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Anfängerschwimmen mit hyperaktiven Kindern

Title: Anfängerschwimmen mit hyperaktiven Kindern

Examination Thesis , 2002 , 83 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Holger Münch (Author)

Pedagogy - Orthopaedagogy and Special Education
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Summary Excerpt Details

Während des Studiums war ich immer bemüht, praktische Erfahrung für meinen späteren Beruf zu erlangen. So besuchte ich ein Seminar bei Herrn STROHKENDL zum Anfängerschwimmen, in dessen Rahmen ich einen Jungen (Philipp) mit hyperaktiven Störungen beim Erlernen des Schwimmens begleitete.

Das hyperaktive Syndrom (HKS), ist eine der bekanntesten und weitverbreitesten (ca.5% der Kinder) Behinderungsformen der heutigen Zeit.

Schon 1845 lieferte der Arzt Heinrich Hoffman mit dem "Zappel - Philipp" die klassische Beschreibung von einem hyperaktiven Kind.
So gibt es heute eine Fülle von Veröffentlichungen, die sich mit diesem Thema auseinandersetzen; Erscheinungsbild, Verursachung und Behandlungsmöglichkeiten.

Die Veröffentlichungen haben die größte Gemeinsamkeit im Erscheinungsbild, die vermuteten Ursachen der Störungen reichen von minimaler cerebraler Dysfunktion bis hin zu Hyperaktivität als Zivilisationsstörung.

Entsprechend der Thesen für die Verursachung der Störung gab und gibt es Diskussionen über die Namengebung für die hyperaktiven Störungen. In der Hauptsache handelt es sich um MCD (minimale cerebrale Dysfunktion), ADS (Aufmerksamkeits-Defizit-Syndrom) und HKS (hyperkinetisches Syndrom). Aus diesem Grund werde ich zuerst auf die verschiedene Begrifflichkeit von Hyperaktivität eingehen und im weiteren dann die Chronologie der Ursachenforschung, den Verlauf der Störung und die Diagnostik darstellen.

Ebenso vielfältig sind die Therapieansätze, in meiner Hausarbeit beschränke ich mich auf den Ansatz von der Kölner Gruppe um Döpfner, die das Therapieprogramm für Kinder mit hyperkinetischem und oppositionellem Problemverhalten (THOP) entwickelt haben.
THOP umschließt die ganze Bandbreite von psychologischen und verhaltenstherapeutischen Interventionen bei Kindern mit hyperaktiven Störungen, anhand derer die primären und sekundären Schwierigkeiten der Kinder deutlich werden.
[...]
In dem empirischen Teil der Arbeit beschreibe ich meine Erfahrung mit einem Jungen (Philipp) mit hyperaktiven Störungen aus dem Seminar "Anfängerschwimmen mit körperbehinderten Kindern" geleitet von Hr. Strohkendl.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

