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Was sind Neumen und wie kam es zum Übergang in die Mensuralnotation?

Titel: Was sind Neumen und wie kam es zum Übergang in die Mensuralnotation?

Hausarbeit (Hauptseminar) , 2020 , 22 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Alexander Eisele (Autor:in)

Geschichte Europas - Mittelalter, Frühe Neuzeit
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Wie genau verlief der Übergang von mittelalterlichen Neumen hin zur Modal- und Mensuralnotation? Welche Persönlichkeiten spielten in diesem Prozess eine entscheidende Rolle und was können wir daraus lernen?

Das Bedürfnis der Menschen, die Musik der Welt auf das Papier zu bringen, besteht bereits, seitdem wir unser selbst im Klaren sind. Bereits die Menschen in der griechischen Antike machten sich darüber Gedanken, wie man gehörte Melodien am besten festhalten könne, um sie sich immer und immer wieder in Erinnerung rufen zu können.

Jedoch waren es christliche Mönche, auf die die moderne Notenschrift, wie wir sie heute kennen, zurückzuführen ist. Sie begannen damit, Zeichen über die gesungenen Texte zu schreiben, welche sie sich von den Bewegungen ihres Dirigenten ableiteten. Die daraus abgeleiteten Schriftzeichen nennen sich heute Neumen. In gewisser Weise konnte sich damit fast alles übertragen lassen. Allerdings entwickelte sich die Musik weiter, wurde komplexer und vielseitiger. Bald schon begannen die Mönche, mehrstimmige Gesänge zu komponieren, die uns heute bekannten gregorianischen Choräle. Also musste ein neues, verbessertes Notationssystem her, welches die einzelnen Anweisungen für jede Silbe explizit wiedergeben konnte. Die sogenannte Mensuralnotation wurde entwickelt.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Vom Anfang der Notationsgeschichte

2.1. Die Neumen

2.2. Der Mythos Gregors des Großen

2.3. Der Mönch Guido von Arezzo

3. Der Übergang zur Mensuralnotation

3.1. Die Modalnotation und was sie bedeutet

3.2. Die Mensuralnotation

4. Gemeinsamkeiten und Unterschiede zu modernen Notationsystemen

5. Fazit und Zusammenfassung

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit untersucht die historische Entwicklung der abendländischen Notenschrift, ausgehend von den frühmittelalterlichen Neumen bis hin zur Etablierung der Mensuralnotation. Ziel ist es, den Transformationsprozess der musikalischen Notation nachzuvollziehen, die Rolle einflussreicher Persönlichkeiten wie Papst Gregor I. und Guido von Arezzo zu beleuchten sowie durch einen diachronen Vergleich die Verbindungslinien zur modernen Notationspraxis aufzuzeigen.

  • Ursprung und Bedeutung der Neumenschrift als erste Form der Musiknotation.
  • Einfluss von Guido von Arezzo auf die Entwicklung des Liniensystems.
  • Systematik der Modalnotation und der Übergang zur Mensuralnotation.
  • Vergleichende Analyse mittelalterlicher Notationssysteme mit Kompositionen des 20. Jahrhunderts.
  • Interpretation musikalischer Notation als Spiegelbild gesellschaftlicher und kirchengeschichtlicher Strukturen.

Auszug aus dem Buch

2.1. Die Neumen

Zunächst einmal sollte der Begriff „Neume“ genau geklärt werden, um das Verständnis über seine Entstehung und Definition ergründen zu können. Die Neumenkunde ist eine relativ junge Teildisziplin der Musikwissenschaft und entstand zur Zeit der Choralreformation um 1950, in Zusammenhang mit der Forderung nach einer Reetablierung des gregorianischen Chorals. Die historische Frage blieb jedoch weitgehend ungeklärt, daher können nur ziemlich allgemeine Aussagen über die Lokalisierung bzw. die Periodisierung gefunden werden.

Generell ist jedoch zu sagen, dass Neumen Segmente der Aufzeichnungsweisen für Notenschrift seit dem 9. Jh. sind. Das Wort geht hierbei wahrscheinlich auf den griechischen Begriff Neuma, was so viel wie Wink bedeutet, zurück. Im Mittelalter gab es jedoch noch keine einheitliche Bezeichnung, weil es zu dieser Zeit mit dem Begriff pneuma (Geist oder Hauch) synonymiert wurde. Die Begriffe könnten hier allerdings auch unterschiedliche Bedeutungen gehabt haben. Klar ist jedoch, dass in jedem Fall eine Tonbewegung, ein Melisma, eine Melodie oder eine Melodiebewegung repräsentiert wurde.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die historische Notwendigkeit der Notation ein und erläutert den Impuls der Kirche, einheitliche gregorianische Gesänge über regional distanzierte Klöster hinweg zu etablieren.

