Obwohl Computernetzwerke aus der heutigen Welt kaum noch wegzudenken sind, wird das Thema Sicherheit oft stark vernachlässigt. Antivirusprogramme und Firewalls werden immer häufiger eingesetzt. Jedoch sind viele Anwender sich nicht darüber bewusst, wie die Programme richtig angewendet werden müssen.
Das vorliegende Buch erklärt einfach und verständlich die Basisbegriffe und Konzepte von Netzwerksicherheit sowie das OSI Referenz Modell. Auch häufig angewendete Attacken, die die Basis für viele Angriffsarten darstellen, werden unter Anführung von historischen und „berühmt“ gewordenen Vorfällen gezeigt.
Die Beschreibung und Sicherheitsanalyse bedeutender Protokolle, wie zum Beispiel DNS, HTTP, Telnet, FTP, werden sehr ausführlich erklärt, ebenso wie die verbesserten Protokolle PPTP, SSL, SSH und Kerberos. Zudem werden mögliche Sicherheitsmaßnahmen und auch für Konzepte für anonyme Kommunikation eingehend untersucht.
Das Werk ist die ideale Grundlage für interessierte Anwender, Schüler und Studierende, die dieses spannende Thema näher kennen lernen möchten
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
2 Grundbegriffe
2.1 Authentizität
2.2 Integrität
2.3 Vertraulichkeit
2.4 Beweisbarkeit
2.5 Anonymität
2.6 Verfügbarkeit
2.7 Symmetrische Verschlüsselung
2.8 Asymmetrische Verschlüsselung
2.9 Hashfunktionen
2.10 Zufallszahlen
2.11 Covert Channels
2.12 Auditing
2.13 Digitale Signaturen
3 OSI Referenz Modell
3.1 Physical Layer
3.2 Data Link Layer
3.3 Network Layer
3.4 Transport Layer
3.5 Session Layer
3.6 Presentation Layer
3.7 Application Layer
3.8 TCP/IP Reference Model
3.8.1 Host-to-Network Layer
3.8.2 Internet Layer
3.8.3 Transport Layer
3.8.4 Application Layer
4 Allgemeine Sicherheitsprobleme
4.1 Denial-of-Service Attacke
4.2 Man-in-the-middle Attacke
4.3 Sniffing
4.4 Spoofing
4.5 Trojanische Pferde
4.6 Viren und Würmer
5 Bedeutende Angriffe in der Vergangenheit
5.1 Internetwurm
5.2 Melissa-Virus
5.3 Distributed Denial-of-Service-Attacken
5.4 Echelon
6 Netzwerkprotokolle und deren Sicherheitsbedrohungen
6.1 IP Protokoll
6.2 ARP
6.3 PPP
6.4 ICMP
6.4.1 Authentizitätsprobleme
6.4.2 Verfügbarkeitsprobleme
6.5 TCP
6.5.1 Authentifizierungsprobleme
6.5.2 Integritäts- und Vertraulichkeitsprobleme
6.5.3 Verfügbarkeitsprobleme
6.5.4 Beweisbarkeit
6.5.5 Anonymität
6.6 UDP
6.7 DNS
6.8 Telnet
6.9 rlogin
6.10 FTP
6.10.1 Authentizitäts- und Integritätsprobleme
6.10.2 Verfügbarkeitsprobleme
6.10.3 Weitere Sicherheitsprobleme
6.11 SMTP
6.11.1 Authentizitätsprobleme
6.11.2 Integritätsprobleme
6.11.3 Vertraulichkeitsprobleme
6.11.4 Weitere Sicherheitsprobleme
6.12 HTTP
6.12.1 Authentifizierungsprobleme
6.12.2 Integritäts- und Vertraulichkeitsprobleme
6.12.3 Anonymitätsprobleme
6.13 NFS
6.13.1 Authentizitätsprobleme
6.13.2 Integritäts- und Vertraulichkeitsprobleme
7 Sicherheitsmaßnahmen
7.1 Firewalls
7.1.1 Paketfilter
7.1.2 Application Gateways
7.1.3 Bastion Host
7.1.4 DMZ oder Perimeternetz
