Wissensvermittlung durch Informations- und Kommunikationstechnologien - Befinden wir uns in einer Wissensgesellschaft?


Hausarbeit, 2006

30 Seiten, Note: 2,0


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Inhaltsverzeichnis

I. Einleitung

1. Digitaler Wandel des Wissens
1.1 Veränderung der Wissensvermittlung
1.2 Informations- und Wissensvermittlung durch das Internet

2. Der Umgang mit Wissen aus dem Internet
2.1 Suchen und Finden
2.2 Medienkompetenz

3. Wirtschaft in der digitalen Welt

4. Wissenschaft in der digitalen Welt

5. Wissensgesellschaft – ja oder nein?

Literaturverzeichnis

Wissend ist, wer weiß,

wo er findet, was er noch nicht weiß.

(Georg Simmel)[1]

I. Einleitung

Befinden wir uns auf dem Weg in eine Wissensgesellschaft? Mit dieser Frage beschäftigt sich im Folgenden die vorliegende Arbeit.

Der Begriff Wissensgesellschaft charakterisiert - vereinfacht dargestellt - eine Gesellschaft, in der Wissen für eine Reihe von gesellschaftlichen Aufgaben und Funktionen immer zentraler wird. Dies bedeutet, dass die Produktivkräfte Arbeit, Boden und Kapital immer mehr an Bedeutung verlieren, während Information und Wissen immer stärker an Bedeutung gewinnen.[2]

Wissenschaftliche Konzepte zum Phänomen „Wissensgesellschaft“ reichen weit zurück. Bereits 1948 prognostizierte der amerikanischer Wissenschaftler Norbert Wiener die Entstehung einer Informationsgesellschaft. In den 1960er Jahren tauchte dieser Gesellschaftsbegriff dann bei Fritz Machlup im Rahmen volkswirtschaftlicher Studien in den USA auf.[3] Der amerikanische Soziologie Daniel Bell entwickelte 1973 ebenfalls einen Vorläuferbegriff der Wissensgesellschaft – die Postindustrielle Gesellschaft. Das Konzept der Postindustriellen Gesellschaft betont die zentrale Stellung des theoretischen Wissens und das zunehmende Übergewicht der Dienstleistungswirtschaft über die produzierende Wirtschaft. Auch in Japan wurde der Wandel zur Informationsgesellschaft relativ früh erkannt. Bereits 1963 erwähnte der japanische Wissenschaftler Tadao Umesao den Begriff der Informationsgesellschaft in seiner Stufentheorie.[4]

Im ersten Teil dieser Arbeit wird zuerst der digitale Wandel des Wissens beschrieben. Hierzu zählen die Veränderungen der Wissensvermittlung innerhalb Schulen, Hochschulen und Bibliotheken, wie auch die Wissensvermittlung durch das Internet, insbesondere durch Suchmaschinen, Online-Enzyklopädien etc.

Der zweite Teil handelt sodann vom Umgang mit dem aus dem Internet gewonnenen Wissen. Konkret wird darin auf die erforderlichen Kompetenzen, um sich im World Wide Web zurechtzufinden, eingegangen.

In Punkt drei und vier wird dargestellt, wie sich sowohl die Wirtschaft wie auch die Wissenschaft durch die zunehmende Digitalisierung bisher verändert haben und sich weiterhin verändern werden.

Im letzten Teil des Aufsatzes wird dann abschließend versucht, eine Antwort auf die Frage „Befinden wir uns auf dem Weg in eine Wissensgesellschaft?“ zu geben.

1. Digitaler Wandel des Wissens

1.1 Veränderung der Wissensvermittlung

Im Zuge der zunehmenden Digitalisierung hat sich das gesamte System des Wissenstransfers in unserer Gesellschaft massiv verändert.[5] Im Folgenden stehen die grundlegenden Veränderungen im Schul-, Hochschul- sowie im Bibliothekswesen im Mittelpunkt dieser Arbeit.

Schulen

Neue Medien und auch das Internet erlangen in Schulen eine immer größere Bedeutung. Die Institution Schule hat in der heutigen „Wissensgesellschaft“ die wichtige Aufgabe, die Schüler und Schülerinnen auf die Anforderungen der „neuen“ Gesellschaft vorzubereiten, d.h. sie muss neben der fachlichen Qualifikation auch Medienkompetenz lehren. In dieser Entwicklung hat sich auch die Lehrerrolle gewandelt: Der Lehrer ist nun nicht mehr nur der Besitzer von Kenntnissen, sondern viel mehr der Vermittler von Informationen, Fähigkeiten und Fertigkeiten und Mitgestalter von Lernprozessen. Die Schüler müssen den Umgang mit dem PC allgemein – hier sollte schon in den untersten Klassen darauf geachtet werden, dass den Schülern die Angst vor dem PC genommen wird, auch wichtig ist das Erlernen des „blinden“ Schreiben auf der Tastatur - und dem Internet im Speziellen lernen. Dazu gehören unter anderem die Informationsrecherche mit Suchmaschinen, der kritische Umgang mit den Informationen, die Übermittlung der Informationen und technisch vermittelte Kommunikation via E-Mail etc..[6]

Unterricht im Zusammenhang mit den Informations- und Kommunikationstechnologien bedeutet „Öffnung für fachübergreifende Sichtweisen innerhalb des Fachunterrichts [...]und Öffnung des Unterrichts durch Kooperation mit außerschulischen Partnern“.[7]

➔ Es ist heute wichtig, dass Lehrer ihren Schülern Strategien im Umgang mit den Neuen Medien vermitteln und Schulen ihnen die technischen Mittel zur Verfügung stellen.

Hochschulen

Die Lehre an den Hochschulen hat sich in den letzten zehn Jahren durch die medientechnischen Entwicklungen in ihrer inneren Struktur stark verändert:

Durch multimediale, interaktive Lernsysteme und das Internet im Allgemeinen sind die Studenten nun in der Lage, den Lernstoff – oder zumindest Teile des Lernstoffes – selbständig und vor allem ortsunabhängig und zeitlich flexibel zu erarbeiten. Wo es 1997 noch nicht möglich war, Studenten grundsätzlich darauf zu verpflichten, sich ihre Lern- und Übungsmaterialien aus dem Internet zu beschaffen, geschweige denn, sich online für Klausuren anzumelden[8], sieht der Uni-Alltag heute schon ganz anders aus: Die meisten Professoren stellen inzwischen ihre Lehrmaterialien im Internet bereit – einige sogar ausschließlich dort. An einigen Fakultäten bzw. ganzen Universitäten ist auch die Prüfungsanmeldung nur Online möglich. Auch die Prüfungsergebnisse finden die Studierenden nicht mehr nur am „Schwarzen Brett“ des jeweiligen Lehrstuhls, sondern erhalten sie von ihrem Dozenten per E-Mail oder rufen sie auf der Homepage des Dozenten oder der des Online-Prüfungsamtes ab. Selbst die Anmeldung bzw. Immatrikulation an einer Universität geht oftmals mit einer vorherigen Online-Bewerbung einher.

Ein eigener PC mit Internetzugang ist zwar noch immer keine Voraussetzung für einen Hochschulbesuch, da jede Universität mittlerweile über ausreichend CIP-Pools verfügt, aber es ist dennoch von großem Vorteil, wenn die Studierenden im Besitz eines PCs und Internetzugangs sind, da das World Wide Web im universitären Bereich inzwischen eine sehr große Rolle spielt.

