Analyse von DAF-Lehrwerken


Seminararbeit, 2002

17 Seiten, Note: 8/10


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INHALTSVERZEICHNIS

1.EINLEITUNG
1.1 Über die deutsche Sprache
1.2 Unsere Lernautobiographien

2.ANALYSE VON DAF-LEHRWERKEN
2.1 WER?WIE?WAS? (Band 1)
2.1.1 Unsere Meinung über die WWW-Serie als Lerner
2.1.2 Informationen über das Buch Wer?Wie?Was?
2.1.3 Aufbau des Buches
2.1.4 Inhaltsverzeichnis des Schülerbuches
2.1.5. Textsorten
2.1.6 Wortschatz
2.1.7 Themen
2.1.8 Grammatik
2.2 Wer?Wie?Was?(Band 2)
2.2.1 Informationen über das Buch Wer?Wie? Was? 2
2.2.2 Aufbau des Buches
2.2.3 Inhaltsverzeichnis
2.2.4 Textsorten
2.2.5 Wortschatz
2.2.6 Themen
2.2.7 Grammatik
2.2.8 Unsere Meinung als Lehrer

3. K4A und K4B
3.1. Unsere Meinung über die K4-Serie als Lerner
3.2 Informationen über die Bücher K4A und K4B
3.3 Aufbau der Bücher
3.4 Inhaltsverzeichnis
3.5 Textsorten
3.6.Wortschatz
3.7 Themen
3.8 Grammatik
3.9 Unsere Meinung als Lehrer

4. LITERATURVERZEICHNIS

1.EINLEITUNG

1.1 Über die deutsche Sprache

Deutsch ist Muttersprache von ca. 92 Millionen Menschen in Europa und somit nach Russisch die meist gesprochene Sprache Europas. Die beiden von Deutschland begonnenen Weltkriege haben dazu geführt, daß Deutsch keine Weltsprache wie Englisch oder Französisch werden konnte. Trotzdem lernen weltweit mehr als 15 Mio. Menschen Deutsch als Fremdsprache. Zwei Drittel davon leben in Osteuropa.[1]

1.2 Unsere Lernautobiographien

Der Autor dieser Arbeit hat mit sechs Jahren angefangen Deutsch im Rahmen des Schulunterrichts zu lernen. Er war von seinen Eltern motiviert in einem so jungen Alter mit einer Fremdsprache anzufangen, weil sie schon eine gewisse Beziehung mit Deutschland hatten. Der Deutscherwerb dauerte bis zum Schulabgang. Er hat das Abitur von der Deutschen Schule Athen erhalten.Er hat sich mit Büchern wie das „Wer,Wie,Was“, „Miteinander“,“Standpunkte“,und die „K“ Serie beschäftigt.Für ihn war die deutsche Geschichte thematisch interessant. Was ihm nicht sehr viel interessierte waren Themen über die Familie. Ihm hat es gefallen, daß die Schüler öfters vom Lehrer motiviert waren aktiv im Unterricht teilzunehmen. Besonders unter den Grammatikthemen gefiel ihm die indirekte Rede und fand die Adjektivendungen weniger interessant. Er hat auch mit zehn Jahren Englisch angefangen, und hat die Prüfungen für das „First Certificate in English“ bestanden. Schließlich hat er mit fünfzehn Jahren Französisch angefangen und hat die Prüfungen für die erste Einheit des Delf Diploms bestanden.

Die Autorin hat mit elf Jahren angefangen Deutsch zu lernen im Frontistirion und im nächsten Jahr auch in der Schule. Für den Panellenischen Prüfungen hat sie sich privat mit einer deutschen Lehrerin vorbereitet. Sie war von der Tatsache motiviert, daß die Mehrheit der Besucher von Kreta, wo sie aufgewachsen ist, deutscher Nationalität sind. Der Deutscherwerb dauerte bis zum Schulabschluß. Sie hat sowohl die Prüfungen für das „Zertifikat DaF“ als auch die für das „Zertifikat Mittelstufe“ bestanden. Sie hat sich mit Büchern wie „Deutsch Konkret“,“Wer,Wie, Was“, „Impulse“ beschäftigt. Was sie besonders thematisch interessant fand, waren Themen, die über die Landeskunde handelten, und hielt für uninteressant Themen über Umweltverschmutzung. Ihr hat es nicht gefallen, die Voreingenommenheit gegen der deutschen Sprache. Besonders interessant unter den Grammatikthemen fand sie das Passiv, und ihr gefielen die Pronomina nicht. Sie hat auch mit acht Jahren Englisch angefangen, und hat die Prüfung für das “Certificate of Proficiency“ bestanden. Schließlich, hat sie mit 15 Jahren Italienisch angefangen und hat die Prüfungen für das „Certificato Superiore“ bestanden.

