Claudius in Britannien. Von der Invasion zur römischen Provinz


Seminararbeit, 2002
17 Seiten

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Inhaltsverzeichnis:

1. Einleitung

2. Claudius in Britannien
2.1. Die Motive des Claudius für eine Überfahrt
2.2. Die Invasion
2.2.1. Die Truppen
2.2.2. Probleme im Vorfeld der Überfahrt
2.2.3. Landung und Eroberung
2.2.4. Aufenthalt des Claudius in Britannien
2.2.5. Der Triumph des Claudius
2.3. Britannien als römische Provinz
2.3.1. Aufbau und Verwaltung
2.3.2. Wirtschaftlichkeit der Provinz
2.3.3. Diplomatie
2.3.4. Konflikte

3. Schlussteil
3.1. Zusammenfassung
3.2. Quellenverzeichnis
3.3. Literaturverzeichnis

1. Einleitung

Lange Zeit war die Insel Britannien unerforscht, im Jahre 55 v. Chr. war sie dann zum Ersten Mal überhaupt ein Angriffspunkt von römischem Imperialismus. Doch warum? In seinen commentarii de bello Gallico beschreibt Julias Caesar sein Vorgehen, die Insel dem Imperium einzuverleiben recht ausführlich, auch sein Scheitern. Die Frage ob diese Feldzüge geplant waren oder ob Caesar nur Opportunist war und die Gunst der Stunde nutzte, sich militärische Ehrungen zukommen zu lassen, ist bis heute nicht geklärt. Wohl die Suche nach neuen Herausforderungen (Gallien war bereits dem Reich einverleibt)o lenkten das Augenmerk des „Imperators“ auf die Insel. So setzte Caesar zweimal über den Kanal (55 und 54 v. Chr.) doch scheiterten beide Unternehmen aufgrund ungenügender Vorkenntnisse und Fehleinschätzungen von Land und Bevölkerung und die Britannier blieben fast ein Jahrhundert lang verschont vom römischen Expansionsdrang. Weder Augustus (27 v. Chr.-14 n. Chr.) noch Tiberius (14-37 n. Chr.) vermochten ernsthafte Gedanken an einen Krieg mit Britannien zu hegen, vielmehr begann der Handel zu florieren mit Kaufleuten aller Nationen. Erst der Machtbesessene und ungeliebte Kaiser Caligula (37-41 n. Chr.), versuchte in Schaufeldzügen gegen Germanien und Britannien Reputation von Bürgern und Senat zu erlangen. Allerdings erfolglos. Der Kaiser Claudius (41-54 n. Chr.) war es nun, welcher die geheimnisvolle Insel im Ozean aufsuchte.1

Die Gründe möchte ich mit dieser Arbeit untersuchen. Weiterhin möchte ich auf die eigentliche Invasion eingehen und den nur sehr kurzen Aufenthalt des Claudius in Britannien beleuchten. Weshalb blieb er nur für kurze Zeit und warum erschien er erst als der Sieg schon so gut wie sicher war? Auch ein zu klärender Punkt soll die Provinz selbst darstellen, was wurde geschaffen?

Die aktuelle Forschung auf dem Gebiet ist von einschlägiger deutschsprachiger Literatur weitgehend ausgespart, bis auf das 1998 erschienene Werk von Kai Brodersen, „Das Römische Britannien“ welches auf die Hauptquellen von Cassius Dio und Tacitus eingeht. Es dient auch als Sammelband der auf das Römische Britannien konzentrierten Englischen Literatur. Meine weiteren Informationen bezog ich aus englischsprachigen Werken zwischen 1963 und 1990. Aktuelle Forschungsberichte sind vor allem in Aufsätzen in den Sammlungen der „Britannia“ nachzulesen sowie dem „Classical Quarterly“.

2. Claudius in Britannien

2.1. Die Motive des Claudius für eine Überfahrt

Was bewegte den Claudius also zu einem Britannienfeldzug? Offenkundig sei mehr als nur ein Motiv zu betrachten2: So sieht es Sueton in seiner Claudius- Vita als gegeben, dass Claudius als neuer Princeps (Kaiser) so schnell wie möglich die Loyalität der römischen Armee und den Respekt des römischen Volkes gewinnen müsse, sollte ihn nicht das gleiche Schicksal wie einst Caligula ereilen.3 Unter diesem „Legitimationsdruck“, sah Claudius dann wohl tatsächlich in der Außenpolitik, inklusive militärischer Aktivitäten, die Möglichkeit als gegeben, jeglichen Zweifel an seiner Person zu beseitigen. Die wichtigste Folge darauf war dann auch jene Invasion in Britannien.4 die zumindest bis spätestens Ende 42 n.Chr. es galt durchzuführen.5 Doch dies allein reicht nicht aus, eine solche Expedition hinaus zu unternehmen. So betrachtet Sueton weiter vor allem „das Streben nach einem grossen Triumph“.6 War er [Claudius; Anm. d. Aut.] doch mit der ornamenta triumphalia7, die ihm vom Senat verliehen wurde, überhaupt nicht zufrieden „da diese Ehrenauszeichnung der Majestät des Kaisers nicht zu entsprechen schien und er die Auszeichnung eines ordentlichen Triumphes haben wollte, wählte er [...] Britannien aus.“8 Hierbei ist Christ überzeugt von Claudius’ Ehrgeiz „an die Traditionen des Caesars [Julius; vgl. 1.-Enleitung; Anm. d. Autors] anzuknüpfen“.9 Auch sei die Möglichkeit bedacht, Claudius könne nun endlich „den letzten großen Kernraum des Keltentums und der Religion der Druiden“ besetzen.10

