Die Entwicklung der Policy-Analyse in den USA und Deutschland


Rezension / Literaturbericht, 2001
13 Seiten

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Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Begriffsdefinition

3. Die Entwicklung in den USA
3.1. Herbert Lasswell
3.2. Herbert Simon
3.3. David Easton
3.4. Charles Lindblom
3.5. Die Entwicklung ab

4. Die Entwicklung in Deutschland

5. Kritik an der Policy-Forschung

6. Schluss

7. Literaturverzeichnis

1. Einleitung

Regierungstätigkeit ist in der Bundesrepublik Deutschland und den USA aktuell vor eine Vielzahl von Probleme gestellt, die politischer Regelung bedürfen. In Deutschland sind es die gegenwärtig hohe Arbeitslosenquote und steigende soziale Kosten, die ein Eingreifen des Staates erfordern, um neue Arbeitsplätze zu schaffen, ohne alte zu gefährden, und um eine ge- rechte Umverteilung sozialer Kosten gewährleisten zu können, ohne den Sozialstaat zu zerstören.

In den USA sieht sich die Politik mit einer abschwächenden Konjunktur und einer sich vergrößernden Kluft zwischen arm und reich konfrontiert, um auch hier nur zwei Beispiele zu nennen. Auch hier ist staatliches Han- deln gefordert, um mit geeigneten Mitteln, zum einen die Konjunktur an- zukurbeln und zum anderen bessere soziale Sicherungssysteme einzufüh- ren.

Eine Methode, die hier helfen kann adäquate Lösungsansätze zu erarbeiten, ist die Policy-Analyse.

Doch woher stammen die Theorien der Politikfeldforschung? Wie entwickelte sich diese junge Wissenschaft? Welche Einflüsse aus den USA trugen zur Entwicklung in Deutschland bei? Welche Kritik wurde geäußert? Wo sind die Grenzen der Policy-Analyse?

Die vorliegende Hausarbeit versucht auf diese Fragestellungen Antworten zu geben. Dabei stellt sich die Gliederung der Hausarbeit wie folgt dar: Als erstes wird die Entwicklung der Policy-Analyse in den USA geschildert. Darauf folgt die Betrachtung der Entwicklung in Deutschland und im An- schluss daran wird auf die Kritik an der Policy-Forschung eingegangen. Dabei wurde bewusst auf die Behandlung deutscher Vertreter der Policy- Analyse und einer ausführlichen Beschreibung der verschiedenen Schulen der Policy-Forschung verzichtet, weil das den Rahmen der Arbeit sprengen würde und der Schwerpunkt auf der Entwicklung in den USA liegt. Deshalb sei hier nur auf die weiterführende Literatur verwiesen.

2. Begriffsdefinition

Die Policy-Analyse will, nach einer klassischen Definition von Dye, herausfinden ,,what governments do, why they do it, and what difference it makes".1Es wird also nach dem Inhalt, den Bestimmungsfaktoren und der Wirkung staatlicher Politiken gefragt.

3. Die Entwicklung in den USA

Schon 1930 forderte der amerikanische Ökonom John Maynard Keynes, dass der Staat, um die neuen Aufgaben zu bewältigen, eine neue Heran- gehensweise an das Regieren benötigt. Mit der Weltwirtschaftskrise 1929 und der folgenden „Great Depression“ war die USA genötigt, ihre Rolle als Weltmacht neu zu definieren und die Rolle als führende Wirtschaftsmacht zu übernehmen. Es war nun geboten den amerikanischen Protektionismus und Isolationismus aufzugeben und sich aktiv an der Konsolidierung der Weltwirtschaft zu beteiligen. Er davon überzeugt, dass zukünftig mehr und mehr wirtschaftliche statt politische Interessen, das „policy-making“ beein- flussen würden.2

3.1. Herbert Lasswell

In den 30er Jahren begründete Harold Lasswell die moderne Policy- Analyse, indem er einen methodenübergreifenden Ansatz forderte, mit dem das Wissen der einzelnen Experten aus den verschiedenen Fachrich- tungen3mit der „policy“ zusammengeführt werden könnte. Für ihn bein- haltete die „policy science“ die Methoden, mit denen der politische Prozeß untersucht wird, die Ergebnisse der Studien und das Bestimmen des bestmöglichen Beitrags zur zukünftigen Politikgestaltung. Lasswell führte weiter aus, dass die Wissenschaft der Policy vor allem problemorientiert sei. Aufgrund dieser Fokussierung sei das Fachgebiet multidisziplinär und auf eine Synthese der Ideen und Techniken ausgerichtet. Zudem soll ein „policy scientist“ als Vermittler zwischen den Spezialisten der verschiede- nen Wissensgebiete und den Funktionsträgern in der Öffentlichkeit fungie- ren.. Für Lasswell gab es innerhalb der Policy-Analyse zwei Hauptansätze4:

