Paul Gerhardts Theologie in seinen Lob- und Dankliedern gezeigt an -Nun danket all und bringet ehr-


Ausarbeitung, 2002

11 Seiten, Note: 2,3


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Paul Gerhardts Theologie in seinen Lob- und Dankliedern gezeigt an "Nun danket all und bringet ehr"

Lob- und Dank Lieder Gerhardts - Allgemeines

Beim Lesen von Paul Gerhardts Lob- und Dankliedern mögen sich zunächst Einwände aufdrängen.

Wie kann nach all den Katastrophen und Bedrohungen Gott noch gelobt werden?

Doch gleichzeitig meldet sich die Erinnerung an Gerhardts Zeit und Leben.

Da gab es Krieg und Seuchen, Hunger und Weglosigkeit, auch

angeschlagenes Daseinsgefühl und die Furcht, bald könne ein Einsturz aller Verhältnisse geschehen.

Gerhardt hat seine Loblieder also nicht „pausbäckig“ gesungen, sondern aus Situationen heraus, die die Sprache verschlugen.

Gerhardts Überschwang zu Lob und Dang an Gott rührt aus der erfahrenen Rettung her.

Er nimmt in seinen Liedern die Botschaft auf, die den Menschen anerkennt, obwohl er sich schuldhaft verging.

Er bekennt in seinen Liedern: Obwohl ich in meinem Leben viel Not und Leid erleiden musste, will ich dir, Gott, dennoch danken. Das 17. Jh. war eine von Katastrophen geschüttelte Zeit, in der jedoch Lieder, Chöre Orgeln und Instrumente gewaltig jubelten. Es wurde viel von Tod und Vergänglichkeit gesungen, aber, aber noch mehr von Rettung und Freude.

Es wurde sehr viel geklagt, aber noch mehr gelobt. Den Grund dafür benennt Gerhardt so:

1

„Alles Ding währt seine Zeit, Gottes Lieb in Ewigkeit.“

Dieser Ausspruch Gerhardts erinnert an Aussagen des Predigers Salomo in der Bibel, auch an die Seinslehren abendländischer Philosophen und ist vor allem ein Inhalt des altlutherischen Gedankens vom Gotteslob. Gerhardt vermochte es, seine Lieder so zu dichten, dass er philosophisches Wissen und biblische Weisheit so verpackte, dass es ein jeder, sogar ein Kind verstehen kann.

Die Werke Paul Gerhardts

1. Nun danket all und bringet Ehr Sir. 50 EG

322

2. Wie ist so groß und schwer die Last

3. Gott Lob! Nun ist erschollen das edle Fried- und Freudenwort

4. Sollt ich m einem Gott nicht singen EG 325

5. Wer wohlauf ist und gesund

6. Ich singe dir mit Herz und Mund EG 324

7. Auf den Nebel folgt die Sonne

8. Der Herr, der aller Enden regiert, der ist mein Hirt und Hüter; Ps. 23

9. Ich preise dich und singe, Herr Ps. 30

10. Ich will erhöhen immerfort und preisen meiner Seelen Hort Ps. 34

11. Ich will mit Danken kommen Ps. 111

12. Das ist mir lieb, dass Gott, mein Hort, so treulich bei mir steht Ps. 116

13. Du meine Seele singe Ps. 146 EG 302

14. Herr, dir trau ich all mein Tage Ps. 71

15. Wie ist es möglich, höchstes Licht?

16. Merkt auf, merkt, Himmel, Erde

17. Ich, der ich oft in tiefes Leid und große Not muss gehen Ps. 145

18. Ich danke dir mit Freuden Sir. 51

Nach der Einteilung von Jörg Erb hat P. G. insgesamt 18 Lob- und Danklieder verfaßt.

Jedoch ist diese Aufteilung sehr wage, da andere Autoren gerade die Lieder die auf Psalmen gedichtet wurden in die Gruppe der Psalmlieder einordnen

4 davon sind in unserem EG zu finden.

Die meisten seiner Lieder gründen sich auf Bibelstellen, zum

überwiegendem Teil, wie in meiner Darstellung zu sehen ist, auf die Psalmen.

Andere Lieder sind zu Anlässen wie einem Friedensschluss (3) oder aus Dankbarkeit für die Gesundheit (5) von ihm verfasst worden.

„Nun danket all und bringet Ehr“

Das Lied „Nun danket all und bringet Ehr“, welches ich nachfolgend vorstellen werde, verfasste P. G. im Jahre 1647.