Tacitus hingegen sieht neben dieser „Ruhmsucht“11 nun auch noch neben Sklaven, „Gold, Silber und andere Metalle als Lohn des Sieges“12 und auch Perlen.13 Von diesen „irrigen Vorstellungen“ von Bodenschätzen, sowie wirtschaftlichen Möglichkeiten14 wissen wir aber bis heute nichts konkretes, ja wissen wir nicht einmal ob die Invasion tatsächlich profitabel war.15 Man kann nach dem heutigen Forschungsstand aber davon ausgehen, dass zumindest Diskussionen im damaligen Rom über wachsenden Reichtum Britanniens mit stetiger Zunahme des Handels16, entfacht wurden und Meinungen nun auseinander gingen, ob sich eine Invasion wirtschaftlich bezahlt mache17. Tatsächlich war Britannien aber seit der Augusteischen Zeit [27 v. Chr.-14 n. Chr.; Anm. d. Aut.] wirtschaftlich eher uninteressant.18

So bleibt ferner betrachtet auch der Wegfall einer Sicherungszone am Ärmelkanal zu berücksichtigen, was Rom eine enorme Kosteneinsparung gebracht hätte.19 Tatsächlich aber ausgelöst haben dürfte die Invasion, und da sind sich Historiker weitgehend einig, Berikos20, ein Nachkomme des Atrebatenkönigs Commius, der nach Rom zu Claudius floh „infolge eines Inneren Konflikts“21. Wie schon einst bei Caligula22 gehen die Unternehmungen also wieder auf die Flucht eines Britannischen Herrschers zurück.23 Hingegen stand niemals zur Debatte ob ganz Britannien oder nur der südliche Teil eingenommen werden sollte.24

2.2. Die Invasion

2.2.1. Die Truppen

Claudius wählte für dieses gefährliche Unternehmen den Aulus Plautius als Kommandanten und Oberbefehlshaber. Dieser schien ihm geeignet, war er doch 29 noch Konsul und kam jetzt direkt aus dem turbulenten Grenzgebiet von Pannonien25 wo er als legatus Augusti (Beauftragter des Kaisers) eingesetzt 5 war.26 Nun gebührte ihm die Ehre als legatus Augusti von Britannien zu fungieren.27

Dieser Mann sollte jetzt die Truppen im Auftrag des Claudius „über die Grenzen der oikumene“28 (der bewohnten Welt) hinaus führen.

Doch was waren das für Truppen? Bezeichnenderweise standen dem Aulus Plautius einige erstklassige Legionskommandeure zur Verfügung, darunter auch Vespasian29, und dessen Brüder Flavius Sabinus und Gnaeus Hosidius Geta30. Diese nun befehligten über „das Rückgrat“ des Unternehmens, über vier Legionen: die II. Augusta aus Argentoratum31 (Strasbourg), die XIV. Gemina aus Mogontiacum (Mainz), die XX. Valeria Victrix aus Colonia Agrippinensium (Köln), alle drei unmittelbar von der Rheingrenze, sowie die wohl persönliche des Plautius, die IX. Hispania aus Pannonien.32