Zum einen die „policy analysis“: Diese beschäftigt sich mit der Kenntnis vom „policy process“ und für den „policy process“.5

Zum anderen die Analyse des „policy process“: Diese hat das Wissen um die Formierung und Implementation von Public Policy zum Inhalt.6Neben einer theoretischen Grundlage lieferte Lasswell aber auch detaillier- te Anleitungen zur praktischen Durchführung von Seminaren, die zur Mei- nungsfindung dienen. Dort soll den Verantwortlichen7, mittels eines ge- nauen Ablaufplans, geholfen werden, Vorschläge zu entwickeln.8

3.2. Herbert Simon

Genauso wie Lasswell zählt Herbert Simon zu den Begründern der Policy- Analyse. Als Doktor der Politikwissenschaft hatte und hat er nicht nur auf seine eigene Fachrichtung, sondern auch auf andere Fachgebiete großen Einfluss.9

Ein zentrales Thema steht im Mittelpunkt seiner Arbeiten: Die Entscheidungsfindung in Organisationen.10

Dabei untersuchte er die beiden gegensätzlichen Positionen auf dem sozi- alwissenschaftlichen Gebiet der Entscheidungsfindung: Zum einen gibt es dass Modell eines Homo economicus, wo der Mensch, der vor einer Ent- scheidung steht, als rational denkendes Wesen angesehen wird, das sich aus einer Anzahl von Möglichkeiten die beste aussucht. Dabei ist der Mensch von Vernunft und rationalem Denken geprägt. Diesem Ansatz ist ein Modell gegenübergestellt, das den Menschen als von Leidenschaften, Instinkten und unterbewussten Gefühlen und Beklemmungen geleitetes Wesen darstellt. Der Psychologe S. Freud entwarf diesen Ansatz, der auch von Lasswell übernommen wurde.11

Simon aber fand keinen der beiden Positionen als treffend und formulierte eine Art „Kompromiss“: Für ihn gingen beide Modelle an der Wirklichkeit vorbei und deshalb müsste ein neuer wesentlich realistischerer Ansatz ge- funden werden. Herbert Simon befand, dass die Policy-Analyse sowohl auf den Intellekt (intellect) als auch auf das Gemüt (affect) abzielen sollte. Das Konzept, das er entwickelte um zu erklären, dass die Menschen eine Rationalität besitzen, die zwar begrenzt aber nicht irrational ist, nannte er „bounded rationality“. Diese Theorie erforschte Simon sowohl theoretisch wie auch experimentell. Seine Idee der Erforschung des Vorgangs der Ent- scheidungsfindung, durch Zuhilfenahme einer Abfolge von rationalen Ebe- nen (Intelligenz, Umfeld und Wahlmöglichkeit12) wurde zu einem zentralen Element der Policy-Analyse.13

3.3. David Easton

Was Lasswell und Simon aber verband, war das gleiche zugrundeliegende Modell des politischen Systems: Das Black-Box-Modell von David Easton. Dieses Modell beschreibt den politischen Prozess als ein Input-Output- System: Im Mittelpunkt steht die Verarbeitung (conversion) von Inputs (Forderungen und Interessen aus der Umwelt) zu Outputs (politische Entscheidungen und Handlungen). Easton geht aber nicht näher auf die Art und Weise der Verarbeitung ein. Durch ein Feedback wird ein neuer Input ermöglicht und schließt damit den Regelkreis.14

Auf politischer Ebene waren es die Strömung „New Liberalism“ und der von Roosevelt eingeführte „New Deal“, die die Basis bildeten, auf der sich die erste Form der Policy-Analyse gründete. Bis dahin gab es auf verschie- denen wissenschaftlichen Gebieten zwar erste Analysen, aber noch keine interdisziplinären.

