"Edel sei der Mensch". Das "Klassische" in Goethes "Das Göttliche".


Hausarbeit (Hauptseminar), 2006
19 Seiten, Note: sehr gut

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Inhaltsverzeichnis

I. Einleitung:

II. Analyse:
1. Der Titel:
2. Der Anfang (1. und 2. Strophe):
3. Der Mittelteil (3.- 8. Strophe):
4. Das Ende (9. und 10. Strophe):

III. Fazit:

IV. Quellen- und Literaturverzeichnis:

I. Einleitung:

Betritt man die literaturwissenschaftliche oder literaturgeschichtliche Abteilung einer Bibliothek, so wird man sich bereits nach kurzer Zeit ihrer inneren Ordnung bewusst. Die zahlreich dort vertretenen Textbände gliedern sich nach einer speziellen Einteilung, welche sich in der literaturgeschichtliche Forschung im letzten Drittel der 19. Jahrhunderts durchzusetzen begann: die Epochen. Die uns heute geläufige Reihe (Reformation/Renaissance – Barock – Aufklärung – Klassik – Romantik – Realismus) ist bis heute in der literaturwissenschaftlichen Praxis ein unverzichtbares Ordnungsprinzip. Jedoch besteht die zurecht immer wieder betonte Problematik dieser Periodisierung in der Auswahl der sie kennzeichnenden Kriterien. Es stellt sich nämlich folgende Frage: Was macht das Besondere, das Eigentümliche einer Epoche aus, so dass diese für eine fast unüberschaubare Fülle an literarischen Werken als Oberbegriff dienen kann?

Zu diesem Problem kommt die Schwierigkeit hinzu aus den Dominanzen, seien sie empirisch ausgemacht oder doch nur unterstellt, die für eine Epoche als prägend angesehnen werden, einen Anfangs- und Endpunkt zu bestimmen. Gerade die Einordnung literarischer Werke sogenannter „Übergangszeiträume“ bereitet diesem System immer wieder die größten Schwierigkeiten. Eine dritte Grundproblematik der Epocheneinteilung besteht zudem zwischen nationalem Rahmen und internationalem Literaturzusammenhang.[1]

Die Kritik am Begriff der „Klassik“ reicht bereits in das 19. Jahrhundert zurück. Zunächst richtete sie sich gegen die autoritative, idealistische Deutung der Antike, die mit Winkelmanns theoretischen Schriften über die Kunst des Altertums einsetzte [„Gedanken über die Nachahmung griechischer Werke in der Malerei und Bildhauerkunst“ (1755) und „Geschichte der Kunst des Altertums“ (1764)]. Wichtigster Vertreter dieser Kritik war wohl Friedrich Nietzsche (1844 – 1900), der erst in den deutschen Philologen des 19. Jahrhunderts die Urheber einer von ihm so bezeichneten „Klassik-Legende“ sah, die aus nationalem Wunschdenken die dieser Epoche zugeordneten literarischen Werke in den nationalen Dienst stellten.[2]

Was ist den nun aber beispielsweise das „Klassische“ an einem literarischen Werk, das die literaturgeschichtliche Forschung unter der Kategorie „Klassik“ einordnet?

Theoretisch gesehen ist der Begriff „Klassik“ die „ Bezeichnung für geisteswissenschaftliche Epochen, die von nachfolgenden, epigonalen Zeiten als vorbildhaft, normbildend, kanonisch anerkannt werden. [...] In der Neuzeit wurde dann die Bezeichnung allgemein verwandt für die geistig-wesenhaften Kulmination einer kulturgeschichtlichen Entwicklung im Sinne von Reife und Blütezeit, sofern diese für Folgezeiten richtungsweisend wurde, so z.B. die Weimarer Klassik als Höhepunkt der geistigen Entfaltung der deutschen Kultur der Neuzeit.“[3]

Der Begriff der hier besonders hervorgehobenen „Weimarer Klassik“, die nach literaturwissenschaftlichem Konsens den Zeitraum von 1786 (Beginn der Italienischen Reise Goethes) bis 1805 (Schillers Tod) umfasst, beinhaltet also einen Rückbezug auf eine als vorbildlich angenommene Ära, in diesem Fall die gesamte griechisch-römische Antike, der sich per definitionem also auch in den Werken dieser Epoche widerspiegeln müsste.

Der Versuch einer Erklärung bzw. Verdeutlichung, worin denn nun eigentlich das „Klassische“ eines Werkes besteht, soll exemplarisch an einem Gedicht Goethes näher veranschaulicht werden. Zu diesem Zwecke wurde die von ihrem Umfang her recht überschaubare Ode „Das Göttliche“ ausgewählt, die Max Kommerell als das „ sittlichste Gedicht Goethes “ bezeichnete.[4]