2.2.2. Probleme im Vorfeld der Überfahrt

Bevor es nun aber zu einer Überfahrt kam, traten bekannte Probleme33 auf. Die Soldaten weigerten sich „am Strand von Gesoriacum (Boulogne-sur-Mer) den kaiserlichen Befehl auszuführen“ denn die Überfahrt schreckte sie doch zu sehr34, trotzdem die höheren Offiziere über weit bessere Kenntnisse über Britannien verfügten als noch im Jahrhundert zuvor.35 Doch wissen wir, dass Plautius sie zwar nicht überzeugen konnte, doch auch das er nicht aufgab, sondern den Narcissus36 zu sich holte, auf das dieser zu den Soldaten sprechen sollte. Doch ohne Erfolg, „sie ließen den Mann kein einziges Wort sprechen“37. Aber das Unerwartete geschah, denn die Soldaten erinnerten sich an das Saturnalienfest, das auf jenen Tag fiel und das es Brauch war, seine Sachen mit denen der Vorgesetzten zu tauschen. Sie riefen „Io Saturnalia“ und folgten dem Plautius.38 Wahrscheinlich ist, dass die Soldaten mit gehörigem „Galgenhumor“ sich ihrem Schicksal fügten und auch vielleicht nun doch aufgrund der Schande gehorchten, dass sie sich von einem Ex-Sklaven [Narcissus; Anm. d. Aut.] haben überzeugen lassen.39 Diese Vorkommnisse und auch wie von Sueton berichtet, die Krankheit des Galba40, führten zu einer allgemeinen Verzögerung der Expedition, die wohl nicht vor dem 27.Mai des Jahres 43 stattgefunden hatte.41

2.2.3. Landung und Eroberung

Die etwa 40000 Soldaten (einschliesslich thrakischer und gallischer Hilfstruppen) setzten nun von Gesoriacum (Boulogne) aus in drei Staffeln nach Britannien über, die Fahrt verlief ohne Störungen42, erleichterte doch ein von Caligula errichteter Leuchturm das Navigieren erheblich, jedoch sind uns die Landungsplätze der drei Divisionen nicht genau bekannt. Es gilt als wahrscheinlich, dass eine Division nahe Rutupiae (Richborough) anlegte, das natürliche Hafenbecken, sowie ein von Archäologen freigelegter Doppelgraben „mit dem das Lager am Landeplatz der Schiffe geschützt worden war“, sprechen dafür.43

Eine Zweite Division landete wohl nahe Noviomagus (Chichester), möglicherweise um Kontakt mit dort ansässigen freundlich gesonnenen Stämmen zu versuchen.44 Von der dritten und letzten Staffel schließlich ist uns der Ort nicht bekannt, es wird von einem der beiden genannten Plätze ausgegangen.45 Von Cassius Dio wissen wir jetzt, dass die Römer „ohne auf irgendwelchen Widerstand zu treffen“ in Britannien landeten. Durch den zeitlichen Verschob der Invasion nämlich [vgl. Kap. 2.2.2.; Anm. d. Aut.] rechneten die Briten „aufgrund ihrer Erkundigungen“ nämlich nicht mehr mit einem Kommen der Römer, waren daher längst nicht mehr versammelt und „flüchteten sich in ihre Sümpfe und Wälder“.46 So hatte Plautius mühe, den Feind zu lokalisieren. Doch gab es nachweislich nicht nur einen Feind. Laut Dio besiegt Aulus Plautius zuerst eine Streitmacht unter Führung des Caratacus danach eine unter Togodumnus47 - diese beiden Siege wurden an zwei unterschiedlichen Orten ausgemacht nämlich im Canticum (Kent) und bei den Regni (Hampshire), wahrscheinlich von den beiden Hauptflügeln der Römischen Armee vollbracht.48 Andere catuvellaunische Gebiete, wie das der Dobunnen (bei Gloucester) wurden sogar ganz ohne Kampf eingenommen. Hier errichtete Plautius ein Fort und zog weiter - doch waren die Britannier noch keineswegs geschlagen.49 Eine Flussüberquerung50 schließlich bedeutete dann den Wendepunkt des Geschehens: zahlreiche meist germanische Söldner51 setzen über zu den sich in Sicherheit wiegenden „Barbaren“ und eröffneten den Kampf, „die Schlacht wogte unentschieden hin und her, bis schliesslich Gnaeus Hosidius Geta […] die Gegner so entscheidend Schlug, dass er […] die ornamenta triumphalia empfing“.52 Cassius Dio berichtet weiter, dass die Römer nun den flüchtenden Britanniern bis zur Mündung der Themse nachsetzten, so dass man die „Barbaren von vielen Seiten her gleichzeitig angreifen und einen große Zahl niedermachen“ konnte. Dem Rest wurde nachgesetzt bis „undurchdringliche Sümpfe“ die Römer stoppten und große Verluste mit sich brachten. Deshalb und auch da Togodumnus getötet wurde53 und sich die Briten wieder versammelten mit dem Ziel ihn zu rächen, hielt Plautius nun zurück und „beschränkte sich darauf, das Gewonnene zu sichern“.54 Caratacus hingegen floh nach Wales.55