3.4. Charles Lindblom

Aber es waren nicht alle Politikwissenschaftler derselben Meinung. Charles Lindblom hielt die Herangehensweisen seiner Kollegen, Easton, Lasswell und Simon für irreführend. Zum einen war er gegen den „rational appro- ach“ den Simon proklamierte und zum anderen lehnte er die strenge Ein- teilung des politischen Prozesses in Stufen und funktionelle Beziehungen ab.

Er kritisiert dabei, dass die menschliche Irrationalität außer Acht gelassen wurde. Statt sich an Theorien zu halten, wird in der Politik oftmals per Ausschlussverfahren die bestmögliche Entscheidung getroffen. Genauso wichtig sind Verhandlungen und die Kompromissfindung. Ebenso sieht Lindblom den „policy process“ niemals abgeschlossen, sondern ein sich immer fortsetzender Entwicklungsgang.

Darauf basiert auch seine Ansicht, die Politik sei von Inkrementalismus geprägt, da Politik vor allem durch Reformen gemacht wird, in dem die bestehenden Regelungen leicht oder stark geändert, aber nie ersetzt wer- den.

Lindblom wandte sich gegen die starre Mechanistik von Modellen und for- derte, tief in die bestehenden Institutionen und auf die handelnden Akteu- re zu blicken, um davon ausgehend den Policy-Prozess zu beobachten.15

3.5. Die Entwicklung ab 1960

In den 60ern sollte der Staat mehr Aufgaben in den Bereichen Bildung, Gesundheit, Transport, Stadtplanung, etc... übernehmen und konnte das nur durch mehr Information und Analysen leisten.: In den 70er Jahren (Stagflation) zog sich der Staat zwar aus vielen Bereichen zurück, behielt aber in den Bereichen Gesundheit und Sozialfürsorge seine Schwerpunkte. Diese galt es nun mittels der Policy-Analyse zu rationalisieren. Doch auch die Policy-Analyse sah sich einer Veränderung unterworfen:

„Die ex-ante-Orientierung der Anhänger aktiver Reformpolitik zielte zu- nächst in eine ähnliche Richtung. Mit der Ökonomisierung der Reformen kam eine reflektive ex-post orientierte Policy-Analyse zum Durchbruch, die auf Korrektur bestehender Policies ausgerichtet war.“16

Zusätzlich wurden nun neue Formen, wie Evaluation, Implementation und der „policy cycle“, salonfähig.17Da es in den Universitäten bis Mitte der 80er keine wirkliche interdisziplinäre Zusammenarbeit gab, schritt die Entwicklung auf diesem Gebiet außerhalb der Hochschulen fort. Es wurden sogenannte „think tanks“ gegründet, in denen Wissenschaftler der ver- schiedenen Fachrichtungen zusammen Untersuchungen anstellten. Aber so positiv der Effekt auf die Etablierung der Policy-Analyse auch sein mag, es gibt einige Nachteile, die die Entwicklung abseits der Hochschulen mit sich bring:

Der Gedanke, der Lasswell zu seinen Forderungen animiert hatte, wurde außer acht gelassen, dafür zu sorgen, dass die Policy-Analyse nicht „policy fixiert“ sein soll, sondern auch die reformerischen und interdisziplinären Facetten zu beachten.18

Die amerikanischen Wissenschaftler waren seit 1930 auf der Welt die in- novativsten, was vor allem mit ihrem Regierungssystem zu tun hat. Da mit einem neuen Präsidenten fast immer der gesamte Verwaltungsapparat ersetzt wird, sind oftmals viele Denkfabriken nur für den kurzfristigen Ein- satz eingeplant.

Die institutionelle Verankerung der Politikberater und -gestalter in Europa dagegen, sorgt dafür, dass eine Kontinuität und langfristige Beo- bachtung der einzelnen Politikfelder gewährleistet ist. Während in den USA viele „think tanks“ kurz nach der erfolgreichen Etablierung wieder aufge- löst werden, sind ihre Pendants in Europa fest in den Politikablauf - über Jahrzehnte - eingeplant.19

Doch seit Mitte der neunziger hat sich das Bild gewandelt: Aufgrund der Tatsache, dass auch in Europa die Ideologien weitgehend gegen einen pragmatischen Politikstil eingetauscht wurden, kommen die innovativsten Ideen mittlerweile aus der alten Welt.

