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Kooperationsmöglichkeiten im Krankenhaus

Title: Kooperationsmöglichkeiten im Krankenhaus

Seminar Paper , 2008 , 16 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Erika Redinger (Author)

Health - Miscellaneous
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Der Bereich Marketing gewinnt im sozialpolitischen Bereich zunehmend an
Bedeutung. Die Ursachen liegen hauptsächlich in der Um- bzw.
Neustrukturierungen der Gesundheitsreform durch die Bundesregierung.
Dies hat Auswirkungen auf die Kostenplanung, die Marktstrategie und
wandelt den Patienten immer mehr zum Kunden.
Durch den wachsenden und immer stärker werdenden Wettbewerbsdruck
müssen Krankenhäuser ihre Unternehmenspolitik der freien Marktwirtschaft
anpassen, um kostendeckend wirtschaften zu können.
Deshalb ist es unbedingt erforderlich, ein zeitgemäßes Marketingkonzept zu
erarbeiten und so umzusetzen, dass neue Ressourcen und Märkte aufgebaut
werden, um dadurch eine Kundenbindung zu gewährleisten und zu erhalten. In der vorliegenden Hausarbeit sollen die Kooperationsmöglichkeiten von
Krankenhäusern mit Vertragsärzten unter Berücksichtigung des
Vertragsarztrechtsänderungsgesetzes (VÄndG) dargestellt werden.
Ein wesentliches Problem bei der Konzeption von Kooperationsstrategien
sind die zu beachtenden rechtlichen Rahmenbedingungen, die durch die
Rechtsprechung ständig im Fluss sind. An dieser Stelle kann nur
exemplarisch auf die vielfältigen rechtlichen Probleme eingegangen werden.
In einem Praxisbeispiel wird der Fall einer „falschen“ Überweisung
beschrieben und anhand eines Soll-/Ist-Vergleichs werden die Möglichkeiten
zur Verbesserung durch eine Kooperation dargestellt.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einführung

1.1 Einleitung

1.2 Ziel der Arbeit

2 Theoretische Grundlagen von Kooperationen

3 Kooperationsmöglichkeiten von Krankenhäusern mit Ärzten

3.1 Rechtliche Rahmenbedingungen für die Tätigkeit von Vertragsärzten in Krankenhäusern unter Geltung des VÄndG

3.2 Kooperation bei der wechselseitigen Nutzung von Infrastruktur

3.3 Paralleltätigkeit als Krankenhausarzt und niedergelassener Arzt

3.4 Belegarzttätigkeit

3.5 Kooperation bei der Patientenversorgung

4 Praxisbeispiel – Spezialsprechstunde

5 Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit analysiert die Möglichkeiten zur Kooperation zwischen Krankenhäusern und niedergelassenen Vertragsärzten unter besonderer Berücksichtigung der rechtlichen Rahmenbedingungen des Vertragsarztrechtsänderungsgesetzes (VÄndG). Ziel ist es, Wege aufzuzeigen, wie durch strategische Partnerschaften die Wettbewerbsfähigkeit von Kliniken gesteigert und die Patientenversorgung effizienter gestaltet werden kann.

  • Rechtliche Rahmenbedingungen und Änderungen durch das VÄndG
  • Formen der Zusammenarbeit bei der Infrastrukturnutzung
  • Paralleltätigkeit von Krankenhausärzten und niedergelassenen Ärzten
  • Optimierung von Patientenströmen durch Kooperationsmodelle
  • Praktische Umsetzung von Spezialsprechstunden

Auszug aus dem Buch

3.3 Paralleltätigkeit als Krankenhausarzt und niedergelassener Arzt

Von sämtlichen vorstehend dargestellten Kooperationsformen, die dadurch gekennzeichnet sind, dass der Vertragsarzt – eine zutreffende berufs- und vertragsarztrechtliche Ausgestaltung unterstellt – seine Selbständigkeit und ärztliche (Weisungs-)Unabhängigkeit wahrt, sind jene Gestaltungen zu trennen, in denen Vertragsärzte zugleich auch als Krankenhausärzte tätig sind. Dies war nach bisherigem Recht nur auf Grundlage der sog. Konsiliararzttätigkeit denkbar. Das VÄndG hebt diese Restriktionen auf und lässt nunmehr auch ein darüber hinausgehendes Tätigwerden von Vertragsärzten quasi in Personalunion als (angestellte) Krankenhausärzte (auch Chefarzttätigkeiten) zu. Nach bislang geltendem Recht (§ 20 Abs. 2 Satz 1 Ärzte-Zulassungsverordnung) war für die Ausübung einer vertragsärztlichen Tätigkeit nicht geeignet, wer eine ärztliche Tätigkeit ausübte, die ihrem Wesen nach mit der Vertragsarzttätigkeit am Vertragsarztsitz nicht vereinbar war. Unvereinbarkeit war nach der Rechtsprechung immer gegeben, wenn die Gefahr von Interessen- und Pflichtenkollisionen für den Vertragsarzt bestand.