2.2.4. Aufenthalt des Claudius in Britannien

Laut Dio bat Aulus Plautius „den Claudius darum, selbst zu erscheinen“ da er vor seiner Abreise auf derartiges hingewiesen wurde, sollte heftiger Widerstand vorhanden sein.56 Die Anreise des Claudius wird jetzt so dargestellt als sei sie „für den militärischen Erfolg unabwendbar gewesen“, es war aber wohl eher umgekehrt der Fall.57 Jetzt nachdem Plautius die Briten zur Mündung der Themse getrieben hatte, stoppte er wohl absichtlich und auf nachdrücklichen Wunsch des Claudius alle Aktivitäten, um das finale Schlachtgeschehen seinem „princeps“ zu überlassen.58 Claudius brauchte nur noch diesen „risikolosen Entscheidungsschlag“59, nämlich letztlich nur die geschwächte „Hauptstadt der Stämmekoalition des Cunobelinus, Camulodunum“ (Colchester) zu erobern.60 Da schien Claudius’ Anreise weitaus gefährlicher, dauerte sie doch rund 6 Monate, wobei er von Ostia aus in See stach und gleich „zweimal durch einen heftigen Nordweststurm dem Untergang nahe“61 gewesen war und dann ab Massilia (Marseille) den Landweg bevorzugte. Claudius, unmittelbar ihn begleitend eine Streitmacht, sowie zahlreiche Römische Beamte für administrative Aufgaben62, sowie Elefanten63, setzte jetzt von Gesoriacum aus nach Britannien über und wie Sueton angibt unterwarf er „binnen weniger tage einen Teil der Insel“ wohlgemerkt ohne Blutvergießen.64 Er überschritt die Themse mühelos und die römischen Verbände eroberten nun „unter der nominellen Führung des Claudius“ Camulodunum, dort unterwarfen sich jetzt auch die Anführer der benachbarten Stämme, nämlich Prasutagus, der Icenerfürst65 und Cogidumnus66 der Fürst der Regner.67

Als dies vollbracht war gab Claudius dem Aulus Plautius den Befehl „den Rest zu erobern“ und machte sich zugleich auf den Heimweg nach Rom.68 Claudius war also 16 Tage69 in Britannien, doch das genügte vollauf um den „ersehnten ordentlichen Triumph zu verdienen“.70 Denn dieser Sieg wurde schon vorausgemeldet und postwendend genehmigte der Senat einen ordentlichen Triumph, sowie verlieh er der kaiserlichen Familie besondere Auszeichnungen71 noch bevor Claudius 44.n.Chr. wieder in Rom eintraf.

2.2.5. Der Triumph des Claudius

Seinen Triumph in Rom nun hielt Claudius traditionell und umfangreich ab. Er erklomm auf Knien die Stufen des Kapitols und verlieh die ornamenta triumphalia an zahlreiche Senatoren, welche am Feldzug teilnahmen. Bei der folgenden Triumphfeier wurden zwischen den Pferderennen (10 an der Zahl) Bären erlegt oder Gladiatorenkämpfe abgehalten.72

Er erlaubte Verbannten nach Rom zu kommen und gleich hinter seinem Triumphwagen folgten seine Gemahlin Messalina sowie die Ausgezeichneten.73 Für den eigentlichen Wegbereiter Aulus Plautius „bestimmte Claudius eine ovatio [„kleiner“ Triumph, wertvoller als die ornamenta triumphalia; Anm. Brodersen 68].74 Zahlreiche Münzen zeugen von diesen Ereignissen.75

2.3. Britannien als römische Provinz

2.3.1 Aufbau und Verwaltung

Britannien war letztendlich also nun in römische Gewalt gebracht worden, was vorrangig den Effekt hatte, das die Insel nicht mehr als „Fortsetzung“ der Provinz gallia transalpina galt, sondern eine eigenständige Provinz unter dem Namen Britannia darstellte.

Von Tacitus wissen wir, dass Claudius eine Veteranenkolonie anlegte, welche einerseits zum Schutz, andererseits auch die Britannier an die neuen Gesetze und Zustände gewöhnen sollte.76 Dies war vor allem wichtig für die Verwaltung der Provinz, aber auch neuen Expansionsbestrebungen in Richtung unerforschtes Britannien dienlich. Schon 49 n. Chr. wurde also daher auf dem Gebiet des eroberten Camulodunum nun besagte colonia gegründet, welche vorrangig mit Veteranen aus den Vier stationierten Armeen besiedelt wurde: die „colonia Claudia Victricensis“, benannt nach der hier lagernden XX. Legion Valeria Victrix [vgl. Kap. 2.2.1; Anm. d. Aut.].