Dies zeigen auch die Daten, die im Rahmen der 16. Sozialerhebung des Deutschen Studentenwerks (DSW) erhoben wurden. Untersucht wurde hierbei die Computernutzung und der Einsatz neuer Medien im Studium:

„Computer und Internet gehören längst selbstverständlich zu den Lern- und Arbeitsmitteln der meisten Studierenden. 97% haben die Möglichkeit, einen PC zu nutzen, 85% besitzen einen eigen Computer, drei Viertel arbeiten im PC-Pool ihrer Hochschule und 60% benutzen sowohl ihren eigenen PC als auch Computer im Hochschulbereich. Die Nutzungsquote von Internet und Online-Diensten liegt etwas darunter: 87% der Studierenden zählen zu den Usern des WWW, genau so viele haben eine eigene E-Mail-Adresse, wobei nur reichlich die Hälfte (55%) über einen Internetanschluss im Wohnbereich verfügt.

Die Verwendung von PC und Internet verlagert sich im Verlaufe des Studiums sukzessive in den häuslichen Bereich, was vor allem mit einer zunehmend besseren privaten Ausstattung und Veränderungen in den Studienanforderungen zusammenhängt.“[9]

Jedoch sollte an dieser Stelle auch erwähnt werden, dass das Internet den realen Universitätsbesuch noch lange nicht verdrängt hat und ihn auch in Zukunft nicht komplett verdrängen wird.

Experten, allen voran Hochschullehrer und Mitglieder der Hochschulverwaltung sind sich einig, dass Hochschulen auch zukünftig auf die Präsenzlehre bauen werden – multimediale Lernsysteme und das Internet werden weiterhin eher als Ergänzung statt als Ersatz angesehen.[10] So können z. B. Seminarthemen durch Informationshinweise im Internet abgerundet, Online-Recherche und der kurze Gedankenaustausch über den Inhalt einer Hausarbeit mit dem zuständigen Dozenten per E-Mail ermöglicht werden, ohne das Studierende dabei ganz auf das persönliche Gespräch mit Kommilitonen und/oder Professoren verzichten müssen. Auch das gemeinsame Arbeiten an einem Referat kann durch die Möglichkeit der Online-Kommunikation erleichtert werden, da ein persönliches Zusammentreffen nicht zwingend notwendig ist und sich die einzelnen Referatspartner über E-Mail austauschen bzw. sich die Ausarbeitungen gegenseitig zuschicken können.[11]

Bibliothekswesen

Auch das Bibliothekswesen hat in den letzten Jahren eine starke Veränderung erfahren. Um weiterhin existieren zu können musste es sich den veränderten gesellschaftlichen und technischen Bedingungen anpassen. Bibliotheken sahen sich immer mehr gezwungen, ihren Kunden elektronische Angebote zur Verfügung zu stellen. Zettelkästen und Schlagwortkataloge - die klassischen Werkzeuge aller Bibliotheken - wurden längst durch Datenbanken ersetzt. Diese ermöglichen eine Online-Abfragung des Titelbestandes. So kann bequem von zuhause aus - auch in weit entfernten Bibliotheken - recherchiert werden, ob die benötigten bzw. gewünschten Titel vorhanden sind, ob diese gerade ausgeliehen sind und wenn sie tatsächlich verfügbar sind, dann gibt uns der Online-Katalog auch über den Standort Auskunft.[12]

Bibliotheken und Archive wurden einst geschaffen, um die langfristige Zugänglichkeit von aufgezeichneten Informationen und aufgezeichnetem Wissen sicher zu stellen, dies taten sie bis heute und werden es auch in Zukunft tun – nur in veränderter Form. Dennoch sind die traditionellen Bibliotheken derzeit kaum noch in der Lage, ihrer Rolle als Mittler in der „Wissensgesellschaft“ gerecht zu werden – zumindest nicht für Wissenschaftler und Spezialisten, deshalb ist eine Entwicklung von der traditionellen Bibliothek hin zur digitalen Bibliothek vonnöten. Die digitale Bibliothek kann wie folgt definiert werden:

"ein verteiltes Informationssystem, das eine zuverlässige Aufbewahrung und effektive Nutzung heterogener Sammlungen von elektronischen Dokumenten (Text, Graphik, Audio, Video etc.) auf dem Weg globaler Datenübertragungsnetze auf eine für den Endnutzer bequeme Art sicherstellt"[13].

Wohl die größte Herausforderung ist der Umgang mit der hybriden Form des Wissens und Bibliothekswesens. Sowohl die Bibliotheken als auch die Gesellschaft muss sich bewusst sein, dass die Bibliotheken eine ganze Zeit lang althergebrachte Systeme beibehalten muss und gleichzeitig ein Interface zwischen Altem und Neuem schaffen muss. Dies bedeutet, dass permanent beträchtliche Mittel investiert werden müssen, diese Investitionen jedoch sollen von der Gesellschaft übernommen werden.[14]

Bibliotheken müssen ein Treffpunkt für die vielen Prozesse und Phänomene der Informationsgesellschaft sein. Es muss sichergestellt sein, dass sie es nicht weniger sind, sondern noch zentraler werden als sie es im Industriezeitalter waren.[15]

1.2 Informations- und Wissensvermittlung durch das Internet

Suchmaschinen

Da das Internet eine völlig unzusammenhängende und unsortierte Ansammlung einer Vielzahl von Webseiten ist, deren Anzahl keine Minute lang konstant bleibt, sind Suchmaschinen unerlässlich, will man im World Wide Web bestimmte Informationen erhalten. Dies erklärt auch die hohe Anzahl derer: „Sucharchiv.com verzeichnete Anfang 2005 um die 4.700 Suchmaschinen, Archive und Portale zum Auffinden von Informationen im Internet.“[16]

Wie durch diese Zahl erkennbar wird, gibt es neben Google und Yahoo! Noch unzählige weitere Suchmaschinen. Die Idee zur ersten Suchmaschine Archie hatte 1990 der damalige Student der McGill-Universität Montreal Alan Emtage. Archie durchsuchte jedoch noch nicht das WWW, sondern nur FTP-Server; dadurch sollte die Suche nach Daten und Dokumenten erleichtert werden. 1993 wurde dann vom MIT-Student Matthew Gray die erste Maschine entwickelt, die auch das Web durchforschte : The Wanderer.

Bereits zwei Jahre später gründeten die Studenten David Filo und Jerry Yang das Unternehmen Yahoo!, das von Anfang an ein strukturelles, redaktionelles Verzeichnis anbot. Lycos startete bereits im Juli 1994. Den jedoch größten Erfolg hatte seit seiner Einführung im September 1998 Google.[17]

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb. 1: Suchmaschine[18]

Suchmaschinen sind bei der Recherche zu Haus-, Seminar- Magister/Diplomarbeiten oftmals die erste Anlaufstelle – noch vor der Bibliothek. Vorab kann so geklärt werden, ob genügend Informationen zu einem bestimmten Thema im Internet zur Verfügung stehen oder ob man sein Thema noch einmal überdenken sollte. Auch beim Lernen auf Klausuren sind Suchmaschinen hilfreich, denn dank ihrer Hilfe können Fragen schnell beantwortet werden – es ist nicht mehr unbedingt nötig, darauf zu warten, bis man Mitschüler, Kommilitonen, Lehrer oder Dozenten persönlich wieder trifft, um mit ihnen über den Lehrstoff zu diskutieren.

Online-Enzyklopädien (am Beispiel Wikipedia; http://de.wikipedia.org/wiki/Hauptseite )

Durch das Internet hat sich auch die Art der Wissensbeschaffung sowie –vermittlung verändert: klassische Enzyklopädien sind heutzutage nicht mehr in der Lage, ein abgerundetes und aktuelles Wissen zu vermitteln und verlieren infolgedessen immer mehr an Bedeutung.