Über die Entstehungszeit herrscht zwischen der frühen und späten Forschungsliteratur Uneinigkeit. Johann Wilhelm Schaefer (1851) setzt den Zeitpunkt der Entstehung mit dem Jahr 1782 fest. Goethe habe sich zu dieser Zeit mit dem Herzog von Weimar auf einer Reise ins „Eisennachische“ befunden und während dieser Gelegenheit zahlreiche kleine Gedichte verfasst, die unter der Rubrik „ Antiker Form sich nähernd “ zusammengefasst wurden.[5] Dieser Datierung schließt sich über ein Jahrhundert später auch Wilhelm Grenzmann (1956) an, der „Das Göttliche“ in den Stimmungs- und Gedankenkreis der Gedichte „Harzreise im Winter“ und „Grenzen der Menschheit“ gestellt sehen möchte.[6] Zwei Jahre zuvor (1954) aber gibt Friedrich Meinecke beiläufig das Entstehungsjahr der Ode mit 1783 an.[7] Karl Otto Conrady lässt das genaue Datum der Genese offen und gibt als Datierung nur den Anfang der Achtziger Jahre des 18. Jahrhunderts an.[8] Walter Dietze (1985) nennt, freilich ohne nähere Begründung, das Jahr 1783 als Entstehungsjahr.[9] Auch Michael Titzmann hat dieses Datum übernommen.[10] Welchen genauen Entstehungszeitpunkt das Gedicht Goethes auch immer gehabt haben mag, sicher ist, dass sie zu der Schaffensperiode der ersten zehn Jahre in Weimar gehört, die besonders durch die Ideen Herders über Humanität geprägt waren.

Aber nicht nur das Entstehungsdatum der Ode „Das Göttliche“ birgt eine interessante Fragestellung für die literaturgeschichtliche Forschung, sondern auch ihre Veröffentlichung hat eine außergewöhnliche Geschichte. „Das Göttliche“ wurde erstmals 1785 gedruckt. Dieser Erstdruck geschah allerdings ohne das Wissen Goethes und wurde von dem Schriftsteller und Philosophen Friedrich Heinrich Jacobi (1743-1819) vorgenommen. Um die seiner Ansicht nach blasphemische Wirkung von Goethes „Prometheus“ abzuschwächen, stellte Jacobi an den Anfang seiner „Spinozabriefe“[11] – von ihm selbst als „Theodizee“ bezeichnet – Goethes Ode „Das Göttliche“ voran. Nach Jacobis Ansicht ging das Gedicht nämlich nicht nur mit der christlichen Orthodoxie konform, sondern verkörperte geradezu die gültigste literarische Umsetzung seines eigenen Menschenbildes.[12] Durch diesen Akt der unautorisierten Veröffentlichung von Goethes Ode und ihrer Zusammenstellung mit dem „Prometheus“ wird Friedrich Heinrich Jacobi zu einem der ersten Interpreten.

Die literaturwissenschaftliche Forschung hat hingegen dieses Gedicht Goethes – im Gegensatz zu seinen anderen Werken – recht stiefmütterlich behandelt. Wie bereits erwähnt war nach dem Tode Goethes Johann Wilhelm Schäfer einer der ersten, der sich an einer Deutung des Gedichtes versuchte. Dieser stellte 1851 fest: „ An die Stelle des früheren prometheischen Trotzes tritt in diesen Gedichten (das Göttliche, Grenzen der Menschheit, Ganymed) das Gefühl des Demüthigen, der Schranken des Daseins bewußten Hingebens an das Ewige und Göttliche, das in den Gesetzen der Natur und dem Wirken der Menschheit waltet, und dem der Mensch sich nur dadurch nähert, daß er ‚hülfreich und gut, unermüdlich das Nützliche und rechte schafft.’[13]

Rektor Hertel konstatiert im Jahre 1852, dass der Hauptgedanke des Gedichtes die Grundlehre des Christentums sei und vermutet die Intention Goethes darin, dass der Dichter lehren wolle, was das Göttliche sei, das sich in jedem Menschen durch Tugend und Humanität offenbare.[14]

Dass die Ode „Das Göttliche“ auf einer christlichen Grundlage basiere, wurde bis in das 20. Jahrhundert immer wieder vermutet.[15] Erst mit den Überlegungen von Walter Dietze und Karl Otto Conrady ist das Gedicht aus dem immer wieder konstatierten christlichen Hintergrund gelöst worden,[16] obwohl Harry G. Haile plausibel die Nähe der Ode zur Bergpredigt des Matthäus-Evangeliums darlegen konnte.[17]

Es gilt nun, im Folgenden die spezifisch klassischen Elemente der Ode „Das Göttliche“ herauszuarbeiten.

II. Analyse:

Nach Walter Dietze lässt sich Goethes Ode „Das Göttliche“ in drei Teile gliedern. Zum einen in einen Anfang, in dem der Ausgangspunkt angelegt ist und welcher die ersten beiden Strophen umfasst, zum anderen ein Mittelteil, in dem, die dritte bis achte Strophe umfassend, eine Art Erörterung vorgenommen wird und ein Ende mit Schlussfolgerungen, das durch die letzten beiden Strophen gebildet wird.[18] Ergänzend soll hier auch noch der für das Gedicht gewählte Titel untersucht werden, der einen wichtigen Schlüssel zum Verständnis der Hymne darstellt.

1. Der Titel:

Ein Gedicht mit dem Titel „Das Göttliche“ zu überschreiben legt die berechtigte Vermutung nahe, dass in den folgenden Versen eine Definition des „Göttlichen“ selbst vorgenommen wird. Auf den ersten Blick erscheint dies jedoch ganz und gar nicht so. Die Ode hebt an mit den mahnenden Worten:

Edel sei der Mensch,

Hülfreich und gut!