Verwaltet wurde von einem legatus Augusti pro praetore77, einem kaiserlichen Statthalter.78

Von 43-47 n.Chr. bekleidete dieses Amt Aulus Plautius, denn stand die Familie der Plautii schon immer im guten Verhältnis zum Kaiserhaus seit Augustus.79 Seine Aufgaben waren „vor allem die Leitung sämtlicher militärischer Maßnahmen in der Provinz“, sowie Rekrutierung neuer Soldaten, Beaufsichtigung des Straßennetzes, Kriegführung und Erweiterung der Provinz. Auch die Pflege diplomatischer Beziehungen und Rechtsprechung in Fällen mit Beteiligung römischer Bürger oblagen seinen Pflichten; untergeordnet waren ihm Legionskommandanten welche auch dem Senatorenstand entstammten (ebenfalls legati genannt, ohne den Zusatz pro praetore). Dem Plautius sollte von 47-52 noch der Publius Ostorius Scapula folgen, beerbt von Antonius Didius Gallus (52-57)80, (um nur die Oberhäupter Britanniens zu nennen, welche in die Amtszeit des Claudius zeitlich einzuordnen sind; Anm. d. Aut.)

Für das Finanzwesen war der Statthalter jedoch nicht zuständig; hier war ihm ein so genannter procurator Augusti provinciae Britannicae bei-, nicht untergeordnet. Obwohl dieser dem niederen Ritterstand entstammte, doch zeugt das wohl für „Claudius Bemühen um eine „Einbindung“ des Ritterstandes in die Staatsverwaltung“.81

Im Jahre 49 n. Chr. wurde in Camulodunum sogar ein Tempel für Claudius erbaut. Nicht unbedingt das die unterworfenen Britannischen Stämme ihm auf diese Weise huldigten, vielmehr auf Befehl des Scapula, um den Claudius auf diese Weise in seinem Erfolg als Feldherr und Staatsmann zu den Göttern zu erheben. Es wird heut noch gestritten, ob der Tempel bereits zu Lebzeiten des Claudius eingeweiht wurde oder erst nach seinem Tode 54 n. Chr.82

2.3.2. Wirtschaftlichkeit der Provinz

Grosse Hoffnungen wurden vor dem Feldzug nicht nur von Claudius hinsichtlich der Lukrativität des Unternehmens gehegt [vgl. Kap.2.1; Anm.d. Aut]. So taten sich die Römer auch nicht schwer, sehr schnell den fruchtbaren Süden und Südosten der Insel für sich zu beanspruchen, dominiert von der colonia Camulodunum und Londinium (London)83. Gegner wurden von da schnell vertrieben und das Land, unter Einsatz der römischen Finanzverwaltung unter Führung des Prokuratoren, für Rom dienstbar gemacht.

Doch die Hoffnung auf Silber und Gold oder gar Perlen (s.Kap.2.1.;Anm.d. Aut.) wurde enttäuscht, allerdings wohl auf allgemeines Erwarten der Zeitgenossen hin. Doch zumindest ein Metall wurde entdeckt und auch erfolgreich gefördert, nämlich Blei. Bereits 49 n.Chr. wurden in den Bleiminen von Mendip Hills, Grafschaft Somerset, Barren verfertigt. Später sogar als Handelsware dann verschifft, wie Funde84 in Frankreich an der Somme-Mündung belegen.85

2.3.3. Diplomatie

In der unmittelbaren Nachbarschaft des gesicherten Provinzgebietes sollten jetzt nach dem bewährten System der „Klientelkönige“, (in der Antike so bezeichnete Freunde oder Bundesgenossen), diplomatische Kontakte gesucht werden. Hierzu sollten „einheimische Herrscher in ein Freundschafts- oder Bundesgenossenverhältnis zu Rom“ überführt werden, was Rom den Vorteil brachte „dass Gefahren von jenseits der Klientelkönigtümer schon […] von deren Herrschern selbst abgewehrt würden“, und dass keinerlei Gefahr von diesen ausgehen würde, aber trotz allem innere Autonomie wahrten und seinerseits mit römischer Unterstützung im Ernstfall rechnen konnten.

Besagte Klientelkönigtümer fanden sich in Britannien im Norden und Nordosten der Provinz, besiedelt von den Icenern [vgl. Kap. 2.2.4.; Anm. d. Aut.] und im Nordwesten, „wo das Königreich der Briganten mit Rom verbündet war. Aufgrund von Tacitus’ Werk „Agricola“ kennen wir den Fürst der Regner (vgl. Kap. 2.2.4.; Anm. d. Aut.), den Stamm der im Westen der Provinz siedelte, namentlich als König Cogidubnus (Tac. Agr. 14,1). Dieser stets loyale Klientelkönig ist insofern bemerkenswert, als das er „sogar den Namen seines kaiserlichen Gönners, Tiberius Claudius“ verliehen bekam und einen Palast im römischen Stile bei Chichester errichten liess, dessen Überreste auch heute noch vorhanden sind.86

