Formale Richtlinien zur Gestaltung einer Diplomarbeit


Seminararbeit, 2000

25 Seiten, Note: gut


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Gliederung der Arbeit
2.1 Schreibtechnische Grundlagen
2.2 Das Inhaltsverzeichnis
2.3 Das Anlage- oder Anhangverzeichnis
2.4 Das Abbildungsverzeichnis
2.5 Der Quellennachweis

3 Formelle Anforderungen an die Arbeit
3.1 Zitieren / Übernahme fremden Gedankengutes
3.2 Zitierweisen und Arbeit mit Fußnoten
3.3 Aufbau und Einbindung von Zitaten
3.4 Zitate aus verschiedenen Quellen

4 Literaturverzeichnis

5 Abschluss

1 Einleitung

Viele Tausende Studentinnen und Studenten teilen zum Abschluss eines jeden Semesters immer wieder das selbe Leid miteinander. Erst werden einem viele Prüfungen während der Studienzeit abverlangt und dann kommt am Ende die wichtigste und alles entscheidende Prüfung: die DIPLOMARBEIT.

Zu den Vorbereitungen auf den schriftlichen Teil gehören zweifelsohne viele kleine Vorbereitungsschritte, von denen hier nur einige exemplarisch genannt werden sollen, z.B. Suche eines Themas, Suche und Gespräche mit dem/ den Betreuungsdozenten, Literatursuche etc.

Wenn diese kleinen und sehr wichtigen Schritte geschafft sind, folgen die anderen Teile, die als Forschung und wissenschaftliches Arbeiten bezeichnet werden.

Mit diesen Schritten, nämlich den formalen Ansprüchen an eine Diplomarbeit, möchte ich mich in diesem Text befassen. Die formalen Richtlinien an eine solche wissenschaftliche Arbeit sind vielfältig und von besonders grosser Wichtigkeit. Eine Nichteinhaltung dieser Grundregeln, wie z.B. die Zitierregeln oder aber auch der Rechtschreib- und Kommaregeln können zu einer Abwertung einer sonst inhaltlich vielleicht sehr guten Arbeit führen.

Eine klar strukturierte und ausdrucksvolle Arbeit kann durchaus auch die mittelmäßige Bewertung fördern, und dies mal ganz abgesehen von der Veröffentlichung der eigenen Arbeit als Buch , in Fachzeitschriften oder sogar im Internet. Auch in diesem Fall zeugt eine gut gestaltete Arbeit von Fachkompetenz und Interesse an der eigenen (Forschungs-)Arbeit.

Ferner macht es dem Leser einer solchen Arbeit Spaß, diese zu Lesen, wenn sie klar strukturiert ist und alle Formalien, wie z.B. Zitierregeln, eingehalten werden.

Dies beweist dem Leser die Fähigkeit des Autors logisch zu denken.

Also, dies sollte klar sein, kann ein sehr guter Rahmen einer Arbeit nicht eine unvollständige Vorbereitung und mangelhafte Inhalte kaschieren, doch kann er einem guten Inhalt zu weiterer Klasse und Schönheit verhelfen.

Durch das Einhalten einiger ganz einfacher und verständlicher Regeln kann man der oft wochenlangen theoretischen, wissenschaftlichen Arbeit zu weiterem Glanz verhelfen und sich somit um Klassen aufwerten.

Nun möchte ich diese Regeln im Folgenden vorstellen und an Beispielen vertiefen.

Zur besseren Übersicht und Chronologie beginne ich mit der Struktur der Arbeit, z.B. Schreibtechnik, Papierwahl und Verzeichnisse, und werde dann später auf das Ende der Diplomarbeit weiter eingehen.

2 Gliederung der Arbeit

Eine klare Gliederung der Diplomarbeit verleiht diesem umfangreichen Text, der oftmals aus verschiedenen theoretischen Teilen und Methoden, sowie praktischen Ansätzen und/ oder Praxisberichten besteht, eine grössere Übersichtlichkeit.

Hierdurch wird dem Leser die Möglichkeit des besseren Nachvollziehens der Gedanken des Autors gegeben sowie die bessere Möglichkeit zur Bewertung.

Der Autor einer solchen wissenschaftlichen Arbeit muss sich darüber im Klaren sein, dass er auch gegenüber dem fachlich kompetenten Leser, der Fachmann ist. Der Autor hat sich sehr lange mit diesem Thema auseinandergesetzt und sollte diese Gedanken dem Leser vermitteln können.