"Das Ziel einer Encyclopädie ist es, alles Wissen zu versammeln, das jetzt über die Erdoberfläche verstreut ist, den Zeitgenossen seinen allgemeinen Aufbau bekannt zu machen und es den Nachkommen zu überliefern, auf dass die Mühen der Vergangenheit kommenden Zeiten zum Nutzen gereichen und unsere Enkel gebildeter, tugendhafter und glücklicher werden..." (Zitat von Denis Diderot)[19]

Der aktuelle Wissensbestand ist laut Dieter Zimmer heute 16-mal so groß wie vor 50 Jahren und wird in den nächsten 50 Jahren 256-mal so groß sein.[20] Aufgrund dieser explosionsartigen Vermehrung des Wissensbestands erfordern Enzyklopädien heutzutage komplexe Darstellungsformen, die den Rahmen des Buchdrucks sprengen würden.[21] Online-Enzyklopädien schaffen hier Abhilfe, weil im World Wide Web keine Speicherbegrenzungen herrschen. Somit können hier die Wissensgebiete und Themen viel umfangreicher und detaillierter formuliert werden, zudem erlaubt das WWW auch Hyperlinks, die Themen können also miteinander verknüpft und verlinkt werden. Dies ermöglicht eine flexiblere Anordnung der Inhalte. D.h. dass Inhalte nicht mehr nur nach dem Alphabet gesucht werden können, sondern auch nach Jahreszahlen, Kategorien und Themenportale. Ein weiterer Vorteil von Online-Lexika ist ihre Gegenwartsbezogenheit: Aktuelle Geschehnisse werden relativ schnell aufgegriffen und zur Verfügung gestellt.[22]

Wikipedia ist ein Beispiel einer solchen Online-Enzyklopädie. Hierbei handelt es sich um ein Wissensnetz, in dem Informationen von den Nutzern abgerufen und aktiv mitgestaltet werden können. Die einzelnen Artikel können gelesen, ergänzt, korrigiert oder umgeschrieben werden. Das Besondere an diesem Projekt ist das Fehlen einer Redaktion – stattdessen liegt die Entscheidungsmacht bei den Nutzern. An ihnen liegt es, welche Artikel geschrieben und eingestellt werden. Wikipedia gibt es neben Englisch und Deutsch auch in vielen weiteren Sprachen; sogar Kunstsprachen wie Esperanto und Interlingua sind vertreten. Der Artikelbestand wächst rasant an: Ende 2004 verfügte die deutschsprachige Wikipedia-Version bereits über 186.000 Artikel.[23]

Chat

Wissensvermittlung und -kommunikation kann heutzutage auch in so genannten Chat-Rooms stattfinden. Unter „chatten“ versteht man die elektronische Unterhaltung mehrerer Personen über das Internet in Echtzeit.[24]

Chats ermöglichen Unterhaltungen mit einer beliebigen Anzahl von Usern in Channels – oder aber auch nur zwischen zwei Teilnehmern (Privatchat).

Daneben gibt es das Instant Messaging; hierbei wird die Unterhaltung nicht in öffentlichen Kanälen geführt, sondern ist nur zwischen denjenigen möglich, die die hierfür benötigte Software auf ihrem PC installiert haben. Instant Messenger sind Programme, die den User als „online“ markieren. Somit kann dieser von anderen Online-Usern, die ihn in ihrer Freundesliste („Buddy“) aufgenommen haben, kommunizieren. Durchgesetzt hat sich in diesem Bereich das System „ICQ“. Auch „Telefonieren“ ist über ICQ möglich: mit Hilfe eines Mikrophons und Lautsprecher kann man nicht nur geschriebene Nachrichten austauschen, sondern auch fernmündliche.

Chat-Gespräche sind zwar im Allgemeinen als Kaffeeklatsch und Kontaktbörsen verschrien, doch stellen sie auch eine Art der Wissensvermittlung dar: So gibt es z. B. auch „Quiz-Chats“. Hier stellt ein Moderator Fragen aus allerlei Wissensgebieten und die Teilnehmer können diese beantworten. Bei richtigen Antworten werden Punkte vergeben.

Neben den geselligen und unterhaltsamen Chats gibt es auch Chats zur direkten und ausschließlichen Wissenskommunikation. Ein Beispiel hierfür sind etwa Experten-Interviews (http://www.politik-digital.de/salon/transcripte/index.shtml).[25]

Die Nutzung von Chats zum Wissensaustausch sollte nicht unterschätzt werden. Chatrooms stellen einen riesigen Wissenspool zur Verfügung, da die Teilnehmer zum Teil weltweit verstreut und aus beliebigen Schichten vertreten sind. Das zeitgleiche Fragen und Antworten gewährleistet Schnelligkeit im Wissensaustausch. Auch das Austauschen von Dokumenten ist während des chattens möglich – die Teilnehmer können sich ohne Medienbrüche Programme oder Bilder zusenden.

Doch ergeben sich auch einige Probleme beim Wissensaustausch in Chats: schnelles Lesen und Schreiben sind besonders bei der Kommunikation in Chaträumen erforderlich, da in der Regel sehr viele User gleichzeitig an einer Unterhaltung teilnehmen und ihre Beiträge zu bestimmten Themen / Fragen abgeben. Wer nicht in der Lage ist, diese Beiträge schnell zu lesen und genauso schnell darauf zu reagieren, verliert den Überblick und kann sich an der Unterhaltung nicht mehr beteiligen. Aus dieser Geschwindigkeit und der daraus resultierenden Inkohärenz des Textflusses heraus kann es zur Informationsüberlastung kommen.[26]

Ergebnisse einer Chat-Studie, durchgeführt von Döring und Pöschl im Jahr 2003[27], ergaben folgendes:

„Die Effektivität der Wissenskommunikation lässt sich aus den Gesprächsprotokollen erschließen: Es zeigte sich, dass gut zwei Drittel aller Probleme unmittelbar im Chat gelöst werden konnten [...]. Auch in der Online-Befragung äußerten die Chatter, dass ihre themenbezogenen Anfragen oft zufrieden stellend beantwortet wurden.[28]

E-Mail, Diskussions- und Webforen

Doch auch via E-Mail und Diskussions- bzw. Webforen kann Wissen vermittelt und ausgetauscht werden. Bei E-Mails können Dokumente als Anhang verschickt werden. Die E-Mail stellt – anders als das Telefon – ein asynchrones Kommunikationsmittel dar. Dies bedeutet, dass die Mail auch dann versandt werden kann, wenn der Empfänger sie nicht sofort entgegennehmen kann. Eine Subform der E-Mail ist die Mailingliste. Hierbei findet die Informationsweitergabe bzw. der Wissensaustausch innerhalb einer bestimmten Gruppe statt. Dies geschieht, indem eine E-Mail an alle an dieser Liste teilnehmenden Mitglieder weitergeleitet wird.

