Das Thema dieser Arbeit sind die Schwierigkeiten der SozialpädagogInnen bei der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen mit Autismus- Spektrum- Störung. Ziel ist zum einen die Darstellung der Schwierigkeiten im Umgang mit Autismus, zum anderen soll diese Arbeit bestimmte Fördermethoden, Behandlungs- und Therapieansätze vorstellen, die die sozialpädagogische Arbeit mit autistischen Menschen erleichtern.
Im ersten Teil der Arbeit wird der Begriff „Autismus- Spektrum- Störung“, erklärt und das Krankheitsbild näher dargestellt. Dann folgt im zweiten wichtigen Teil die Diskussion um den Autismus im Kontext der Sozialpädagogik. Dieses Kapitel unterteilt sich in vier Unterpunkte, Autismus und Sozialpädagogik allgemein, der Beruf SozialpädagogIn bzw. SozialarbeiterIn, Lebenswelt und Pädagogik in Bezug auf Autismus und in die Fördermethoden. Im letzten Punkt werden einige Förderprogramme, die in der Jugendarbeit angewandt werden, näher erläutert. Der dritte Punkt der Arbeit beschäftigt sich mit den Herausforderungen in der Arbeit mit Autisten und Autistinnen und mit den Behandlungs- und Therapieansätzen. Der Fokus dieses Kapitel liegt in der sozialpädagogischen Arbeit mit autistischer Kommunikations-/ Sprachstörung/-erwerb. Kommunikation gehört zu den wichtigsten Beeinträchtigungen von Autisten, deswegen wird einer der Kernaspekte dieser Thesis auch Kommunikation sein. Zum Schluss wird kurz nochmal auf die Möglichkeiten und Grenzen einer pädagogischen Betreuung und Begleitung eingegangen.
Inhaltsverzeichnis
1. Autismus – Spektrum
1.1 Begriffserklärung
1.2 Fallbeispiel: Lebensgeschichte einer Autistin
1.3 Krankheitsbild
2 Autismus in der Pädagogik
2.1 Autismus im Kontext- Sozialpädagogik
2.2 Definition SozialarbeiterIn
2.2.1 Berufsbild
2.2.2 Arbeitsfelder
2.3 Lebenswelt und Pädagogik
2.3.1 Schulische Integration
2.3.2 Berufliche Integration
2.4 Autismus Begleitung, Betreuung und Förderung
2.4.1 Frühförderung
2.4.3 Lernförderung
2.4.4 Offener Unterricht
2.4.5 Schulsozialarbeit
2.4.6 TEACCH- Ansatz
2.4.7 Gestützte Kommunikation/ Gebärdensprache
3 Herausforderungen in der Arbeit mit Autisten
3.1 Beeinträchtigungen
3.2 Behandlungsmethoden bzw. Therapieansätze
3.2.1 Verhaltenstherapie
3.2.2 Spieltherapie
3.2.3 Sprachtherapie
3.2.4 Lerntherapie
3.2.5 Musiktherapie
3.2.6 Tiertherapie und Pferdetherapie
4 Möglichkeiten und Grenze einer pädagogischen Betreuung und Begleitung
5 Fazit
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit untersucht die Herausforderungen, mit denen Sozialpädagogen in der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen aus dem Autismus-Spektrum konfrontiert sind, und beleuchtet verschiedene Therapie- und Fördermethoden, um die pädagogische Begleitung betroffener Personen zu erleichtern.
