewirken)29 Gott gab die Erde also den tüchtigen Menschen, die seinem Auftrag nachkamen die Erde zu nutzen, um die größten Bequemlichkeiten aus der Erde zu gewinnen.

Wen bezeichnete Locke als fleißig und vernünftig?

Wohl diejenigen, die dem Auftrag Gottes nachkommen und durch die Arbeit die von Gott gegebene Erde erschließen und kultivieren.

Locke schließt also aus seiner Argumentation und anhand den vorliegenden Fakten und der Entwicklung der Europäer, dass der Engländer prädestiniert sei dem gottgegebenen Auftrag nachzukommen und dass der Engländer um einiges fleißiger sei als der Indianer.30

„Es kann keinen klareren Beweis für irgendetwas geben, als ihn für diesen Fall verschiedene Völker Amerikas liefern, die reich an Land und doch arm an allen Bequemlichkeiten des Lebens sind.,,, Und der König eines großen und fruchtbaren Gebiets wohnt, nährt und kleidet sich dort schlechter als ein Tagelöhner in England“31

Die Begründung liegt also in der Unterscheidung der Entwicklungsgrade der Menschen respektive zwischen den Westeuropäern und Indianern. Wie Locke mehrfach betonte, war am Anfang die ganze Welt Amerika12.

Die Völker Europas und Asiens waren damals genau so „faul“ wie die Ureinwohner des amerikanischen Kontinents. Locke sieht die Europäer und vor allem die Engländer als die weit entwickeltste Nation der Erde. Die Engländer haben die besten Fähigkeiten die Erde in der gottgewollten Art und Weise zu erschließen. Nicht nur dass sie die effektivste Form haben, nein sie haben die richtige und von Gott gerechtfertigte Art der Nutzung.32 Locke spricht den Indianer also nicht das Mensch- sein ab, sondern stellt sie in der menschlichen Evolution hinter die Europäer bzw. die Engländer.

„Im Naturzustand herrscht ein natürliches Gesetz, das jeden verpflichtet. Und die Vernunft,..., lehrt die Menschheit, daß niemand einem anderen, da alle gleich und unabhängig sind, an seinem Leben und Besitz, seiner Gesundheit und Freiheit Schaden zufügen soll , Und da sie alle zur Gemeinschaft der Natur gehören, so kann unter uns keine Rangordnung angenommen werden,...“33

Trotzdem wird der Engländer nicht durch seine weiter fortgeschrittene Evolution befähigt sich über den Indianer zu stellen. Beide befinden sich, wenn sie miteinander in Kontakt treten im Naturzustand. Beide sind von Gott angehalten sich gegenseitig als gleiche und dem Naturgesetz verpflichtete Lebewesen zu betrachten.34 Die Aneignungsschranken sind gültig und es gilt das Prinzip der Gleichheit und Freiheit. Der Geldverkehr und der internationale Handel verrücken die Gleichheit. Der dem Geldverkehr zugestimmt Habende erklärt sich automatisch auch mit einer ungleichen Eigentumsverteilung einverstanden.

Die Vernunft wohnt beiden inne, nur die Geschäftigkeit und die Motivation ist verschieden. Die Indianer wären faule Menschen im Naturzustand, wohingegen die Engländer die fleißigsten Menschen seien. Das Potential sei bei den Indianern vorhanden, sie müssten nur beispielsweise die europäische, bzw. englische Lebensweise, Religion und Regierungsform annehmen.35

Locke sieht die Ursache der Armut, bzw. des geringeren Komforts in der Verweigerung der englischen Lebensgrundsätze. Deutlich zum Thema Erziehung und Lebensgrundsätze wird dies in seinem Vorschlag zur Bekämpfung der Arbeitslosigkeit, bzw. Faulheit im eigenen Land. Er betitelt die Armen, bzw. Arbeitslosen als faul und ohne jegliche Motivation zur Arbeit. Man müsse diese erziehen und ihnen diese Prinzipien verinnerlichen, zu ihrem eigenen Wohle und dem Heil Englands.36

Die Aneignung des amerikanischen Kontinents ist also auf der einen Seite, wie schon erwähnt, gottgefällig, da brachliegendes Land fruchtbar gemacht wird und auf der anderen Seite wird einem Volk die Möglichkeit gegeben seine Evolution zu beschleunigen. Die Engländer, welche die gottgefälligste Lebensweise hätten, müssten nur kopiert werden. Es bedürfe nicht mehr langwieriger Evolutionsschritte, da das beste Leben den Ureinwohnern vorgelebt werde.