Aber auch innerhalb von Diskussions- und Webforen kann die Wissensvermittlung stattfinden. Diese können mit Chats verglichen werden, jedoch findet die Kommunikation in Foren asynchron, d.h. nicht in Echtzeit, statt. Angemeldete User können Beiträge hinterlassen (Postings), die dann von Interessierten gelesen und beantwortet werden können. An vielen Universitäten z.B. werden solche Foren eingerichtet. So können Studenten ihre Fragen „posten“. Diese können dann diskutiert werden.[29]

2. Der Umgang mit Wissen aus dem Internet

Um sich im Internet als Wissenssuchender zurechtzufinden und sich aus der Vielzahl der Wissensangebote die souveränen auszusuchen, sind Erfahrungen und Fähigkeiten im Umgang mit Medien erforderlich. Eine mediengerechte Kompetenz ist also zur spezifischen Wissenserschließung im und durch das Internet vonnöten.[30]

Die Wissenssuche im World Wide Web unterscheidet sich von der Wissenssuche in anderen Medien, da die Inhalte in Büchern – anders als die Inhalte im Netz – von Linearität, individueller Wissensproduktion und Autorenschaft gekennzeichnet sind.[31] Im Internet hingegen kommt es aufgrund des Hypertextsystems zu einer Delinearisierung. Die Informationen sind konstruierbar, da es jedem möglich ist, Artikel ins Netz zu stellen und - wie in Punkt 2.2 (Online-Enzyklopädien) bereits beschrieben wurde – Wissensbestände veränder- und austauschbar sind. Die übliche Referenz durch die Autorenschaft fehlt - dies erfordert vom Wissenssuchenden die Fähigkeit der Verifizierung von Informationen und Wissen.[32]

2.1 Suchen und Finden

Die Wissenssuche im Netz kann auf verschiedene Art und Weise erfolgen und beinhaltet nicht automatisch das Finden von Wissen. Ein und dieselbe Suchstrategie, von mehreren Personen angewendet, kann zu unterschiedlichen Ergebnissen führen – andersherum können auch verschiedene Suchstrategien die gleichen Resultate hervorrufen.

Es gibt folglich eine Menge Arten des Suchens, Stöberns und Findens im Internet.[33]

„Suchen zielt immer auf das Finden einer Sache ab, aber Finden setzt nicht zwingend das Suchen voraus.“ [34]

Unterscheiden kann man grob zwischen folgenden drei Arten von Suchen und Finden:

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Während das geplante Suchen aktiv, bewusst, strategisch und systematisch verläuft und nachvollziehbar ist, ist das ungeplante Suchen auch aktiv, wird aber eher unbewusst, zufällig und willkürlich durchgeführt. Demzufolge kann das ungeplante Suchen auch nicht mehr nachvollzogen werden. Das ungeplante Finden dagegen findet passiv statt. Dennoch ist es wie das ungeplante Suchen zufällig, willkürlich und nicht nachvollziehbar.[35]

Beim zufälligen Suchen und ebenso zufälligen Finden wird das Internet nicht zur Informationssuche genutzt, sondern aus Spaß oder zum Zeitvertreib. Hierbei klickt man sich von Seite zu Seite und lässt sich durch das Netz treiben.

Hier gilt, dass weder die eine noch die andere „Strategie“ am besten und erfolgreichsten ist – am sinnvollsten ist es, alle drei Arten zu beherrschen und auch anzuwenden.[36]

2.2 Medienkompetenz

Neben Lesen, Schreiben und Rechnen wird die Medienkompetenz inzwischen als „vierte Kulturtechnik“ bezeichnet, da sie mit der zunehmenden Verbreitung des Internets immer mehr an Bedeutung gewinnt.[37]

Der Begriff der Medienkompetenz wurde von dem Erziehungswissenschaftler Dieter Baacke in den 1970er Jahren eingeführt, wobei die „Befähigung des einfachen Bürgers in die Anwendung und Nutzung der Medien“[38] bereits in den 1920er Jahren von Bertolt Brecht gefordert wurde.

Es gibt unzählige Versuche einer Definition dieses Begriffes, in dieser Arbeit wird im Folgenden auf die Definition von Dieter Baacke eingegangen:

Medienkompetenz bezeichnet die Fähigkeit, Medien und die durch Medien vermittelten Inhalte den eigenen Zielen und Bedürfnissen entsprechend effektiv nutzen zu können.[39]

Baacke gliedert seinen Medienkompetenz-Begriff in vier Dimensionen:

Medienkritik

Jeder Mensch sollte in der Lage sein, das erhaltene Wissen kritisch und analytisch zu beurteilen und ggf. zu filtern. Man sollte den angebotenen Informationen gegenüber eine gesunde Portion Skepsis an den Tag legen.

Medienkunde

Mit Medienkunde ist das Wissen um die heutigen Mediensysteme (informative Dimension) und die Fähigkeit der Bedienung/Nutzung dieser Mediensysteme (instrumentell-qualifikatorische Dimension) gemeint.

Mediennutzung

Die Anwendung der Medien sollte rezeptiv erfolgen und die interaktiven Angebote sollten genutzt werden können (z.B. Online-Banking).

Mediengestaltung

Hierunter fällt das Bewusstsein der innovativen Veränderungen und Entwicklungen des Mediensystems und der damit verbundene Erneuerungsprozess der eigenen Fähigkeiten. Auch das Wissen um die Vielzahl der kommunikativen, kreativen Varianten, die über die routinierte Alltagskommunikation hinausgehen, fällt in den Bereich der Mediengestaltung.[40]

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb.3: Dimensionen der Medienkompetenz nach Dieter Baacke[41]

Möller schreibt in ihrem Aufsatz „Wissen, was es ist!“ der cyberspacespezifischen Medienkompetenz fünf Elemente zu, die sich zwar namentlich von Baackes Dimensionen unterscheiden, jedoch nicht inhaltlich.

So umfasst diese Kompetenz nach Möller Technik-, Sach-, Entscheidungs-, Selbst- und Sozialkompetenz.

Wobei die Technik- und Sachkompetenz Baackes Dimension der Medienkunde und z. T. auch der Mediennutzung entspricht.

Die Entscheidungs- und Selbstkompetenz kann mit der Dimension der Medienkritik verglichen werden.

Anders ist nur Möllers Sozialkompetenz. Hier steht das Wissen um die „Regeln“ der virtuellen Gemeinschaft im Mittelpunkt – zum Beispiel die Regeln der Kommunikation in Chaträumen – die so genannte Netiquette. Von normativer Bedeutung ist auch das Wissen über und Respektieren von Urheberrechten.[42]

Egal, welche Definition und Dimension der Medienkompetenz man nun kennt bzw. verwendet, Medienkompetenz zielt immer darauf ab, den angebotenen Informationen mit einer kritischen Grundhaltung zu begegnen. Zu dieser kritischen Grundhaltung gehören sowohl ein richtiges Maß an Selbstbewusstsein als auch Vertrauen in die eigene Entscheidungsfähigkeit. Wichtig ist, nicht in der Informationsflut unterzugehen, sondern die richtigen, wichtigen und wahrheitsgemäßen Informationen herauszufiltern.

Medienkompetenz sollte individuell, aktiv, selbständig und expansiv - also aus einem persönlichen Anlass heraus - erlernt werden.[43]

3. Wirtschaft in der digitalen Welt

In einer Gesellschaft, in der das Wissen eine immer größere Bedeutung erlangt, wird auch von und innerhalb der Wirtschaft ein veränderter Umgang mit Wissen gefordert. Wie weiter oben bereits erwähnt, verlieren die traditionellen Produktivkräfte Arbeit, Boden und Kapital immer mehr an Bedeutung, während Information und Wissen immer stärker an Bedeutung gewinnen. Aus dieser Tatsache heraus hat sich das Wissensmanagement entwickelt.