- Grundlagen des Autismus-Spektrums und Krankheitsbild
- Sozialpädagogische Rolle und Arbeitsfelder in der Autismus-Betreuung
- Integrationsmöglichkeiten in Schule und Beruf
- Überblick über pädagogische Förderkonzepte (TEACCH, Frühförderung, Offener Unterricht)
- Analyse therapeutischer Ansätze (Verhaltenstherapie, Spieltherapie, Musiktherapie, Tiertherapie)
Auszug aus dem Buch
1.2 Fallbeispiel: Lebensgeschichte einer Autistin
„Ein zwölfjähriger autistischer Junge verbrauchte Stunden damit, um Zah len – und Buchstabenreihen, assoziativ Wörter und Worteigen-schöpfun gen aufzuschreiben (s. Abb. 1 unten). Während er testpsycho-logisch als geistig behindert eingestuft werden musste, war er in der Lage, eine Fülle von Namen von Planeten und Sternbildern zu nennen oder aufzuschrei ben. Er verfügte über ein fast fotografisches Ortsgedächtnis, er konnte zu treffende Pläne von Häusern, Straßen, Plätzen, die er gesehen hatte, an fertigen. Ferner hatte er unzählige Buslinien und deren Fahrpläne im Kopf. Eine gezielte Auskunft war jedoch nicht zu erhalten, da er die Daten stets stereotyp aufsagte“ (Mattejat, F.; Schulte-Markwort, M. 2013, S.204).
Zusammenfassung der Kapitel
1. Autismus – Spektrum: Einführung in den Autismus-Begriff, das Krankheitsbild und ein illustrierendes Fallbeispiel.
2 Autismus in der Pädagogik: Beleuchtung des sozialpädagogischen Kontexts, des Berufsbildes sowie schulischer und beruflicher Integrationsaspekte und Fördermaßnahmen.
3 Herausforderungen in der Arbeit mit Autisten: Analyse der spezifischen Beeinträchtigungen und Vorstellung diverser Therapieansätze wie Verhaltens- und Musiktherapie.
4 Möglichkeiten und Grenze einer pädagogischen Betreuung und Begleitung: Reflexion über die Spielräume und Limitationen der pädagogischen Arbeit im Kontext der individuellen Förderung.
5 Fazit: Zusammenfassende Betrachtung der Erkenntnisse über die diagnostische Relevanz und die steigenden Anforderungen an pädagogische Fachkräfte.
Schlüsselwörter
Autismus-Spektrum-Störung, Sozialpädagogik, Inklusion, Frühförderung, TEACCH-Ansatz, Verhaltenstherapie, Kommunikation, Schulsozialarbeit, Sonderpädagogik, Therapieansätze, Integrationshilfe, Autismus-Betreuung, Lernförderung, Lebenswelt, Entwicklungsdiagnostik.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit den Schwierigkeiten und Anforderungen an Sozialpädagogen bei der Betreuung und Begleitung von Kindern und Jugendlichen mit einer Autismus-Spektrum-Störung.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Zu den zentralen Feldern gehören die theoretischen Grundlagen des Autismus, die Rolle der Sozialpädagogik, schulische und berufliche Integration sowie verschiedene Förder- und Therapiekonzepte.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Ziel ist die Darstellung der Herausforderungen im Umgang mit Autismus sowie die Vorstellung wirksamer Förder- und Therapiemethoden zur Erleichterung der sozialpädagogischen Arbeit.
Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse sowie der Auswertung von Studien und fachspezifischen Modellen zur Förderung autistischer Menschen.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil behandelt den Kontext Sozialpädagogik, spezifische Förderbereiche (wie Frühförderung, Schule, Beruf), sowie eine detaillierte Auseinandersetzung mit Therapieansätzen und den Herausforderungen in der Praxis.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind Autismus-Spektrum-Störung, Sozialpädagogik, Inklusion, TEACCH, Fördermaßnahmen und diverse therapeutische Ansätze.
Warum ist die Unterscheidung zwischen High- und Low-Functioning Autismus für die Pädagogik wichtig?
Die Unterscheidung hilft Fachkräften dabei, den Grad der Unterstützungsbedürftigkeit einzuschätzen, da die kognitiven Fähigkeiten und die Kommunikationsmöglichkeiten stark variieren können.
Welche Rolle spielt die Gestützte Kommunikation (FC) im pädagogischen Alltag?
Sie dient als ergänzende Methode für Menschen, die kaum oder gar nicht sprechen können, um durch visuelle Hilfen eine Basis für Interaktion und Beziehung zu schaffen.
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- Funda Yazici (Author), 2018, Die sozialpädagogische Begleitung von Autisten. Verstehen, begleiten und unterstützen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1060150