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Externes Controlling von Klein- und mittelständischen Unternehmen unter Berücksichtigung von Gründungsunternehmen

Title: Externes Controlling von Klein- und mittelständischen Unternehmen unter Berücksichtigung von Gründungsunternehmen

Diploma Thesis , 2002 , 124 Pages , Grade: 1,8

Autor:in: Jochen Bloß (Author)

Business economics - Controlling
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Summary Excerpt Details

Die Bedeutung der kleinen und mittleren Unternehmen für die Wirtschaft und Gesellschaft der Bundesrepublik Deutschland ist unumstritten. So stellen sie 99,6 v.H. aller umsatzsteuerpflichtigen Unternehmen dar und beschäftigen 64 v.H. aller Arbeitnehmer. Allerdings ist deren momentane Situation von akuten Schwierigkeiten geprägt. So ergab eine aktuelle Studie des Sparkassen- und Giroverbandes (DSGV), dass rund ein Drittel aller mittelständischen Unternehmen ohne Gewinn arbeitet. Die Insolvenzen erreichten im Jahr 2001 mit 33.000 Unternehmen einen Höchststand und der Verbandspräsident des DSGV, Dietrich H. Hoppenstedt, bezeichnet die Lage des Mittelstandes als „besorgniserregend“. Eine andere Untersuchung hat gezeigt, dass über 80% der Krisenursachen hausgemacht, also endogener Natur sind. Die exogenen Gründe wie z.B. ein Konjunkturzusammenbruch werden gerne als Entschuldigung benutzt, sie sind aber eher selten wirklich entscheidend für den Niedergang eines kleinen oder mittelständischen Unternehmens. Dies lässt auf besonders ausgeprägte Führungsprobleme im Bereich der Klein- und mittelständischen Unternehmen schließen.

Ein Ansatz, um solchen Problemen konstruktiv entgegenzuwirken, könnte der Aufbau eines Controlling-Systems als Führungsunterstützungsinstrumentarium sein. Es ist festzustellen, dass das Bewusstsein für die Notwendigkeit eines Controlling-Systems bei mittelständischen Unternehmen erst langsam entsteht oder oftmals noch nicht vorhanden ist. Daraus lässt sich schließen, dass dieses Bewusstsein bei Kleinunternehmen, und hierbei ganz besonders bei Existenzgründungen innerhalb dieses Segmentes, noch weniger ausgeprägt ist.

[..]
Ziel dieser Arbeit ist es, Aspekte herauszuarbeiten, welche Daten und Informationen zum einen als Grundlage für ein effektives Controlling in Klein- und mittelständischen Unternehmen und hierbei auch für Existenzgründungen wichtig sind und wie dieses Controlling zum anderen sinnvoll ausgestaltet werden kann. Ein weiteres Ziel ist es, mögliche Schwierigkeiten bei der Einführung darzustellen und hierfür konkrete Lösungsansätze aufzuzeigen. Vor a llem die Vorgehensweise bei der Einführung soll hierzu detailliert dargestellt werden. Als praxisbezogene Arbeit ist es ebenso ein Ziel, die Theorie an Beispielen so deutlich zu machen, dass eine Umsetzung sowohl für die Beispielunternehmen als auch für weitere interessierte Unternehmen leicht zu handhaben ist. [...]