2.ANALYSE VON DAF-LEHRWERKEN

2.1 WER?WIE?WAS? (Band 1)

2.1.1 Unsere Meinung über die WWW-Serie als Lerner

Für beiden von uns war die WWW-Serie die erste Bücher für den Deutscherwerb. Es gab aber viele Unterschiede.

Der eine hatte mit diesen Büchern schon im Alter von 8 angefangen. Da er sich schon früher mit der deutschen Sprache -immer in der Schule- konfrontiert hatte, sahen ihm die Bücher sehr lustig und leicht. Die Bildgeschichten sahen wie seine Lieblingssendungen im Fernsehen aus. Die Wörter hatten mit der Schule, der Familie, den Tieren zu tun, was er schon im Alltagsleben erlebte. So gefielen ihm die Bücher sehr.

Die andere, aber, hatte mit 11 Jahren im Frontistirion angefangen Deutsch zu lernen. Die Bücher sahen sehr kindisch aus und die Themen fingen an sich vom Alltagsleben zu entfernen, besonders der erste Band.

2.1.2 Informationen über das Buch Wer?Wie?Was?

Das Buch wurde -nach dem zweiten Band- im Jahre 1987 in Bonn herausgegeben Der erste Band ist für Lernergruppen von 8 bis 12 Jahren geeignet.

Der Titel des Buches bestimmt die Konzeption des Verfassers, die Schüler in der deutschen Sprache einzuführen, d.h. ihnen Grundfertigkeiten und Grundkenntnisse zu vermitteln, die sie befähigen in elementaren Situationen mündlich und schriftlich zu verständigen .

Der Verfasser heißt Harald Seeger und gehört zu dem Bundesverwaltungsamt-Zentralstelle für das Auslandsschulwesen in Köln.

Es gibt ein Vorwort, wobei der Verfasser seine Konzeption über das Buch beschreibt und die Menschen nennt, die ihm bei seiner Arbeit geholfen haben. Es gibt kein Nachwort oder Anhang am Schluß, es gibt aber ein Quellennachweis.

Als zusätzliches Material dient ein Schülerarbeitsheft, wobei die Schreibfertigkeit, durch lustige Übungen der Schüler gefördert wird. Noch gibt es ein Lehrehrhandbuch, das in einem allgemeinen Teil einen Überblick über Anlage und Zielsetzung des Lehrgangs sowie Erläuterungen zu den damit verbundenen methodisch-didaktischen Fragen bietet.

Das Buch fördert eine Kombination der kommunikativ-pragmatischen und audiovisuellen-audiolingualen Methode, obwohl der Verfasser behauptet es sei an keiner bestimmten Methode verpflichtet.

Schon beim ersten Augenblick versteht man, daß die Grundfertigkeit die am Mittelpunkt steht, ist Sprechen.

2.1.3 Aufbau des Buches

Das Buch gliedert sich in 14 Lektionen. Jede Lektion -außer der ersten und der letzten- besteht von vier verschiedenen Bereichen. Der erste beschäftigt sich mit kleinen Dialogen, die verschiedenen Sprechintentionen erfüllen. Der zweite faßt Bildgeschichten um, die auf der vollen Darstellung der früher genannten Sprechintentionen zielen. Der dritte enthält Übungen, die die -mündliche- Erarbeitung mit diesen Sprechintentionen fördern. Am Ende jeder Lektion steht die Grammatik in Tabellen.

Das Lay-out des Buches ist attraktiv für die kleinen Kinder. Es ist voll von Bildern und Bildgeschichten, die den Kindern leichter und lustiger als einem Text zu lesen sind.

Die Tabellen fassen die Grammatik jeder Lektion mit Sorgfalt zusammen und versuchen wahrscheinliche Fehler zu vermeiden.

2.1.4 Inhaltsverzeichnis des Schülerbuches

Das Inhaltsverzeichnis stellt den Titel jedes Dialoges und jeder Bildgeschichte dar, zusammen natürlich mit den Seiten, wo sie liegen.