Denn das allein

Unterscheidet ihn

Von allen Wesen,

Die wir kennen.“[19]

Ganz unerwartet wird hier die Typisierung eines idealen Menschenbildes vorgenommen, was durch die Verwendung des Konjunktivs „ sei “ deutlich ersichtlich ist.[20] Hinzu treten die bekannten Wesen, von denen sich der Mensch nur durch die drei tugendhaften Eigenschaften „ Edel “, „ Hülfreich “ und „ gut “ unterscheide. Von etwas Göttlichem, dem auch immer etwas dem Menschen Unbekanntes innewohnt, erfährt der Leser nichts. Zwar wird in der zweiten Strophe Bezug auf die „ Höheren Wesen, Die wir ahnen “ genommen, denen der Mensch gleichen soll, doch erst in der letzten Strophe – um genau zu sein – in den letzten beiden Versen löst sich die anfängliche Verwirrung auf:

Sei ein Vorbild [der Mensch]

Jener geahnten Wesen.

Das Göttliche, das dem Menschen eigentlich unbekannt ist, kann dieser nur im Menschen selbst erfahren. Sucht man aber nach einer Definition dessen, was das Göttliche ausmacht, so stößt man auf Herders „Briefe zur Beförderung der Humanität“. In der dritten Sammlung heißt es: „ Das Göttliche in unserm Geschlecht ist also Bildung zur Humanität; alle großen und guten Menschen, Gesetzgeber, Erfinder, Philosophen, Dichter, Künstler, jeder edle Mensch in seinem Stande, bei der Erziehung seiner Kinder, bei der Beobachtung seiner Pflichten, durch Beispiel, Werk, Institut und Lehre hat dazu mitgeholfen. Humanität ist der Schatz und die Ausbeute aller menschlichen Bemühungen, gleichsam die Kunst unsres Geschlechtes. Die Bildung zu ihr ist ein Werk, das unablässig fortgesetzt werden muß, oder wir sinken, höhere und niedere Stände, zur rohen Tierheit, zur Brutalität zurück.[21]

Das Göttlich im Menschen ist also die Bildung zur Humanität. Somit könnte man den Titel auch in „Das Menschliche“ umbenennen, wie dies bereits Walter Dietze vorgeschlagen hat.[22]

2. Anfang (1. und 2. Strophe):

Edel sei der Mensch,

Hülfreich und gut!

Denn das allein

Unterscheidet ihn

Von allen Wesen,

Die wir kennen.

Heil den unbekannten

Höhern Wesen,

Die wir ahnen!

Ihnen gleiche der Mensch;

Sein Beispiel lehr uns

Jene glauben.[23]

In diesen ersten beiden Strophen werden die Thesen aufgestellt, auf denen das gesamte Gedicht basiert: Um Mensch zu sein, muss dieser edel, hilfreich und gut sein. Allein diese drei tugendhaften Eigenschaften – und nichts anderes – unterscheiden den Menschen von allen anderen Lebewesen.[24] Der Mensch konstituiert sich nach dieser Aussage also weder durch den aufrechten Gang, noch durch die Fähigkeit zur Sprache, sondern allein durch sein sittliches Tun.[25] Die Aufforderung zu edlem Tun, zu Hilfsbereitschaft und Güte wird aus dem Sein des Menschen begründet. Die Unterscheidung zu allen anderen Wesen, „ die wir kennen “ liegt in der Fähigkeit zu einem moralischen Leben.[26] Aus dieser Sonderstellung erwächst dem Menschen aber auch eine besondere Aufgabe. Denn das Beispiel eines Menschen, welcher diese drei Eigenschaften erfüllt, lässt ein wenig „Göttlichkeit“ erahnen, weil die „unbekannten, höheren Wesen“ dem Menschen unbekannt sind. Sie sind nur „geahnt“, in der irdischen Wirklichkeit nicht beheimatet und dem Verstand nicht zugänglich.[27] Durch seine moralischen Fähigkeiten wird der Mensch somit zu einem Abbild der geahnten Gottheit.[28] Dies bedeutet aber im Umkehrschluss, dass die hier genannten „ Höhern Wesen “ die Personifikation des Edlen, Hilfreichen und Guten sein müssen. Auf die Spitze getrieben bedeutet dies, dass ohne den Menschen selbst die höheren Wesen gar nicht sein können.[29] Diese Ansicht wird auch in einer Strophe aus den „Zahmen Xenien“ Goethes deutlich, in der es heißt: „ Was der Mensch als Gott verehrt, Ist sein eigenstes Innere herausgekehrt.“[30] Die „ Höhern Wesen “ sind also nichts anderes als das positive Idealbild des Menschen. Karl Otto Conrady hat die Aufforderung „ Ihnen gleiche der Mensch “ dahin gedeutet, dass die höheren Wesen nicht in ferne Vorbildlichkeit, denen der Mensch nachzueifern habe, gerückt würden, sondern in erstaunlicher Wendung die Möglichkeit des Glaubens an sie und somit an das ethische Verhalten des Menschen geknüpft werden könne.[31] Das Göttliche ist also das vom Menschen entworfene und durch die Religion auf ein höheres Wesen projizierte Idealbild seiner selbst. Und somit wird der Mensch zum Vorbild seiner selbst[32] und hat sich selbst zum Maßstab dessen zu machen, dem er gleichen soll.[33] Das Edle im Menschen beruht auf seiner sittlichen und moralischen Leistung.[34]

3. Der Mittelteil (3-8 Strophe):

Nachdem in den ersten beiden Strophen Goethe die Abgrenzung des Menschen von den Göttern vorgenommen hat, wendet er sich nun der Natur zu. Der Bindung an das Göttliche steht die Bindung des Menschen an das Naturhafte gegenüber.[35]