4. Die Entwicklung in Deutschland

Die Entwicklung der Policy-Analyse setzt in Deutschland erst nach dem Zweiten Weltkrieg ein. Vorher - ab dem 18. Jahrhundert - wurde an deut- schen Universitäten die „Polizeywissenschaft“ unterrichtet, die später in Fächer wie Volkswirtschaftslehre und Staatslehre ausdifferenziert wurde. Nachdem die moderne Politikwissenschaft kurze Zeit in der Weimarer Re- publik eingeführt wurde, kam sie erst wieder 1945 nach Deutschland.

Von den westlichen Besatzungsmächten als „Erziehung“ der Deutschen zur Demokratie etabliert, konnte die Politikwissenschaft hierzulande erfolg- reich die angelsächsischen Ansätze mit den ureigenen Ansichten ver- schmelzen. Zwar kamen bis in die 80er Jahre hinein die meisten Impulse aus den USA, jedoch wurden sie nicht einfach unkommentiert übernom- men, sondern immer auf die speziell deutsche Situation übertragen.20

In der BRD wurden so beispielsweise Ideen aus den USA aufgenommen und in den 70er Jahren die Bereiche Implementationsforschung und Wir- kungs- und Evaluationsforschung entwickelt. In Zusammenhang damit stehen die Auftragsforschungen für Landes- und Bundesministerien in den 70er und 80er Jahren, wo für sozialpolitische Politikfelder, wie Gesund- heitspolitik, Arbeitsmarktpolitik, etc., Forschung betrieben wurde. Dabei hat sich herausgestellt, dass die Policy-Analyse weiter geht als normale Politikberatung:

Sie vermag zwischen politischen und sozioökonomischen Sichtweisen Ver- knüpfungen zu schaffen und ist aufgrund ihrer Interdisziplinarität eine ge- schickte Reaktion auf eine Welt, in der sich die einzelnen Politikfelder im- mer mehr überschneiden und die Akteure immer vielfältiger werden.21

Diese Studien wurden aus gutem Grund in Auftrag gegeben: „Der Staat- sinterventionismus in Form des ordnungsstiftenden Staates sowie Leistungs- und Interventionsstaates wuchs lange Zeit schier unaufhaltsam. Mit zunehmenden Staatsinterventionismus wuchs auch die Bedeutung von Politik für weitere Bereiche des gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Le- bens.“22

Deshalb ist die Policy-Analyse für die Akteure immer wichtiger geworden, weil sie zum einen bestehende Policies überprüfen kann und zum anderen in die Planung zukünftiger Policies die verschiedenste Sichtweisen miteinbeziehen kann. Somit ist die Policy-Analyse in Deutschland zu einem zentralen Forschungsfeld der Politikwissenschaft geworden, nicht zu letzt durch eine Reihe von internationalen Vergleichsstudien.23

Nun wurde ein grober Überblick über die Entwicklung der Policy-Forschung in den USA und Deutschland gegeben, wobei erkennbar ist, das die Ent- wicklung in der BRD stark von der in den USA geprägt war. Im folgenden soll auf die Kritik an der Policy-Analyse in den USA und Deutschland ein- gegangen werden.

5. Kritik an der Policy-Forschung

Die Kritikpunkte an der Policy-Analyse generell bestehen - vor allem in den USA - schon sehr lange. Dabei ist die Kritik an der Policy-Analyse grundlegend und tiefergehend:

Schon in den 60er Jahren wurden einige zentrale Schwächen der Policy- Analyse aufgedeckt, so z.B. das ein Informationsüberfluss besteht oder sie nie neutral sein kann. Ebenso wurde bemängelt, dass den Analysten die Machtgrundlage fehlt, d.h. dass obwohl sie erfahrene Experten auf dem Gebiet sind, sie sich oft nicht gegen politische Interessen durchsetzten können.

Oftmals wird die Policy-Analyse auch dazu benutzt, im Nachhinein schon getroffene Entscheidungen zu legitimieren, anstatt die Policy-Forschung dazu zu verwenden, im Vorfeld das beste Konzept zu erarbeiten. Diese Kritikpunkte wiegen sicher schwer und sind zum Teil systemimmanent, aber sie sollten dazu benutzt werden, die Grenzen der Policy-Analyse zu erkennen.

Neben den grundsätzlichen Schwächen wurden auch methodische Schwächen erkannt:

Ende der 80er Jahre wurde empirisch nachgewiesen, dass die Phasen ei- nes Policy-Zyklus sich nicht logisch aneinander reihen, sondern sich über- lappen, z. T. gegenseitig bedingen, manchmal simultan oder sogar in die entgegengesetzte Richtung ablaufen. Das bedeutet nicht, dass der Policy- Zyklus unbrauchbar ist, sondern nur, dass für manche Untersuchungen ein anderes Modell nötig ist.

