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Die Pädagogik des August Hermann Francke und wie sie in den Frankeschen Anstalten angewandt wurde

Titel: Die Pädagogik des August Hermann Francke und wie sie in den Frankeschen Anstalten angewandt wurde

Hausarbeit , 2002 , 15 Seiten , Note: 2

Autor:in: Katharina Albrecht (Autor:in)

Pädagogik - Geschichte der Pädagogik
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Zusammenfassung Leseprobe Details

August Hermann Francke war ein Mann, der in seiner Zeit Großes geleistet hat. Er war Christ mit ganzer Seele, ein Mitbegründer einer neuen Glaubensrichtung. Er war Gelehrter und Pädagoge. Und genau dort vollbrachte er sein größtes Werk. Er revolutionierte die Pädagogik seiner Tage und schuf eine Schulstadt riesigen Ausmaßes.
Doch nicht allen erscheint Franckes Pädagogik als positiv.
"Den einen gilt sie als der Inbegriff christlicher Erziehungsweisheit, den anderen als finsterer Methodismus, als Vergewaltigung des Individuums, als pädagogischer Krampf"
Im folgenden soll nun das Werk Franckes betrachtet und bewertet werden.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

1. Historischer Hintergrund

2. Leben des August Hermann Francke

3. Gründung der Anstalten

4. Seine Pädagogik

a) Die Erziehung der Kinder zum wahren Glauben.

b) Erziehung zur rechten Arbeit

5. Ordnung der Anstalten

6. Gewinnbringende Institute

7. Bewertung

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Diese Arbeit befasst sich mit der pädagogischen Reformarbeit von August Hermann Francke und der Entwicklung der nach ihm benannten Hallischen Anstalten, wobei die Wirksamkeit seiner Methoden sowie deren historischer Kontext kritisch hinterfragt werden.

  • Historische Einordnung des Pietismus und pädagogischer Reformbewegungen
  • Biografie und Wirken von August Hermann Francke
  • Struktur und pädagogisches Konzept der Hallischen Anstalten
  • Finanzierung und ökonomische Absicherung der Bildungseinrichtungen
  • Kritische Bewertung der pädagogischen Methoden und ihrer langfristigen Bedeutung

Auszug aus dem Buch

4. Seine Pädagogik

Die Grundlage seiner Pädagogik bildete der Pietismus, mit dem Ziel, die Kinder zur Gottseligkeit und christlichen Klugheit zu erziehen, den Voraussetzungen für die Ehre Gottes.

Gottseligkeit bedeutete für Francke folgendes: „Der recht erzogene Mensch gibt Gott die Ehre, d.h. er vertraut ihm und er dient ihm. Nicht mehr und nicht weniger soll der Begriff >>Gottseligkeit<< ausdrücken. Er bezeichnet nicht einen entrückten Gemütszustand, sondern den Glaubensgehorsam."

Christliche Klugheit hieß seine von Gott geschenkten Begabungen zum Wohl seines Nächsten, also dem Gemeinwohl zu entwickeln und zu gebrauchen. Das beinhaltete auch pausenlose Aktivität, da Gott möchte, dass wir unsere Zeit effektiv nutzen.

Francke räumte zwar ein gewisses Maß an Ruhe als berechtigt ein, meinte damit aber ausschließlich die Nachtruhe und keine Arbeitspausen tagsüber. Das wäre Müßiggang, wonach nur der schwache und sündige Mensch strebt. Seine Schüler sollten Fleiß, Gehorsam und Ehrlichkeit lernen.

Franckes Pädagogik lässt sich in zwei Bereiche einteilen, nämlich in die „irdische" und in die „überirdische" Erziehung. Das heißt, auf der einen Seite sollte der Schüler zum Christentum geführt werden, auf der anderen sollte ihm ein großes Allgemeinwissen vermittelt werden, das ihm in seinem weiteren irdischen Leben hilfreich sei.

