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Metamorphosen: Verwandlungen und Veränderungen, Entwicklungen und Zustände

Title: Metamorphosen: Verwandlungen und Veränderungen, Entwicklungen und Zustände

Term Paper (Advanced seminar) , 2008 , 33 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Nathalie Hammes (Author)

German Studies - Comparative Literature
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Sich zu verwandeln und zu verändern ist für jeden Menschen interessant, auch wenn es nur Gedanken sind, sich einmal in einem anderen Körper, in einem anderen Leben wieder zu finden. In vielen Filmen und Büchern kann man heutzutage mitverfolgen, wie eine Person mit einer zweifachen Identität seine Umwelt beeinflusst oder sich in einen Held verwandelt. Diese modernen Geschichten haben die Verwandlungsthematik gemeinsam, die seit mehreren Jahrhunderten in vielen Werken und Epochen in Literatur, Malerei und Bildhauerei zu finden ist.
Schon in der Antike befassten sich Autoren mit diesem Motiv, aus denen der Dichter Ovidius Publius Naso sehr hervorsticht. Mit seinem Werk „Metamorphosen“ fasste er in seiner damaligen politisch-geschichtlichen Situation die griechisch-römischen Sagen zu einem Gedicht zusammen, das bis heute nichts an Interesse verloren hat. Das allumfassende Leitmotiv darin ist der Mythos Verwandlung. Viele Autoren nach ihm haben sich von seinem Werk inspirieren lassen und ihre eigene Schöpfung daraus kreiert. Das Verwandlungsmotiv entwickelte sich im historischen Prozess weiter und wurde den jeweiligen Epochen angepasst. Künstler und Autoren hatten persönliche Erfahrungen in ihre Bearbeitungen mit einfließen lassen, so dass der Metamorphosenbegriff sich stetig weiterentwickelte. Von Ovid über Nikolaj Gogol und Michail Bulgakow zu Christian Ransmayr und Mario Vargas Llosa: der Mythos der Metamorphose blieb in seiner Aussage polysemantisch und wurde durch die Art und Weise, wie er seine Botschaft aussprach, definiert: er selbst unterlag bzw. unterliegt auch heute noch einer Metamorphose. Wie entwickelte sich der Begriff „Metamorphose“ bis heute bzw. wie wurde der Mythos zu verschiedenen Zeiten umgesetzt bzw. eingesetzt? Die Aktualität des Begriffes „Metamorphose“ und seine moderne Umsetzung werden im Folgenden an verschiedenen Texten untersucht.
Ovids „Metamorphosen“ sind Ausgangspunkt dieser Arbeit. Autor, Inhalt und Verwandlungsthematik werden kurz vorgestellt. In dieser Arbeit werden Werke aus dem 19. und 20. Jahrhundert in Annäherung an den antiken Mythos der Verwandlung untersucht und wie ihre zeitgenössische Verwandlungsthematik mit Ovids „Metamorphosen“ zu vergleichen ist.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

1. Ovidius Publius Naso

1.1. Sein Leben, seine Zeit

1.2. Ovids Schaffen

2. Metamorphose

2.1. Worterklärung nach Brockhaus

2.2. „Metamorphosen“, geschrieben von Ovidius Publius Naso

2.2.1. Struktur

2.2.2. Inhalt

3. Verwandlungen

3.1. Verwandlungsarten

3.2 Das Verwandlungsmotiv

4. Rezeptionen von Metamorphosen

4.1. „Alice im Wunderland“, von Lewis Carroll

4.2.1. Der Autor und sein Sprachspiel

4.2.2. Inhalt

4.1.3. Struktur und Gattung

4.1.4 Verwandlungen

4.2. „Die Verwandlung“, von Franz Kafka

4.2.1. Der Autor

4.2.2. Briefe an Felice Bauer

4.2.3. Die Erzählung

4.2.4. Die Verwandlungsthematik

4.3. „La métamorphose de Narcisse“, von Salvador Dalí

4.3.1. Die Surrealisten

4.3.2. Der Maler Salvador Dalí und die paranoisch-kritische Methode

4.3.3. Das Gemälde

4.3.4. Das Gedicht

Schluss

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Entwicklung und Bedeutung des Mythos der Metamorphose von der Antike bis in das 20. Jahrhundert, wobei der Fokus auf der Analyse von Identitätswandel und -verlust in ausgewählten Werken der Literatur und Malerei liegt.

  • Ovids „Metamorphosen“ als antiker Ausgangspunkt und Leitmotiv.
  • Die Funktion der Metamorphose als Mittel zur Darstellung menschlicher Einzelschicksale.
  • Vergleichende Analyse von Identitäts- und Verwandlungsthematiken in der Literatur des 19. und 20. Jahrhunderts.
  • Die Rolle des Surrealismus und der paranoisch-kritischen Methode bei Salvador Dalí.
  • Die Wechselwirkung zwischen der Gestaltveränderung und der Identitätsentwicklung der Protagonisten.

