In dieser Arbeit sind die Vor- sowie auch die Nachteile der Pflegevisite beschrieben. Die Gefahren, sowie die Umsetzbarkeit der Visite. Unter anderem habe ich von der Makro- bis hin zu der Mikrovisite praktische Beispiele erklärt, wo die genaue Problematik und der Nutzen der Pflegevisite sind. Die positiven Aspekte der Pflegevisite sind hierbei unterstrichen und im Vordergrund gehalten. Bei den Negativbeispielen reden wir von den Ängsten der Betroffenen.
Inhaltsverzeichnis
1.0 EINLEITUNG
2.0 QUALITÄT UND QUALITÄTSSICHERUNG
2.1 DEFINITION QUALITÄT UND QUALITÄTSSICHERUNG
2.2 PDCA – ZYKLUS
2.3 PERSÖNLICHE UMSETZUNG DES DEMING – KREISES
2.4 PROZESSQUALITÄT
2.5 STRUKTURQUALITÄT
2.6 ERGEBNISQUALITÄT
3.0 PFLEGEVISITE
3.1 ENTSTEHUNG / URSPRUNG DER PFLEGEVISITE
3.2 DEFINITION DER PFLEGEVISITE
3.3 ARTEN DER PFLEGEVISITE
3.3.1 BEWOHNERBEZOGENE PFLEGEVISITEN
3.3.1.1 Makrovisite
3.3.1.2 Mikrovisite
3.3.2 MITARBEITERBEZOGENE PFLEGEVISITE
3.3.3 PFLEGEDOKUMENTATIONSBEZOGENE PFLEGEVISITE
3.3.4 PFLEGEUMFELDBEZOGENE PFLEGEVISITE
4.0 GESETZE
5.0 PFLEGEVISITE ALS INSTRUMENT DER QUALITÄTSSICHERUNG
5.1 INSTRUMENT DER BEWOHNERBEZOGENE PFLEGEVISITE
5.2 INSTRUMENT DER MITARBEITERBEZOGENEN PFLEGVISITE
5.2.1 DIE SOZIAL-, DIE FACH- UND DIE ORGANISATIONSKOMPETENZ
5.3 INSTRUMENT DER ÜBERPRÜFUNG DER PFLEGEDOKUMENTATION
5.4 PFLEGEVISITE ALS FÜHRUNGSINSTRUMENT
6.0 ZIELE DER PFLEGEVISITE
6.1 ZIELE DER PFLEGEQUALITÄT
6.2 ZIELE DER BEWOHNER
6.2.1 ZUFRIEDENHEIT DES BEWOHNERS
6.2.1.1 Vorbereitung
6.2.1.2 Ermittlung der Zufriedenheit
6.2.1.3 Auswahl der Bewohner
6.2.1.4 Nachbereitung
6.3 ZIELE DER PFLEGEKRAFT
6.3.1 ZUFRIEDENHEIT DES MITARBEITERS
6.4 ZIELE DER FÜHRUNGSEBENE
6.5 ZIELE DER INSTITUTION
6.6 GEMEINSAME ZIELE DER FÜHRUNGSEBENE UND DER INSTITUTION
7.0 ORGANISATORISCHE ASPEKTE
7.1 VORBEREITUNG DER PFLEGEVISITE
7.2 UMSETZUNG / DURCHFÜHRUNG DER PFLEGEVISITE
7.2.1 MIKROVISITE
7.2.2 MAKROVISITE
7.2.3 NEUAUFNAHME EINES BEWOHNERS
7.2.4 VERSCHLECHTERUNG DES ALLGEMEINZUSTANDES
7.2.5 NEU- UND ERSTEINSTUFUNG EINES BEWOHNERS
7.2.6 DOKUMENTATIONSBEZOGENE PFLEGEVISITE
7.2.7 PFLEGEUMFELD BEZOGENE PFLEGEVISITE
7.3 NACHBEREITUNG DER PFLEGEVISITE
8.0 SICHT DES MDK´S
9.0 ORGANISATORISCHE VORRAUSSETZUNGEN
9.1 UNTERNEHMENSKULTUR
9.2 QUALITÄTSPOLITIK
9.3 LEITBILD
9.4 ORGANIGRAMM
10.0 INTERVALL DER PFLEGEVISITE
10.1 BEWOHNERBEZOGENE PFLEGEVISITEN
10.2 MITARBEITERBEZOGENE PFLEGEVISITE
10.3 DOKUMENTATIONSBEZOGENE PFLEGEVISITE
11.0 MÖGLICHE ÄNGSTE
11.1 ÄNGSTE DER BEWOHNER / ANGEHÖRIGEN
11.2 ÄNGSTE DER MITARBEITER
12.0 SCHLUSSWORT
Zielsetzung & Themen
Diese Arbeit zielt darauf ab, die Pflegevisite als zentrales, dynamisches Instrument der Qualitätssicherung in Pflegeeinrichtungen zu etablieren. Dabei wird verdeutlicht, dass die Pflegevisite über die reine Kontrolle hinausgeht und durch die Förderung des Vertrauensverhältnisses, die Einbeziehung der Bewohnerwünsche und die gezielte Mitarbeiterentwicklung einen wesentlichen Beitrag zur Steigerung der Pflegequalität sowie der allgemeinen Zufriedenheit aller Beteiligten leistet.