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 EINLEITUNG

1.1 Problemstellung und Zielsetzung

1.2 Aufbau und Ablauf der Untersuchung

1.3 Abgrenzung des Themas

2 GRUNDLAGE DES KMU-CONTROLLING

2.1 Begriffsdefinition

2.1.1 Kleinstunternehmen, Klein- und mittelständische Unternehmen

2.1.2 Existenzgründungen

2.1.3 Controlling

2.1.4 Unternehmensführung

2.2 Rechnungswesen als Basis des Controlling

2.2.1 Finanzbuchhaltung

2.2.2 Kosten- und Erlösrechnung

2.2.3 Weitere Systeme

2.3 Anforderungen und Grundvoraussetzungen für ein Controlling-System

2.3.1 Die Notwendigkeit zeitnaher entscheidungsrelevanter Informationen

2.3.2 Erforderlicher Input für das Controlling

2.3.3 Grundvoraussetzungen im Unternehmen

2.3.4 Eine Planung als Basis

2.3.5 Kritische Erfolgsgrößen

2.4 Aussagefähiges Berichtswesen als Ergebnis

3 DIE ORGANISATION DES CONTROLLING

3.1 Konventionelle Organisationsformen des Controlling in Groß- und größeren mittelständischen Unternehmen

3.2 Besonderheiten und spezielle Anforderungen bei Klein- und mittelständischen Unternehmen

3.3 Externes vs. internes Controlling

4 AUSGESTALTUNG EINES CONTROLLING-SYSTEMS FÜR KLEIN- UND MITTELSTÄNDISCHE UNTERNEHMEN

4.1 Der Beginn eines Controlling-Projektes

4.1.1 Fragebogen zur Ausgangssituation

4.1.2 Übermittlung der Daten

4.2 Entwicklung und Implementierung auf Softwaregrundlage

4.3 Einbindung in die Finanzbuchhaltung / Softwaretest

4.4 Der Einführungsprozess

4.5 Weitere Ausgestaltung

4.5.1 Die saisonale Komponente in der Planung

4.5.2 Besonderheiten der Planung bei Existenzgründungen

4.5.3 Prognose / Forecast

4.5.4 Statistische Hilfsmittel

4.5.5 Szenarien

4.5.6 Der ganzheitliche Ansatz der Balanced Scorecard

5 VERDEUTLICHUNG AN ZWEI PRAXISBEISPIELEN

5.1 Junges Unternehmen im Bereich Beratung und Seminardurchführung

5.1.1 Vorstellung des Unternehmens

5.1.2 Einordnung des Unternehmens

5.1.3 Der Aufbau des Unternehmens

5.1.4 Die Organisation des Rechnungswesens

5.1.5 Mission, Vision, Strategische Zielsetzung

5.1.6 Die aktuelle Problematik

5.1.7 Kritische Erfolgsgrößen

5.1.8 Konzeption des Controlling

5.1.9 Aufbau und Ablauf des Reporting:

5.1.10 Kritikpunkte am entworfenen System, Verbesserungspotential

5.2 Gründungsunternehmen im Textileinzelhandel

5.2.1 Vorstellung des Unternehmens

5.2.2 Einordnung des Unternehmens

5.2.3 Organisation des Rechnungswesens

5.2.4 Mission und Vision

5.2.5 Die aktuelle Problematik

5.2.6 Kritische Erfolgsgrößen

5.2.7 Organisation und Ausgestaltung des Controlling-Systems

5.2.8 Kritische Würdigung

6 SCHLUSSBETRACHTUNG

Zielsetzung und Themen

Ziel dieser Arbeit ist es, zu untersuchen, wie Controlling-Systeme für kleine und mittelständische Unternehmen (KMU) sowie Existenzgründungen erfolgreich konzipiert und umgesetzt werden können, um als Führungsunterstützungsinstrument zu dienen. Die Forschungsfrage fokussiert dabei auf die Identifikation notwendiger Daten, die praxisgerechte Ausgestaltung des Controlling-Prozesses und die Überwindung von Implementierungshürden durch den Einsatz externer Berater.

  • Grundlagen des KMU-Controlling und Begriffsdefinitionen
  • Anforderungen an Berichtswesen und Controlling-Organisation
  • Praktische Implementierung von Controlling-Instrumenten auf Softwarebasis (MS Excel)
  • Detaillierte Fallstudien zu einem Beratungsunternehmen und einem Textileinzelhandels-Gründer
  • Analyse kritischer Erfolgsgrößen und deren Einfluss auf die Unternehmenssteuerung

Auszug aus dem Buch

Die Notwendigkeit zeitnaher entscheidungsrelevanter Informationen

Informationen werden heutzutage oft als vierter Produktionsfaktor (im volkswirtschaftlichen Kontext) neben den traditionellen Faktoren Arbeit, Boden und Kapital, bezeichnet. Schnelle Entscheidungen aufgrund guter Informationen fällen zu können, ist ein klarer Wettbewerbsvorteil. Allerdings ist jeder, sowohl Unternehmen als auch Privatpersonen, in der heutigen modernen Gesellschaft einer wahren Informationsflut ausgesetzt.

So glauben nach einer Studie des Marktforschungsinstitutes Ganter 90 v.H. aller Unternehmen, „[...] dass sie unter einem Überfluss an Informationen leiden und dass diese Flut ihre Wettbewerbsfähigkeit verschlechtert.“ Dies gilt sowohl für den privaten Bereich, als auch für jede Unternehmung. Informationen (und Daten als Träger von Informationen) werden immer billiger und immer häufiger generiert. Nur, welche Informationen sind wichtig für betriebliche Entscheidungen und wie komme ich zu diesen? Dies sind die ersten elementare Fragen des Controlling!

„Wissen ist Macht!“ Zu dieser Einsicht kam schon der englische Staatsmann und Philosoph Francis Bacon (Baco von Verulam; 1561 – 1626). Dieser Ausspruch hat seitdem nichts an Aktualität verloren. Information fällt unter den Oberbegriff des Wissens, sie ist aber nicht Wissen im Allgemeinen, sondern auf bestimmte Zwecke ausgerichtet. Die Qualität einer Information ist abhängig von verschiedenen Merkmalen wie z.B. Problemrelevanz, Wahrscheinlichkeit, Überprüfbarkeit, Genauigkeit und Aktualität. Für jedes Unternehmen ist es wichtig, Informationen sowohl über interne als auch über externe Faktoren zu haben, die das Unternehmen beeinflussen. Interne Faktoren beziehen sich auf das eigene Unternehmen, und zwar auf alle Ebenen der Leistungserstellung und -vermarktung. Sie resultieren aus Entscheidungen früherer Perioden, deren Auswirkungen sich in der Gegenwart (Ist-Werte) und in den folgenden, zu planenden Periode, abzeichnen werden. Informationen hierzu sind vor allem aus dem eigenen Rechnungswesen zu bekommen.