Die Einheit der Bildgeschichten wird hier „Wir lesen“ genannt. Noch stellt es die Seite wo die Grammatik liegt, zusammen mit ausführlicher Berichtung über die Grammatik, die in jeder Lektion präsentiert wird. Das erleichtert den Lehrer, der sich besser und leichter für den Unterricht vorbereitet werden kann. Zum Schluß, werden die Sprechintentionen, die jeweilige Lektion erfordern will, konkret präsentiert, was sehr praktischvoll und kaum in anderen Büchern zu sehen ist.

2.1.5. Textsorten

Die Texte, die in diesem Buch gebraucht werden sind nicht authentische. Sie sind nur für dieses Buch geschrieben und sind in der Konzeption der jeweiligen Sprechintention jedes Unterrichts orientiert. Als Ausnahme treten ein paar einfache Gedichte und berühmte Lieder wie „Bruder Jacob“ auf, die authentisch sind.

2.1.6 Wortschatz

Der Wortschatz, der hier eingeführt wird ist leicht und konsequent am Erfahrungsbereich der kleinen Kindern. . Er beschäftigt sich mit Wörtern, die in der Schule oder in der Alltagskommunikation mit den anderen Menschen auftretten. Zunächst lernt man wie man sich vorstellt und begrüßt. Wichtige Wörter wie z.B. die Zahlen oder die Wochentage werden viel später (Lektion 4 und Lektion 6) eingeführt. Was sehr anstrengend ist, ist die Tatsache, daß zu viele Wörter zusammen eingeführt werden, was die Assimilierung erschwert. Dazu, gehören oft diese Wörter nicht zum gleichen Thema, was den Schüler zur Verwirrung führt.

2.1.7 Themen

Das Buch orientiert sich in Themen konsequent am Erfahrungsbereich der angesprochenen Altersgruppen, d.h. Schüler von acht bis zwölf Jahren alt. Doch sind sie mit den jeweiligen Sprechintentionen streng verbunden.

Ein der meistens besprochenen Themen sind die Telefongespräche, die in mehr als einer Lektion bearbeitet werden. Zuerst wird es in der Lektion 3 präsentiert, wie man Kontakt am Telefon aufnimmt und wie man ein Gespräch beenden kann. Weiter, in der Lektion 6, wo es schon die Zahlen präsentiert worden sind, liest man wie man sich am Telefon meldet und wie man nach verschiedenen Telefonnummern sucht. Nach vier Lektionen, in der 10. Lektion, lernt man wie man Auskünfte über Telefonummern erbittet oder gibt.

Ein anderes Thema ist die Familie. In der Lektion 8 wird die Beschreibung der Familiengliedern eingeführt. Später, in der Lektion 12 lernt man wie man persönliche Fragen stellt, wobei man Frage über die Familiegliederung stellt.

Andere Themen sind die Freizeitaktivitäten und Geburtstag. Wie wir schon bei den Telefongesprächen und Familie gezeigt haben, werden alle diese Themen nicht weiter bearbeitet als um den jeweiligen Sprechintentionen zu erfüllen, d.h. die Schüler können ihren Wortschatz bei diesen Themen nicht erweitern, sondern nur andere Weisen von Ausdruck lernen.

2.1.8 Grammatik

Die Grammatik jeder Lektion wird, außer in den Dialogen und Texten, auch in konkret gezeichneten Tabellen am Ende der Lektion präsentiert-zusammengefasst.

Die Personalpronomen werden schon in der ersten Lektion eingeführt. Zuerst lernt man die Formen der 1. Person Singular und Plural, der 2. Person Singular und die Höfflichkeitsform. Die 2. und 3. Person Plural kommen selten vor, und nur im Rahmen der Konjugation von Hilfsverben. Noch werden die Possesivpronomen „meine“ und „deine“ in der zweiten Lektion bearbeitet und später, in der Lektion 6 die Possesivpronomen „deine-Ihre“. Nach zwei Lektionen wird der Akkusativ dieser Pronomen eingeführt.

Der Dativ tritt nicht als eigenständige Lektion auf. Er wird als Dativendung der Nomen und Adjektiven gebraucht, oder bei der Konjugation der Personalpronomen. Obwohl man in einer der letzten Lektionen die Präpositionen „in“, „bei“ und „aus“ lernt, werden sie kaum mit Dativ gebraucht, sondern mit Nomen, z.B.“ Sandra kommt aus Starnberg. Das liegt bei München. Es gibt ein Platz frei bei Christian“. Noch geht es kaum um Verben die mit Dativ zusammengetroffen sind.