Vertont wurde es 1653, wie die meisten seiner Lieder von Johann Crüger.

Im gleichen Jahr wurde „Nun danket all und bringet Ehr“ in der PRAXIS PIETATIS MELICA veröffentlicht.

Alle 9 gedichteten Strophen sind auch in unserm heutigen Gesangbuch unverändert vorzufinden.

Aufbau und Bibelbezug des Liedes

Das Lied gründet sich auf das Dankgebet im 50. Kapitel , Vers 22 - 25 des Apokryphen - Buches Sirach, das den Opferdienst des Hohenpriesters Simon beschreibt. Dort heißt es:

22 Wenn er nun wieder herabschritt, so hob er seine Hand auf über die

ganze Gemeinde Israel und rief über sie den Segen des Herrn aus, und sein Ruhm war es, den Namen des Herrn auszusprechen.

23 Da beteten sie abermals und nahmen den Segen vom Höchsten an.

24 Nun danket alle Gott, der große Dinge tut an allen Enden, der uns von Mutterleib an lebendig erhält und uns alles Gute tut.

25 Er gebe uns ein fröhliches Herz und verleihe immerdar Frieden zu unsrer Zeit in Israel,

26 und dass seine Gnade stets bei uns bleibe und uns erlöse, solange wir leben.

Es ist die gleiche Stelle, in der auch das Lied: „Nun danket alle Gott“ (EG 321) wurzelt und man ist versucht, beide miteinander zu vergleichen. Ohne Zweifel: beide sind meisterlich werke.

Rinckarts Strophen sind eine bemerkenswerte genaue Wiedergabe des Schriftstelle.

Demgegenüber bedeuten die Strophen Gerhardts eine köstliche,

ursprüngliche und sachgemäße Erweiterung des Gebetes bei Sirach. Sorgsam geht er dem Gebet entlang, und jede Aussage des biblischen Gebetes wird bei ihm zu einer Strophe.

1. „Nun danket alle Gott“, dessen Lob von Menschen gesungen wird, das ist der Inhalt der ersten Strophe.

2. „Der grosse Dinge tut“, das steht in der zweiten

3. „Der uns von Mutterleibe an frisch und gesund erhält“ damit fährt die dritte Strophe fort und fügt hinzu, dass Gott ein Helfer in allen Nöten ist.

4. „Und tut uns alles Guts“, das führt die 4. Strophe aus, und zu dem

Guten rechnet der Dichter vor allem Gottes Güte und Barmherzigkeit, der Strafe erlässt und Sünde vergibt.

5. Dem „fröhlichen Herzen“ als einzigartige Gottesgabe widmet der Dichter die 5. Strophe und legt uns dar, was ein fröhliches Herz sei: Geist und Sinn erfrischt und erneut und befreit von Angst und Sorge durch den Zuspruch Gottes.

6. „Er verleihe uns immerdar Frieden“ Diese Bitte steht in der 6. Strophe und wird ergänzt durch die Bitte um Glück und Heil für Volk und Land.

7. In der 7. Strophe bittet der Dichter um die Gnade Gottes

8. „Und erlöse uns, solange wir leben, dies sagt die 8. Strophe aus.

9. Schließlich die 9. Strophe soll uns zeigen, dass wir auch im und nach dem Sterben nicht von Gott verlassen werden, sondern er uns zur Seite steht.

Aber nicht nur die Verse aus dem Sirach Buch hat P. G. als Vorlage für sein Lied genutzt.

Jeder einzelne Vers seines Liedes nimmt auf eine Bibelstelle bezug:

Strophe 1

V 1 + 2 Ihr Völker, bringet her dem HERRN, bringet her dem HERRN

Ehre und Macht. (Ps. 96, 7)

V 3 + 4: Halleluja! Lobet im Himmel den HERRN; lobet ihn in der Höhe!

Lobet ihn, alle seine Engel; lobet ihn, all sein Heer! (Ps. 148, 2f)

Strophe 2

V 1 Schlagt froh in die Hände, alle Völker, und jauchzet Gott mit

fröhlichem Schall! (Ps. 47, 2)

V 2 Ich habe gesagt zu dem HERRN: Du bist ja der Herr! Ich weiß

von keinem Gut außer dir. (Ps 16,2)

V 1 - 3 Singet dem HERRN ein neues Lied, denn er tut Wunder. (Ps. 98,

1a)

V 2 - 4 Nun danket alle Gott, der große Dinge tut an allen Enden, der uns von

Mutterleib an lebendig erhält und uns alles Gute tut. (Sir. 50, 24b)