Der Vergleich zwischen dem Wirtschaftssystem der Engländer und der Lebensweise der Indianer in Locke´s „Zweiter Abhandlung“ wird auch heute noch in dieser Art und Weise betrieben. Wenn man alle Lebensweisen vergleiche, so sei es doch offensichtlich, dass der „westlichen“ Wirtschaftsform die meisten Bequemlichkeiten für die Menschheit zu entlocken seien. Das System sei zwar nicht perfekt, und mit ein wenig idealistischen Gedankengut seien auch bessere Formen zu kreieren, aber realistisch gesehen gebe es kein besseres.

Mit der Einführung des Geldes, zu verstehen als der erste Vertrag, durch freiwillige und stillschweigende Zustimmung, aller am Geldverkehr teilnehmenden Menschen wird der Grundstein für die Lebensweise der Europäer gelegt. Durch die entstehende Knappheit wird eine Regierung notwendig, welche die Eigentumstitel auf eine rechtliche Basis stellt.

3.4 Die Einführung des Geldes

Geld ist ein unverderblicher Gegenstand.

Durch die Einführung des Geldes, welches seinen Wert durch die Übereinkunft der Menschen erhalten hat, und seinen Ursprung nach Locke in dem gesteigerten Besitzbedürfnis der Menschen hat37, wird die Verderblichkeitsschranke ausgeschaltet. Ein Mensch kann nun mehr besitzen, als er für sich und seine Familie verbrauchen kann. Den Eigentumsanspruch erwirbt er sich durch seine Arbeit.

Durch die Zustimmung zum Geldverkehr und der möglichen grenzenlosen Akkumulation von Eigentum fällt auch die Gleichwertigkeitsschranke, da nun durch die Möglichkeit der Akkumulation das Land knapp wird. Dadurch entstehen ungleiche Eigentumsverhältnisse, welche aber durch den freiwilligen und stillschweigenden Vertrag in Bezug auf den Gebrauch des Geldes legitimiert wurden.

Durch die Möglichkeit mehr Land zu nutzen, als für den Eigenbedarf notwendig ist, entsteht mit der Zeit eine Knappheit an Boden. Diese Knappheit und der damit aufkommende eventuelle Streit um Besitztümer mache die Bildung eines Staates notwendig, der auf dem Gesetz basierende Eigentumstitel erzeugt.38

Für die Beziehung der Siedler zu den Indianern bedeutet dies folgendes: Die Siedler dürfen sich so viel Land aneignen, wie sie nutzen können. Nicht mehr im Sinne von bloßer Selbstversorgung, sondern auch im Sinne von Selbststeigerung, durch die Kombination mit der Arbeit anderer. Es dürfen Überschüsse produziert werden, welche dann im Tausch gegen Geld verarbeitet werden. Die Arbeit anderer wird genutzt, in arbeitsteiliger Produktion entstehen die steigenden Annehmlichkeiten des Lebens.

Der Indianer, welche sich noch im Naturzustand befindet, ohne Geldverkehr und „Luxus“, unterlieget den Aneignungsschranken.

Durch die Zustimmung zum Geldverkehr wird die Ausbreitung der Kolonien rechtens, da die Siedler durch das unverderbliche Metall mehr Land bebauen dürfen, als sie selbst zu ihrer Selbstversorgung benötigen. Es wird ihnen die Möglichkeit gegeben mehr Land zu akkumulieren, wohingegen der Indianer nur ein kleines Land zu seinem Überleben nutzen darf.

Die Ungleiche Verteilung, bzw. grenzenlose Akkumulation darf aber nicht unaufhörlich betrieben werden. Der Mensch ist immer noch angehalten einem Menschen in Not zu helfen, bzw. nicht dessen Existenz zu bedrohen, so lange nicht seine eigene Existenz bedroht sei39.

4. Indianer als sich selbst- regierende Nation ?

Dass die Indianer eine souveräne Nation seien, verneint Locke von Anfang an. Er stellt die Indianer als eine Gruppe dar, welche sich im fortgeschrittenen Naturzustand befinden40, ohne Geld, ohne legitimierte und ständige Regierung und ohne eigenes abgestecktes Territorium.