Im Buch geht es die Rede um das Passiv nicht. Ich vermute, daß sei so weil das Passiv eines der schwersten Themen der deutschen Grammatik ist, und nicht für Anfänger geeignet ist.

2.2 Wer?Wie?Was?(Band 2)

2.2.1 Informationen über das Buch Wer?Wie? Was? 2

Es läßt sich nicht leicht vermeiden, viele Informationen, die wir schon für den ersten Band geschrieben haben wieder darzustellen. Dieses Buch wurde im Jahre 1987 in Bonn herausgegeben. Der zweite Band orientiert sich für Schüler von 9 bis 14 Jahre alt.

Der Autor des Buches heißt Thomas Vieth und gehört zu dem Bundesverwaltungsamt-Zentralstelle für das Auslandsschulwesen bei Köln.

Der Titel des Buches bestimmt weiter die Konzeption des Verfassers vom ersten Band, den Schülern in die deutsche Sprache einzuführen, hier: die Grundkenntnisse, die sie schon haben, weiter zu entwickeln um in elementaren Situationen sowohl mündlich als auch schriftlich zu verständigen. Der zweite Band eignet sich sowohl als Fortsetzung des ersten Bandes als auch ermöglicht er einen Beginn.

Es gibt ein Vorwort, wobei der Verfasser sowohl seine Konzeption über das Buch beschreibt, als auch die Menschen, die ihm geholfen haben nennt. Am Ende des Buches steht ein Quellennachweis und eine alphabetische Wortliste.

Als zusätzliche Materialien dienen zwei Arbeitshefte wobei neben den Übungen auch Spiele, Bastelseiten, ein Hörspieltext und eine Wörterübersicht nach Lektionen angeboten werden. Das Lehrerhandbuch enthält Arbeitsvorschläge, Hintergrundinformationen, Anregunen für kommunikative Spiele, Kopiervorlagen für Umdrucke und transparente Folien sowie die HV-Texte.

Das Buch ist nicht in einer bestimmten Methode verpflichtet, sondern bietet durch verschiedenartige Arbeitsvorschläge breiten Spielraum für die Gestaltung des Unterrichts, obwohl nach unserer Meinung eine bestimmte Kombination von audiovisuellen-audiolingualen und kommunikativ-pragmatischen Methode schafft.

2.2.2 Aufbau des Buches

Das Buch gliedert sich in 11 Lektionen. Jede Lektion hat ein bestimmtes Thema. Die Lektionen sind in verschiedene thematischen Unterlektionen geteilt. Die Grammatik aller Lektionen wird am Ende des Buches präsentiert zusammen mit den Redemitteln, die im Buch präsentiert worden sind.

Das Lay-out des Buches ist attraktiv. Es gibt viele Bilder und Photos, zusammen mit Karten von Köln und anderen Städten. Es gibt fest gezeichnete Tabellen, und Skizzen zur Präsentation und Erklärung der Grammatik.

2.2.3 Inhaltsverzeichnis

Das Inhaltsverzeichnis ist nicht praktisch. Es stellt das Thema jeder Lektion dar, zusammen mit dem Titel jeder Unterlektion, ohne eine ausführlichere Berichtung von diesen Themen zu geben, oder zu erklären inwieweit jede Lektion das gleiche Thema weiter analysiert. Noch werden die Grammatikthemen oder die Redemittel, die eingeführt worden sind, nicht genannt oder berichtet.

2.2.4 Textsorten

Die Mehrheit der Texten, die in diesem Buch gebraucht werden, sind nicht authentisch. Sie sind vom Verfasser des Buches geschafft um seinen Grammatik-, Wortschatz-, und Sprechintentionen zu erfüllen. Als Ausnahme dazu treten nur drei Texten, ein Märchen von Hans Manz und „Die Abenteuer der schwarzen Hand“, eine sehr lustige Kriminalgeschichte. Daß im Buch es kaum authentische Texte gibt, war selbstverständlich im ersten Band, hier aber sollten, unserer Meinung nach, literarische Texten geben, die den Schüler zur deutschen Literatur einführen können.