Die Kritik am Policy-Cylce wurde konstruktiv aufgefasst und es wurden neue Ansätze entwickelt: Die Netzwerkanalyse, das Garbage-Can-Modell und die Policy-Advocacy-Koalition, sowie theoretische Betrachtungen des politischen Prozesses und internationaler Verflechtungen.24Mit Hilfe dieser Neuerungen war es dann möglich, sowohl die wechselseitigen Einflüsse verschiedener Akteure, als auch die „unsichtbaren“ Faktoren - wie Über- zeugungen oder Wertvorstellungen - darzustellen, um nur zwei Beispiele zu nennen.

6. Schluss

Es ist also zu erkennen, dass die Entwicklung der Policy-Analyse keines- wegs geendet hat, sondern einem immerwährenden Prozess unterworfen ist, der traditionelle und etablierte Sichtweisen andauernd in Frage stellt. Schon kurz nach Einführung der Policy-Forschung waren erste Kritiker, wie Lindblom, auf den Plan getreten und hatte dem Wissenschaftsgebiet wert- volle Impulse gegeben. Diese Eigenschaft war auch den meisten nachfol- genden Kritikern zu eigen: Sie wollten Schiefstände und Probleme aufzei- gen und verbessern und entwickelten damit die Policy-Forschung immer weiter fort.

Gleichzeitig bedeutet das aber auch eine wenig theoretische Fundierung der Politikfeldforschung, weil sie in so viele verschiedene Ansätze ausdifferenziert wird.25

Es zeichnet sich also auf der einen Seite eine Hinwendung zu einer prag- matischen Analysetechnik ab, bei der die Methoden vermischt werden und sich die Analysten bei allen Ansätzen und Theorien bedienen und auf der anderen Seite wird der Ruf nach einer fundierten theoretischen und ho- mogenen Untermauerung der Policy-Analyse immer lauter. Es wird inte- ressant sein wie sich die Policy-Analyse in diesem Spannungsfeld entwi- ckeln wird.

7. Literaturverzeichnis

- Adams, Willi Paul u.a.: Länderbericht USA, Bonn: Bundeszentrale für politische Bildung, 1998 3 .

- Beyme, Klaus von: Policy Analysis und traditionelle Politikwissen- schaft, in: Hartwich, Hans-Hermann (Hrsg.): Policy-Forschung in der Bundesrepublik Deutschland. Ihr Selbstverständnis und ihr Ver- hältnis zu den Grundfragen der Politikwissenschaft, Opladen 1985.

- Héritier, Adrienne: Policy-Analyse. Elemente der Kritik und Perspek- tiven der Neuorientierung, in: Héritier, Adrienne (Hrsg.): Policy- Analyse. Kritik und Neuorientierung, PVS-Sonderheft 24/1993.

- Jann, Werner: Politikfeldanalyse, in: Kriz, Jürgen / Nohlen, Dieter / Schultze, Rainer-Olaf (Hrsg.): Lexikon der Politik Band 2: Politikwissenschaftliche Methoden, München 1994.

- Parsons, Wayne: Public Policy: An Introduction to the Theory and Practice of Policy Analysis, Cambridge 1995.

- Schmidt, Manfred G.: Teil VIII: Policy-Analyse, in: Mohr, Arno (Hrsg.): Grundzüge der Politikwissenschaft, München 1995.

- Schubert, Klaus: Politikfeldanalyse, Opladen 1991.

[...]


1Jann, Werner: Politikfeldanalyse, in: Kriz, Jürgen / Nohlen, Dieter / Schultze, Rainer-Olaf

(Hrsg.): Lexikon der Politik Band 2: Politikwissenschaftliche Methoden, München 1994, S. 309.

2Vgl.: Adams, Willi Paul u.a.: Länderbericht USA, Bonn: Bundeszentrale für politische Bildung, 1998 3, S. 122f.

3Er nannte vor allem Soziologen, Wirtschaftswissenschaftler, Politologen, Naturwissenschaftler, Psychologen und Philosophen.

4 Vgl: Parsons, Wayne: Public Policy: An Introduction to the Theory and Practice of Policy Analysis, Cambridge 1995, S. 18f.