Die Natur sei „unfühlend“, heißt es zu Beginn der dritten Strophe. Wenn die Natur aber als unfühlend bezeichnet wird, so meint dies in diesem Zusammenhang, dass sie nicht sieht, hört und nicht antwortet. Die Sonne leuchte sowohl über Böse und Gute. Sie kennt keine Gefühle. Sie gehorcht ihren Naturgesetzen und ist dem Menschen gegenüber gleichgültig. Die Natur gibt und nimmt ohne einen Unterschied zu machen, ohne Ansicht der Person.[36] Sie ist also nicht zum Empfinden von Mitleid fähig und ebenso unfähig zu unterscheiden, was gut und böse ist, und kann eben deshalb nicht danach handeln. Diesen beiden Fähigkeiten liegt nämlich ein ganz bestimmtes Wertesystem zugrunde, das man als Moral bezeichnen kann. Den Menschen unterscheidet also von der Natur die Befähigungen, sich auf der Grundlage seines Verstandes ein moralisches Urteil zu bilden und danach zu handeln.

Nach der Natur wird das „Glück“, d.h. das Schicksal, auf den Prüfstand gestellt. Auch das Glück trifft willkürlich seine Entscheidung auf keiner moralischen Grundlage und bevorzugt oder benachteiligt ohne Ansehen der Person.

Aber der Mensch ist die Mitte der Schöpfung. Er ist der Mittler zwischen Himmel und Erde.[37]. So hat das Wesen „Mensch“ mehrere Teile. Sein dreifaches Wesen, bestehend aus Körperlichkeit, die an die Gesetze der Natur gebunden ist, dem geistigem Intellekt, der losgelöst von den Naturgesetzen agieren kann, und der Moralität, die erst das Ergebnis der erkennenden geistigen Intellektes ist, konstituiert den Menschen.[38] Wenn der Mensch auch in seiner physischen Gestalt dem Kreislauf und den Gesetzen der Natur unterworfen und von dem sogenannten Schicksal abhängig ist, so tritt er in seiner, durch seinen eigenen Verstand gegebenen Moral aus all diesen Bindungen heraus.[39] Mit den Wörter „ewig“, „ehern“, „Gesetz“, „müssen“ und „Kreise“ sowie „vollenden“ der sechsten Strophe wird die schicksalhafte Endgültigkeit der Gesetze für den „natürlichen“ Teil des Menschen angedeutet, die in dem Bild des Kreises als Symbol für Unendlichkeit und Unausweichlichkeit verstärkt wird.[40]

Die außerordentliche Kraft des Menschen zeigt sich aber in der dreifachen Begabung des Geistes, welcher dem Menschen den Durchbruch in die „geistige Freiheit“ ermöglicht: im Erkennen von Unterschieden, im Wählen des Willens, im Richten der Taten anderer.[41]

Wie die Natur ist aber auch das Göttliche „unfühlend“, denn auch das Schicksal, welches in der Antike bei den Griechen durch die Göttin Tyche, bei den Römern durch die Göttin Fortuna personifiziert wurde, „wählet und richtet“ nicht.[42]

Dass es sich in dieser Hymne nicht um ein christliches Gottesverständnis handelt, sondern auf das Götterbild der Antike rekurriert wird, zeigt sich in der sechsten Strophe, in der es heißt:

Nach ewigen, ehrnen,

Großen Gesetzen

Müssen wir alle

Unseres Daseins

Kreise vollenden.

Hier wird auf alle Wesen Bezug genommen. Aber auch die antiken Götter unterstanden dem „unfühlenden“ Schicksal, wie dies z.B. schon Herodot, der Vater der Geschichtsschreibung, selbst anmerkt. Im Vergleich der griechischen mit der persischen Götterwelt stellte er dann fest, dass – ganz im Gegensatz zu den Griechen – die Perser keine „menschenähnlichen“ Götter hätten.[43]

Auf die Spitze getrieben werden die antiken Götter, die für ein unabänderliches Schicksal stehen, sogar zum Sinnbild der Unmenschlichkeit und Inhumanität.[44] Ihre Merkmalsmenge besteht in nichts anderem als in der Negation der Merkmale des Menschen.[45] Somit kann weder das „Natürliche“ noch das „Göttliche“ als moralische Außeninstanz dienen. Moral ist nur dem Menschen eigen.[46] Der Mensch ist somit die Schnittmenge aus Göttlichem und Natürlichem. Er ist zum einen den Naturgesetzen unterworfen, aber zum anderen gleichzeitig auch in der Lage, nach eigenen Entscheidungen zu handeln.[47]

Das Gegenbild zu diesem Ideal zeichnet Goethe mit seinem Faust, der als unmoralischer Mensch nur auf seinen eigenen Vorteil bedacht ist und alle seine ihn umgebenden Figuren ins Unglück stürzt.

4. Das Ende (9. und 10. Strophe):

Und wir verehren

Die Unsterblichen,

Als wären sie Menschen,

Täten im Großen,

Was der Beste im Kleinen

Tut oder möchte.

Der edle Mensch

Sei hülfreich und gut!

Unermüdet schaff er

Das Nützliche, Rechte,

Sei uns ein Vorbild

Jener geahneten Wesen!