2.2.5 Wortschatz

Der Wortschatz ist konsequent am Erfahrungsbereich der Schüler. Trotzdem ist es sehr anspruchsvoll, da es viele Wörter, die sowohl das Alter der entsprechenden Schüler als auch die Tatsache, daß sie nicht von Deutschland kommen, nicht passen. Als Beispiele dienen Wörter wie „Scherenschleifer“ und „Zahnradbahn“. Außerdem werden zu viele neue Wörter in jeder Lektion präsentiert, was den Wörtererwerb verhindert.

2.2.6 Themen

Die Themen des Buches sind streng mit Deutschland verbunden. Es gibt doch Themen, die interkulturell sind, und der Interesse und Gewohnheiten der angesprochenen Schüler anpassen.

Die Themen, die bearbeitet werden sind die Schule, die Hobbys, die Tiere, die Stadt Köln, der Geburtstag, die Wohnung, die Abenteuer, Karneval und Musikanten.

Alle diese Themen werden weiter berichtet, oft auch aus einer anderen Schicht. Nehmen wir die Lektion 5 zum Beispiel: Hier handelt es sich um Tiere. Im Teil A, lernt man, beim Suchen nach einem Schatz, Wildtiere kennen. Im Teil B erzählt Susanne von ihren Tieren, während alle im nächsten Teil von ihren Tieren erzählen. Im Teil D, geht es um Körperteile von Tieren und um einen Besuch bei dem Tierarzt. Im letzten Teil steht ein Märchen über ein Kind, der im Wald spazierengeht. So lernen die Schüler nicht nur wie verschiedene Tiere, die vielleicht auch sie besitzen, heißen, sondern auch ihre Körperteile.

Ich möchte noch ein Beispiel nennen. Die Lektion 6 heißt „Wir wohnen in Köln“. Hier werden die Sehenswürdigkeiten Kölns und ihre Karte präsentiert. Noch erfahren die Schüler über den Kölner Zoo, und wie man den Weg nach einem bestimmten Ort -im Buch steht der Weg zur Schule von zwei Kinder- beschreibt.

Andere Themen, die streng „deutsch“ sind, sind die Beschreibung von Festen, Rezepten, Feiertagen, und die Geographie von verschiedenen Bundesländer. Die Themen geben den Schülern die Möglichkeit, nicht nur ihre Welt auf Deutsch zu beschreiben, sondern auch viele Informationen über die deutsche Lebensweise kennenzulernen.

2.2.7 Grammatik

Die Grammatik liegt am Ende des Buches, was unpraktisch ist, da man zurückblättern muß.

In den ersten Lektionen gibt es eine Wiederholung der Kenntnisse, die man mit WWW 1 erworben hatte. Die Wiederholung fängt mit den Artikeln, und ihre Deklination, die Zahlen, die Adjektive und die W-Fragen an.

Schon in der ersten Lektion, im Rahmen der Wiederholung, stehen die Personalpronomen. Es stehen alle Personen, sowohl die des Singulars als auch die des Plurals und bei den Personalpronomen.

Der Dativ tritt nicht als eigenständiges Kapitel auf. In der Lektion 5 steht sein Gebrauch mit den Präpositionen „auf, an, in, neben, unter, vor, bei, mit, über, zu“. Doch steht er als Endung von Adjektiven, Nomen, und Artikeln.

Andere Themen der Grammatik, die im Buch stehen sind die Hilfsverben „haben“ (Lektion 2), „müssen“, „dürfen“, „mögen“ (Lektion 3), „wollen“, „könnnen“(Lektion 4). Die Konjugation von Verben(Lektion 3, 4, 10), wann Sietzt und dutzt man (Lektion 4), der Imperativ(Lektion 4), die Deklination von Nomen( Lektion 5) u.a.

Der Passiv steht nirgendwo im Buch.

2.2.8 Unsere Meinung als Lehrer

Als Lehrer wurden wir diese Bücher für das Erwerben der deutschen Sprache empfehlen. Sie machen dem jungen Lerner Spaß und sind attraktiv. Sie haben eine richtige Progression für die Erlernung der deutschen Sprache. Der Erworbene findet in den Büchern viele Situationen, mit denen er in seinem Alltagsleben konfrontiert ist. Das Interessante dabei ist den Alltag eines anderen Volkes kennenzulernen. Aber es ist zu beachten, daß diese Bücher nur für Kinder bis höchstens 14 Jahre alt eingerichtet sind. Für ältere Anfänger beim Erwerben der deutschen Sprache werden diese Bücher sehr kindisch und uninteressant aussehen.

