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Interkulturelle Kommunikation, Interkulturelles Lernen, Interkulturelle Semantik

Konzeptionelle, didaktisch-methodische Betrachtungen am Beispiel des Lehrwerks "Sichtwechsel neu"

Title: Interkulturelle Kommunikation, Interkulturelles Lernen, Interkulturelle Semantik

Term Paper (Advanced seminar) , 2007 , 28 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Katarina Lenczowski (Author)

Didactics - German Studies
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Um dieser Komplexität gerecht zu werden, kommt eine wissenschaftliche Untersuchung selten umhin, die verschiedenen Positionen und Konzepte aus einer kritischen Perspektive zu betrachten. In dieser Hausarbeit soll dies aus dem Fokus der Sprachwissenschaft heraus geschehen.
Dabei soll im Folgenden so verfahren werden, dass in einem ersten Schritt kulturkontrastive Konzepte zum Bereich Interkulturelle Kommunikation sprachwissenschaftlichen, interaktionistisch-pragmatischen Überlegungen gegenübergestellt werden, um über diese Betrachtung Konsequenzen für einen interkulturell ausgelegten Unterricht Deutsch als Fremdsprache abzuleiten (Kapitel 2).
Des Weiteren soll im Anschluss an diesen ersten allgemeinen Teil, ein spezieller Ausschnitt interkultureller Kommunikationsvorgänge betrachtet werden: der Bereich der Interkulturellen Semantik. Dabei soll nach einer kurzen theoretischen Beschreibung des Untersuchungsgegenstands in einen praxisorientierten Teil überführt werden: Analysiert wird das Deutsch als Fremdsprache Lehrwerk "Sichtwechsel neu" hinsichtlich seiner didaktischen und methodischen Umsetzung insbesondere zum Bereich kulturspezifischer Semantik (Kapitel 3).
In einem letzten Schritt werden zentrale Ergebnisse anhand des Lehrwerks zusammenfassend präsentiert (Kapitel 4).

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Irrgarten Interkulturalität

2 Interkulturelle Kommunikation aus sprachwissenschaftlicher Perspektive

2.1 Interaktionen: kulturkontrastive und linguistisch-interaktionistische Ansätze zur Beschreibung Interkultureller Kommunikation

2.2 Konsequenzen für die Unterrichtspraxis im Fach Deutsch als Fremdsprache

3 Interkulturelles Lernen und kulturspezifische Semantik im Lehrwerk Sichtwechsel neu

3.1 Aufgaben zur Sensibilisierung für eigene und fremde Wirklichkeitskonstruktionen

3.2 Aufgaben zur Vermittlung von Strategien zur Erschließung fremdkultureller Sprach- und Bedeutungsmuster

3.3 Kulturvergleich und Perspektivenwechsel

4 „Irren mit System“: Sichtwechsel neu, ein Wegweiser

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die theoretischen Grundlagen und die didaktisch-methodische Umsetzung von Konzepten der interkulturellen Kommunikation im DaF-Lehrwerk Sichtwechsel neu, mit besonderem Fokus auf den Bereich der interkulturellen Semantik.

  • Kritische Auseinandersetzung mit kulturkontrastiven vs. linguistisch-interaktionistischen Ansätzen
  • Analyse der interkulturellen Didaktik innerhalb des Lehrwerks Sichtwechsel neu
  • Bedeutung der Sensibilisierung für eigene und fremde Wirklichkeitskonstruktionen
  • Methoden zur Erschließung fremdkultureller Sprach- und Bedeutungsmuster
  • Reflexion über Kulturvergleich und den Stellenwert von Perspektivenwechseln im Unterricht

Auszug aus dem Buch

3 Interkulturelles Lernen und kulturspezifische Semantik im Lehrwerk Sichtwechsel neu

Peter Kühn hat herausgestellt, dass Missverständnisse in kritischen und konfliktgeladenen interkulturellen Situationen häufig semantisch motiviert sind und weitgehend durch den kulturspezifischen Wortgebrauch entstehen. Sie betreffen zum einen den Bereich kulturspezifischer oder - typischer Lexik, also die Wörter einer Sprache, die nicht durch eine einfache Wortäquivalenz in anderen Sprachen wiedergegeben werden können (sog. „Hotwords“), und zum anderen den illokutionären Gehalt sprachlicher Äußerungen, wobei Probleme innerhalb der Kommunikation zwischen Angehörigen unterschiedlicher Sprach- und Begriffssysteme häufig darauf zurückzuführen sind, dass die Wörter in differierenden Sprachen zwar oftmals die gleiche denotative Bedeutung besitzen, sich jedoch hinsichtlich ihrer Konnotationen unterscheiden. Dies ist weitgehend auf die Vorstellung zurückzuführen, dass Begriffe in einem soziokulturellen Kontext und damit in einem kulturspezifischen Bedeutungssystem stehen und mit ihnen Einstellungen, Wertungen und Haltungen transportiert werden. Ein hohes Missverständnispotenzial ergibt sich im Bereich der Semantik also deshalb, weil die Kommunikationspartner in einer interkulturellen Kommunikationssituation die Wörter so gebrauchen, wie sie diese im Laufe ihrer Sozialisation in einem spezifischen kulturellen Kontext erlernt haben. Dieser Wortgebrauch wird auch jeweils wechselseitig beim Kommunikationspartner unterstellt. Kulturelle Differenzen werden insbesondere dadurch nicht bemerkt, weil unterstellt wird, daß man - bei differierenden Sprachen - mit unterschiedlichen Ausdruckseinheiten auf den gleichen Sachverhalt referiert.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Irrgarten Interkulturalität: Dieses Kapitel thematisiert die Heterogenität und Kontroverse der fachlichen Debatte über den Begriff der Interkulturellen Kommunikation und deren zunehmende Bedeutung als Schlüsselqualifikation.