Die letzten beiden Strophen nehmen die Thesen der ersten beiden wieder auf (s.o.) und führen sie zur Auflösung dessen, was der Tenor der Goetheschen Ode ist:

Die letzte Strophe verbindet sich mit der ersten durch eine Wiederholung dessen, was der Mensch sein soll, nämlich edel, hilfreich und gut. Das Leitmotiv wird wieder aufgegriffen und zu Ende geführt: Dem Menschen wird gesagt, worin sein Adel besteht. Dieser beruht in der sittlichen und moralischen Tat. Es wird noch einmal an seine eigene sittliche Natur appelliert.[48]

Mit diesem Denkmodell vor Augen vermag man in der neunten Strophe ein wenig Ironie gegenüber der Religion und den diese praktizierenden Zeitgenossen zu erkennen. Denn die Verehrung der „ Unsterblichen, als wären sie Menschen “, d.h. die durch die Religion institutionalisierte Verehrung der eigenen Moralität, macht eine Institution, wie z.B. die christliche Kirche, überflüssig, da die Göttlichkeit ja dem Menschen selbst innewohnt, der Mensch also selbst zum „Gotteshaus“ wird. In diesem Zusammenhang ist auch die These Wilhelm Grenzmanns, der Mensch gelange erst durch die Verpflichtung, sich unter den Augen einer höheren Gesetzgebung Zwang aufzuerlegen, um zur eigenen Verwirklichung zu gelangen, verfehlt und ist daher vor diesem Denkmodell und mit Blick auf Kants Kategorischen Imperativ, dessen lyrische Umsetzung „Das Göttliche“ zu sein scheint, als irrig anzusehen.[49]

Die letzten beiden Verse lösen dann die ganze Spannung des Gedichts auf. Der edle Mensch sei ein Vorbild der Götter. Der Mensch also ist der idealtypische, nicht der reale und wirkliche Mensch. Hinter der Ode steht also die allgemeingültige Mahnung, vom wirklichen Menschen zum idealen Menschen voranzustreben. Jedoch verschleiert diese allgemein formulierte Aufforderung die zu allen Zeiten bestehende Ungleichheit der einzelnen Menschen, z.B. in sozialer Hinsicht, wie bereits Karl Otto Conrady festgestellt hat.[50]

III. Fazit:

Was hat die nun vorliegende Analyse im Hinblick auf die Fragestellung ergeben? Worin bestehen die wesentlichen klassischen Elemente?

Die Forschung vertritt die Meinung, dass das Gedicht allein durch seine Form nach klassischen Maßen und durch die Wiederaufnahme der ersten Strophe den Willen des Dichters zur Komposition vermittelt[51], wie es für die klassische Phase, die sich wieder fester strophischer und metrischer Form, nicht zuletzt solcher der Antike, bediene, typisch ist.[52]

Neben seiner klassischen Form besteht das „Klassische“ in der Ode „Das Göttliche“ aber vor allem darin, wie Herder den Begriff „Klassisch“ definiert, nämlich mit einer Epoche, in der ein Volk „ das Maximum seiner Bildung “ erreicht.[53] Die „ Bildung zur Humanität “ ist aber nach Herder ebenfalls das „Göttliche“ im menschlichen Geschlechte (s.o.). Das Maximum der Bildung zur Humanität des Menschen ist also das klassische Element, welches Goethes Dichtung verkörpert. „Das Göttliche“ ist somit die lyrische Form der klassischen deutschen Humanitätsidee.[54] Die Verbindung von Denken und Dichten erscheint somit als ein wesentliches Merkmal der deutschen Klassik. Diese Humanitätsidee ist aber nichts weiter als die Überzeugung, dass jeder Mensch die natürlichen Anlagen zur sittlichen Selbstbestimmung in sich trägt; eine Idee, die auch heute noch Grundlage unseres Weltbildes darstellt.[55] Das Gedicht „Das Göttliche“ beinhaltet also einen Chiasmus zwischen Menschlichkeit und Göttlichkeit. Durch die tugendhaften Eigenschaften, edel, hilfreich und gut zu sein, spiegelt sich das „Göttliche“ im Menschen wider. Wenn diese Eigenschaften aber die Personifikation des Göttlichen darstellen, erhält dieses Göttliche auch etwas Menschliches.[56] Nur der ideale Mensch ist der eigentliche Mensch und nur dieser vermag das „ Unmögliche “, indem er „ wählet “ und „ richtet “, während „ wir alle “, im Naturzustand des Menschen, „ ewigen ehrnen und großen Gesetzen “ folgen müssen.[57]

Die klassische Dichtung vollzieht sich im Bewusstsein sozialer und ideologischer Ausdifferenziertheit der Gesellschaft und versucht trotz ihres elitären Charakters gleichwohl modellbildend und normierend zu wirken.[58] Hier spiegelt sich genau die historische Situation der sogenannten deutschen Klassik wider: Konstruktion im geistigen, humanistischen Entwurf, Antizipation, in der Realität Entfernung vom Konkreten, von den erkennbaren Widersprüchen der gesellschaftlichen Wirklichkeit.[59]

IV. Quellen- und Literaturverzeichnis:

1. Quellen:

- Goethe, Johann Wolfgang von, Berliner Ausgabe. Poetische Werke. Kunsttheoretische Schriften und Übersetzungen, hrsg. von einem Bearbeiter-Kollektiv unter Leitung von Siegfried Seidel u.a., 22 Bde., Berlin u. Weimar 1960-1978.
- Herder, Johann Gottfried, Briefe zur Beförderung der Humanität, hrsg. v. Heinz Stolpe in Zusammenarbeit mit Hans-Joachim Kruse u. Dietrich Simon, Bd. 1, Berlin u. Weimar 1971.