3. K4A und K4B

3.1. Unsere Meinung über die K4-Serie als Lerner

Unsere Vorstellung von der K4-Serie als Lerner ist nicht sehr gut. Es handelt sich um zwei Bücher, die vor ungefähr 25 Jahren herausgegeben sind. Deswegen waren sie für uns nicht so attraktiv. Die Themen, die behandelt werden, waren schon in unserer Zeit altmodisch. Auch das Lay-out der Bücher spielte seine Rolle. Es ist nicht farbig und die Bilder sehen alt aus. Interessant waren die Texte zur Landeskunde, die mittlerweile einen historischen Wert haben. Sie sprechen über Deutschland vor 30 Jahren und über die damalige Situation, wann Deutschland noch nicht vereinigt war.

3.2 Informationen über die Bücher K4A und K4B

Die Lehrwerke K4A und K4B von „Vorwärts International“ erschienen 1973 bzw. 1974 in Bonn zum ersten Mal. Als Autoren werden Harald Seeger und Jürgen Kossegg genannt. Die Bücher enthalten ein Vorwort, wo die Autoren ihre Konzeption darstellen. Sie bieten Schülern von etwa dem zwölften Lebensjahr an altersgemäße Texte und Übungsformen zur weiteren Entwicklung ihrer Grundkenntnisse in Deutsch als Fremdsprache. Das vielfältige Angebot berücksichtigt u.a. die unterschiedlichen Voraussetzungen an deutschen Auslandsschulen. Im Vordergrund steht die Entwicklung der Sprech- und Kommunikationsfähigket. Zusätzliches Material zum Schülerbuch ist das „Lesebuch“, das Lehrerheft und Kassetten. Das Lesebuch bietet den Schülern literarische und deutschlandkundliche Texte. Jede Lektüre enthält eine große Zahl von mündlichen und schriftlichen Aufgaben. Das umfangreiche und detaillierte Lehrerheft enthält Lösungen, methodische Hinweise und Stundenentwürfe.

3.3 Aufbau der Bücher

Der erste Band (K4A) enthält die Einheiten 1-3 und der zweite Band (K4B) enthält die Einheiten 4-6. Diese Einheiten werden in einem „Kern“ und einer „Erweiterung“ geteilt und enthalten außer den Texten eine Vielzahl von situativen Sprechübungen und dialogischen Übungen verschiedener Schwierigkeitsgrade. Die „Erweiterung“ am Ende jeder Einheit ist fakultativ und dient zur Wiederholung. Am Ende jedes Bandes stehen Bilder und Texte zur Landeskunde der Bundesrepublik Deutschland und der ehemaligen DDR, die Grammatik für jede Einheit und eine Vokabeltafel für Wörter, die einsprachig erklärt werden.

Das Lay-out der Bücher ist nicht sehr attraktiv. Es gibt nur drei Farben: schwarz, weiß und blau. Trotzdem enthalten die Bücher viele Fotos und Tabellen. Sie sind nicht so attraktiv, weil sie schon vor ungefähr 30 Jahren herausgegeben sind. Für ihre Zeit sollten sie für modern und attraktiv gehalten sein.

3.4 Inhaltsverzeichnis

Beide Bände haben eine umfangreiche Inhaltsübersicht. Der Inhalt jeder Einheit wird ausführlich vorgestellt. Es werden die Themen genannt, die in jedem Text vorkommen, als auch alle grammatische Phänomene, die in jeder Einheit vorkommen. Das Inhaltsverzeichnis ist sehr nützlich für den Lehrer. Es wird ihm hingewiesen, wo jedes grammatische Phänomen vorkommt, da die Grammatik jeder Einheit am Ende des Buches steht.

3.5 Textsorten

Die Quellen der Texte sind viele und werden im Buch genannt. Interessant ist es, daß die Materialien der Bücher von den Verfassern an der Deutschen Schule Thessaloniki und anderen Auslandsschulen im Unterricht erprobt wurden. Bei den Vorstellungstexten von K4A und K4B handelt es sich fast ausschließlich um bearbeitete Originaltexte oder um Texte, die in Anlehnung an authentische Texte geschrieben wurden. In verstärktem Maße wurden aber auch vereinfachte literarische Texte (auch einfache Gedichte im Original) herangezogen.