2. Vom Anfang der Notationsgeschichte: Dieses Kapitel behandelt die Entstehung der Neumen, den Einfluss des „Mythos“ um Papst Gregor den Großen sowie die bahnbrechenden Innovationen von Guido von Arezzo hinsichtlich Liniensystem und Notenschlüsseln.

3. Der Übergang zur Mensuralnotation: Hier wird die Entwicklung der Modalnotation mit ihrem rhythmischen Fokus und der anschließende Wandel zur Mensuralnotation durch die Einführung einer präziseren temporalen Notenwertbestimmung beschrieben.

4. Gemeinsamkeiten und Unterschiede zu modernen Notationsystemen: Das Kapitel vergleicht mittelalterliche Notationsformen mit Kompositionen des 20. Jahrhunderts und zeigt auf, wie tradierte Prinzipien weiterhin Bestand haben oder durch neue Ausdrucksformen ergänzt wurden.

5. Fazit und Zusammenfassung: Das Fazit resümiert die gewonnenen Erkenntnisse und unterstreicht die Rolle der Notation als Spiegelbild der mittelalterlichen Gesellschaft sowie deren Bedeutung für das Verständnis der abendländischen Musikgeschichte.

Schlüsselwörter

Musiknotation, Neumen, Mensuralnotation, Modalnotation, Guido von Arezzo, Gregorianischer Choral, Musiktheorie, Musikgeschichte, Mittelalter, Ars cantus mensurabilis, Rhythmik, Liniensystem, Notensystem, Kirchenmusik, Musikwissenschaft.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die historische Entwicklung der musikalischen Notation im Mittelalter, beginnend bei den frühen, linienlosen Neumen bis zur präzisen Mensuralnotation.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die zentralen Felder umfassen die Entstehung der Notationszeichen, die theoretischen Beiträge von Guido von Arezzo sowie den Wandel rhythmischer Fixierung von der Modal- zur Mensuralnotation.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es zu ergründen, wie die Notenschrift entstand, welche Akteure sie maßgeblich prägten und in welchem Verhältnis diese historischen Systeme zu modernen Notationsweisen stehen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer deskriptiven und vergleichenden Analyse musikwissenschaftlicher Fachliteratur sowie einer historischen Kontextualisierung der untersuchten Notationsbeispiele.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung der Neumen, die Bedeutung kirchlicher Persönlichkeiten, die Analyse von Modal- und Mensuralnotation sowie einen Vergleich mit Kompositionen des 20. Jahrhunderts.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Notationsgeschichte, Neumen, Mensuralnotation, Guido von Arezzo und Musiktheorie charakterisiert.

Warum spielt Papst Gregor der Große eine Rolle für die Notationsgeschichte?

Gregor gilt als Anstossgeber für einheitliche Gesänge in den Klöstern, was den Bedarf nach einer fixierbaren Notenschrift erst hervorrief, auch wenn sein eigener direkter Beitrag zur Notation eher symbolisch zu sehen ist.

Was war der entscheidende Beitrag von Guido von Arezzo?

Guido von Arezzo führte das Liniensystem in Terzabständen sowie farbige Notenlinien ein, was die Tonhöhenbestimmung deutlich präziser und systematischer machte.

Wie unterscheidet sich die Mensuralnotation von der Modalnotation?

Während die Modalnotation einen rein rhythmischen Fokus auf Basis von 6 Modi hatte, ermöglichte die Mensuralnotation durch die Einführung autonomer Einheiten und Mensurenzeichen eine deutlich exaktere zeitliche Fixierung der Notenwerte.

Inwieweit lässt sich ein Vergleich zur Moderne ziehen?

Der Vergleich zeigt, dass viele grundlegende Elemente des Liniensystems bis heute bestehen, moderne Kompositionen des 20. Jahrhunderts jedoch die Möglichkeiten der Notation stark erweitert oder teilweise ganz neue Ansätze zur Darstellung von Klangereignissen entwickelt haben.

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Details

Titel
Was sind Neumen und wie kam es zum Übergang in die Mensuralnotation?
Hochschule
Universität Rostock
Note
1,3
Autor
Alexander Eisele (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2020
Seiten
22
Katalognummer
V1060088
ISBN (eBook)
9783346492890
ISBN (Buch)
9783346492906
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Mensuralnotation Neumen Entstehung Gregor der Große Modalnotation Guido von Arezzo Notationssysteme
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Alexander Eisele (Autor:in), 2020, Was sind Neumen und wie kam es zum Übergang in die Mensuralnotation?, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1060088
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Leseprobe aus  22  Seiten
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