1.1. Begrifflichkeit

1.2. Chronologie der Ursachenforschung

1.3. Verlauf und Symptomatik

1.4. Verursachende Faktoren von hyperkinetischen Störungen

1.4.1. Genetische Faktoren

1.4.2. Neurologische Faktoren

1.4.3. Aspekt allergischer Reaktionen auf Nahrungsmittelbestandteile

1.4.4. Bedeutung spezifischer Hirnstrukturen

1.4.5. Psychosoziale Faktoren

1.5. Biopsychosoziales Konzept

2. Diagnose hyperkinetischer Störungen

2.1. Symptome hyperkinetischer Störungen

2.2. Sekundäre Schwierigkeiten von Kindern mit HKS

3. Interventionsverfahren

3.1. Medikamentöse Intervention

3.2. Verhaltenstherapeutische Interventionen

3.2.1. Eltern- und Familienzentriertes Verfahren

3.2.2. Schulzentrierte Verfahren

3.2.3. Patientenzentrierte Interventionen

3.2.3.1. Selbstinstruktionstraining

3.2.3.2. Selbstmanagement-Methoden

3.2.3.3. Spieltraining

3.2.3.4. Problemlösetraining

3.2.3.5. Ärger-Kontrolltraining

3.2.3.6. Soziales Kompetenztraining

3.3. Zusammenfassung

4. Hyperaktivität aus motopädagogischer Sicht

4.1. Psychomotorische Auffälligkeiten von hyperaktiven Kindern

4.2. Motopädagogische Interventionen

4.2.1. Allgemeine methodische Grundsätze

4.2.2. Vestibulär stimulierende Aktivitäten

4.2.3. Entwicklung von Bremskräften und Bewegungssteuerung

4.2.4. Konzentrationsverbesserung mit geschlossenen Augen

4.2.5. Schulung der visuellen Aufmerksamkeit

4.2.6. Überwindung der Impulsivität

4.2.7. Sportliches Handeln als Mittel zur Selbstdisziplinierung

4.3. Zusammenfassung

5. Hyperaktive Kinder in der Schule für Körperbehinderte

6. Anfängerschwimmen als Förderunterricht

6.1. Anfängerschwimmen mit hyperaktiven Kindern

6.1.1. Wasser als ordnendes Element

6.2. Modelle des Anfängerschwimmens

6.2.1. Wilkes Modell

6.2.2. Innenmosers Ansatz

6.2.3. Modell Strohkendl

6.2.3.1. Gestaltung des Schwimmbades

6.2.3.2. Das Prinzip der Einzelbetreuung

6.2.3.3. Das Verhältnis Lehrer Schüler

6.2.3.4. Inhaltliche Strukturen Strohkendls Modell

6.2.3.5. Methodisch-Didaktisches Vorgehen

6.2.3.6. Struktur einer Anfängerschwimmstunde nach Strohkendl

6.2.3.7. Zusammenfassung

7. Einleitung

7.1. Rahmenbedingungen des Anfängerschwimmunterrichts

7.1.1. Angesprochener Personenkreis

7.1.2. Das Schwimmbad

7.1.3. Dauer und Häufigkeit des Schwimmunterrichts

7.1.4. Inhaltliche Struktur

7.2. Schülerbeschreibung Philipp

7.2.1. Anamnese

7.2.2. Lern- und Leistungsverhalten

7.2.3. Sozialverhalten

7.2.4. Verhalten im Anfängerschwimmunterricht

8. Gestaltung und Verlauf einer Unterrichtsstunde

8.1. Erste Eindrücke

8.2. Erläuterung und Begründung des Stundenaufbaus

8.3. Stellung der Stunde in der Unterrichtsreihe

8.4. Planung

8.5. Verlauf

9. Reflexion

10. Zusammenfassung und Ausblick

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit untersucht die pädagogischen Möglichkeiten des Anfängerschwimmens als Fördermaßnahme für hyperaktive Kinder. Im Zentrum steht dabei die Forschungsfrage, wie durch ein strukturiertes, auf die individuellen Bedürfnisse abgestimmtes Schwimmkonzept – speziell nach dem Modell von Strohkendl – Ängste abgebaut, die Impulskontrolle verbessert und die psychomotorische Entwicklung sowie soziale Integration gefördert werden können.

  • Grundlagen und Ursachenforschung zum hyperkinetischen Syndrom (HKS).
  • Multimodale Interventionsansätze und der Stellenwert der Motopädagogik.
  • Die spezifische Eignung des Anfängerschwimmens als ordnendes und ganzheitliches Förderinstrument.
  • Empirische Analyse der praktischen Anwendung bei einem körperbehinderten Schüler mit hyperaktiven Störungen.

Auszug aus dem Buch

6.2.3. Modell Strohkendl

In den meisten Ansätzen ist die Angst des Schwimmanfängers wenig konkretisiert, sie wird als Hindernis für das Lernziel Schwimmen gesehen. STROHKENDL hingegen versteht „das Anfängerschwimmen als pädagogisches Mittel zur Anbahnung von Fähigkeiten und Verhaltensweisen zur Angsthemmung und zur Angstregulation“ (Strohkendl 1989, S. 29).

Damit wird der Umgang mit der Angst (vor dem Wasser) ein Lernziel, was sich auf andere Bereiche des Lebens übertragen läßt.

Ängstliche Menschen mit eingeschränkter Motorik und/oder mangelnder Bewegungserfahrung nehmen die Gefahr, die von dem Wasser ausgeht besonders deutlich wahr und trauen sich selbst wenig zu (vgl. Skript Strohkendl 1991). Zudem sind die Räumlichkeiten andere als gewohnt. Akustik, Beleuchtung, Gerüche und Menschenmenge überfluten den ängstlichen Schwimmanfänger, so erklärt sich der scheinbare Widerspruch von dem Wunsch Schwimmen zu lernen und der Meidung des Wassers.

Strohkendl gibt dem Lehrer ein Konzept an die Hand; allein kognitiv ist Angst nicht zu bewältigen, die Kinder müssen in ihrer Wahrnehmung und Emotionalität angesprochen werden.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Vorstellung des Themas, des hyperaktiven Syndroms sowie der Absicht, den motopädagogischen Ansatz mit dem Schwimmmodell nach Strohkendl zu verbinden.