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Einführung in die Person August Hermann Francke und die polarisierte Sichtweise auf sein pädagogisches Werk.

1. Historischer Hintergrund: Darstellung der aufklärerischen Einflüsse und der Entstehung des Pietismus als kirchliche Gegenbewegung.

2. Leben des August Hermann Francke: Biografischer Abriss von Franckes Herkunft, seinem Werdegang als Gelehrter und seiner Hinwendung zum Pietismus.

3. Gründung der Anstalten: Beschreibung der schwierigen Anfänge in Glaucha und der Vision einer Schule zur Bekämpfung geistiger und materieller Not.

4. Seine Pädagogik: Erläuterung der zweigeteilten Erziehungsmethodik hinsichtlich religiöser Bekehrung und praxisorientierter Arbeitserziehung.

5. Ordnung der Anstalten: Analyse des Schulsystems, das auf strenger Disziplin, Fachsystemen und der Integration von Lehrerausbildung beruhte.

6. Gewinnbringende Institute: Erläuterung der ökonomischen Unabhängigkeit durch Druckereien, Apotheken und Eigenwirtschaft.

7. Bewertung: Kritische Reflexion über die Bedeutung Franckes für die Bildungsgeschichte im Kontrast zu heute veralteten Erziehungsmethoden.

Schlüsselwörter

August Hermann Francke, Pietismus, Hallische Anstalten, Pädagogik, Schulerziehung, Glaubensgehorsam, Arbeitsethos, Schulstadt, Armenschule, Didaktik, Bildungsgeschichte, Aufklärung, Erziehungslehre.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht das pädagogische Wirken von August Hermann Francke und den Aufbau seiner Bildungseinrichtungen in Halle im späten 17. und frühen 18. Jahrhundert.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Im Zentrum stehen die Verknüpfung von pietistischer Glaubenslehre, praxisorientierter Berufsausbildung und der ökonomischen Selbstversorgung der Schulen.

Welches Ziel verfolgt die Arbeit?

Das Ziel ist eine sachliche Betrachtung und Bewertung der Erfolge und Methoden Franckes, eingebettet in den gesellschaftlichen Kontext der Zeit.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Es handelt sich um eine historische Analyse, die auf Literaturrecherche und der Auswertung zeitgenössischer pädagogischer Ansätze basiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Biografie Franckes, die Gründungsgeschichte der Anstalten, eine detaillierte Ausarbeitung der Pädagogik sowie die Darstellung der Finanzierungsstrukturen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Pietismus, Pädagogik, Hallische Anstalten, Reformpädagogik und Arbeitsethos.

Wie sicherte Francke die Finanzierung seiner Schulen?

Durch die Gründung wirtschaftlich erfolgreicher Einrichtungen wie einer Buchhandlung mit Druckerei, einer Apotheke und der Medikamentenexpedition wurde die finanzielle Unabhängigkeit erreicht.

Warum wird Franckes Pädagogik aus heutiger Sicht als problematisch eingestuft?

Die Methoden zur Bekehrung, der Bruch des kindlichen Eigenwillens und die extremen Anforderungen an Konzentration und Arbeitsdisziplin widersprechen modernen pädagogischen Prinzipien der Individualität und Kindgerechtigkeit.

Ende der Leseprobe aus 15 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Die Pädagogik des August Hermann Francke und wie sie in den Frankeschen Anstalten angewandt wurde
Hochschule
Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg  (Erziehungswissenschaftliches Seminar)
Note
2
Autor
Katharina Albrecht (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2002
Seiten
15
Katalognummer
V11114
ISBN (eBook)
9783638173674
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Pädagogik August Hermann Francke Frankeschen Anstalten
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Katharina Albrecht (Autor:in), 2002, Die Pädagogik des August Hermann Francke und wie sie in den Frankeschen Anstalten angewandt wurde, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/11114
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Leseprobe aus  15  Seiten
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