Goethe, Johann Wolfgang von - Mailied - Interpretation


Referat / Aufsatz (Schule), 2006

7 Seiten, Note: 14


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Inhalt:

I. Einleitung

II. Hauptteil Analyse

III. Schluss

I. Einleitung

„Die Liebe ist das Fieber Und auch der Fieberwahn

Die Liebe ist ein Schmetterling Auf der Autobahn“

(Funny van Dannen)

Die Liebe ist etwas Unfassbares, Irrationales und Übergroßes. Sie spielt für jeden von uns eine entscheidende Rolle im Leben, ist sie doch durch nichts zu ersetzen. Noch überwältigender ist es, wenn man vom Hauch einer neuen Liebe wach geküsst wird und zu neuem Leben erwacht.

Jeher versucht man, diesem Gefühl Ausdruck zu verleihen, man versucht dieses irrationale Gefühl in ein Kleid aus rationalen Worten zu hüllen. Sie ist ein Schmetterling auf der Autobahn oder goldene Morgenwolken auf jenen Höh’n.

Johann Wolfgang von Goethes Gedicht „Mailied“, verfasst 1771, ist eine solche Ode an das Wortkleid der Liebe. Es ist Teil Goethes „Sesenheimer Lieder“, zu denen man auch sein Werk „Willkommen und Abschied“ zählt. Beide Gedichte sind charakteristisch für die Epoche des Sturm und Drangs, sowohl syntaktisch als auch semantisch.

II. Hauptteil Analyse

Im Gedicht beschreibt Goethe anhand eigener Erfahrungen, wie überwältigend und mitreißend das Gefühl ist, frisch verliebt zu sein. Hierbei wird besonders auf den Zusammenhang mit der Natur eingegangen. Goethe nutzt die Metapher des Frühlings und dessen Erscheinungen, um seine eigenen Gefühle auszudrücken. Dies kommt in den ersten beiden Zeilen zum Ausdruck: „Wie herrlich leuchtet / Mir die Natur!“ (Z. 1-2). Selbigem wird durch das Ausrufezeichen Nachdruck verliehen. Die erste Strophe besteht aus drei Ausrufen, die als Anapher alle mit dem Wort „wie beginnen, wobei „wie“ hier keine Frage ausdrückt, sondern als Vergleich die Überraschtheit des lyrischen Ichs. Dieses „wie“ findet man im ganzen Gedicht verteilt immer wieder als sprachliches Mittel. Das Gedicht ist in neun Strophen geteilt und hat eine relativ gebundene Reimform, wobei die Strophen zwei und drei aus dem Rahmen fallen. Die Metrik des Gedichts ist klar strukturiert, innerhalb einer Strophe folgt auf eine fünfsilbige Zeile immer eine viersilbige. Das gesamte Gedicht drückt durch Metaphern, Neologismen und Interjektionen die Unfassbarkeit der Liebe aus. In der ersten Strophe wird „die Flur“ personifiziert, und indem sie „lacht“, wird das Liebesmotiv des lyrischen Ichs erstmals auf die Natur übertragen. Diese Vorgehensweise ist typisch für die Lyrik des Sturm und Drangs, da diese sich oft mit der Natur und auf sie projizierten Gefühlen beschäftigte. Auch das Wort „dringen“ aus Zeile 5 in der zweiten Strophe drückt den stürmerischen Charakter des Gedichts aus. Das Wort „jedem“ in Zeile 6 drückt die Gesamtheit der Natur aus, man findet das Wort variiert an weiteren Stellen im Gedicht, so in Zeile 10: „Aus jeder Brust“. Hierbei kommt das Gefühl des lyrischen Ichs zum Ausdruck, die Liebe sei allumfassend und schließt jedes Lebewesen und die ganze Welt mit ein.

7 von 7 Seiten

Details

Titel
Goethe, Johann Wolfgang von - Mailied - Interpretation
Note
14
Autor
Jahr
2006
Seiten
7
Katalognummer
V110499
Dateigröße
518 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Goethe, Johann, Wolfgang, Mailied, Interpretation
Arbeit zitieren
Luise Matthes (Autor), 2006, Goethe, Johann Wolfgang von - Mailied - Interpretation, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/110499

Kommentare

  • shqiponja elizaj am 1.5.2011

    sehr gut gemacht der schluss satz hat mir viel gebracht danke :)

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Titel: Goethe, Johann Wolfgang von - Mailied - Interpretation



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