3.6.Wortschatz

Der Wortschatz der Texte ist mehr oder weniger anspruchsvoll und richtet sich für fortgeschrittene Lerner der deutschen Sprache. Die Bücher orientieren sich in die Verbreitung des bisher bekannten Wortschatzes. Die Wörter, die als unbekannt vorkommen, werden in den Texten schräg geschrieben und werden am Ende des Buches einsprachig erklärt. Außerdem gibt es am Ende jedes Buches ein alphabetisches Vokabelverzeichnis, wo der Schüler alle unbekannte Wörter finden kann. Im Verzeichnis steht neben jedem Wort die Einheit, in der jedes Wort vorkommt.

3.7 Themen

Wie es auch im Vorwort der Bücher genannt wird, ist die Thematik der Texte an den Interessen von Jugendlichen orientiert und bezieht im verstärktem Maße landeskundliche Aspekte ein. Die Schule, das Ausreißen der Jugendlichen, der Verschub der Oberkasseler Brücke in Düsseldorf, Reisen sind einige von den Themen, die im Buch behandelt werden. Die Themen sollten für ihre Zeit (vor ungefähr 25-30 Jahren) interessant sein. Einen großen Eindruck macht das Thema der Einheit 5, das Ausreißen von Jugendlichen aus dem Elternhaus. Es ist ein sehr spezielles Thema, das vielleicht damals ein großes Problem für Deutschland war. Üder die Landeskunde Deutschlands erfährt man am Ende jedes Bandes. In den Texten geht es um das Leben der Jugendlichen, die Bundesrepublik Deutschland und die ehemalige DDR.

3.8 Grammatik

Die Grammatik zu jeder Lektion steht am Ende des Buches. Das erste Thema der Grammatik ist der Dativ und bei welchen Fällen er erwähnt wird (z.B. Dativendungen, Verben mit Dativ, Präpositionen mit Dativ(Einheit 1), Stellung der Nomen/Pronomen im Dativ(Einheit 2)). Ein weiteres Thema der Grammatik ist der Passiv (im Präsens, im Präteritum, Zustandspassiv, persönliches Passiv Präsens(Einheit 3), Passiv Perfekt(Einheit 5)). Für die Personalpronomen wird es angenommen, daß sie schon bekannt sind. Noch andere grammatische Phänomene, die in den Büchern vorkommen, sind der Genitiv(Einheit 3), der Plusquamperfekt, die Relativsätze(Einheit 4), die Modalverben(Einheit 5),u.a. In der 6. Einheit kommt die indirekte Rede vor. Alle Themen der Grammatik sind ausführlich erklärt und deswegen können sie leicht vom Schüler verstanden werden.

3.9 Unsere Meinung als Lehrer

Als Lehrer wurden wir die K4-Serie insbesondere für junge Lerner der deutschen Sprache nicht empfehlen. Die Bücher sind sehr alt und deswegen nicht mehr für den Deutschunterricht geeignet. Sie waren für ihre Zeit sehr gute und nützliche Bücher für das Erwerben der deutschen Sprache, aber jetzt sind sie altmodisch. Die neue Unterrichtsmethoden haben diese Bücher beiseite gebracht.

4. LITERATURVERZEICHNIS

1.Primärliteratur

-Seeger, Harald :Wer?Wie?Was? (Band 1). Bonn: Carl Cayser 1987
-Vieth, Thomas: Wer? Wie?Was? (Band 2) Bonn: Carl Cayser 1987
- Kosseg J. u. Seeger, H. K4A, K4B. Bonn. Vorwärts International 1973

Nachschlagewerke

-Huneke H.-W. u. Steinig W.: Deutsch als Fremdsprache:eine Einführung. Berlin: Erich Schmidt, 1997.
-Wahrig Wörterbuch. Gütersloh: Bertellsmann Lexikon Verlag 1997

[...]


[1] Vgl. Huneke- Steinig

17 von 17 Seiten

Details

Titel
Analyse von DAF-Lehrwerken
Hochschule
National & Kapodistrian University of Athens
Note
8/10
Autor
Jahr
2002
Seiten
17
Katalognummer
V107979
Dateigröße
463 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Analyse, DAF-Lehrwerken
Arbeit zitieren
Fragiadaki, Katrin (Autor), 2002, Analyse von DAF-Lehrwerken, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/107979

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