„So sehen wir, dass in Amerika, das noch heute ein Muster für die frühesten Zeiten in Asien und Europa ist - als das Land zu wenige Einwohner hatte und der Mangel an Bevölkerung und Geld die Menschen nicht in Versuchung führte, ihren Landbesitz zu vergrößern, oder

um eine weitere Ausdehnung ihres Gebietes zu kämpfen-, die Könige der Indianer kaum mehr sind als die Anführer ihrer Heere“41

Die Indianer hätten zwar einen Häuptling, welcher aber nur in Kriegszeiten die Macht habe, sonst sei der Stamm durch einen Rat oder durch den gesamten Stamm geleitet worden.

Als fortgeschrittene Form des Naturzustands deshalb, da man sich schon zusammengefunden hat und eine Art souveräner Herrscher existiert, dieser aber nur sehr eingeschränkte und spezielle Macht hat.

„Da allerdings der Krieg nicht mehrere Regierende zulässt, fällt die Befehlsgewalt naturgemäß wieder an die alleinige Autorität des Königs zurück“42

Aber für die Indianer bestünde kein Anlass eine Regierung zu bilden, da keine Knappheit an Land vorhanden gewesen sei, und nach Locke eine Regierung nur zum Zwecke der Eigentumssicherung unter der Vorraussetzung der Knappheit von nöten sei. Ganz gleich welche Motivation eine Nation veranlasst eine Regierung zu bilden, für Locke ist nur sein Weg und seine Rechtfertigung der Regierungsbildung evident, welche auf dem amerikanischen Kontinent nicht gegeben war.

In England wurde aber schon die Frage gestellt, ob die Akkumulation von Land nicht einer Enteignung gleich kommen würde. Sie akzeptierten in gewissem Maße die Souveränität der Indianer und deren Besitzanspruch auf den amerikanischen Kontinent. Für die englische Krone ging mit den Indianern als eigenständige Nation umzugehen, und die Akkumulierung von Boden wurde nicht durch das Naturrecht gerechtfertigt, sondern auf Kaufverträge gestützt. Das besetzte Land wurde den Siedlern übergeben, aber als Austausch garantierten die Besetzter den Ureinwohnern Schutz vor anderen Invasoren, wie den Franzosen, den Spaniern, den Siedlern und Grundstücksmaklern.43

Es wurde eine souveräne Nation unter den Schutz einer anderen Nation und deren Recht gestellt, aber trotzdem die Lebensweise und die Ureinwohner Rechte auf deren Land akzeptiert.

Locke hingegen betreibt eine Individualisierung Amerikas. Er setzt die Ureinwohner in den von ihm konstruierten Naturzustand, er ignoriert deren Lebensweise, setzt deren wenn auch eher rudimentär vorhandenes Geld herab auf ein eher der Religion zugehöriges Objekt44. Es scheint als existiere nur das europäische System, und darin nur sein konstruiertes. Weil die Indianer im Naturzustand sind und die von ihm konstruierten Aneignungsschranken greifen, wird das Land als frei definiert und für die Besiedlung frei gegeben.

5. Abschließende Überlegungen

John Locke`s „Zweiter Abhandlung“ könne also auch als Verteidigungsschrift der Kolonialisierung Amerikas gesehen werden, sowohl ethischer als auch ökonomischer Natur. Allein durch sein beträchtliches persönliches Engagement und seine finanzielle Verstrickung in die Kolonialisierung ist die Möglichkeit des Einflusses seiner Meinung und seines Interesses in sein Hauptwerk gegeben. Man kann seine Bemerkungen, die sich auf die Kolonialisierung beziehen, wirklich mit fundiertem Hintergrund betrachten.

Ethisch deshalb, da er die Engländer, bzw. die Europäer in den Mittelpunkt stellt und andere Kulturen als weniger gottgefällig in ihrer Nutzung der von Gott gegebenen Erde darstellt. Andere Völker müssten die Lebensweise, welche auf christlichen Grundsätzen basiere übernehmen, um im gleichem Maß an dem Werk Gottes teilnehmen zu können, bzw. an diesem Werk in seinem vollem Umfang Anteil zu nehmen.