Weniger diplomatisch als kriegerisch gingen die Römer bei den Gebieten jenseits der Klientelkönigtümer und der Provinz vor. „Südwest-England und Wales sowie Mittel- und Nordengland (geschweige denn Schottland) waren noch nicht befriedet“, in diese Gebiete drangen jetzt langsam römische Truppen unter dem Kommando des Vespasian [vgl. Kap. 2.1.; Anm. d. Aut.] vor. Die Vier Legionen wurden an strategisch günstigen Orten stationiert um das bereits befriedete zu sichern und um eine günstige Ausgangsposition für neuerliche Feldzüge zu schaffen. So zum Beispiel wurde die IX.Legion Hispania welche mit Aulus Plautius kam in Lindum (Lincoln) stationiert, um von dort aus eine gute Ausgangsstellung für Mittel- und Nordengland einzubeziehen. Doch kann man keineswegs sagen, es würde unter Aulus Plautius bereits irgendeine „Grenzlinie“ gezogen worden sein, vielmehr hielt man sich das Reich „offen“87 und durch weitere Expansionen ausdehnbar.88

2.3.4. Konflikte in Britannien

47 n. Chr. endete die Amtszeit des Aulus Plautius und sein Nachfolger Publius Ostorius Scapulla [vgl. Kap. 2.3.1; Anm. d. Aut.], stand vor einem grossen befriedeten Gebiet, welches natürlich auch Aussicht auf Konflikte bot. In Mittelengland der unbesiegte Stamm der Briganten [vgl. Kap.2.3.3.; Anm.d. Aut.] und vor allem aber auch in Süd-Wales, wo sich die Gegner Roms unter Caratacus [vgl. Kap. 2.2.3.; Anm. d. Aut.] versammelt hatten und schon bald in das Gebiet des Klientelkönigtums der Dobunnen [vgl. Kap. 2.2.3.; Anm. d. Aut.] einfielen89. Da auch im Gebiet der Icener Unruhen entstanden, welche sich im Südosten der Provinz wohl zu vereinnahmt fühlten von den sie umgebenden Römern (vgl. Tac. Ann. 12, 31, 3-4) sah Scapulla nur den Ausweg, ein Exempel an den Icenern zu studieren, und diese in einer Schlacht zu besiegen. Das hatte natürlich eine erhoffte „Signalwirkung“ auf andere Stämme ausserhalb des befriedeten Raumes und es kam zum vorläufigen Ende der Konflikte in Westen und Südosten (vgl. Tac. Ann. 12,32,1). Doch zum Stillstand kamen diese Konflikte nie, waren die Britannischen Stämme doch zu zäh und Eigen. Wiederkehrende Konflikte über den Tod des Claudius hinaus (54 n. Chr.) sowie die Besessenheit sämtlicher folgender legati den „Rest“ der Britischen Insel zu unterwerfen führten u.a. dann sehr viel später zum endgültigen Untergang der römischen Herrschaft (402 n. Chr.)über die Insel.90

Anmerkungen:

3. Schlussteil

3.1. Zusammenfassung

Abschließend kann gesagt sein, dass der Kaiser Claudius wohl gut daran tat, sich so schnell wie möglich nach einer Möglichkeit umzusehen Ruhm und Ehre zu sammeln. Hier wiederum kann ihm entsprechender Mut zum Risiko unterstellt werden, denn dass er schon kurz nach seinem Regierungsantritt einen (gelungenen) Feldzug gegen das unbesiegte, unbekannte Britannien startete, verdient Anerkennung, die ja letztendlich auch der Senat in Form eines Ordentlichen Triumphes dem Claudius bei seiner Ankunft in Rom zugestand. Sicherlich waren die dafür Aufgebrachten Mittel enorm, so schickte er gleich Vier Legionen ins Feld und einen ganzen Stab erfahrener Söldner, die auf Unwirtlichkeiten vorbereitet zu sein schienen. Seine Herrschaft aber war nun gesicherter und stabiler als noch kurz nach der Ernennung zum princeps. Dafür reichte ihm selbst ein nur kurzer „Gastauftritt“ in Britannien für 16 Tage. Den Weg zum Triumph, bereitete ein Anderer, Aulus Plautius, welcher beim eigentlichen Triumph in Rom, selbst auch ausgezeichnet wird. Die offiziellen Berichterstatter aber hatten nur den Claudius als Architekten und Vater des Erfolges hervorgehoben. Das war nicht verwunderlich, sondern so gedacht, schließlich macht der Kaiser ja Alles besser. Anders hätte Claudius niemals einen so ungefährdeten Triumph feiern können und sich zudem in seinem Amt weiter konsolidieren können.

In der Provinz selbst wurden nur scheinbar stabile Zustände erreicht. Auch die Errichtung gewisser römischer Institutionen wie dem Finanzwesen und einem System aus Bundesgenossen in Form der bekannten Klientelkönigtümer brachten nur temporär bedingte Stabilität.