2. Literatur:

- Beutler, Ernst, Peter im Baumgarten, in: ders., Essays um Goethe, hrsg. v. Christian Beutler, 7. vermehrte Aufl., Zürich und München 1980, S. 444-458.
- Christ, Kurt, „Der Kopf von Goethe, der Leib von Spinoza und die Füße von Lavater“. Goethes Gedichte „Das Göttliche“ und „Prometheus“ im Kontext ihrer Erstveröffentlichung durch Jacobi, in: Goethe-Jahrbuch, Bd. 109 (1992), S. 11-21.
- Christ, Kurt, Jacobi und Mendelsohn. Eine Analyse des Spinozastreits, hrsg. v. Jörn Göres, Würzburg 1988.
- Conrady, Karl Otto, Zwei Gedichte Goethes kritisch gelesen. „Grenzen der Menschheit“, „Das Göttliche“, in: ders., Literatur und Germanistik als Herausforderung. Skizzen und Stellungnahmen, 1. Aufl., Frankfurt a.M. 1974, 154-185.
- Dietze, Walter, 1783. Menschliches, Göttliches, Menschliches. „Grenzen der Menschheit“ und „Das Göttliche“, in: Poesie der Humanität. Anspruch und Leistung im lyrischen Werk Johann Wolfgang Goethes, Berlin u. Weimar 1985, S. 118-142.
- Dünzer, Heinrich, Goethes lyrische Gedichte. Erläuterungen zu den deutschen Klassikern, Bd. 1, Leipzig 1876.
- Grenzmann, Wilhelm, Goethe. Das Göttliche, in: Wege zum Gedicht. Mit einer Einführung von Edgar Hederer, hrsg. v. Rupert Hirschenauer und Albrecht Weber, München und Zürich 1956, S. 139-143.
- Haile, Harry G., Christianity and Goetheanity. The Message of „Das Göttliche“, in: Vistas and Vectors. Essays Honoring the Memory of Helmut Rehder, hrsg. v. Lee B. Jennings u. George Schulz-Behrend, Austin 1979, S. 54-61.
- Hertel, ?, Das Göttliche. Gedicht von Göthe, in: Archiv für das Studium der neueren Sprachen und Literaturen, 7. Jg., Bd. 11 (1852), S. 169-177.
- Klassik, hrsg. v. Gabriele Wirsich-Irwin, Stuttgart 2002 (Die deutsche Literatur. Ein Abriß in Text und Darstellung, Bd. 7).
- Kommerell, Max, Gedanken über Gedichte, Frankfurt a.M. 1943.
- Korff, Hermann A., Goethe im Bildwandel seiner Lyrik, Bd. 1, Hanau 1958.
- Meinecke, Friedrich, Lebenströster. Betrachtungen über zwei Goethesche Gedichte, in: Goethe. Neue Folge des Jahrbuchs der Goethe-Gesellschaft, Bd. 16 (1954), S. 198-212.
- Metzler-Literatur-Lexikon. Begriffe und Definitionen, hrsg. v. Günther u. Irmgard Schweikle, 2. überarb. Aufl., Stuttgart 1990.
- Rosenberg, Rainer, Epochen, in: Literaturwissenschaft. Ein Grundkurs, hrsg. v. Helmut Brackert und Jörn Stückrath, Reinbeck/Hamburg 1992.
- Schaefer, Johann Wilhelm, Goethe’s Leben, Bd. 1, Bremen 1851.
- Staiger, Emil, Goethe, Bd. 1, Zürich 1952.
- Titzmann, Michael, Vom „Sturm und Drang“ zur „Klassik“. „Grenzen der Menschheit“ und „Das Göttliche“ – Lyrik als Schnittpunkte der Diskurse, in: Jahrbuch der Deutschen Schillergesellschaft, 42. Jg. (1998), S. 42-63.
- Vollmer, Wilhelm, Wörterbuch der Mythologie, Nachdruck der Ausgabe von 1874, Erftstadt 2004.
- Wünsch, Marianne, Das lyrische Werk Johann Wolfgang von Goethes, in: Festschrift für Erich Trunz zum 90. Geburtstag. Vierzehn Beiträge zur deutschen Literaturgeschichte, hrsg. von Dietrich Jöns und Dieter Lohmeier, Neumünster 1998, S. 75-90.

[...]


[1] Zur Epocheneinteilung und ihrer Problematik vgl.: Rosenberg, Rainer, Epochen, in: Literaturwissenschaft. Ein Grundkurs, hrsg. v. Helmut Brackert und Jörn Stückrath, Reinbeck/Hamburg 1992, S. 269-279.

[2] Klassik, hrsg. v. Gabriele Wirsich-Irwin, Stuttgart 2002 (Die deutsche Literatur. Ein Abriß in Text und Darstellung, Bd. 7), 9-24.

[3] Metzler-Literatur-Lexikon. Begriffe und Definitionen, hrsg. v. Günther u. Irmgard Schweikle, 2. überarb. Aufl., Stuttgart 1990, S. 239f.