Ökonomisch auf Grund der Verbesserungen, die durch die Arbeit der Erde zugefügt werden und der Auswirkungen für anderer Menschen Arbeit.

Die Erde diene dann um so mehr den Bequemlichkeiten aller und steigere den Luxus der Menschheit. Zentral in dieser Rechtfertigung steht der Wert der Arbeit. Durch die Erschließung und Kultivierung von Boden würden viele andere Menschen an den Wohltaten der Arbeit teilnehmen.45 Insbesondere England rückt für Locke natürlich in den Mittelpunkt des Interesses. Die ökonomische Verbesserung der heimischen Wirtschaft durch die Besiedlung Amerikas wurde durch verschiedene „Navigation Acts“ und andere Bindungen an das „Mutterland“ versucht herzustellen46.

Man kann vielleicht sagen, dass das europäische Wirtschaftssystem vom ökonomischen Blickpunkt effizienter ist und mehr materielle Bequemlichkeiten liefere, aber die Berufung auf eben dieses Argument ist doch eher sehr einseitig. Es gibt auch andere Seiten des europäischen Systems, wenn man die Unbeschwertheit und Einfachheit der Indianer betrachtet, die auch schon den damaligen Siedlern auffielen, so ist hier doch auch eine Art von Luxus zu finden, den Luxus sich selbst zu genießen und seinen Gelüsten nachzukommen.

“their [Amerindians´] days are all nothing but pastime. They are never in a hurry. Quite different from us, who can never do nothing without worry; worry, I say, because our desire tyrannizes over us and banishes peace from our action”47

Er schließt die Indianer von der englischen Art der Landaneignung nicht aus. Jeder hat das Recht brachliegendes Land zu erschließen und durch die Vermischung mit seiner Arbeit einen Eigentumstitel zu erzeugen. Nur setzt Locke die Indianer einem Dilemma aus, aus dem sie sich nicht befreien können:

Entweder sie bleiben ihrem Lebensstil treu, wodurch ihr Leben und ihre Freiheit auf ein Minimum reduziert würden, was ihrem Lebensstil, dem Jäger- und Sammlertum - mit den weiten Jagd- und Saisongebieten, aber nicht zu vereinbaren ist. Oder sie geben ihre Lebensweise auf und nehmen die europäische Form des Lebens an, um in den „Genuss“ der gleichen Rechte, Pflichten und Annehmlichkeiten zu gelangen.

Dieses Dilemma entwickelt sich. Zuerst beschreibt Locke die Aneignung von Privateigentum durch Arbeit. Mit der Aneignung der spontanen Früchte der Natur ist noch kein Mensch bevorteilt, oder fleißiger als ein Anderer. Die Erschließung von Boden in der Art, wie Locke sie als gottgefällig beschreibt, ist eine europäische Form und in der Art und Weise den Ureinwohnern fremd.

An der Art der Aneignung von Grundstücken macht Locke seine Charakterisierung die „Fleißigen und Verständigen“ fest. Er schließt die Indianer nicht aus, sondern gibt ihnen das Potential dazu, sie müssten sich nur an den Engländern orientieren.

Durch die Einführung des Geldes, eines weiteren Teils der europäischen Wirtschaftsform, begründet er das Recht der Siedler sich weiter auszudehnen, da die Aneignungsschranken keine Gültigkeit haben. Andere, die dem Geldverkehr nicht zustimmen bleiben von den Aneignungsschranken eingeengt.

Wichtig für seine Rechtfertigung ist die Tatsache, dass die Indianer, nach Locke, keine Regierung haben, also sich noch im Naturzustand befinden, und kein festes Territorium haben. Hier zeigt sich ein Vorteil für die Indianer. Sie haben die Möglichkeit ihre Entwicklung zu forcieren und sich aus dem Naturzustand zu emanzipieren. Sie müssten die europäische Lebensweise nachahmen, den Geldverkehr annehmen und sich dann, wegen der aufkommenden Landverknappung, zu einem Staat zusammenfinden. Alles ohne Entwicklungsstufen, nur durch Nachahmung.

Locke setzt das System Europas, insbesondere das Englands, als die zu erstrebende Lebensweise für die von Gott gegebene Welt. Er negiert die Vorteile der Lebensweisen anderer Kulturen, setzt diese als unterentwickelt herab und versucht diesen das europäische Werte und Wirtschaftssystem als objektiv zu oktruieren.