Zusammenfassung der Kapitel

1 EINLEITUNG: Dieses Kapitel erläutert die wirtschaftliche Bedeutung von KMU, stellt die Probleme bei der Unternehmenssteuerung dar und definiert die Zielsetzung der Arbeit, ein Controlling-System als Führungsunterstützungsinstrument zu etablieren.

2 GRUNDLAGE DES KMU-CONTROLLING: Hier werden zentrale Begriffe geklärt, das Rechnungswesen als Informationsbasis definiert und die Anforderungen an Planung, Steuerung sowie kritische Erfolgsgrößen im Controlling-Kontext analysiert.

3 DIE ORGANISATION DES CONTROLLING: Dieses Kapitel vergleicht konventionelle Organisationsformen mit den spezifischen Anforderungen in kleinen Unternehmen und diskutiert die Vor- und Nachteile interner versus externer Controlling-Instanzen.

4 AUSGESTALTUNG EINES CONTROLLING-SYSTEMS FÜR KLEIN- UND MITTELSTÄNDISCHE UNTERNEHMEN: Dieses Kapitel beschreibt den praktischen Aufbau eines Controlling-Projekts, die Datenübermittlung, den Softwareeinsatz sowie Methoden wie Saisonbereinigung, Prognoserechnung und Szenarioplanung.

5 VERDEUTLICHUNG AN ZWEI PRAXISBEISPIELEN: Die Theorie wird anhand der KIZ ZfE AG (Beratung) und Maximilian (Textileinzelhandel) illustriert, wobei konkrete Controlling-Berichte, Kennzahlensysteme und die kritische Würdigung der Ansätze im Fokus stehen.

6 SCHLUSSBETRACHTUNG: Zusammenfassend wird festgestellt, dass Controlling für KMU existenziell ist, die Ausgestaltung jedoch stark von Branche, Größe und Struktur abhängt und weiterer Forschungsbedarf besteht.

Schlüsselwörter

Controlling, KMU, Existenzgründung, Unternehmensführung, Planung, Kostenrechnung, Berichtswesen, Strategische Planung, Operative Planung, Kritische Erfolgsgrößen, Unternehmenssteuerung, Datenmanagement, Finanzbuchhaltung, Balanced Scorecard, Externalisierung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Konzeption und praktischen Umsetzung von Controlling-Systemen in kleinen und mittelständischen Unternehmen (KMU) sowie bei Existenzgründungen, um die Unternehmensführung durch fundierte Datenanalyse zu unterstützen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen umfassen die Definition von Controlling-Grundlagen, die Organisation des Controllings, die praktische Ausgestaltung von Planungssystemen auf Softwarebasis und die Anwendung dieser Methoden in der Unternehmenspraxis.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Ziel ist es, Daten und Informationsgrundlagen für ein effektives KMU-Controlling herauszuarbeiten und konkrete Lösungsansätze für eine sinnvolle, praxisorientierte Ausgestaltung unter Berücksichtigung der Besonderheiten von Gründerunternehmen aufzuzeigen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine praxisorientierte Arbeit, die auf Literaturanalyse, Expertenwissen des Autors aus der Tätigkeit bei der KIZ ZfE AG und der Modellierung von Controlling-Bausteinen sowie Fallbeispielen basiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden die theoretischen Grundlagen des KMU-Controlling, Organisationsformen, die praktische Ausgestaltung des Systems inklusive Softwareeinsatz (MS Excel) sowie die Anwendung an zwei konkreten Praxisbeispielen (Beratung und Textileinzelhandel) detailliert ausgearbeitet.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Controlling, KMU, Existenzgründung, Unternehmensführung, Planung, Kostenrechnung, Berichtswesen und kritische Erfolgsgrößen maßgeblich charakterisiert.

Welche Herausforderungen bestehen speziell bei Existenzgründern?

Existenzgründer haben häufig keine historischen Vergangenheitswerte, verfügen über begrenzte zeitliche Ressourcen und sind oft durch administrative Anforderungen überlastet, was den Aufbau eines schlanken, zukunftsorientierten Controlling-Systems erschwert.

Warum ist eine externe Controlling-Unterstützung oft sinnvoll?

Da in kleinen Betrieben oft das fachliche Know-how oder die Zeit für ein eigenes Controlling fehlt, kann ein externer Berater neutrale Sichtweisen einbringen, Fehlentwicklungen frühzeitig identifizieren und eine professionelle Struktur etablieren, ohne die internen Ressourcen dauerhaft zu binden.

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Details

Title
Externes Controlling von Klein- und mittelständischen Unternehmen unter Berücksichtigung von Gründungsunternehmen
College
University of Applied Sciences Fulda  (Finanz- und Rechnungswesen)
Grade
1,8
Author
Jochen Bloß (Author)
Publication Year
2002
Pages
124
Catalog Number
V11014
ISBN (eBook)
9783638172844
Language
German
Tags
Externes Controlling Klein- Unternehmen Berücksichtigung Gründungsunternehmen Thema Controlling
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Jochen Bloß (Author), 2002, Externes Controlling von Klein- und mittelständischen Unternehmen unter Berücksichtigung von Gründungsunternehmen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/11014
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