Referat über "Die verlorene Ehre der Katharina Blum" von Heinrich Böll - oder: wie Gewalt entstehen und wohin sie führen kann


Referat / Aufsatz (Schule), 1997

5 Seiten, Note: 1


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Referat über „Die verlorene Ehre der Katharina Blum“ oder: „Wie Gewalt entstehen und wohin sie führen kann“

Referat von Stefan Canstein

1) Diskussion: Einleitung mit Lady Di

2) Informationen über den Autor

3) Personendarstellung

4) Inhaltsangabe

5) Interpretation
a) Aufbau
b) Erzählsituation
c) Sprache
d) Kritik Bölls
e) eigene Meinung

1) Informationen über den Autor

Heinrich Böll wurde am 21. Dezember 1917 in Köln geboren und starb am 16. Juli 1985 in der Eifel. Nach seinem Abitur war er zunächst als Buchhändler tätig, bevor er anfing, Germanistik zu studieren. Seit 1947 veröffentlichte er Erzählungen, Romane, Hör- und Fernsehspiele, Theaterstücke und war auch als Übersetzer aus dem Englischen tätig. 1972 erhielt er den Nobelpreis für Literatur und 1983 wurde er zum Ehrenbürger seiner Heimatstadt Köln ernannt.

Andere berühmte Werke von Böll:

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

2) PersonendarstellungTAFELBILD !!!

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

3) Inhaltsangabe

Katharina Blum lernt auf einer Faschingsparty einen jungen Mann kennen und verliebt sich in ihn. Nach der Party nimmt sie den jungen Mann namens Ludwig Götten mit zu sich nach Hause. Obwohl er ihr gesteht, daß er von der Polizei als Bundesdeserteur gesucht wird, bleibt er über Nacht bei Katharina.

Am nächsten Morgen wird ihre Wohnung von der Polizei durchsucht. Katharina hatte ihm aber noch rechtzeitig zur Flucht verhelfen können

Dieses Ereignis wird vom führenden Boulevardblatt, die ZEITUNG, in seiner neuesten Auflage, so aufgebauscht und verdreht wiedergegeben, daß Katharina Blum ungewollt in den Mittelpunkt der Schlagzeilen gerückt wird. In den nächsten Auflagen der ZEITUNG wird regelrecht eine Hetzkampagne gegen Katharina Blum gestartet.

Götten wird gefaßt und beteuert der Polizei, daß Katharina Blum nichts mit der ganzen Sache zu tun habe. Katharina trifft sich am 4. Tag (Sonntag) mit dem Journalisten Werner Tötges, der für die Hetzkampagne verantwortlich ist, um ihm ein Interview zu geben. Bei diesem Treffen erschießt Katharina den Journalisten, da er für den Tod ihrer Mutter verantwortlich gewesen war (Interview!). Anschließend stellt sie sich der Polizei.

4. Interpretation

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

b) Erzählsituation

Königserläuterungen auf Seite 59/6.1

Hauptsächlich ist eine auktoriale Erzählung bis auf ein paar kleine Ausnahmen (letztes Kapitel Zitat)

vorzufinden. Böll mischt sich ständig in den Handlungsverlauf ein, kommentiert, reflektiert, ergänzt, berichtigt oder erklärt das erzählte Geschehen.

c) Sprache

- einfache Sprache

- z.T. vulgäre, umgangssprachliche Redewendungen (Interpretation S. 33)

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2) Die Zeitung selber: Ausschnitt durch Klasse bearbeiten lassen

= sensationslustig, roh, gewalttätig, sehr übertrieben, verdreht Wahrheit, umgangssprachlich, verleumdet, lügt teilweise

- Sprache des Erzählers: sachlig, protokollierender Ton, ironisch („Man weiß ja nie, wem man wirklich mit so

Interpretation S. 28 satirisch einem Telefongespräch eine Freude macht.“

- Namenssymbole: Katharina = griech. die Reine

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d) Kritk Bölls:

- an Gesellschaft

- BILD Zeitung

„Zehn Jahre später

Ein Nachwort von Heinrich B ö ll den sie nahezu wie einen Gott verehrt der ihren gesellschaftlichen Tod verursacht hat Hartnäckig hält sich das Gerücht, diese Erzählung wäre ein Terroristenroman; Wer auch nur zehn Jahre zurückzudenken imstande ist, wird sich der Jahre erinnern, in denen eine ZEITUNG Verleumdungen und Verdächtigungen ausstreute, dieselbe ZEITUNG, die dutzendweise Menschen als Mörder bezeichnete, denen noch kein Mord nachgewiesen worden war. [...] Da liegt Dynamit in der Gegend herum, und die ZEITUNG, diese zerstörerische verlogene Überschnautze, die sowohl der Polizei Informationen liefert wie von der Polizei solche bekommt, haut rein mit Schlagzeilen, Verdächtigungen und Gemeinheiten. [...]