2.1 Schreibtechnische Grundlagen

Die Arbeit sollte auf weissem Schreibmaschinenpapier verfasst werden, nicht Recyclingpapier oder ungebleichtes graues Papier verwenden! Das Papier sollte ein Gewicht von mindestens 70 g/m2 haben und im Format DIN A4 vorliegen.

Die Rückseiten der Blätter werden nicht beschrieben.

Der Text wird mit PC oder mit Schreibmaschine verfasst. Für den PC kann man sich verschiedener Textverarbeitungsprogramme bedienen.

In diesem Programmen werden dann folgende stilistische Einstellungen vorgenommen:

Schriftart und Grösse: normale Schrift in Schriftgrösse 12

Zeilenabstand: auf 1,5 einstellen

Auf die stilistischen Möglichkeiten der Silbentrennung und der Worttrennung sollte wenn möglich verzichtet werden. Wenn es sich jedoch nicht vermeiden lässt, muss darauf geachtet werden, dass nur verständliche Wortteile getrennt werden und dass Worttrennungen über 2 Seiten vermieden werden, da ansonsten dieVerständlichkeit eines Satzes oder Absatzes leidet.

Beispiele:

richtig: Straf-gesetzbuch; Sozial-hilfe; Diplom-arbeit; Betreuungs-dozent

vermeiden: Do-zent; Com-puter; Aus-druck; Er-schaffen;

Der Autor sollte beim Schreiben seines Textes grundsätzlich auf die Satzlänge achten, denn lange und verschachtelte Sätze verzerren den Satz , sind schwierig zu handhaben und oftmals unklar. Die verschachtelten Sätze können vermieden werden, indem das Hauptwort in einem neuen Satz wiederholt wird.

Hierdurch wird der wissenschaftliche Charakter der Diplomarbeit unterstützt und dem Leser erscheinen die Gedanken des Autors nachvollziehbar.

Dieser wissenschaftliche Charakter wird auch unterstützt, wenn Aussagen wie z.B. „ man sollte “, „ man darf “ etc. vermieden werden.

Solche Aussagen verzerren das Gedankenbild des Autors und des Lesers.

Abkürzungen im Text können durchaus verwendet werden, wenn sie allgemein verständlich und gebräuchlich sind oder im Text mehrfach verwendet werden und im Vorfeld erklärt worden sind.

Es ist unstrittig, dass Begriffe wie JGG, BSHG, DRK, DPWV o.ä. in unserem Arbeitsfeld bekannt sind. Da die Diplomarbeit von Fachleuten aus unserem Arbeitsfeld gelesen werden, können solche Abkürzungen benutzt werden.

Der Autor sollte kein Interesse daran haben, dass sich der Leser zum Lesen der Arbeit in der Universitätsbibliothek aufhalten muss, um alles nachschlagen zu können.

Begriffe, die im Text genannt werden, sollten nicht undefiniert bleiben, vor allem dann, wenn verschiedene Definitionen in der Fachwelt existieren.

Beispiel: 1.) Strafe aus pädagogischer und kriminalistischer Sicht; 2.) Begriff der Erziehung.

Sollten Unklarheiten zu erwarten sein, so ist an dieser Stelle eine Begriffsdefinition unumgänglich.

Wichtig ist auch beim Verfassen des Diplomarbeitentextes darauf zu achten, dass der Schrift- und Wortstil im gesamten Text einheitlich ist. Der Stil kann sich schnell verändern, wenn zwischen den Textbausteinen längere Pausen eingelegt werden oder ein neuer Absatz beginnt.

Die unterschiedlichen Stile können durch Kontrolllesungen vermieden werden.

Bei Aufzählungen im Text werden die verschiedenen Teile der Aufzählung mit arabischen Zahlen durchnummeriert. Dieses erleichtert dem Autor und dem Leser die leichtere Auffindbarkeit eines Teiles wenn im weiteren Text darauf Bezug genommen werden soll.

Die verschiedenen Aufzählungsglieder werden mit Punkten voneinander getrennt.

Auch im gesamten Text muss der Autor unbedingt auf die Richtigkeit der verwendeten Satzzeichen achten. Satzzeichen dienen dazu, dem Text die erforderliche Ordnung zu verleihen. Sie machen dem Leser sinnvolle Pausen klar und trennen sinnvolle Teile innerhalb eines Satzes voneinander.