Strophe 3

V 1 + 2 Nun danket alle Gott, der große Dinge tut an allen Enden, der

uns von

Mutterleib an lebendig erhält und uns alles Gute tut. (Sir. 50, 24b)

V 3 + 4 Verlasset euch nicht auf Fürsten; sie sind Menschen, die können

ja nicht

helfen. (Ps. 146, 3)

Wohl dem, dessen Hilfe der Gott Jakobs ist, der seine Hoffnung setzt

auf den HERRN, seinen Gott, (Ps. 146, 5)

Strophe 4

V 1 - 3 Wo ist solch ein Gott, wie du bist, der die Sünde vergibt und

erläßt die

Schuld denen, die übriggeblieben sind von seinem Erbteil; der an seinem Zorn nicht ewig festhält, denn er ist barmherzig! (Mi. 7, 18)

V 4 Nun danket alle Gott, der große Dinge tut an allen Enden, der

uns von

Mutterleib an lebendig erhält und uns alles Gute tut. (Sir. 50, 24b)

Strophe 5

V 1 Er gebe uns ein fröhliches Herz… (Sir. 50, 25a)

V 3 - 4 Er wird sich unser wieder erbarmen, unsere Schuld unter die

Füße

treten und alle unsere Sünden in die Tiefen des Meeres werfen. (Mi. 7, 19)

Strophe 6

V 1 + 2 ...und verleihe immerdar Frieden zu unserer Zeit in Israel ( Sir.

50, 25b)

V 3 + 4 Und der HERR, dein Gott, wird dir Glück geben zu allen Werken

Deiner Hände, zu der Frucht deines Leibes, zu den Jungtieren

deines Viehs, zum Ertrag deines Ackers, daß dir's zugute komme. Denn der HERR wird sich wieder über dich freuen, dir zugut, wie er sich über deine Väter gefreut hat (5. (Mose 30, 9)

Strophe 7

V 1 + 2 Und das seine Gnade stets bei uns bleibe... (Sir. 50, 26a)

… wer aber auf den HERRN hofft, den wird die Güte umfangen. (Ps. 32, 10b)

V 3 + 4 Du bist mein Schirm, du wirst mich vor Angst behüten,... (Ps. 32, 7a)

Strophe 8

V 1 + 2 ...und uns erlöse, solange wir leben (Sir. 50, 26b)

V 3 + 4 Wenn mir gleich Leib und Seele verschmachtet, so bist du doch,

Gott,

allezeit meines Herzens Trost und mein Teil. (73, 26)

Strophe 9

V 1 + 2 keine Angaben

V 3 + 4 ...und sein Angesicht sehen und sein Name wird an ihren Stirnen

sein. (Off. 22, 4)

Es folgt das Handout

Proseminar: KG SS 2002 28. Juli 2002

Leitung: PD Dr. Gummelt

Thema: Paul Gerhardt

Referent: Gunnar Schulze

Lob- und Danklieder Paul Gerhardts

Übersicht über Lob- und Danklieder P. Gerhardts

Lied Bibelstelle EG Nr.

19. Nun danket all und bringet Ehr Sir. 50 322

20. Wie ist so groß und schwer die Last

21. Gott Lob! Nun ist erschollen das edle Fried- und Freudenwort

22. Sollt ich m einem Gott nicht singen 325

23. Wer wohlauf ist und gesund

24. Ich singe dir mit Herz und Mund 324

25. Auf den Nebel folgt die Sonne

26. Der Herr, der aller Enden regiert, der ist mein Hirt und Hüter Ps. 23

27. Ich preise dich und singe, Herr Ps. 30

28. Ich will erhöhen immerfort und preisen meiner Seelen Hort Ps. 34

29. Ich will mit Danken kommen Ps. 111

30. Das ist mir lieb, dass Gott, mein Hort, so treulich bei mir steht Ps. 116

31. Du meine Seele singe Ps. 146 302

32. Herr, dir trau ich all mein Tage Ps. 71

33. Wie ist es möglich, höchstes Licht?

34. Merkt auf, merkt, Himmel, Erde

35. Ich, der ich oft in tiefes Leid und große Not muss gehen Ps. 145

36. Ich danke dir mit Freuden Sir. 51

„Nun danket all und bringet Ehr“

- gedichtet 1647 von Paul Gerhardt; vertont 1653 von Johann Crüger

- 1653 in der PRAXIS PIETATIS MELICA veröffentlicht

- alle 9 Strophen sind im „EG“ abgedruckt

Aufbau des Liedes

- Grundgedanke des Liedes: Sir. 50, 22 - 25;