[4] Kommerell, Max, Gedanken über Gedichte, Frankfurt a.M. 1943, S. 447. Als Grundlage wurde der Text der Berliner Ausgabe (im folgenden als BA zitiert) gewählt: Goethe, Johann Wolfgang von, Berliner Ausgabe. Poetische Werke. Kunsttheoretische Schriften und Übersetzungen, hrsg. von einem Bearbeiter-Kollektiv unter Leitung von Siegfried Seidel u.a., 22 Bde., Berlin/Weimar 1960-78, Bd. 1, S. 332f.

[5] Schaefer, Johann Wilhelm, Goethe’s Leben, Bremen 1851, Bd. 1, S. 325.

[6] Grenzmann, Wilhelm, Goethe. Das Göttliche, in: Wege zum Gedicht. Mit einer Einführung von Edgar Hederer, hrsg. v. Rupert Hirschenauer und Albrecht Weber, München und Zürich 1956, S. 139-143, hier S. 140.

[7] Meinecke, Friedrich, Lebenströster. Betrachtungen über zwei Goethesche Gedichte, in: Goethe. Neue Folge des Jahrbuchs der Goethe-Gesellschaft, Bd. 16 (1954), S. 198-212, hier S. 200.

[8] Conrady, Karl Otto, Zwei Gedichte Goethes kritisch gelesen. „Grenzen der Menschheit“, „Das Göttliche“, in: ders., Literatur und Germanistik als Herausforderung. Skizzen und Stellungnahmen, 1. Aufl., Frankfurt a.M. 1974, 154-185, hier S. 176.

[9] Dietze, Walter, 1783. Menschliches, Göttliches, Menschliches. „Grenzen der Menschheit“ und „Das Göttliche“, in: Poesie der Humanität. Anspruch und Leistung im lyrischen Werk Johann Wolfgang Goethes, Berlin u. Weimar 1985, S. 118-142, hier S. 129.

[10] Titzmann, Michael, Vom „Sturm und Drang“ zur „Klassik“. „Grenzen der Menschheit“ und „Das Göttliche“ – Lyrik als Schnittpunkte der Diskurse, in: Jahrbuch der Deutschen Schillergesellschaft, 42. Jg. (1998), S. 42-63, hier S. 42. Zur Problematik des Entstehungszeitpunktes vgl. auch: Haile, Harry G., Christianity and Goetheanity. The Message of „Das Göttliche“, in: Vistas and Vectors. Essays Honoring the Memory of Helmut Rehder, hrsg. v. Lee B. Jennings u. George Schulz-Behrend, Austin 1979, S. 54-61.

[11] Vgl. zum Spinozastreit: Christ, Kurt, Jacobi und Mendelsohn. Eine Analyse des Spinozastreits, hrsg. v. Jörn Göres, Würzburg 1988.

[12] Christ, Kurt, „Der Kopf von Goethe, der Leib von Spinoza und die Füße von Lavater“. Goethes Gedichte „Das Göttliche“ und „Prometheus“ im Kontext ihrer Erstveröffentlichung durch Jacobi, in: Goethe-Jahrbuch, Bd. 109 (1992), S. 11-21, hier S. 13.

[13] Schaefer, Goethe’s Leben (wie Anm. 5), Bd. 1, S. 325.

[14] Hertel, ?, Das Göttliche. Gedicht von Göthe, in: Archiv für das Studium der neueren Sprachen und Literaturen, 7. Jg., Bd. 11 (1852), S. 169-177, hier S. 171.

[15] Vgl.: Dünzer, Heinrich, Goethes lyrische Gedichte. Erläuterungen zu den deutschen Klassikern, Bd. 1, Leipzig 1876, S. 338; Staiger, Emil, Goethe, Bd. 1, Zürich 1952, S. 378-380; Meinecke, Lebenströster (wie Anm. 7), S. 198-212; Korff, Hermann August, Goethe im Bildwandel seiner Lyrik, Bd. 1, Hanau 1958, S. 294; Beutler, Ernst, Peter im Baumgarten, in: ders., Essays um Goethe, hrsg. v. Christian Beutler, 7. vermehrte Aufl., Zürich und München 1980, S. 444-458.

[16] Dietze, 1783. Menschliches, Göttliches, Menschliches. „Grenzen der Menschheit“ und „Das Göttliche“ (wie Anm. 9); Conrady, Zwei Gedichte Goethes kritisch gelesen (wie Anm. 8). Vgl. auch: Wünsch, Marianne, Das lyrische Werk Johann Wolfgang von Goethes, in: Festschrift für Erich Trunz zum 90. Geburtstag. Vierzehn Beiträge zur deutschen Literaturgeschichte, hrsg. von Dietrich Jöns und Dieter Lohmeier, Neumünster 1998, S. 75-90, hier S. 81.

[17] Haile, Christianity (wie Anm. 10).

[18] Ebd., hier S. 135.

[19] BA (wie Anm. 4), Bd. 1, S. 332.

[20] Vgl. auch: Hart Nibbrig, Christian L., Ja und Nein. Studien zur Konstitution von Wertgefügen in Texten, Frankfurt a.M. 1974, S. 134; Dietze, 1783. Menschliches, Göttliches, Menschliches. „Grenzen der Menschheit“ und „Das Göttliche“ (wie Anm. 9), hier S. 119.

[21] Herder, Johann Gottfried, Briefe zur Beförderung der Humanität, hrsg. v. Heinz Stolpe in Zusammenarbeit mit Hans-Joachim Kruse u. Dietrich Simon, Bd. 1, Berlin u. Weimar 1971, S. 140.