7.1.5 Personal Firewalls
7.2 VPN
7.3 Intrusion Detection Systeme
8 Verbesserte Protokolle
8.1 PPTP
8.1.1 Authentifizierung in Microsofts PPTP
8.1.2 Vertraulichkeit in Microsofts PPTP
8.2 IPv6 und IPSec
8.2.1 Encapsulating security payload
8.2.2 Authentication Header (AH)
8.2.3 Internet key exchange
8.3 SSL
8.4 SSH
8.5 S/MIME
8.6 Kerberos
8.7 Anonyme Kommunikation
8.7.1 Anonyme Proxyserver
8.7.2 Crowds
8.7.3 Onion Routing
9 Schlußwort
Zielsetzung und Themen der Arbeit
Das Hauptziel dieser Arbeit ist die Untersuchung und Vermittlung der wesentlichen Sicherheitsaspekte von Internet- und Intranetdiensten, um sowohl Grundlagen zu klären als auch konkrete Bedrohungen und Schutzmaßnahmen darzustellen.
- Grundlagen der Systemsicherheit (Authentizität, Integrität, Vertraulichkeit).
- Analyse von Netzwerkmodellen (OSI- und TCP/IP-Referenzmodell).
- Darstellung verbreiteter Sicherheitsrisiken wie DoS-Attacken, Spoofing und Viren.
- Untersuchung der Sicherheit in gängigen Netzwerkprotokollen wie IP, TCP, DNS, FTP und SMTP.
- Vorstellung von Sicherheitskonzepten wie Firewalls, VPNs und Intrusion Detection Systemen sowie modernen kryptographischen Protokollen wie SSL, SSH und S/MIME.
Auszug aus dem Buch
2.4 Beweisbarkeit
Die Beweisbarkeit ermöglicht es auch gegenüber Dritten zu zeigen, daß eine Nachricht von einem bestimmten Sender stammt. Auf den ersten Blick mag dieser Punkt etwas verwunderlich erscheinen, da bereits die Authentizität zeigt, daß eine Nachricht tatsächlich von einem bestimmten Sender ist. Das ist aber, wie bereits in Abschnitt 2.1 beschrieben nur insofern richtig, als der Empfänger sicher sein kann, daß die Nachricht tatsächlich von einem bestimmten Sender stammt. Der Empfänger kann aber einem Dritten gegenüber nicht beweisen, daß die Nachricht von diesem Sender verschickt wurde.
Das kann man mit einem einfachen Beispiel zeigen: Alice und Bob möchten einander Briefe schicken, bei denen die Authentizität gewährleistet ist. Sie vereinbaren ein geheimes Codewort. Jede Nachricht, egal von wem sie stammt, muß dieses Codewort enthalten, denn dann wissen die beiden, daß die Nachricht vom anderen gesendet wurde. Zusätzlich verschlüsseln sie die Nachricht, sodaß ein Angreifer, der die Nachricht abfängt, das Codewort nicht erfährt.
Bekommt nun zum Beispiel Bob eine Nachricht, die das Codewort enthält, kann er sicher sein, daß diese von Alice ist, da nur sie und er das Codewort kennen. Er kann aber einem Dritten gegenüber nicht beweisen, daß die Nachricht von Alice ist, selbst wenn er dem Dritten das Codewort verrät. Er hätte die Nachricht nämlich auch selber schreiben können, da auch er das Codewort kennt.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die zunehmende Bedeutung der Netzwerksicherheit ein und gibt einen Überblick über den Aufbau der Arbeit.
2 Grundbegriffe: Hier werden die fundamentalen Sicherheitsbegriffe wie Authentizität, Vertraulichkeit und digitale Signaturen definiert.