Das war auch nicht das Ziel des Kaiser Claudius, der primär die Provinz aus schon genannten Gründen errichten wollte und eher sekundär auf eine wirtschaftliche Ausbeute aus war. So komme ich zum Schluss, dass unter Claudius zwar aus damaliger Sicht vordergründig der Persönliche Triumph stehen blieb, für Britannien aber die gleichzeitige Einverleibung in das Römische Imperium erst der Anfang eines dauerhaften Besatzungsstatuts für die kommenden 1000 Jahre darstellte.

3.2. Quellenverzeichnis

Cassius Dio, Römische Geschichte, Band IV, Bücher 51-60, Veh, Otto (Ed. u. Übers.), Zürich, München 1986.

Sueton, Das Leben der römischen Kaiser, Martinet, Hans (Ed. u. Übers.), Düsseldorf 2001.

Tacitus, Agricola, Germania, Dialogus - Die historischen Versuche, Büchner, Karl (Ed. u. Übers.), Stuttgart 1955.

Tacitus, Annalen, Heller, E. (Ed. u. Übers.). Düsseldorf 1997(3).

3.2. Literaturverzeichnis

Barrett, Anthony A., The date of Claudius’ British campaign and the mint of Alexandria (1998). CQ, Classical Quarterly N.S. 48 (2). 574-577.

Barrett, Anthony A., The military situation in Britain in A.D. 47. (1979). In: AJPh. American Journal of Philology. Bd. 100. 538-540.

Birley, Anthony R., The Fasti of Roman Britain, London 1981.

Birley, Anthony R., The People of Roman Britain, London 1979.

Brodersen, Kai, Das Römische Britannien. Spuren seiner Geschichte, Darmstadt 1998.

Christ, Karl, Geschichte der römischen Kaiserzeit. Von Augustus bis zu Konstantin, München 2002(4).

Fishwick, Duncan, The Temple of Divus Claudius at Camulodunum (1995). In: Britannia. A Journal of Romano-British and Kindred Studies. Bd. 26. 11-27.

Levick, Barbara, Claudius, London 1990.

Richmond, I. A., Roman Britain, Harmondsworth 1963².

Salway, Peter, Roman Britain, Oxford History of England, Oxford 1981.

[...]


1 Salway 10-69.

2 Salway 70.

3 Suet. Claud. 13, vgl. auch Salway 70.

4 Christ 217.

5 Levick 139.

6 Brodersen 58.

7 „Ehrenzeichen des Triumphators“ für einen erfolgreichen Feldherrn, vgl. Brodersen 58.

8 Suet. Claud 17,1.

9 Christ 217.

10 Christ 218.

11 Brodersen 58.

12 Als Sieg über Britannien, [Anm. d. Aut.].

13 Tac. Agr. 12,6.

14 Christ 217.

15 Salway 72.

16 Richmond 17.

17 Priesen doch Briten in Rom im Exil lebend ihre Heimat übertrieben an bezüglich ihres Reichtums um eine Einverleibung ins römische Imperium zu forcieren, um eine Rückkehr zu ermöglichen; vgl. Salway 72.

18 Salway 72.

19 Wäre Britannien einverleibt bestünde keine Notwendigkeit einer Absicherung gegen mögliche 13 Truppenunterstützungen aus Britannien für Gallien; vgl. Christ 218.

20 (15-42 n. Chr.)„Zeitgenössische Britannische Münzen nennen ihn Verica; vgl. Brodersen 59.

21 Denn er fühlte sich „bedrängt durch die Söhne des Cunobelinus: Togodumnus und Caratacus“, Cass. Dio 60,19,1-4, vgl. auch Brodersen 59; Verica konnte offenkundig nicht allein gegen die in Britannien nach Süden vorrückenden Catuvellaunen unter Cunobelinus bestehen und suchte bei Claudius Hilfe, vgl. Richmond 15.

22 Caligula nahm den Adminius bei sich auf, einen Sohn des Cunobelinus und von diesem verbannt; vgl. Brodersen 54.

23 Brodersen 59.

24 Levick 140.

25 Etwas das Gebiet des heutigen Ungarn, [Anm. d. Aut.].

26 Salway 73.

27 Brodersen 59.

28 Cass. Dio 60,19,2, vgl. auch Brodersen 59.

29 69-79 n. Chr. Kaiser, T. Flavius Vespasianus.

30 Wahrscheinlich derselbe, der kürzlich in Mauretanien ausgezeichnet wurde, vgl. Brodersen 63.

31 Diese und folgende Städtenamen auch in Latein angegeben, vgl. dtv-Atlas Weltgeschichte 1, 96-98.

32 Salway 73.

33 Vgl. dazu auch die Überfahrten Caesars und Caligulas [Anm. d. Aut.].

34 Brodersen 59.

35 Sie wussten über den bereits etablierten Handel mit Britannien sowie über die misslungenen Expeditionen des Julius Caesar, vgl. Salway 82.