2. Diagnose hyperkinetischer Störungen: Erläuterung der Kernsymptome und der Bedeutung der Anamnese für ein tiefgreifendes Verständnis der Störung.

3. Interventionsverfahren: Übersicht über multimodale Therapiebausteine und die Begründung für die Einbeziehung motopädagogischer Maßnahmen.

4. Hyperaktivität aus motopädagogischer Sicht: Detaillierte Betrachtung der psychomotorischen Defizite und der entsprechenden methodischen Interventionsmöglichkeiten.

5. Hyperaktive Kinder in der Schule für Körperbehinderte: Darstellung der besonderen pädagogischen Anforderungen und Prinzipien im schulischen Alltag dieser Einrichtungsform.

6. Anfängerschwimmen als Förderunterricht: Theoretische Herleitung des Wassers als ordnendes Medium und Analyse verschiedener Schwimmmodelle, insbesondere des Modells von Strohkendl.

7. Einleitung: Überleitung zum empirischen Teil mit Beschreibung der Rahmenbedingungen und des Probanden Philipp.

8. Gestaltung und Verlauf einer Unterrichtsstunde: Konkrete Planung, methodischer Aufbau und dokumentierter Verlauf einer Fördereinheit.

9. Reflexion: Kritische Auseinandersetzung mit der Durchführung der Schwimmstunde und den beobachteten Lernfortschritten.

10. Zusammenfassung und Ausblick: Bilanz der Wirksamkeit des Konzepts für die ganzheitliche Förderung ängstlicher, hyperaktiver Kinder.

Schlüsselwörter

Hyperaktivität, HKS, Anfängerschwimmen, Motopädagogik, Strohkendl-Modell, Psychomotorik, Körperbehindertenpädagogik, Angstregulation, Einzelförderung, Sensorische Integration, Impulskontrolle, Wahrnehmungsförderung, Bewegungssteuerung, Wassererfahrung, Sonderpädagogik.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht, wie Anfängerschwimmen als motopädagogische Fördermaßnahme eingesetzt werden kann, um Kindern mit hyperkinetischem Syndrom bei der Angstbewältigung und Verhaltensregulation zu helfen.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Im Zentrum stehen die medizinisch-psychologischen Grundlagen von Hyperaktivität, die Prinzipien der Motopädagogik und das spezifische didaktische Modell des Anfängerschwimmens nach Strohkendl.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es aufzuzeigen, wie durch eine gezielte, individuelle Förderung im Wasser die Handlungsfähigkeit, das Selbstvertrauen und die soziale Integration hyperaktiver Schüler gestärkt werden können.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Der empirische Teil basiert auf einer teilnehmenden Beobachtung eines Fallbeispiels über zwei Semester hinweg, eingebettet in die pädagogische Praxis der Schule für Körperbehinderte.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische fundierte Aufarbeitung der Symptomatik und Interventionsmöglichkeiten sowie einen detaillierten empirischen Teil zur Planung und Durchführung spezifischer Schwimmstunden.

Welche Keywords charakterisieren den Text?

Wichtige Begriffe sind unter anderem Hyperaktivität, Motopädagogik, das Strohkendl-Modell, Sensorische Integration, Angstregulation und Einzelbetreuung.

Wie geht das Modell Strohkendl mit der Angst der Kinder um?

Strohkendl versteht das Schwimmenlernen nicht nur als technische Fertigkeit, sondern als pädagogisches Mittel. Angst wird als Lernziel begriffen, das durch eine vertrauensvolle Lehrer-Schüler-Beziehung, Einzelbetreuung und kleinschrittige Erfolgserlebnisse reguliert wird.

Welche Rolle spielt die "Taucherbrille" im Fallbeispiel von Philipp?

Die Taucherbrille wurde zur Verbesserung der Orientierung eingeführt. Während sie bei einigen Übungen half, ökonomischere Tauchbewegungen zu fördern, erwies sie sich bei der spezifischen Übung des Hinsetzens als kontraproduktiv, da sie den Anreiz zur Flucht durch schnelles Auftauchen nicht unterband.

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Details

Title
Anfängerschwimmen mit hyperaktiven Kindern
College
University of Cologne  (Heilpädagogische Fakultät)
Grade
1,3
Author
Holger Münch (Author)
Publication Year
2002
Pages
83
Catalog Number
V11173
ISBN (eBook)
9783638174046
Language
German
Tags
Anfängerschwimmen Kindern
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Holger Münch (Author), 2002, Anfängerschwimmen mit hyperaktiven Kindern, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/11173
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