Unter Wissensmanagement versteht die Beratergruppe Neuwaldegg([44] ) das

„Entwickeln und Nutzen von Know-how und Wissen in Unternehmen, sowie das sichtbar machen von verborgenen Wissenspotentialen im Unternehmen und das verknüpfen mit dem Wissen von Kunden, Kooperationspartnern oder Lieferanten. [...] Es geht um das Verkoppeln von individuellen und organisationalen Wissen. Die Organisation von Prozessen der Wissensentwicklung, des –transfers und der –verknüpfung sowie die Sicherung der Qualität des Wissenskapitals gewinnt für ein Unternehmen an Bedeutung.“ [45]

Wissensmanagement soll Wissen im Unternehmen erkennen, speichern, verteilen, erwerben, bewerten und nutzen – also bereits existentes Wissen auffinden und es strukturieren, es in verschiedenen Medien verfügbar machen, den Zugang zu Wissensbeständen verbessern, die Mitarbeiter/innen zu neuen Lernprozessen motivieren, Wertigkeit und Qualität des Wissens bestimmen und innovative Zusammenhänge schaffen. Eine weitere, besonders wichtige Aufgabe des Wissensmanagements ist in Anbetracht der Informationsüberflutung das Herausfiltern relevanter aus unrelevanten Informationen.[46]

Warum das Wissensmanagement immer bedeutsamer wird, hängt mit den zwei Hauptfunktionen von Wirtschaftunternehmen zusammen – nämlich der Herstellung und Vermarktung von Gütern. Gerade die Herstellung ist immer öfter global und wird auch immer flexibler. Heutzutage beträgt die Dauer von der Produktion bis zum weltweiten Vertrieb nicht länger als ein halbes Jahr – dies forciert einen internationalen Informationsaustausch. Wissen, das weltweit verfügbar ist, muss neu kombiniert werden.

Die Mitarbeiter in Unternehmen sind einer ständigen Informationsflut ausgesetzt, täglich erhalten sie eine Vielzahl von relevanten und irrelevanten Informationen, die sie zu steuern nicht mehr in der Lage sind. Folgen dieser Informationsüberforderung sind eine schlechte Kommunikation sowie der permanente Verlust wesentlicher Informationen, was aber nicht auf scheinbar unfähige Mitarbeiter zurückzuführen ist, sondern auf das Management. Das klassische Management ist auf lineare Prozesse der Planung, Steuerung und Durchführung der wirtschaftlichen Funktionen ausgerichtet – die Wirtschaft wird aber zunehmender dezentral.

Aus diesen eben genannten Gründen wird die Ein- und Durchführung von Wissens-management immer wichtiger, um im Wettbewerb bestehen zu können. Hier muss angemerkt werden, dass der Begriff des Wissensmanagements nicht wörtlich zu nehmen ist, denn nicht das Wissen wird gemanagt[47], „sondern die Prozesse und Strukturen rund um die Entstehung, Verteilung und Erhaltung von Wissen“[48].

Im folgenden soll das Wissensmanagement-Konzept der Genova Knowledge Group vorgestellt werden:

Die Genova Knowledge Group unterscheidet zwischen zwei Kreisläufen des Wissens-managements (WM):

1. Ein innerer Kreislauf auf der operativen Ebene mit sechs vernetzten Bausteinen, die die Kernprozesse des WMs bilden und
2. ein äußerer Kreislauf auf der strategischen Ebene mit den zwei Bausteinen Wissensziele und Wissensbewertung.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb. 4: Bausteine des Wissensmanagements[49]

Die sechs miteinander vernetzten Kernprozesse des WMs sind

- Wissenserwerb: Erwerb von externem Wissen durch Kooperation etc., externen Wissens- trägern und Wissensprodukten
- Wissensidentifikation: Erkennen und Transparentmachen von externem und internem Wissen
- Wissensbewahrung: Vermeidung von Wissensverlusten durch Speicherung und Aktualisierung des Wissens
- Wissensentwicklung: Entwicklung neuer Fähigkeiten und neuem Wissen
- Wissensverteilung: Verbreitung und Teilung von Wissen im gesamten Unternehmen. Dieser Baustein ist die Voraussetzung für die Wissensnutzung
- Wissensnutzung: konkreter Einsatz und Nutzung des Wissens eines Unternehmens

Die Wissensziele, die den roten Faden für alle WM-Aktivitäten darstellen, lassen sich untergliedern in

1. normative Wissensziele, die eine wissensbewusste Unternehmenskultur schaffen sollen,
2. strategische Wissensziele, die den zukünftigen Wissensbedarf beschreiben, und
3. operative Wissensziele, die die normativen wie auch strategischen Wissensziele konkretisieren.

Die Wissensbewertung beurteilt abschließend die Maßnahmen des Wissensmanagements.[50]

„Wissen und Informationen sind überall verfügbar, es kommt darauf an, diese besser zu nutzen.“ [51]

4. Wissenschaft in der digitalen Welt

So wie Schulen, Hochschulen, Bibliotheken und die Wirtschaft durch den Einsatz von neuen Informations- und Kommunikationstechnologien – allen voran das Internet – von Veränderungen geprägt sind und weiterhin sein werden, so ist diese Durchdringung auch an der Wissenschaft nicht spurlos vorübergegangen. Der Wissenschaftler in der modernen Gesellschaft bewegt sich inzwischen wie selbstverständlich im World Wide Web.

Folgende Überlegungen der Medienwissenschaftlerin Natascha Thomas sind im Großen und Ganzen noch Utopie, doch ist einiges davon bereits tägliche Praxis geworden:

„Der typische Arbeitsalltag eines Hochschullehrers müsste demnach so aussehen: Nachdem er in seinem Home-Office früh morgens per E-Mail ein paar studentische Anfragen beantwortet hat, sieht er auf der der Webseite einer Fachzeitschrift schnell die Kommentare zu einem von ihm elektronisch publizierten Artikel durch. Hektisch diskutiert er dann auf der Online-Plattform seiner Disziplin mit Kollegen aus der ganzen Welt über die neuesten Ergebnisse eines afrikanischen Forschungsteams. Es geht hoch her, denn zwei junge Wissenschaftler aus Korea stellen die von ihm vertretenen Ansichten immer wieder in Frage. Um seinen Argumenten Nachdruck zu verleihen, verlinkt er seine Kommentare mit der dezentralen Datenbank seiner Forschungsgruppe. Nach der Mittagspause fordert er auf einer Online-Konferenz finanzielle Unterstützung für seine digitale Universität ein. Am späten Nachmittag füllt er elektronisch das Antragsformular für ein EU-Projekt aus, um sich anschließend offline mit Kollegen seines Instituts zu treffen.“ [52]

Wie schon erwähnt, ist einiges davon längst praktischer Alltag. So wie zum Beispiel der E-Mailaustausch zwischen den Wissenschaftlern. Dieser ermöglicht ein globales Arbeiten an wissenschaftlichen Beiträgen: Rohmaterial, Forschungsergebnisse etc. können durch die Kommunikation via E-Mail weltweit verschickt und damit von Forschungskollegen gelesen, diskutiert, bearbeitet, ergänzt und schließlich redigiert werden.

Nentwich zeigt in seiner Studie([53] ) dass der Austausch per E-Mail inzwischen in allen wissenschaftlichen Disziplinen als Standard-Kommunikationsmittel angesehen und auch angewendet wird. Dagegen wird die Möglichkeit zur Teilnahme an Online-Konferenzen noch lange nicht von allen genutzt – bei Geisteswissenschaftlern und Medizinern jedoch ist diese Art des Wissensaustauschs wie auch der Kommunikation von Wissen durchaus beliebt.[54]

Bereits ganz am Anfang des Forschungsauftrags profitieren die Wissenschaftler schon von der Durchdringung der virtuellen Welt: Dank des World Wide Web ist eine orts- und zeitunabhängige Recherche nach Daten, Quellen und Literatur via Suchmaschinen, Online-Datenbänken und virtuellen Bibliotheken möglich geworden.

Vorhaben wie das Projekt Gutenberg([55] ) zielen darauf ab, das Texte selbst und vollständig online abrufbar sind und nicht mehr nur Titel, Autor und kurze Inhaltsangabe über die Online-Kataloge der Bibliotheken. Die Recherchearbeit der Wissenschaftler hat sich also in den letzten Jahren stark verändert und ist durch die freie Zeit- und Orteinteilung viel flexibler und leichter geworden.[56]

Gravierende Veränderungen hat die Wissenschaft auch hinsichtlich des digitalen Publizierens erfahren. Die Anzahl der angebotenen elektronischen Zeitschriften steigt weiterhin rasch an, dies liegt wohl zum größten Teil daran, dass sich „die Zahl der wissenschaftlichen Veröffentlichungen etwa alle sechzehn Jahre verdoppelt, in einigen Naturwissenschaften sogar alle zehn“[57]. Nur durch die Digitalisierung dieser Artikel, kann ein schneller und zuverlässiger Zugriff gewährleistet werden.