36 Freigelassener unter Claudius, nun kaiserlicher Kanzleichef (ab epistulis), vgl. Brodersen 59.

37 Cass. Dio 60, 19, 2.

38 Cass. Dio 60, 19, 3-4.

39 Salway 82-84.

40 Suet. Galb. 7, vgl. auch Salway 82.

41 Vgl. Barrett, The Date of Claudius’ British Campaign, 575.

42 Christ 218.

43 Brodersen 61.

44 Die Britischen Stämme waren dort loyal mit dem im Exil befindlichen Verica, vgl. Salway 82.

45 Salway 82.

46 Cass. Dio 60,19,4-5, vgl. auch Brodersen 61-62.

47 Cass. Dio 60,20,1, vgl. auch Brodersen 62.

48 Salway 83.

49 Salway 83.

50 Wahrscheinlich der Fluss Medway in Höhe Durobrivea (Rochester), vgl. Brodersen 63.

51 Da sie es gewohnt waren, in voller Rüstung Flüsse zu überqueren, vgl. Cass. Dio 60,20,3.

52 Cass. Dio 60,20,4.

53 Wo und wie das passierte ist nicht bekannt, vgl. Salway 84.

54 Cass. Dio 60,20,5-21,1, vgl. auch Brodersen 63-64.

55 Von wo er den Kampf fortsetzte und erst 51 gefangen genommen wurde, vgl. Birley, The People of Roman Britain, 24.

56 Cass. Dio 60,21,2.

57 Brodersen 64, vgl. dazu auch Kap. 2.1. Die Motive des Claudius für eine Überfahrt, [Anm. d. Aut.].

58 vgl. Barrett, The Date of Claudius British Campaign, 575.

59 Brodersen 65.

60 Brodersen 66.

61 Suet. Claud. 17,2.

62 Vgl. Barrett , The Date of Cladius’ British Campaign, 575, - Claudius muss sich des Sieges also absolut sicher gewesen sein, wenn er einen gesamten Verwaltungsapparat für die designierte Britannische Provinz mitführte.

63 Cass. Dio 60,21,2.

64 Suet. Claud. 17,2.

65 Ansässig etwa im Gebiet der Norfolk Broads im Osten Britanniens, vgl. Christ 220.

66 Fürst des in Sussex siedelnden Stammes der Regni, Christ 220.

67 Christ 220.

68 Er hat die Insel wohl bis zum 14.September des Jahres 43 verlassen, vgl. Barrett, The Date of Claudius’ British Campaign, 575.

69 Cass Dio 60,23,1.

70 Brodersen 66-67.

71 Den Titel Britannicus für Claudius und seinen Sohn, sowie die vordersten Theaterplätze für Messalina [3.Frau des Claudius], Cass Dio 60,21,5-22,3, vgl. auch Brodersen 66-67.

72 Cass. Dio 60,23,1-5.

73 Suet. Claud. 17,3.

74 Suet. Claud. 24,3.

75 RIC I(2),Claudius 45, Abb.4; Claudius 122, Abb.5, vgl. auch Brodersen 69.

76 Tac. Ann. 12,32,2.

77 „Beauftragter des Kaisers im Rang eines Praetors“ - sollte das Kräfteverhältnis sicherstellen, denn es stellte diesen Rang des Statthalter dem „ pro consule “ des Kaisers unter, auch wenn besagter Statthalter ehemaliger Konsul war, vgl. Brodersen 73.

78 Brodersen 72-73.

79 Birley, Fasti of Roman Britain 39-40.

80 Birley, Fasti of Roman Britain 41-49.

81 Brodersen 73-74.

82 Vgl. Fishwick, The Temple of Divus Claudius at Camulodunum, 13-17.

83 Stadtstatus zu der Zeit sehr wahrscheinlich, aber nicht erwiesen, Brodersen 74.

84 RIB 2404.2;Abb.8 und RIB 2404.24, vgl. auch Brodersen 76.

85 Brodersen 74-76.

86 Brodersen 76-78.

87 Sicherlich auch durch mangelnde Kenntnis der Größe der nicht erschlossenen Gebiete zur damaligen Zeit [Anm. d. Aut.].

88 Brodersen 80-83.

89 Vgl. Barrett, The Miltary Situation in Britain in A.D. 47, 538-539.

90 Brodersen 84-95.

17 von 17 Seiten

Details

Titel
Claudius in Britannien. Von der Invasion zur römischen Provinz
Hochschule
Technische Universität Dresden
Veranstaltung
Proseminar Clau dius 41-54 n. Chr.
Autor
Jahr
2002
Seiten
17
Katalognummer
V107232
ISBN (Buch)
9783640118762
Dateigröße
495 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Claudius, Britannien, Proseminar, Clau
Arbeit zitieren
David Pabst (Autor), 2002, Claudius in Britannien. Von der Invasion zur römischen Provinz, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/107232

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