1. Strophe: - von Menschen gesungenes Lob

2. Strophe: - Gott tut große Dinge an den Menschen

3. Strophe: - Gott hält und gesund und ist ein Helfer in allen Nöten

4. Strophe: - Gott will unser Bestes - wir spüren das in Gottes Güte und Barmherzigkeit, er erlässt Strafe und vergibt die Sünden der Menschen

5. Strophe - fröhliche Herzen entstehen durch den Zuspruch Gottes, der Geist und Sinn erfrischt und von Angst und Sorge befreit

6. Strophe - Bitte um andauernden Frieden und Glück für Volk und Land

7. Strophe: - Bitte um die Gnade Gottes

8. Strophe - die Bitte um die Erlösung solange wir leben

9. Strophe: - auch im und nach dem Sterben verlässt uns Gott nicht

Bibelbezug des Liedes

Strophe 1

V 1 + 2

V 3 + 4:

Strophe 2

V 1

V 2

keinem

V 1 - 3

V 2 - 4

uns von

24b)

Strophe 3

V 1 + 2

alles Gute tut.

V 3 + 4

ja nicht

Ihr Völker, bringet her dem HERRN, bringet her dem HERRN Ehre und Macht. (Ps. 96, 7)

Halleluja! Lobet im Himmel den HERRN; lobet ihn in der Höhe! Lobet ihn, alle seine Engel; lobet ihn, all sein Heer! (Ps. 148, 2f)

Schlagt froh in die Hände, alle Völker, und jauchzet Gott mit fröhlichem Schall! (Ps. 47, 2)

Ich habe gesagt zu dem HERRN: Du bist ja der Herr! Ich weiß von

Gut außer dir. (Ps 16,2)

Singet dem HERRN ein neues Lied, denn er tut Wunder. (Ps. 98, 1a)

Nun danket alle Gott, der große Dinge tut an allen Enden, der Mutterleib an lebendig erhält und uns alles Gute tut. (Sir. 50,

...der uns von Mutterleib an lebendig erhält und uns

(Sir. 50, 24b)

Verlasset euch nicht auf Fürsten; sie sind Menschen, die können helfen. (Ps. 146, 3)

Wohl dem, dessen Hilfe der Gott Jakobs ist, der seine Hoffnung setzt auf den

HERRN, seinen Gott, (Ps. 146, 5)

Strophe 4

V 1 - 3 Wo ist solch ein Gott, wie du bist, der die Sünde vergibt und erläßt die

Schuld

denen, die übriggeblieben sind von seinem Erbteil; der an seinem Zorn nicht

ewig festhält, denn er ist barmherzig! (Mi. 7, 18)

V 4 ... der uns von Mutterleib an lebendig erhält und uns alles

Gute tut.

(Sir. 50, 24b)

Strophe 5

V 1 Er gebe uns ein fröhliches Herz… (Sir. 50, 25a)

V 3 - 4 Er wird sich unser wieder erbarmen, unsere Schuld unter die Füße

treten und

alle unsere Sünden in die Tiefen des Meeres werfen. (Mi. 7, 19)

Strophe 6

V 1 + 2 ...und verleihe immerdar Frieden zu unserer Zeit in

Israel ( Sir. 50, 25b)

V 3 + 4 Und der HERR, dein Gott, wird dir Glück geben zu allen Werken

deiner

Hände, zu der Frucht deines Leibes, zu den Jungtieren deines Viehs,

zum

Ertrag deines Ackers, daß dir's zugute komme. Denn der HERR wird sich

wieder über dich freuen, dir zugut, wie er sich über deine Väter gefreut hat (5. (Mose 30, 9)

Strophe 7

V 1 + 2 Und das seine Gnade stets bei uns bleibe... (Sir. 50, 26a)

… wer aber auf den HERRN hofft, den wird die Güte umfangen. (Ps.

32, 10b)

V 3 + 4 Du bist mein Schirm, du wirst mich vor Angst behüten,... (Ps.