Dies bejahte das Bundessozialgericht in den Fällen, in denen durch die beiden Tätigkeiten das Recht der Versicherten auf eine freie Arztwahl eingeschränkt werden könnte (wenn sich beispielsweise die durch einen Vertragsarzt im Krankenhaus behandelten Patienten veranlasst sehen könnten, die postoperative Behandlung durch den Vertragsarzt durchzuführen) oder Nachteile für die Kostenträger denkbar wären. Damit war eine parallele Tätigkeit nur in Ausnahmefällen (z. B. bei Pathologen oder Laborärzten) möglich, insbesondere überall dort ausgeschlossen, wo ein Arzt aber Patientenkontakt hat. Die nunmehrige weitgehende Liberalisierung ist Folge einer Ergänzung des § 20 Abs. 2 Ärzte-Zulassungsordnung, wonach „die Tätigkeit in oder die Zusammenarbeit mit einem zugelassenen Krankenhaus nach § 108 SGB V oder einer Vorsorge- und Rehabilitationseinrichtung nach § 111 SGB V mit der Tätigkeit eines Vertragsarztes vereinbar ist“.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einführung: Die Einleitung beleuchtet den steigenden Wettbewerbsdruck auf Krankenhäuser und definiert die Zielsetzung der Arbeit bezüglich rechtlicher Kooperationsmöglichkeiten.

2 Theoretische Grundlagen von Kooperationen: Dieses Kapitel erläutert die verschiedenen Unternehmenskooperationsformen und ihre Bedeutung im Gesundheitssektor.

3 Kooperationsmöglichkeiten von Krankenhäusern mit Ärzten: Hier werden die rechtlichen Neuerungen durch das VÄndG sowie spezifische Modelle der Zusammenarbeit wie Infrastrukturnutzung und Paralleltätigkeit untersucht.

4 Praxisbeispiel – Spezialsprechstunde: Anhand eines Soll-Ist-Vergleichs wird demonstriert, wie durch eine Spezialsprechstunde die Patientensteuerung optimiert werden kann.

5 Fazit: Die Zusammenfassung unterstreicht die Notwendigkeit rechtlich fundierter Kooperationen zur Sicherung der Wirtschaftlichkeit in Kliniken.

Schlüsselwörter

Kooperation, Krankenhaus, Vertragsarzt, VÄndG, Gesundheitsreform, Wettbewerbsdruck, Marketingkonzept, Patientenversorgung, Paralleltätigkeit, Belegarzt, Spezialsprechstunde, Teilzulassung, Leistungsabrechnung, Wirtschaftlichkeit, Versorgungsauftrag

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt die strategischen und rechtlichen Möglichkeiten einer engen Zusammenarbeit zwischen Krankenhäusern und niedergelassenen Ärzten.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Zentral sind die rechtlichen Rahmenbedingungen nach dem VÄndG, Modelle der vertikalen Kooperation und die betriebswirtschaftliche Optimierung der Patientenversorgung.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, Krankenhäusern Wege aufzuzeigen, wie sie durch Kooperationen ihre Effizienz steigern und den zunehmenden wirtschaftlichen Druck bewältigen können.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zur Anwendung?

Die Autorin verwendet eine fundierte Literaturanalyse sowie die Darstellung eines konkreten Praxisbeispiels mittels Soll-Ist-Vergleich.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil analysiert rechtliche Rahmenbedingungen wie das VÄndG, die wechselseitige Nutzung von Infrastruktur, die Belegarzttätigkeit und die Liberalisierung der Paralleltätigkeit.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?

Die Arbeit wird primär durch Begriffe wie Kooperation, VÄndG, Krankenhausmanagement, Vertragsärzte und Patientenversorgung charakterisiert.

Welche Bedeutung hat das VÄndG für die Zusammenarbeit?

Das Gesetz hat durch den Abbau von Beschränkungen eine erhebliche Liberalisierung bewirkt, die Kooperationen zwischen Klinik und Praxis rechtlich einfacher und attraktiver macht.

Wie lässt sich das Problem der "falschen" Überweisung lösen?

Durch den Aufbau einer Spezialsprechstunde in Kooperation mit einer Fachärztin können Patientenströme korrekt gesteuert und die Diagnose sowie Abrechnung optimiert werden.

Was muss bei der Planung einer Kooperation beachtet werden?

Die Autorin empfiehlt eine umfassende rechtliche Vorbereitung, insbesondere in Bezug auf Berufs-, Steuer- und Vergaberecht.

Ist eine parallele Tätigkeit als Krankenhausarzt und niedergelassener Arzt zulässig?

Ja, durch das VÄndG ist die restriktive Rechtsprechung weitgehend entfallen, sofern der Versorgungsauftrag und die zeitliche Inanspruchnahme rechtlich korrekt ausgestaltet sind.

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Details

Title
Kooperationsmöglichkeiten im Krankenhaus
Grade
1,3
Author
Erika Redinger (Author)
Publication Year
2008
Pages
16
Catalog Number
V112459
ISBN (eBook)
9783640121625
ISBN (Book)
9783640121694
Language
German
Tags
Kooperationsmöglichkeiten Krankenhaus
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Erika Redinger (Author), 2008, Kooperationsmöglichkeiten im Krankenhaus, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/112459
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