2 Interkulturelle Kommunikation aus sprachwissenschaftlicher Perspektive: Hier werden kulturkontrastive Ansätze linguistisch-interaktionistischen Verfahren gegenübergestellt, um deren Nutzen für den Unterricht Deutsch als Fremdsprache kritisch zu bewerten.

3 Interkulturelles Lernen und kulturspezifische Semantik im Lehrwerk Sichtwechsel neu: Das Kapitel analysiert die konkrete Umsetzung didaktischer Konzepte im Lehrwerk, insbesondere wie Aufgaben zur Wahrnehmungsschulung und zum Bedeutungserwerb gestaltet sind.

4 „Irren mit System“: Sichtwechsel neu, ein Wegweiser: Das abschließende Kapitel würdigt das Lehrwerk als innovativen Beitrag zur interkulturellen Didaktik, der durch den kognitionspsychologischen Ansatz Orientierung im komplexen Feld der Interkulturalität bietet.

Schlüsselwörter

Interkulturelle Kommunikation, DaF-Unterricht, Sichtwechsel neu, Interkulturelle Semantik, Kulturstandards, Perspektivenwechsel, Sprachsensibilisierung, Wirklichkeitskonstruktion, interkulturelle Kompetenz, Sprachdidaktik, Hotwords, kritische Situationen, interkulturelles Lernen.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht, wie interkulturelle Kommunikationstheorien in die Praxis des Deutsch als Fremdsprache-Unterrichts (DaF) übertragen werden können, exemplarisch dargestellt am Lehrwerk Sichtwechsel neu.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Im Zentrum stehen die Interkulturelle Semantik, die Wahrnehmungsschulung, die Vermittlung von Strategien zur Erschließung fremder Bedeutungsmuster sowie der interkulturelle Kulturvergleich.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Ziel ist es, den didaktischen Mehrwert eines interkulturell orientierten Unterrichts aufzuzeigen, der von statischen Kulturstandards abrückt und stattdessen dynamische Verständigungsprozesse fördert.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine fachdidaktische Analyse, bei der theoretische Konzepte (sprachwissenschaftlich-interaktionistisch) auf konkrete Aufgabenstellungen des Lehrwerks angewandt und reflektiert werden.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die didaktische Struktur des Lehrwerks, insbesondere Übungen zur Sensibilisierung für Wirklichkeitskonstruktionen, den Umgang mit Prototypen-Semantik und die Projektarbeit zur Bedeutungsrecherche.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit ist geprägt durch Begriffe wie Interkulturelle Kompetenz, Perspektivenwechsel, Ambiguitätstoleranz, transkulturelle Kommunikation und die kritische Distanz zu statischen Kulturbegriffen.

Wie geht das Lehrwerk Sichtwechsel neu mit dem Begriff „Wald“ um?

Das Lehrwerk nutzt den Begriff als kulturelles Schlüsselwort für Assoziogramme und Projektarbeiten, um die unterschiedlichen kontextuellen und persönlichen Bedeutungsebenen über nationale Gruppen hinweg zu reflektieren.

Welche Rolle spielt die „Suchfragentechnik“?

Sie dient als Instrumentarium, um durch gezielte, systematische Fragen die soziale Bedeutung und gesellschaftliche Praxis von Begriffen zu erforschen, wobei die Lernerperspektive aktiv einbezogen wird.

Warum kritisiert die Autorin den Begriff der „Kulturstandards“?

Sie schließt sich der sprachwissenschaftlichen Kritik an, dass solche Standards zu statisch sind, Stereotypen zementieren können und die Dynamik und Situativität menschlicher Kommunikation vernachlässigen.

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Details

Title
Interkulturelle Kommunikation, Interkulturelles Lernen, Interkulturelle Semantik
Subtitle
Konzeptionelle, didaktisch-methodische Betrachtungen am Beispiel des Lehrwerks "Sichtwechsel neu"
College
University of Trier  (Germanistik/Deutsch als Fremdsprache)
Course
Interkulturelle Didaktik
Grade
1,0
Author
Katarina Lenczowski (Author)
Publication Year
2007
Pages
28
Catalog Number
V112538
ISBN (eBook)
9783640110902
ISBN (Book)
9783640110995
Language
German
Tags
Interkulturelle Kommunikation Interkulturelles Lernen Semantik Didaktik
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Katarina Lenczowski (Author), 2007, Interkulturelle Kommunikation, Interkulturelles Lernen, Interkulturelle Semantik , Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/112538
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