Der Mensch entwickelt sich bekanntermaßen sein ganzes Leben lang. Hervorzuheben ist jedoch die Entwicklung in den ersten Lebensjahren. Für Eltern und Angehörige erscheint der Entwicklungsverlauf von Säuglingen zu Kleinkindern als besonders rascher Prozess. Insbesondere zu Beginn des Lebens sind vielfältige Veränderungen erkennbar. Bedeutend sind dabei vor allem die Funktionsbereiche Körper und Motorik, da hierbei rasante und sichtbare Entwicklungsschritte festgestellt werden können.
Das Ziel der vorliegenden Arbeit ist es, den Entwicklungsprozess von Säuglingen bis zu Kleinkindern anhand ausgewählter körperlicher und motorischer Merkmale theoretisch aufzuzeigen. Hierzu wird der Entwicklungszeitraum von Kindern in den ersten Lebensjahren betrachtet. Die zentrale Forschungsfrage lautet: Welche körperliche und motorische Entwicklung durchläuft ein Säugling von seiner Geburt bis ins Kleinkindalter?
Inhaltsverzeichnis
1 Einführung
2 Begriffsbestimmungen
2.1 Entwicklung
2.2 Säuglings- und Kleinkindalter
3 Entwicklung des Körpers
3.1 Gewichtszunahme und Wachstum
3.2 Ernährung, Verdauung und Schlaf
4 Entwicklung der Motorik
4.1 Grobmotorik
4.2 Feinmotorik
5 Würdigung
Zielsetzung & Themen der Arbeit
Das Ziel der vorliegenden Arbeit ist es, den Entwicklungsprozess von Kindern vom Säuglings- bis zum Kleinkindalter anhand ausgewählter körperlicher und motorischer Merkmale theoretisch aufzuzeigen, um die zentrale Forschungsfrage zu beantworten, welche Entwicklungsschritte ein Säugling in seinen ersten Lebensjahren durchläuft.
- Grundlagen der kindlichen Entwicklung und Definitionen
- Körperliche Entwicklung: Wachstum, Gewichtszunahme und biologische Rhythmen
- Entwicklung der Grobmotorik und allgemeine Körperbeherrschung
- Entwicklung der Feinmotorik und manuelle Geschicklichkeit
- Bedeutung der Entwicklungsprozesse für die pädagogische Begleitung
Auszug aus dem Buch
3.1 Gewichtszunahme und Wachstum
Trotz einer vergleichsweise langen Tragzeit von neun Monaten, kommen Menschen bei ihrer Geburt unreif auf die Welt. Eine Ursache für diese Unreife ist, dass der Kopf im Bauch der Mutter nur so weit wachsen darf, dass er bei der Entbindung noch durch den Geburtskanal passt. Die Schädelknochen bei Säuglingen weisen Lücken, sogenannte Fontanellen auf, die sich unter der Geburt vorübergehend zusammenschieben. Nach der Geburt nimmt die Kopfgröße des Kindes aufgrund des Gehirnwachstums stetig zu und verändert dabei seine Form. Das Volumen des Gehirns verdreifacht sich in der frühen Kindheit. Erst gegen Ende des zweiten Lebensjahres sind die Lücken des Schädelknochens zum größten Teil geschlossen und der Kopfumfang wächst nun deutlich langsamer (vgl. Largo, 2017, S. 488; Pauen & Roos, 2020, S. 32). Der Kopf eines Neugeborenen macht etwa ein Viertel seiner Gesamtlänge aus. Dieser Anteil verringert sich mit jedem Jahr. Grund hierfür ist, dass sich zunächst der Rumpf, dann die Arme und Beine und anschließend die Finger und Zehen strecken (vgl. Pauen & Roos, 2020, S. 34).