Aber nicht nur die steigende Anzahl der wissenschaftlichen Veröffentlichungen ist ein Grund für ein zunehmendes Online-Publizieren, sondern auch aus Kostengründen wird die Zahl der Online-Publikationen weiterhin ansteigen. Bibliotheken sind bei sinkenden bzw. rückläufigen Budget mit zunehmend steigenden Zeitschriftenpreisen konfrontiert.[58]

Diese Tatsache führt dazu, dass es sich die öffentlichen Bibliotheken nicht mehr leisten können, auch nur annähernd das gesamte Spektrum der Fachjournale aller wissen-schaftlichen Disziplinen abzubilden. Das Internet bietet hier zahlreiche Möglichkeiten, traditionelle, veraltete und verstaubte Strukturen anhaltend aufzubrechen.[59]

Auch die Unterzeichner der Berliner Erklärung vom 22. Oktober 2003 sind der Ansicht, dass das wissenschaftliche Arbeiten im und mit dem Internet gefördert werden muss, denn durch das Prinzip des „Open Access“ wird das Ziel der Wissenschaft – nämlich Wissen zu verbreiten – erfüllt, da das Netz den freien Zugang zu einer umfassenden Quelle menschlichen Wissens schafft.[60]

„Zum ersten Mal ist durch das Internet die Möglichkeit einer umfassenden und interaktiven Repräsentation des menschlichen Wissens unter Einschluss des kulturellen Erbes und mit der Garantie des weltweiten Zugangs gegeben.“ [61]

5. Wissensgesellschaft – ja oder nein?

Am Ende dieser Arbeit bleibt jedoch immer noch die Frage offen, ob wir uns noch in einer Informationsgesellschaft befinden, wie es bereits 1948 prognostiziert wurde, oder ob dieser Begriff längst einem anderen zu weichen hat. Informationsgesellschaft, Kommunikations-gesellschaft, Google-Gesellschaft, Wissensgesellschaft – dies sind alles Begriffe, mit denen die heutige Gesellschaft bezüglich der Durchdringung des Internets bzw. der Kommunikations- und Informationstechnologien in allen Bereichen des menschlichen Lebens beschrieben werden könnte, doch welcher trifft die Situation genauer?

Im Folgenden wird versucht, die aufgezählten Gesellschaftsbegriffe zu definieren, um ausschließen zu können, welche Begriffe auf die derzeitige Gesellschaftsform nicht zutreffen bzw. um herauszufinden, welcher Begriff am ehesten Verwendung finden sollte.

Informationsgesellschaft

Wie in der Einleitung schon erwähnt wurde, fand der Begriff der Informationsgesellschaft schon relativ früh Verwendung. Geprägt wurde er in den 60er Jahren von dem österreichisch-amerikanischen Nationalökonomen Fritz Machlup.

Als Informationsgesellschaft kann jene Gesellschaft bezeichnet werden, die sich von der Industrie-/ Arbeitsgesellschaft hin zu einer Gesellschaft, in der Informationen die grundlegenden Technologien darstellen, transformiert. Es gibt verschiedene Kriterien, die für die Informationsgesellschaft sprechen,

- die Herausbildung bzw. Verstärkung des Dienstleistungssektors und
- die Entwicklung der Informations- und Kommunikationstechnologien

sind nur zwei davon. Doch nicht nur ökonomische Faktoren sind ausschlaggebend für die Verwendung dieses Gesellschaftsbegriffs, sondern auch die gesamtgesellschaftlichen Veränderungen in der Mediennutzung.[62]

Kommunikationsgesellschaft

Nach dem Soziologen Richard Münch haben wir es nun, aufgrund einer enormen Zunahme, Beschleunigung, und Globalisierung von Kommunikation - gerade durch die neuen Informations- und Kommunikationstechnologien wie das Internet - mit einer Kommunikationsgesellschaft zu tun. Auch Brauner und Bickmann verwenden den Begriff der Kommunikationsgesellschaft, denn dieser Begriff hebt, im Gegensatz zum Informationsgesellschafts-Begriff, die Interaktivität der neuen Gesellschaft hervor.[63]

„[...] denn nur wenn Sender und Empfänger gleichermaßen aktiv sind, entsteht Kommunikation“ (Brauner/Bickmann 1996, S. 16) [64]

Google-Gesellschaft

Anders als bei Berger und Luckmann ist in der Google-Gesellschaft die Wirklichkeit nicht gesellschaftlich konstruiert[65], sondern medial. Diese These besagt, dass wir das, was wir von der Welt wahrnehmen zum Großteil über die (Netzwerk-) Medien erfahren. Überspitzt dargestellt kann man sagen, dass das, was von Suchmaschinen – allen voran Google – nicht gefunden wird wissenspraktisch auch nicht existiert.[66]

Dieser Gesellschaftstyp beschreibt das Phänomen des „Nachschlagens“: nicht das Wissen an sich steht hier im Vordergrund sondern das Wissen darüber, wo und wie man das findet, was man gerade eben benötigt. Es ist hier also nicht zwingend notwendig etwas Bestimmtes zu wissen.

Wissensgesellschaft

Nico Stehr, Professor für Kulturwissenschaften an der Zeppelin University in Friedrichshafen, definierte 2001 die Entstehung einer Wissensgesellschaft folgendermaßen:

„Dass unsere gegenwärtigen, entwickelten Industriegesellschaften als moderne Wissensgesellschaften bezeichnet werden können, liegt (...) am unbestreitbaren Vordringen der modernen Wissenschaft und Technik in alle gesellschaftlichen Lebensbereiche und Institutionen.“[67]

Doch reicht diese Definition aus um mit Überzeugung von einer Wissensgesellschaft sprechen zu können?

Wichtig ist hierbei erst einmal die Unterscheidung zwischen Information und Wissen, denn Information stellt noch lange kein Wissen dar. Wissen ist vorhanden, es wird „gewusst“ und ist daher auch jederzeit abrufbar. Informationen werden lediglich beschafft, weil man sie gerade benötigt. Vergleicht man in diesem Kontext die zwei Begriffe der Wissens- und der Informationsgesellschaft, so hat es den Anschein, dass wir es heutzutage eher mit einer Informations- denn mit einer Wissensgesellschaft zu tun haben, da durch die neuen Informations- und Kommunikationstechnologien die Beschaffung von Informationen wesentlich erleichtert wird und Wissen an sich gar nicht mehr so wichtig zu sein scheint.

Trotz allem hat sich das Schlagwort „Wissensgesellschaft“ durchgesetzt. Warum dies so ist, wird nun versucht darzustellen.