- Methodische Grundlagen der Pflegevisite und Abgrenzung verschiedener Visitenarten (Mikro- vs. Makrovisite).
- Integration der Pflegevisite in das Qualitätsmanagement nach dem PDCA-Zyklus.
- Bedeutung der Pflegevisite für Bewohnerzufriedenheit, Mitarbeiterführung und institutionelle Zielerreichung.
- Gesetzliche Rahmenbedingungen und Anforderungen des Medizinischen Dienstes (MDK).
- Praktische Implementierung, Dokumentation und Nachbereitung der Pflegevisitenprozesse.
Auszug aus dem Buch
3.2 Definition der Pflegevisite
Visite, abgeleitet vom lateinischen Wort visitare und bedeutet: besuchen, hingehen. Die Pflegevisite ist eine Interaktion zwischen dem Pflegenden und des Gepflegten. Das bedeutet, dass der Pflegende, also die Pflegefachkraft, in den meisten Fällen die Pflegedienstleitung dem Bewohner einen Besuch abstattet und mit ihm ein Gespräch führt und schaut, ob eine gute Pflege gewährleistet ist oder nicht.
Aus dem Pflege Lexikon nach Georg/Frohwein habe ich folgende Definition entnommen:
„Regelmäßiger Besuch u. Gespräch mit dem Pat. über seinen Pflegeprozess. Die P. dient der Benennung der Pflegeprobleme u. Ressourcen bzw. der Pflegediagnose, der Vereinbarung der Pflegeziele, Pflegeinterventionen u. der Evaluation der Pflege.“7
Zusammenfassung der Kapitel
1.0 EINLEITUNG: Führt in die Thematik der Pflegevisite ein und beschreibt sie als dynamisches Werkzeug zur Qualitätssicherung und Bewohnerpartizipation, das oft fälschlicherweise nur als Kontrollinstrument wahrgenommen wird.
2.0 QUALITÄT UND QUALITÄTSSICHERUNG: Definiert zentrale Qualitätsbegriffe und erläutert die Bedeutung des Deming-Zyklus (PDCA) sowie der Struktur-, Prozess- und Ergebnisqualität für moderne Pflegeeinrichtungen.
3.0 PFLEGEVISITE: Beleuchtet den Ursprung, die Definition und die verschiedenen Arten der Pflegevisite, insbesondere die Unterscheidung zwischen bewohner- und mitarbeiterbezogenen sowie dokumentations- und umfeldbezogenen Visiten.
4.0 GESETZE: Gibt einen Überblick über die rechtlichen Rahmenbedingungen und Verpflichtungen für Pflegeeinrichtungen, die zur Sicherung der Qualität durch Gesetze wie das SGB XI gefordert werden.
5.0 PFLEGEVISITE ALS INSTRUMENT DER QUALITÄTSSICHERUNG: Analysiert, wie die Pflegevisite durch Protokollierung und Evaluation gezielt zur Qualitätssicherung bei Bewohnern, Mitarbeitern und in der Dokumentation eingesetzt wird.
6.0 ZIELE DER PFLEGEVISITE: Detailliert die spezifischen Ziele für Bewohner, Pflegekräfte, Führungsebene und die Institution, um eine strukturierte und professionelle Pflegequalität zu erreichen.
7.0 ORGANISATORISCHE ASPEKTE: Beschreibt den praktischen Ablauf, von der Planung und Vorbereitung über die Durchführung der unterschiedlichen Visitenarten bis hin zur notwendigen Nachbereitung.