Die Personen und Handlungen dieser Erzählung sind frei erfunden. Sollten sich bei der Schilderung gewisser journalistischer Praktiken Ähnlichkeiten mit den Praktiken der BILD-Zeitung gezeigt haben, so ist dies weder beabsichtigt, noch zufällig, sondern unvermeidlich ! [...]

PS: Inzwischen ist die BILD-Zeitung ja fast schon das regierungsamtliche Blatt. Ministerielle Verlautbarungen zu wichtigen politischen Themen erscheinen am Sonntag oder Montag in einer der BILD-Varianten. Zufall ist das nicht !!

e) eigene Meinung

gut, interessant, wegen ZEITUNG, gut reinversetzen, Mitleid, Sympathie mit K.B.,

„Die verlorene Ehre der Katharina Blum“ oder: „Wie Gewalt entstehen

Stefan Cannstein

1) Informationen über den Autor

und wohin sie führen kann“

- Heinrich Böll, geboren 21.12.1917, gestorben 16.7.1985

- erhielt u.a. Nobelpreis in Literatur 1972

- ein paar berühmte Werke von Böll: * Die Ansichten eines Clowns

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

2) Personendarstellung

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

3. Inhalt

Katharina Blum, eine junge Frau, wird durch Zufall in einen harmlosen Kriminalfall verwickelt, als sie einem Mann Unterschlupf gewährt, der von der Polizei gesucht wird. Dieser Sachverhalt wird gnadenlos von einer führenden Boulevardzeitung ausgeschlachtet und zur Sensation aufgebauscht, so daß Katharina Blum sich ihrer Ehre beraubt fühlt, und den für diese Story verantwortlichen Journalisten erschießt.

4. Interpretation

a) Aufbau

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

b) Erzählsituation

Hauptsächlich ist eine auktoriale Erzählung bis auf ein paar kleine Ausnahmen (letztes Kapitel Zitat) vorzufinden. Böll mischt sich ständig in den Handlungsverlauf ein, kommentiert, reflektiert, ergänzt, berichtigt oder erklärt das erzählte Geschehen.

c) Sprache

- einfache Sprache

z.T. vulgäre, umgangssprachliche Redewendungen

- Sprache der Zeitung: sensationslustig, roh, gewalttätig, denn jetzt ? verleumdet, verdreht Wahrheit, übertrieben einmal bumsen.“)

- Sprache des Erzählers: sachlig, protokollierender Ton, ironisch

- Namenssymbole:

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

d) Kritk Bölls:

- an Gesellschaft

- BILD Zeitung

Sekundärliteratur: „Königserläuterungen und Materialien“

Referenten: Stefan Canstein

Minh-Tri Nguyen

„Grundlagen und Gedanken zum Verständnig erzählender Literatur“

Zeitungsausschnitt

RÄUBERLIEBCHEN KATHARINA BLUM VERWEIGERT AUSSAGE ÜBER HERRENBESUCHE

Der seit eineinhalb Jahren gesuchte Bandit und M ö rder Ludwig G ö tten h ä tte gestern verhaftet werden k ö nnen, h ä tte nicht seine Geliebte, die Hausangestellte Katharina Blum, seine Spuren verwischt und seine Flucht gedeckt. Die Polizei vermutet, da ß die Blum schon seit l ä ngerer Zeit in die Verschw ö rung verwickelt ist.

Der Pfarrer von Gemmelsbroich hatte ausgesagt: „ Der traue ich alles zu. Der Vater war ein verkappter Kommunist und ihre Mutter, die ich aus Barmherzigkeit eine Zeitlang als Putzhilfe besch ä ftigte, hat Me ß wein gestohlen und in der Sakristei mit ihren Liebhabern Orgien gefeiert. “ Die Blum erhielt seit 2 Jahren regelm äß ig Herrenbesuch. War ihre Wohnung ein Konspirationszentrum, ein Bandentreff, ein Waffenumschlagsplatz ? Wie kam die erst 27 j ä hrige Hausangestellte an eine Eigentumswohnung im Werte von sch ä tzungsweise 110 000 DM ? War sie an der Beute aus den Bankrauben beteiligt ? Polizei ermittelt weiter. Staatsanwaltschaft arbeitet auf Hochtouren. Morgen mehr. DIE ZEITUNG BLEIBT WIE IMMER AM BALL.

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Details

Titel
Referat über "Die verlorene Ehre der Katharina Blum" von Heinrich Böll - oder: wie Gewalt entstehen und wohin sie führen kann
Veranstaltung
Grundkurs Deutsch
Note
1
Autor
Jahr
1997
Seiten
5
Katalognummer
V109663
Dateigröße
425 KB
Sprache
Deutsch
Anmerkungen
Teilweise stichpunktartig, Folien liegen nicht bei.
Schlagworte
Böll, Heinrich, Ehre, Katharina, Blum, Grundkurs, Deutsch, Thema Die verlorene Ehre der Katharina Blum
Arbeit zitieren
Stefan Canstein (Autor), 1997, Referat über "Die verlorene Ehre der Katharina Blum" von Heinrich Böll - oder: wie Gewalt entstehen und wohin sie führen kann, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/109663

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