5„[…] concerend with knowledge in and for the policy process; […]”

6„[…] concerned with kowlege about the formation and implementation of public policy. […]”

7„decision-makers“

8Vgl: Parsons, Wayne: Public Policy: An Introduction to the Theory and Practice of Policy Analysis, Cambridge 1995, S. 445ff.

9Dazu zählen Organisationssoziologie, Wirtschaftswissenschaften, Psychologie und Informatik. Im Jahr 1978 erhielt er den Nobelpreis auf dem Gebiet der Wirtschaftswissenschaften.

10„[...] decision-making in organizations [...]“

11 Vgl: Parsons, Wayne: Public Policy: An Introduction to the Theory and Practice of Policy Analysis, Cambridge 1995, S. 273ff.

12„[…] intelligence, design, and choice […]”

13Vgl: Parsons, Wayne: Public Policy: An Introduction to the Theory and Practice of Policy Analysis, Cambridge 1995, S. 273ff.

14 Vgl.: Schubert, Klaus: Politikfeldanalyse, Opladen 1991, S. 28f.

15 Vgl: Parsons, Wayne: Public Policy: An Introduction to the Theory and Practice of Policy Analysis, Cambridge 1995, S. 286ff.

16Beyme, Klaus von: Policy Analysis und traditionelle Politikwissenschaft, in: Hartwich, Hans-

Hermann (Hrsg.): Policy-Forschung in der Bundesrepublik Deutschland. Ihr Selbstverständnis und ihr Verhältnis zu den Grundfragen der Politikwissenschaft, Opladen 1985, S. 10f.

17Vgl.: Ebd. S. 11.

18Vgl: Parsons, Wayne: Public Policy: An Introduction to the Theory and Practice of Policy Analysis, Cambridge 1995 S. 27f

19Vgl.: Beyme, Klaus von: Policy Analysis und traditionelle Politikwissenschaft, in: Hartwich,

Hans-Hermann (Hrsg.): Policy-Forschung in der Bundesrepublik Deutschland. Ihr Selbstverständnis und ihr Verhältnis zu den Grundfragen der Politikwissenschaft, Opladen 1985 S. 10f

20 Vgl.: Schmidt, Manfred G.: Teil VIII: Policy-Analyse, in: Mohr, Arno (Hrsg.): Grundzüge der Politikwissenschaft, München 1995 S. 570ff

21Vgl.: Jann, Werner: Politikfeldanalyse, in: Kriz, Jürgen / Nohlen, Dieter / Schultze, Rainer-Olaf (Hrsg.): Lexikon der Politik Band 2: Politikwissenschaftliche Methoden, München 1994 S. 310

22Schmidt, Manfred G.: Teil VIII: Policy-Analyse, in: Mohr, Arno (Hrsg.): Grundzüge der Politikwissenschaft, München 1995 S. 572

23 Vgl.: Jann, Werner: Politikfeldanalyse, in: Kriz, Jürgen / Nohlen, Dieter / Schultze, Rainer-Olaf (Hrsg.): Lexikon der Politik Band 2: Politikwissenschaftliche Methoden, München 1994 S. 310

24Die Definition der einzelnen Neuerungen würde zu weit führen. Deshalb sei auf einen weiter- führenden Text verwiesen: Héritier, Adrienne: Policy-Analyse. Elemente der Kritik und Perspektiven der Neuorientierung, in: Héritier, Adrienne (Hrsg.): Policy-Analyse. Kritik und Neuorientierung, PVS-Sonderheft 24/1993 S. 9ff.

25Vergleiche hierzu die verschiedenen Schulen der Policy-Analyse: Schmidt, Manfred G.: Teil VIII: Policy-Analyse, in: Mohr, Arno (Hrsg.): Grundzüge der Politikwissenschaft, München 1995 S. 576ff.

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Details

Titel
Die Entwicklung der Policy-Analyse in den USA und Deutschland
Hochschule
Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg
Veranstaltung
PS Einführung in die Untersuchung von Politikinhalten (policy-Analyse)
Autor
Jahr
2001
Seiten
13
Katalognummer
V107113
Dateigröße
430 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Entwicklung, Policy-Analyse, Deutschland, Einführung, Untersuchung, Politikinhalten
Arbeit zitieren
Johannes Görg (Autor), 2001, Die Entwicklung der Policy-Analyse in den USA und Deutschland, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/107113

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