32, 7a)

Strophe 8

V 1 + 2 ...und uns erlöse, solange wir leben (Sir. 50, 26b)

V 3 + 4 Wenn mir gleich Leib und Seele verschmachtet, so bist du doch, Gott,

allezeit

meines Herzens Trost und mein Teil. (73, 26)

Strophe 9

V 1 + 2 keine Angaben

V 3 + 4 u. sein Angesicht sehen und sein Name wird an ihren

Stirnen sein. (Off. 22, 4)

Quellen

Handbuch zum EKG; Mahrenholz, Söhngen, Schlißke, Köhler; Evangelische Verlagsanstalt GmbH 1964 Paul Gerhardt; Christian Bunners; 1. Auflage 1993; BVU Buchverlag Union GmbH Berlin/München Paul Gerhardt und seine Lider; Jörg Erb; 7. Auflage 1994; Verlag der St.- Johannis - Druckerei, Lahr

Es folgt, ein Arbeitsblatt

„Nun danket all und bringet Ehr“

Paul Gerhardt (1647)

1. Nun danket all und bringet Ehr, ihr Menschen in der Welt,

dem, dessen Lob der Engel Heer Im Himmel stehts vermeld't

2. Ermuntert euch und singt mit Schall, Gott, unserm höchsten Gut,

der seine Wunder überall und große Dinge tut;

3. Der uns von Mutterleibe an frisch und gesund erhält

und, wo kein Mensch nicht helfen kann, sich selbst zum Helfer stellt;

4. Der, ob wir ihn gleich hoch betrübt, doch bleibet guten Muts,

die Straf erläßt, die Schuld vergibt und tut uns alles Guts.

5. Er gebe uns ein fröhlich Herz, erfrische Geist und Sinn

und werf all Angst, Furcht, Sorg und Schmerz

Ins Meeres Tiefe hin.

6. Er lasse seinen Frieden ruhn auf unserm Volk und Land;

er gebe Glück zu unserm Tun und Heil zu allem Stand.

7. Er lasse seine Lieb und Güt Um, bei und mit uns gehn,

was aber ängstet und bemüht, gar ferne von uns stehn.

8. Solange dieses Leben währt, sei er stets unser Heil,

und wenn wir scheiden von der Erd, verbleib er unser Teil.

9. Er drücke, wenn das Herze bricht, uns unsre Augen zu

und zeig uns drauf sein Angesicht dort in der ewgen Ruh.

„Nun danket alle Gott“

Martin Rinckart (1630)

1. Nun danket alle Gott

Mit Herzen, Mund und Händen, Der große Dinge tut

An uns und allen Enden, Der uns von Mutterleib Und Kindesbeinen an

Unzählig viel zu gut Bis hier her hat getan

2. Der ewig reiche Gott Woll uns bei unsrem Leben Ein immer fröhlich Herz Und edlen Frieden geben, Und uns in seiner Gnad, Erhalten fort und fort Und uns aus aller Not Erlösen hier und dort.

3. Lob, Ehr und Preis sei Gott, Dem Vater und dem Sohne

Und dem, der beiden gleich Im höchsten Himmelsthrone, Dem einig höchsten Gott,

Als er anfänglich war Und ist und bleiben wird Jetzt und immerdar.

Sirach 50, 22 - 26

22 Wenn er nun wieder herabschritt, so hob er seine Hand auf über die ganze Gemeinde Israel und rief über sie den Segen des Herrn aus, und sein Ruhm war es, den Namen des Herrn auszusprechen.

23 Da beteten sie abermals und nahmen den Segen vom Höchsten an.

24 Nun danket alle Gott, der große Dinge tut an allen Enden, der uns von Mutterleib an lebendig erhält und uns alles Gute tut.

25 Er gebe uns ein fröhliches Herz und verleihe immerdar Frieden zu unsrer Zeit in Israel,

26 und dass seine Gnade stets bei uns bleibe und uns erlöse, solange wir leben.

Im normalen Leben wird es einem oft gar nicht bewusst, dass der Mensch überhaupt unendlich

viel mehr empfängt, als er gibt und dass Dankbarkeit das Leben erst reich macht.

- Ditrich Bonhoeffer -

10 von 11 Seiten

Details

Titel
Paul Gerhardts Theologie in seinen Lob- und Dankliedern gezeigt an -Nun danket all und bringet ehr-
Hochschule
Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald
Veranstaltung
Proseminar Kirchengeschichte - Paul Gerhardt
Note
2,3
Autor
Jahr
2002
Seiten
11
Katalognummer
V107145
Dateigröße
395 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Paul Gerhardt, Kirchengeschichte, Theologe, EG Lieder, Nun danket all und bringet ehr"
Arbeit zitieren
Gunnar Schulze (Autor), 2002, Paul Gerhardts Theologie in seinen Lob- und Dankliedern gezeigt an -Nun danket all und bringet ehr-, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/107145

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