3 OSI Referenz Modell: Dieses Kapitel erläutert kurz die Schichtenmodelle von OSI und TCP/IP als Basis für das Verständnis von Netzwerkprotokollen.
4 Allgemeine Sicherheitsprobleme: Es werden grundlegende Angriffsmuster wie DoS-Attacken oder Sniffing eingeführt.
5 Bedeutende Angriffe in der Vergangenheit: Dieses Kapitel analysiert historische Vorfälle wie den Internetwurm und den Melissa-Virus.
6 Netzwerkprotokolle und deren Sicherheitsbedrohungen: Eine tiefgehende Untersuchung der Sicherheitslücken in gängigen Protokollen wie IP, TCP, DNS und FTP.
7 Sicherheitsmaßnahmen: Vorstellung von Verteidigungskonzepten wie Firewalls, VPNs und Intrusion Detection Systemen.
8 Verbesserte Protokolle: Dieses Kapitel präsentiert moderne Ansätze wie SSL, SSH, S/MIME und Kerberos, die die Sicherheit der Kommunikation erhöhen sollen.
9 Schlußwort: Abschließende Reflexion über die Dynamik zwischen Angreifern und Verteidigern und die Notwendigkeit ständiger Wachsamkeit.
Schlüsselwörter
Netzwerksicherheit, Internetsicherheit, Kryptographie, Authentizität, Integrität, Vertraulichkeit, Firewall, VPN, Protokolle, Denial-of-Service, SSL, SSH, digitale Signatur, S/MIME, Kerberos
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit behandelt die verschiedenen Sicherheitsaspekte von Internet- und Intranetdiensten, analysiert die Sicherheit gängiger Netzwerkprotokolle und stellt Maßnahmen zur Erhöhung der Systemsicherheit vor.
Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?
Die zentralen Felder sind die Grundlagen der Kryptographie, die Analyse von Sicherheitsrisiken in Netzwerkprotokollen, historische Angriffe auf Computernetze sowie der Einsatz von Schutzmechanismen wie Firewalls und verschlüsselten Protokollen.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Ziel ist es, dem Leser die Bedeutung der Systemsicherheit näherzubringen, Sicherheitslücken in bestehenden Protokollen zu identifizieren und verbesserte, sicherere Alternativen aufzuzeigen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit nutzt eine deskriptive und analytische Methode, bei der bestehende Netzwerkprotokolle auf ihre Sicherheitsaspekte hin untersucht und durch den Vergleich mit historischen Angriffsszenarien sowie moderner Literatur bewertet werden.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Definition von Grundbegriffen, die Darstellung von Netzwerkarchitekturen, eine detaillierte Analyse bekannter Angriffsmethoden sowie die detaillierte Untersuchung der Sicherheitslücken in Protokollen wie TCP, FTP, DNS und SMTP.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die wichtigsten Begriffe sind Netzwerksicherheit, Kryptographie, Authentizität, Firewall, VPN, digitale Signaturen und die Analyse verschiedener Anwendungsprotokolle.
Warum ist die Unterscheidung zwischen verschiedenen Angriffsklassen bei Firewalls wichtig?
Die Unterscheidung ist wichtig, da Firewalls unterschiedliche Kontrollmöglichkeiten auf Netzwerk- oder Anwendungsebene bieten. Eine falsche Konfiguration oder die Unkenntnis der Protokollstruktur kann dazu führen, dass Sicherheitslücken trotz Schutzmaßnahmen bestehen bleiben.
Welches Sicherheitsrisiko wird bei der Verwendung von anonymen FTP-Servern betont?
Das Hauptrisiko liegt darin, dass FTP-Server oft mit root-Berechtigung laufen, um bestimmte Aufgaben in einer chroot-Umgebung zu erledigen, was bei Implementierungsfehlern Angreifern die Möglichkeit zu einem Systemeinbruch mit höchsten Zugriffsrechten geben kann.
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- Dipl.-Ing. Florian Fuchs (Author), 2001, Sicherheit von Internet- und Intranetdiensten, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/10774