Er ignoriert hierbei jegliche andere Lebensweise, bzw. andere Art der Betonung des Lebens. Seine Bemerkung hinsichtlich der „Fleißigen und Verständigen“ zielt eben auf diese Ignoranz ab. Auf der einen Seite spricht er von der Freiheit und Gleichheit der Menschen, von einem allen Menschen innewohnenden rationalen und ethischen Grundverständnis, auf der anderen Seite minuiert er die Menschen anderer Entwicklung auf ein niederes Maß, einer in der Evolution zurückgebliebenen, auf falscher Lebensweise basierenden Denken.

6. Bibliografie

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Tully, James, „An approach to political Philosophy: Locke in contexts“, Cambridge 1993.

Yolton, J.S., „A Reference Guide“, Boston (Mass.) 1985

[...]


1 Vgl. zu Locke´s Leben und Ämter: Yolton, J.S., „A Reference Guide“, Boston (Mass.) 1985, Seite 26ff.

2 Das Leben der Indianer in Nord - Amerika war eher ein Nomadenleben, ohne grosse und feste Siedlungen. Sie ernährten sich von Tieren, wildwachsenden Früchten und geringem Ackerbau.

3 Ludwig, Bernd, “Arbeit, Geld, Gesetz. Eine Neubestimmung von Aufgabe und Ziel der Eigentumstheorie John Lockes“ in: politisches Denken. Jahrbuch 2001, Seite 74 f .

4,Ebd. , Seite 79f .

5 Arneil, Barbara, „Trade, Plantations and Property: John Locke and the economic Defence of Colonialism“ in: Journal of the history of ideas 1994, Bd. 55 Heft 4 S. 591f.

6 Dunn, John, “The politics of Locke in England and America” in “John Lo>7 Josiah Child ein Mitanhänger der Annahme, dass die Kolonialisierung die Probleme auf der Insel lösen könnte: „Where there is one man of my mind, there may be a thousand of the contrary“.

8 Tully, James “An approach to political philosophy: Locke in contexts”, Cambridge 1993 Seite 171 und Arneil, Barbara “The wild indian´s Venison: Lockes Theory of property and english colonialism in America” in: political studies 1996 Bd.44 Heft 1 Seite. 60 - 74.

9 Beer, George „The old colonial System“, New York 1912, Seite 21f.

10 Arneil, Barbara, “The wild Indian `s Venison: Lockes Theory of property and English Colonialism in America” in: political studies 1996 Bd. 44 Heft 1 Seite 67.

11 Lebovics, Herman The uses of America in Locke´s Second Treatise of Government” in: “John LoCke:ritical Assesments Vol. III”, London and New York 1991, Seite 252.

12 Vgl. Locke, John, „Zweite Abhandlung über die Regierung“, Frankfurt 1977, §37: Vergleich zwischen Produktion eines Landwirts in Devonshire und Indianer

13 Locke, John, “Zweite Behandlung über die Regierung”, Frankfurt 1977, § 49.

14 Arneill, Barbara, “The wild indian´s venison: Locke´s Theory of Property and English Colonialism in Amerika” in: Political Studies, 1996 , Bd.4Heft 1 Seite 66.

15 Tully, James, ”An approach to political philosophy: Locke in contxts”, Cambridge 1993, Seite 138f.

16 Locke, John, „Zweite Behandlung über die Regierung“ Frankfurt 1977, § 25.

17 Locke, John, „Zweite Abhandlung über die Regierung“, Frankfurt 1977, §27-30.

18 Lebovics, Herman, „The Uses of America in Locke`s Second Treatise of Government” in: John Locke critical Assessments Vol.III, London and New York 1991, Seite 254.

19 Arneil, Barbara, “The Wild Indian`s Venison: Locke`s Theory of Property an English Colonialism in Amerika” in: Political Studies, 1996, Bd. 4 Heft 1 Seite 62.