[22] Dietze, 1783. Menschliches, Göttliches, Menschliches. „Grenzen der Menschheit“ und „Das Göttliche“ (wie Anm. 9), hier S. 142.

[23] BA (wie Anm. 4), Bd. 1, S. 331.

[24] Vgl. auch: Conrady, Zwei Gedichte Goethes kritisch gelesen (wie Anm. 8), hier S. 176.

[25] Ebd., S. 177.

[26] Grenzmann, Goethe. Das Göttliche (wie Anm. 6), hier S. 140.

[27] Ebd., hier S. 141.

[28] Beutler, Peter im Baumgarten (wie Anm. 15), hier S. 453.

[29] Conrady, Zwei Gedichte Goethes kritisch gelesen (wie Anm. 8), hier S. 178.

[30] BA, Bd. 2, S. 401.

[31] Conrady, Zwei Gedichte Goethes kritisch gelesen (wie Anm. 8), hier S. 178.

[32] Titzmann, Vom „Sturm und Drang“ zur „Klassik“. (wie Anm. 10), hier S. 60.

[33] Hart Nibbrig, Ja und nein (wie Anm. 20), S. 135.

[34] Meinecke, Lebenströster (wie Anm. 7), S. 207.

[35] Grenzmann, Goethe. Das Göttliche (wie Anm. 6), hier S. 141.

[36] Ebd., hier S. 141.

[37] Beutler, Peter im Baumgarten (wie Anm. 15), hier S. 453.

[38] Hertel, Das Göttliche (wie Anm. 14), hier S. 176.

[39] Vgl. auch: Beutler, Peter im Baumgarten (wie Anm. 15), hier S. 455.

[40] Grenzmann, Goethe. Das Göttliche (wie Anm. 6), hier S. 142.

[41] Grenzmann, Goethe. Das Göttliche (wie Anm. 6), hier S. 142. Vgl. auch: Conrady, Zwei Gedichte Goethes kritisch gelesen (wie Anm. 8), hier S. 179.

[42] Vgl. dazu auch: Hertel, Das Göttliche (wie Anm. 14), hier S. 173ff; Meinecke, Lebenströster (wie Anm. 7), S. 201; Dietze, 1783. Menschliches, Göttliches, Menschliches. „Grenzen der Menschheit“ und „Das Göttliche“ (wie Anm. 9), hier S. 136.

[43] Vgl. dazu: Vollmer, Wilhelm, Wörterbuch der Mythologie, Nachdruck der Ausgabe von 1874, Erftstadt 2004, S. 31-33.

[44] Dietze, 1783. Menschliches, Göttliches, Menschliches. „Grenzen der Menschheit“ und „Das Göttliche“ (wie Anm. 9), hier S. 139.

[45] Titzmann, Vom „Sturm und Drang“ zur „Klassik“. (wie Anm. 10), hier S. 53.

[46] Hart Nibbrig, Ja und nein (wie Anm. 20), S. 135.

[47] Meinecke, Lebenströster (wie Anm. 7), S. 202.

[48] Grenzmann, Goethe. Das Göttliche (wie Anm. 6), hier S. 142.

[49] Grenzmann, Goethe. Das Göttliche (wie Anm. 6), hier S. 140. Grenzmanns Interpretation läge die sogenannte „Goldene Regel“ (Was Du nicht willst, das man Dir tut, das füg’ auch keinem anderen zu!) zugrunde, die auf einer außenstehenden, richtenden Instanz beruht. Kants Kategorischer Imperativ beruht auf einer inneren Gesetzgebung, die von der eigenen Vernunft ausgeht.

[50] Conrady, Zwei Gedichte Goethes kritisch gelesen (wie Anm. 8), hier S. 180.

[51] Grenzmann, Goethe. Das Göttliche (wie Anm. 6), hier S. 143.

[52] Wünsch, Das lyrischer Werk Goethes (wie Anm. 16), hier S. 82.

[53] Klassik (wie Anm. 2), S. 9.

[54] Dietze, 1783. Menschliches, Göttliches, Menschliches. „Grenzen der Menschheit“ und „Das Göttliche“ (wie Anm. 9), hier S. 140.

[55] Klassik (wie Anm. 2), S. 16.

[56] Grenzmann, Goethe. Das Göttliche (wie Anm. 6), hier S. 143.

[57] Hart Nibbrig, Ja und nein (wie Anm. 20), S. 135.

[58] Wünsch, Das lyrischer Werk Goethes (wie Anm. 16), hier S. 83.

[59] Conrady, Zwei Gedichte Goethes kritisch gelesen (wie Anm. 8), hier S. 183.

19 von 19 Seiten

Details

Titel
"Edel sei der Mensch". Das "Klassische" in Goethes "Das Göttliche".
Hochschule
Westfälische Wilhelms-Universität Münster
Veranstaltung
Hauptseminar: Was ist Klassik?
Note
sehr gut
Autor
Jahr
2006
Seiten
19
Katalognummer
V110236
Dateigröße
436 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Edel, Mensch, Klassische, Goethes, Göttliche, Hauptseminar, Klassik
Arbeit zitieren
Christof Spannhoff (Autor), 2006, "Edel sei der Mensch". Das "Klassische" in Goethes "Das Göttliche"., München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/110236

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