Hierfür können Kommata, Semikolon oder auch Bindestriche verwendet werden, wobei die Regeln zur Anwendung dieser Satzzeichen beachtet werden müssen.

Die Seitennummerierung des gesamten Werkes unterliegt festen Regeln. Die Seiten des eigentlichen Textes mit den Ausführungen werden mit arabischen Ziffern versehen. Alle Texte vor und nach diesen Ausführungen, z.B. Inhaltsverzeichnis, Quellennachweis, Tabellen- und Abkürzungsverzeichnis werden mit römischen Zahlen versehen.

Die Titelseite, die eidesstattliche Versicherung und der Lebenslauf werden nicht mitnummeriert und auch nicht mitgezählt.

2.2 Das Inhaltsverzeichnis

Die Gliederung der wissenschaftlichen Arbeit verleiht dem Text seine besonders deutlich erkennbare Struktur. Diese muss den Gedankengang des Autors verdeutlichen und sich wie ein roter Faden durch das gesamte Werk ziehen. Diese Gliederung wird im Normalfall als Inhaltsverzeichnis dem Werk vorangestellt um diesem eine Übersichtlichkeit zu verschaffen.

Die Gliederung muss dem Leser erste Informationen über den folgenden Text liefern und die klare, systematische Struktur, sowie die grundlegenden Gedankengänge wiederspiegeln können.

Die Gliederungspunkte müssen mit der Überschrift des angegebenen Textabschnittes übereinstimmen und auch den Inhalt des Textes sinngemäß und richtig in einem prägnanten Wort oder kurzen Satz wiedergeben können.

Hierbei ist darauf zu achten, dass die Gliederungspunkte sowohl sachlich als auch inhaltlich zusammenpassen und angemessen sind. Dies erfordert auch eine Gliederung nach der Wichtigkeit der verschiedenen Unterpunkte.

Hieraus ergibt sich, dass das Inhaltsverzeichnis auch nach seiner Erstellung und beim Verfassen des Textes immer wieder geändert werden kann, wobei ein erkennbarer und systematischer Rahmen bestehen bleiben muss.

Die Gliederungspunkte müssen mit den Seitenzahlen, auf denen der Text erscheint, versehen werden. Diese müssen unbedingt mit den realen Seitenzahlen übereinstimmen, denn nichts ist fataler als ein falscher Text oder Seitenverweis. Hierdurch werden die Struktur und das Gitter des Textes sofort zerstört.

Hinter den einzelnen Gliederungspunkten dürfen keine Punkte auftauchen, denn die Gliederungspunkte sind keine Sätze im herkömmlichen Sinne.

Untergliederungen zu einem Gliederungspunkt können gemacht werden, wenn sie inhaltlich und sachlich zu dem entsprechenden Gliederungspunkt gehören. Sachlich muss Punkt 2.2 auf 2.1 folgen, wobei alle zum Gliederungspunkt 2 gehören.

Um Punkt 2.1 weiter zu untergliedern können weitere Unterpunkte, z.B. 2.1.1 und 2.1.2 geschaffen werden. Diese müssen sich jedoch auf 2.1 beziehen und dürfen nicht zu Punkt 2.2 gehören.

Es gilt jedoch bei der Schaffung solch komplexer Gliederungen in keinem Fall den Inhalt und die Struktur aus den Augen zu verlieren.

Beispiel:

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Dies sind zwei Beispiele aus dem vorliegenden Text, den ich entweder nach System a) oder nach System b) hätte gliedern können. Die Entscheidung welche dieser Gliederungen angewendet wird bleibt dem Verfasser vorbehalten.

[...]

Ende der Leseprobe aus 25 Seiten

Details

Titel
Formale Richtlinien zur Gestaltung einer Diplomarbeit
Hochschule
Fachhochschule Düsseldorf  (Fachbereich Sozialarbeit)
Veranstaltung
Seminar Planung und Gestaltung von Diplomarbeiten
Note
gut
Autor
Jahr
2000
Seiten
25
Katalognummer
V1054
ISBN (eBook)
9783638106498
ISBN (Buch)
9783638681551
Dateigröße
440 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Diplomarbeit
Arbeit zitieren
Götz Barkey (Autor), 2000, Formale Richtlinien zur Gestaltung einer Diplomarbeit, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1054

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