20 Locke, John, “Zweite Abhandlung über die Regierung”, Frankfurt 1977, § 32.

21 Locke, John, “Zweite Abhandlung über die Regierung” Frankfurt 1977, § 34

22 König, Siegfried, “Zur Begründung der Menschenrechte: Hobbes - Locke - Kant“, Freiburg/München 1994, Seite 156.

23 Locke, John, „Zweite Abhandlung über die Regierung“ Frankfurt 1977, §36.

24 Locke, John, „Zwei Abhandlungen über die Regierung“, Frankfurt 1977. §37, 38.

25 Child, Josiah, „A new Discourse on Trade“, London 1804, Seite 184.

26 Arneil, Barbara, “John Locke and America”, Oxford 1996, Seite 132 f.

27 Tully, James, „An approach to political Philosophy: Locke in contexts“, Cambridge 1993, Seite 149.

28 Locke, John, „Zweite Abhandlung über die Regierung“, Frankfurt 1977, § 34.

29 Locke, John, „Zweite Abhandlung über die Regierung“, Frankfurt 1977, § 34.

30 Arneil, Barbara, „ The Wild Indian`s Venison: Locke`s Theory of Property an English Colonialism in Amerika” in: Political Studies, 1996, Bd. 4 Heft 1 Seite 66.

31 Ebd. § 41.

12 vgl. Fussnote 12.

32 Vgl. „Notes on Trade in Sweden, Denmark and New England“ in: Arneil, Barbara, “Trade, Plantations, and Property: John Locke and the Economic Defence of Colonialism” in: Journal of the history of ideas 1994, Bd. 55 Heft 4 Seite 601ff.

33 Locke, John, „Zweite Abhandlung über die Regierung“, Frankfurt 1977, §6.

34 Locke, John, „Zweite Abhandlung über die Regierung“, Frankfurt 1977, § 14.

35 Vgl. Tully, James, „ An approach to political Philosophy: Locke in contexts“ Cambridge 1993, Seite 139.

36 Vgl. Locke, John: „A Report to the Board of Trade to the Lord Justices, Respecting the Relief and Employment of the Poor, Draw up in the Year 1697” in: Peters, Jörg T., “Der Arbeitsbegriff bei John Locke”, Münster 1997, Seite 289ff.

37 Locke, John, „Zweite Abhandlung über die Regierung“, Frankfurt 1977, §49.

38 Ludwig, Bernd, „Arbeit, Geld, Gesetz. Eine Neubestimmung von Aufgabe und Ziel der Eigentumstheorie John Lockes“ in: Politisches Denken. Jahrbuch 2001, Seite 75ff.

39 Locke, John, „Zweite Abhandlung über die Regierung“, Frankfurt 1977, § 8.

40 Tully, James, „An approach to political Philosophy: Locke in contexts“, Cambridge 1993, Seite 151.

41 Locke, John, „Zweite Abhandlung über die Regierung“, Frankfurt 1977, § 108.

42 Locke, John, "Zweite Abhandlung über die Regierung“, Frankfurt 1977, § 108.

43 Tully, James, „An approach to political Philosophy: Locke in contexts“, Cambridge 1993, Seite 171ff.

44 Lebovics, Herman, „The Uses of America in Locke`s Second Treatise of Government” in: “John Locke. Critical Assessments Vol.III”, London and New York 1991, Seite 260.

45 Child, Josiah, „A New Discourse on Trade“, London 1804, Seite 201f

46 Durch die Bindungen an England sollte der erwartete Vorteil der Kolonialisierung genutzt werden. Alle Güter und zur Besiedlung benötigten Werkzeuge, inklusive des Transports nach Amerika, sollten in England hergestellt werden. Navigation Acts: englische Schifffahrtsgesetze, nach denen überseeische Ware nur auf engl. Schiffen, europäische Ware nur auf engl Schiffen oder solchen des Erzeugerlandes importiert werden durften.

47 Tully, James, „An approach to political Philosophy: Locke in contexts”, Cambridge 1993, Seite 163.

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Details

Titel
John Locke´s 2. Abhandlung als Rechtfertigung der Besiedlung Amerikas
Hochschule
Ludwig-Maximilians-Universität München
Veranstaltung
PT Grundkurs
Note
1
Autor
Jahr
2001
Seiten
18
Katalognummer
V105164
Dateigröße
381 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
John, Locke´s, Abhandlung, Rechtfertigung, Besiedlung, Amerikas, Grundkurs
Arbeit zitieren
Gabriel Elmer (Autor), 2001, John Locke´s 2. Abhandlung als Rechtfertigung der Besiedlung Amerikas, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/105164

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