8.0 SICHT DES MDK´S: Erläutert die Anforderungen und Prüfkriterien des Medizinischen Dienstes an die Pflegeeinrichtung und wie die Pflegevisite dabei als Planungs- und Bewertungsinstrument unterstützt.
9.0 ORGANISATORISCHE VORRAUSSETZUNGEN: Hebt die Bedeutung einer gelebten Unternehmenskultur, einer klaren Qualitätspolitik und eines Leitbildes für den Erfolg der Pflegevisite hervor.
10.0 INTERVALL DER PFLEGEVISITE: Legt die zeitlichen Abstände für die Durchführung der verschiedenen Pflegevisiten fest, um eine kontinuierliche Qualitätssicherung zu gewährleisten.
11.0 MÖGLICHE ÄNGSTE: Analysiert die Ängste von Bewohnern und Mitarbeitern vor der Pflegevisite und zeigt Strategien zur Prävention und zum Abbau dieser Barrieren auf.
12.0 SCHLUSSWORT: Fasst die Bedeutung der Pflegevisite als unverzichtbares Instrument für eine qualitätsorientierte und menschliche Pflege zusammen.
Schlüsselwörter
Pflegevisite, Qualitätssicherung, Pflegequalität, Pflegeprozess, Bewohnerzufriedenheit, Mitarbeiterführung, Dokumentationsqualität, PDCA-Zyklus, Pflegedienstleitung, Prozessqualität, Strukturqualität, Ergebnisqualität, MDK, Pflegeplanung, Unternehmenskultur
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der Pflegevisite als zentralem Instrument zur Qualitätssicherung in der stationären Altenpflege. Es wird untersucht, wie dieses Werkzeug nicht nur zur Kontrolle, sondern aktiv zur Verbesserung der Versorgungsqualität sowie zur Steigerung der Zufriedenheit bei Bewohnern und Mitarbeitern eingesetzt werden kann.
Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?
Zentrale Themen sind die theoretische Fundierung von Qualität, die methodische Durchführung verschiedener Pflegevisitenarten (Mikro- und Makrovisite), die Einbindung rechtlicher Rahmenbedingungen sowie die organisatorischen Voraussetzungen für eine erfolgreiche Implementierung in den Einrichtungsalltag.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Das primäre Ziel ist es, das negative Image der Pflegevisite als reines Kontrollinstrument abzubauen und ihren positiven Charakter als beratendes und steuerndes Führungsinstrument zu verdeutlichen, das zur Professionalisierung der Pflege und zur Mitarbeiterbindung beiträgt.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit stützt sich auf eine Literaturanalyse relevanter Fachliteratur zum Qualitätsmanagement in der Pflege, verknüpft mit den eigenen beruflichen Erfahrungen des Autors in der Pflegedienstleitung und der praktischen Anwendung von Instrumenten zur Qualitätssicherung.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Basis der Qualitätssicherung, eine detaillierte Definition und Kategorisierung der verschiedenen Pflegevisiten, die organisatorische Umsetzung, die Ziele für die verschiedenen Interessengruppen sowie eine Auseinandersetzung mit Ängsten und deren Bewältigung.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Charakteristische Begriffe sind Pflegevisite, Qualitätssicherung, Pflegeprozess, Bewohnerzufriedenheit, Mitarbeiterführung, Prozessqualität, PDCA-Zyklus und Pflegedienstleitung.
Warum ist die Einbeziehung der Bewohner in die Pflegevisite so wichtig?
Die Einbeziehung stärkt das Selbstbestimmungsrecht der Bewohner, fördert die Transparenz des Pflegeprozesses und erhöht die Motivation der Bewohner, da ihre Wünsche und Ressourcen direkt in die Pflegeplanung einfließen.
Wie trägt die Pflegevisite zur Entlastung der Mitarbeiter bei?
Durch die Visite werden Schwächen frühzeitig erkannt und können durch gezielte Anleitungen oder Fortbildungen beseitigt werden. Zudem dient das Gespräch der Wertschätzung und der Klärung von Problemen, was das Vertrauen zum Vorgesetzten stärkt und die allgemeine Arbeitszufriedenheit erhöht.
- Arbeit zitieren
- Tim Schweizer (Autor:in), 2008, Die Pflegevisite als ein Instrument zur Qualitätssicherung, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/111660