Bei einem auf natürliche Weise ausgetragenen Säugling beträgt die durchschnittliche Geburtsgröße etwa 48 – 53 cm (vgl. Lohaus & Vierhaus, 2019, S. 102). „Am stärksten wächst ein Baby in seinem ersten Lebensjahr (rund 25 Zentimeter) […]“ (Gebauer-Sesterhenn, Pulkkinen & Edelmann, 2021, S. 68). Das körperliche Wachstum eines Menschen ist nie größer und schneller als im ersten Lebenshalbjahr (vgl. Largo, 2017, S. 472). „[…] im zweiten Jahr sind es dann nur noch halb so viel (ca. 11 Zentimeter) und im dritten Lebensjahr sogar nur noch etwa 8 Zentimeter“ (Gebauer-Sesterhenn, Pulkkinen & Edelmann, 2021, S. 68). Das Wachstum des Kindes beschäftigt Eltern in den ersten Lebensmonaten sehr. Die Gewichts- und Größenzunahme sind für sie ein Zeichen der kindlichen Gesundheit (vgl. Largo, 2017, S. 473).
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einführung: Die Einleitung erläutert die Bedeutung der ersten drei Lebensjahre für die Entwicklung des Kindes und definiert das Ziel sowie die Forschungsfrage der Arbeit.
2 Begriffsbestimmungen: Dieses Kapitel liefert die theoretischen Grundlagen durch die Definition der Begriffe „Entwicklung“ sowie „Säuglings- und Kleinkindalter“.
3 Entwicklung des Körpers: Es werden die körperlichen Veränderungen in den ersten Jahren, insbesondere Gewichtszunahme, Wachstum sowie Ernährungs- und Schlafmuster, detailliert beschrieben.
4 Entwicklung der Motorik: Dieses Kapitel behandelt die motorischen Fähigkeiten, unterteilt in die Grobmotorik zur Fortbewegung und die Feinmotorik zur manuellen Geschicklichkeit.
5 Würdigung: Das Fazit fasst die wesentlichen Erkenntnisse zusammen und betont die Bedeutung individueller Entwicklungsverläufe für Eltern und Pädagogen.
Schlüsselwörter
Entwicklung, Säuglingsalter, Kleinkindalter, körperliches Wachstum, Gewichtszunahme, Motorik, Grobmotorik, Feinmotorik, Greifreflex, Zangengriff, Pinzettengriff, Kopfkontrolle, kindliche Entwicklung, pädagogische Arbeit, Bewegungsentwicklung
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit thematisiert die rasante körperliche und motorische Entwicklung von Kindern in den ersten drei Lebensjahren.
Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?
Die zentralen Schwerpunkte liegen auf dem körperlichen Wachstum, der Entwicklung von Ernährung und Schlaf sowie der Entfaltung der grob- und feinmotorischen Fähigkeiten.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Das Ziel ist es, den Entwicklungsprozess von der Geburt bis zum Kleinkindalter darzustellen, um die Frage zu klären, welche körperliche und motorische Entwicklung ein Kind in dieser Zeit durchläuft.
Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?
Es handelt sich um eine theoretische Hausarbeit, die auf einer Literaturanalyse aktueller entwicklungspsychologischer Fachwerke basiert.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die körperliche Entwicklung (Kapitel 3) und die motorische Entwicklung (Kapitel 4), wobei jeweils spezifische Teilbereiche wie Grob- und Feinmotorik vertieft werden.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Entwicklung, Säuglingsalter, Motorik, Greifreflex und Körperwachstum charakterisieren.
Was besagt der cephalocaudale Trend in der motorischen Entwicklung?
Dieser Trend beschreibt die motorische Entwicklung „von oben nach unten“, also vom Kopf über die Arme bis hin zu den Beinen.
Was versteht man unter dem proximodistalen Trend?
Dieser Trend beschreibt die Entwicklung „von innen nach außen“, wobei das Kind erst Kontrolle über den Rumpf erlangt, bevor sich die Motorik der Gliedmaßen und schließlich der Finger und Zehen entfaltet.
Welche Rolle spielt der Greifreflex nach der Geburt?
Der Greifreflex dient dazu, dass das Neugeborene bei Berührung der Handinnenflächen zupackt; er bildet die Basis, auf der sich später die willentliche Motorik und das gezielte Greifen entwickeln.
- Arbeit zitieren
- Lisa Kunze (Autor:in), 2021, Die Entwicklung von Körper und Motorik im Säuglings- und Kleinkindalter, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1061254