Neben der durch das Internet und andere Datennetze verfügbaren Informationsmenge sind auch andere Faktoren ausschlaggebend für die Begriffsgebung. Auch ökonomische Betrachtungsweisen sind allein nicht ausreichend für die Bezeichnung „Wissens-gesellschaft“. Vielmehr ist es der sozialpolitische Kontext, in den sie – anders als die Informationsgesellschaft – eingerahmt ist: eine emanzipatorische Politik und der Bürger als autonomes Wesen stehen hier im Mittelpunkt.[68]

Laut der „Charta der Bürgerrechte für eine nachhaltige Wissensgesellschaft“ in der Version 3.0 besteht die Herausforderung der Wissensgesellschaft darin, „den Menschen das Wissen anderer über den Zugang zu Information offen zu halten und sie so auf einer sicheren Grundlage handlungsfähig zu machen.“

Zentrales Ziel einer nach nachhaltigen Prinzipien organisierten Wissensgesellschaft ist, dass in der Gegenwart ,aber auch für zukünftige Generationen der Zugriff auf Wissen in allen medialen Formen für

alle, zu jeder Zeit, von jedem Ort und zu fairen Bedingungen möglich sein muss. Das gilt für alle Gesellschaftsbereiche, nicht nur für die Wissenschaft. Nur ein freizügiger Umgang mit Wissen und Information ermöglicht die demokratische Teilhabe am öffentlichen Geschehen und fördert Kreativität und Innovation in Wissenschaft, Wirtschaft und Kultur. Einschränkungen des Prinzips der Freizügigkeit sind nur über demokratische Kontrollmechanismen möglich.[69]

Hohe Priorität hat auch die Überwindung der digitalen Spaltung - die Spaltung der Bevölkerung in so genannte On- und Offliner. Also diejenige Bevölkerungsgruppe, die Zugang zu den neuen Medien hat und diejenige, die aufgrund von sozialen, ethnischen und/oder geschlechtsbezogenen Merkmalen keinen Zugang bzw. einen sehr eingeschränkten Zugang zu diesen Medien hat. Einen Zugang zu alten wie auch neuen Medien für alle Menschen ist unverzichtbar. Dies kann u.a. durch die Schaffung öffentlicher Zugangsorte und die verstärkte Vermittlung von Medienkompetenz erreicht werden.[70]

Es sind also die politischen und staatlichen Bemühungen um freien Zugang zu Wissen für alle, die langsam – aber sicher – die Informationsgesellschaft ablösen und den Umbruch zur Wissensgesellschaft mitgestalten. Doch befinden wir uns erst auf dem Weg in diese. Bevor wir tatsächlich von einer globalen Wissensgesellschaft per se sprechen können, müssen erst die Voraussetzungen für einen weltweiten Zugang zu (Netzwerk-)Medien und zu Informationen geschaffen sein.[71]

Der Zugang zu Informationen und Wissen und die freie Kommunikation sind wesentliche Voraussetzungen für die Entwicklung der Persönlichkeit, für die politische Partizipation der BürgerInnen und die Entwicklung der Menschheit insgesamt. Informationsfreiheit macht politisches Geschehen transparent, kann Korruption verringern und das Management von Informationen in den öffentlichen Verwaltungen verbessern. Die Geheimhaltung der Handlungen von Verwaltungen und politischen Gremien ist deshalb stets legitimationsbedürftig und in engen Grenzen im Rahmen gesetzlicher Regelungen zu halten. Alle Menschen sollen das Recht haben, sich aus allen öffentlich zugänglichen Quellen ungehindert und ohne erzwungene Filter, Manipulation und Kontrolle zu unterrichten. Dies schließt insbesondere das Recht auf Zugang zu den Dokumenten öffentlicher und öffentlich kontrollierter Einrichtungen sowie in Fällen von besonderem öffentlichen Interesse auch den Zugriff auf Informationen und Wissen in privatem Besitz ein. Gleich wichtig ist eine damit einhergehende Verpflichtung aller Regierungsstellen zu möglichst umfassender (elektronischer) Publikation von Informationen öffentlichen Interesses.[72]

Literaturverzeichnis

Bücher:

Berger, P. / Luckmann, T.: Die gesellschaftliche Konstruktion der Wirklichkeit. Eine Theorie der Wissenssoziologie. Frankfurt: Fischer, 1969

Degele, Nina: Neue Kompetenzen im Internet. Kommunikation abwehren, Information vermeiden. In: Lehmann, Kai / Schetsche, Michael (Hrsg.): Die Google-Gesellschaft. Vom digitalen Wandel des Wissens, Bielefeld 2005

Domsalla, M.: Wissensmanagement und neue Wirtschaftsprozesse. In: Lehmann, Kai / Schetsche, Michael (Hrsg.): Die Google-Gesellschaft. Vom digitalen Wandel des Wissens, Bielefeld 2005

Döring, N. / Pöschl, S.: Wissenskommunikation in Chats. In: Lehmann, Kai / Schetsche, Michael (Hrsg.): Die Google-Gesellschaft. Vom digitalen Wandel des Wissens, Bielefeld 2005

Döring, N. / Pöschl, S.: Wissenskommunikation in themenbezogenen Chat-Räumen. In: Medien + Erziehung Merz. Zeitschrift für Medienpädagogik, 47 (5)

Lehmann, Kai: Der lange Weg zur Wissensgesellschaft. In: Lehmann, Kai / Schetsche, Michael (Hrsg.): Die Google-Gesellschaft. Vom digitalen Wandel des Wissens, Bielefeld 2005

Möller, Svenja : Wissen, was es ist! In: Thiedeke, Udo (Hrsg.): Soziologie des Cyberspace. Medien, Strukturen und Semantiken, Wiesbaden 2004

Nentwich, Michael: Cyberscience. Research in the Age of the Internet. Verlag der Öster-reichischen Akademie der Wissenschaften: Wien, 2003

Passek, Oliver: Open Access. Freie Erkenntnis für freie Wirtschaft. In: Lehmann, Kai / Schetsche, Michael (Hrsg.): Die Google-Gesellschaft. Vom digitalen Wandel des Wissens, Bielefeld 2005

Patzwaldt, Klaus: Suchmaschinenlandschaften. In: Lehmann, Kai / Schetsche, Michael (Hrsg.): Die Google-Gesellschaft. Vom digitalen Wandel des Wissens, Bielefeld 2005

Probst, G./ Raub, S./ Romhardt, K.: Wissen managen. Wie Unternehmen ihre wertvollste Ressource optimal nutzen. 5. Auflage, Gabler-Verlag, Wiesbaden 2006

Schetsche, M. / Lehmann, K. / Krug, T.: Die Google-Gesellschaft. Zehn Prinzipien der neuen Wissensordnung. In: Lehmann, Kai / Schetsche, Michael (Hrsg.): Die Google-Gesellschaft. Vom digitalen Wandel des Wissens, Bielefeld 2005

Schlieker, Ch. / Lehmann, K.: Verknüpft, Verknüpfter, Wikis. In: Lehmann, Kai / Schetsche, Michael (Hrsg.): Die Google-Gesellschaft. Vom digitalen Wandel des Wissens, Bielefeld 2005

Thomas, N.: Wissenschaft in der digitalen Welt. In: Lehmann, Kai / Schetsche, Michael (Hrsg.): Die Google-Gesellschaft. Vom digitalen Wandel des Wissens, Bielefeld 2005

Internetseiten:

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http://www.worldsummit2003.de/download_de/Charta-Flyer-deutsch.pdf, Stand 13.12.06

Titelbild:

http://www.myleftwing.com/showDiary.do;jsessionid=956D8211EF51D4C305CF931394183791?diaryId=8890, Stand 30.10.06

[...]