Auszug aus dem Buch

4.2.4. Die Verwandlungsthematik

Im ersten Teil wird Gregor vorgestellt: sein bisheriges Leben, seine Familie, seine Arbeit, sein bisheriges Bestreben, seiner Familie ein angenehmes Leben zu bieten. Dennoch fühlte er sich nicht wohl dabei: „Was für einen anstrengenden Beruf habe ich gewählt! Tag aus, Tag ein auf der Reise. Die geschäftlichen Anstrengungen sind viel größer als im eigentlichen Geschäft zu hause, und außerdem ist mir noch die Plage des Reisens auferlegt, die Sorgen und die Zuganschlüsse, das unregelmäßige, schlechte Essen, ein immer wechselnder, nie andauernder, nie herzlich werdender menschlicher Verkehr. Der Teufel soll das alles holen!“ Gregor hat dennoch Sorge um seine Eltern und Schwester und kümmert sich um den elterlichen Schuldenabtrag. Daher war der bisherige Job Gregors sehr wichtig für die familiäre Zukunft.

Doch auch wenn die Familie das Geld gerne annahm, „eine besondere Wärme wollte sich nicht mehr ergeben“. Das Familienverhältnis war nicht sehr herzlich. Besonders die fiktive Beziehung zum Vater lässt sich parallel zur realen Beziehung Kafkas zu seinem Vater in der Erzählung wieder finden.

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Einführung in das Metamorphosen-Motiv als kulturübergreifendes Phänomen und Darlegung des methodischen Vorgehens der Arbeit.

1. Ovidius Publius Naso: Biografischer Abriss zu Ovid sowie Einordnung seines Werkes in den zeitgeschichtlichen Kontext des augusteischen Roms.

2. Metamorphose: Begriffliche Klärung der Metamorphose und tiefgehende Analyse der Struktur und des Inhalts von Ovids „Metamorphosen“.

3. Verwandlungen: Systematisierung verschiedener Verwandlungsarten und Untersuchung des archetypischen Verwandlungsmotivs.

4. Rezeptionen von Metamorphosen: Untersuchung der Verarbeitung des Motivs in „Alice im Wunderland“, „Die Verwandlung“ und bei Salvador Dalí.

Schluss: Zusammenfassung der Ergebnisse hinsichtlich der Identitätsthematik und Reflexion der anhaltenden Relevanz des Metamorphose-Mythos.

Schlüsselwörter

Metamorphose, Ovid, Verwandlung, Identität, Mythos, Literatur, Surrealismus, Franz Kafka, Lewis Carroll, Salvador Dalí, Identitätswandel, Antike, Moderne, Körper, paranoisch-kritische Methode

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht das literarische und künstlerische Motiv der Metamorphose von Ovid bis ins 20. Jahrhundert und beleuchtet dessen Bedeutung für Identitätsfragen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Zentrale Felder sind der Mythos der Verwandlung, die Beständigkeit im Wandel, der Identitätsverlust und die moderne Umsetzung des antiken Erbes in Literatur und Kunst.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist aufzuzeigen, wie sich das Verständnis von Metamorphose wandelte und wie Autoren und Künstler das Motiv zur Bearbeitung psychischer und gesellschaftlicher Probleme einsetzen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine literaturwissenschaftliche Analyse durchgeführt, die Werke vergleichend betrachtet und diese in ihren historischen und theoretischen Kontext einbettet.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung durch Ovid und eine detaillierte Analyse von Werken von Lewis Carroll, Franz Kafka und Salvador Dalí.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Metamorphose, Identität, Ovid, Transformation, Verwandlungsthematik, Surrealismus und Identitätskrise.

Warum spielt die Beziehung zu Kafkas Vater für die Analyse der „Verwandlung“ eine Rolle?

Die Arbeit zeigt auf, dass Kafka seine persönlichen Konflikte mit dem Vater in die Figur des Gregor Samsa einfließen ließ, wobei die Tiermetapher ein Ausdruck seiner Selbstgeringschätzung ist.

Inwiefern unterscheidet sich Dalís Herangehensweise?

Dalí nutzt die paranoisch-kritische Methode, um Mehrfachbilder zu erzeugen, die den Betrachter zur aktiven Deutung und zur Wahrnehmung von Verwandlung als wahnhaftem Ereignis animieren.

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Details

Title
Metamorphosen: Verwandlungen und Veränderungen, Entwicklungen und Zustände
College
Saarland University
Course
Metamorphose
Grade
1,7
Author
Nathalie Hammes (Author)
Publication Year
2008
Pages
33
Catalog Number
V111826
ISBN (eBook)
9783640158324
Language
German
Tags
Metamorphosen Verwandlungen Veränderungen Entwicklungen Zustände Metamorphose
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Nathalie Hammes (Author), 2008, Metamorphosen: Verwandlungen und Veränderungen, Entwicklungen und Zustände, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/111826
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