[1] Siehe auch http://www.wissensmanagement.net/online/archiv/2002/11_1202/content-management.shtml; 25.11.06

[2] Vgl. http://www.bmbf.de/pub/delphi-befragung_1996_1998.pdf, S. 5

[3] Vgl. http://modera.at/Texte/dipl/kap5.html; 12.12.06

[4] Vgl. http://de.wikipedia.org/wiki/Informationsgesellschaft; 16.11.06

[5] Vgl. http://www.uni-koeln.de/themen/multimedia/texte/fb97/002.htm; 05.11.2006

[6] Vgl. http://ddi.uni-paderborn.de/didaktik/Veroeffentlichungen/vernetzte_systeme_naufl.pdf; 13.11.06

[7] Siehe http://ddi.uni-paderborn.de/didaktik/Veroeffentlichungen/vernetzte_systeme_naufl.pdf; 13.11.06

[8] Vgl. http://www.uni-koeln.de/themen/multimedia/texte/fb97/002.htm; 05.11.2006

[9] Siehe http://deutschland.dasvonmorgen.de/pub/computernutzung_und_neue_medien_im_studium.pdf; 07.11.06

[10] Vgl. http://www.elearning-zentrum.de/index.cfm?uuid=F4559FCC104B6B109D1912051C2BEC71&and_uuid=34113DE334731D71AF51A0792D8E989E&field_id=16; 05.11.06

[11] Vgl. http://diverse.freepage.de/cgi-bin/feets/freepage_ext/339483x434877d/rewrite/igberlin/tag1999/br_virt.html; 13.12.06

[12] Vgl. http://www.ecology.uni-kiel.de/~michael/wiss3.html; 07.11.06

[13] Siehe http://www.ifla.org/IV/ifla66/papers/063-110g.htm; 13.11.06

[14] Vgl. http://www.ifla.org/IV/ifla66/papers/063-110g,htm; 13.11.06

[15] Siehe http://www.ifla.org/IV/ifla66/papers/063-110g.htm; 13.11.06

[16] Siehe Patzwaldt (2005), S. 75

[17] Vgl. Patzwaldt (2005), S. 75ff.

[18] Gefunden auf http://www.verlagfranz.com/verlag-franz/webagentur/franz-guide; 25.11.06

[19] Siehe http://www.lrz-muenchen.de/~lexika/190701_eb_wissen_annette_seite_3.html; 14.11.06

[20] Vgl. Degele (2005), S. 72

[21] Vgl. http://www.linse.uni-essen.de/linse/publikationen/prospekt/prospekt_02.html; 14.11.06

[22] Vgl. Schlieker / Lehmann (2005), S. 255

[23] Vgl. Schlieker / Lehmann (2005), S. 254

[24] Vgl. http://de.wikipedia.org/wiki/Chat; 20.11.06

[25] Vgl. Döring / Pöschl (2005), S. 273

[26] Vgl. Döring / Pöschl (2005), S. 273f

[27] Näheres hierzu in: Döring / Pöschl: Wissenskommunikation in themenbezogenen Chat-Räumen. In: Medien + Erziehung Merz. Zeitschrift für Medienpädagogik, 47 (5), S. 100 - 114

[28] Siehe Döring / Pöschl (2005), S. 277

[29] Vgl. http://de.wikipedia.org/wiki/Internetforum, Stand 08.12.06

[30] Vgl. Möller (2004), S. 357

[31] Vgl. Schetsche / Lehmann / Krug (2005), S. 29

[32] Vgl. Möller (2004), S. 360

[33] Vgl. Möller (2004), S. 361

[34] Siehe Möller (2004), S. 361

[35] Vgl. Möller (2004), S. 363

[36] Vgl. Möller (2004), S. 362f.

[37] Vgl. Möller (2004), S. 371

[38] Siehe http://de.wikipedia.org/wiki/Medienkompetenz; 26.11.06

[39] Siehe http://de.wikipedia.org/wiki/Medienkompetenz; 26.11.06

[40] Siehe http://de.wikipedia.org/wiki/Medienkompetenz; 26.11.06

[41] Siehe http://www.teachsam.de/medien/medienpaed/medienpaed_erz_3_1_3_3_2_4.htm; 26.11.06

[42] Vgl. Möller (2004), S. 371ff.

[43] Vgl. Möller (2004), S. 372ff.

[44] Näheres zur Beratergruppe Neuwaldegg kann hier nachgelesen werden: http://www.neuwaldegg.at/philosophie/wer- wir-sind/; 03.12.06

[45] Siehe http://www.artm-friends.at/am/km/basics/defwm-d.html; 03.12.06

[46] Vgl. http://www.genia-berlin.de/sites/wiss_transfer/wt_einf_wissmanag.htm; 03.12.06

[47] Vgl. Domsalla (2005), S. 171ff.

[48] Siehe Domsalla (2005), S. 173

[49] Siehe Probst/Raub/Romhardt (2006), S. 32

[50] Vgl. Forst (1999), http://www.doculine.com/news/1999/September/wissman.htm; 08.12.06

[51] Siehe Domsalla (2005), S. 180

[52] Siehe Thomas (2005), S. 313

[53] Näheres dazu kann hier nachgelesen werden: Nentwich, Michael (2003): Cyberscience. Research in the Age of the Internet. Verlag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften: Wien.

[54] Vgl. Thomas (2005), S. 318

[55] Das Project Gutenberg (kurz: PG) ist eine im Internet beheimatete Bibliothek freier elektronischer Versionen physisch existierender Bücher, oftmals E-Texte genannt. Darüber hinaus enthält die Bibliothek auch akustische Medien und Daten. Siehe http://de.wikipedia.org/wiki/Project_Gutenberg; 01.12.06

[56] Vgl. Thomas (2005), S. 315

[57] Siehe Thomas (2005), S. 315

[58] Vgl. http://www.bleuel.com/ip-wel.pdf, S. 32ff.; 03.12.06

[59] Vgl. Passek (2005), S. 337ff

[60] Vgl Berliner Erklärung über offenen Zugang zu wissenschaftlichem Wissen von Oktober 2003: http://www.mpg.de/pdf/openaccess/BerlinDeclaration_dt.pdf; 03.12.06

[61] Siehe Vorbemerkung zur Berliner Erklärung über offenen Zugang zu wissenschaftlichem Wissen von Oktober 2003: http://www.mpg.de/pdf/openaccess/BerlinDeclaration_dt.pdf; 03.12.06

[62] Vgl. http://modera.at/Texte/dipl/kap5.html; 12.12.06

[63] Vgl. http://modera.at/Texte/dipl/kap5.html; 12.12.06

[64] Siehe http://modera.at/Texte/dipl/kap5.html; 12.12.06

[65] Zum lesen empfohlen: Berger/Luckmann: Die gesellschaftliche Konstruktion der Wirklichkeit. Eine Theorie der Wissenssoziologie. Frankfurt: Fischer, 1969

[66] Vgl. Schetsche, Lehmann, Krug (2005), S. 21

[67] Siehe http://jendryschik.de/michael/inf/wissensgesellschaft/charakter; 13.12.06

[68] Vgl. Lehmann (2005), S. 34f.

[69] Siehe http://www.worldsummit2003.de/download_de/Charta-Flyer-deutsch.pdf; 13.12.06

[70] Vgl. http://www.worldsummit2003.de/download_de/Charta-Flyer-deutsch.pdf; 13.12.06

[71] Vgl. http://www.worldsummit2003.de/download_de/Charta-Flyer-deutsch.pdf; 13.12.06

[72] Siehe http://www.worldsummit2003.de/download_de/Charta-Flyer-deutsch.pdf; 13.13.06

30 von 30 Seiten

Details

Titel
Wissensvermittlung durch Informations- und Kommunikationstechnologien - Befinden wir uns in einer Wissensgesellschaft?
Hochschule
Universität Augsburg
Veranstaltung
Entwicklungsperspektiven der Wissensgesellschaft
Note
2,0
Autor
Jahr
2006
Seiten
30
Katalognummer
V111547
ISBN (Buch)
9783640112647
Dateigröße
808 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Wissensvermittlung, Informations-, Kommunikationstechnologien, Befinden, Wissensgesellschaft, Entwicklungsperspektiven
Arbeit zitieren
Melanie Bilzer (Autor), 2006, Wissensvermittlung durch Informations- und Kommunikationstechnologien - Befinden wir uns in einer Wissensgesellschaft? , München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/111547

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