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Rahmenbedingungen und Möglichkeiten Sozialer Arbeit mit Hochbetagten in der stationären Altenhilfe

Title: Rahmenbedingungen und Möglichkeiten Sozialer Arbeit mit Hochbetagten in der stationären Altenhilfe

Diploma Thesis , 2003 , 129 Pages , Grade: sehr gut

Autor:in: Simone Mikeler (Author)

Social Work
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Das Streben der Menschheit nach einem langen Leben bei guter Gesundheit scheint in den relativ reichen westlichen Industrieländern zunehmend erfüllbar. Die demographische Alterung der bundesdeutschen Gesellschaft schreitet weiter voran, immer weniger Menschen im arbeitsfähigem Alter müssen für die Versorgung von immer mehr älteren Menschen aufkommen. In der Sozialpolitik ist diese Entwicklung bereits eines der beherrschenden Themen. Um die prognostizierte Entwicklung bewältigen zu können wird die nationale Altenberichterstattung als Instrument der Politikberatung herangezogen. Alter und Altern muss nicht gleich Pflegebedürftigkeit bedeuten, doch auch der medizinische Fortschritt kann das mit dem Alter zunehmende Risiko, auf Hilfe und Pflege angewiesen zu sein, nicht ausschalten. Die ständig steigende Lebenserwartung bedeutet oftmals nur eine Verschiebung des Eintrittsalters in die Pflegebedürftigkeit. Jenseits des 80. bis 85. Lebensjahres steigt die Wahrscheinlichkeit für Multimorbidität, Pflegebedürftigkeit und Demenzerkrankungen deutlich an. Seit Inkrafttreten im Jahr 1995 mindert die Pflegeversicherung die finanziellen Risiken bzw. Folgen der Pflegebedürftigkeit, insbesondere im Alter. Zu den pflegepolitisch wichtigsten Grundsätzen gehört der Vorrang der häuslichen Pflege gegenüber allen Formen stationärer Unterbringung und Betreuung. Durch die Pflegeversicherung mit ihren geschaffenen Leistungen zur häuslichen Pflege ist es möglich geworden, dass ältere Menschen heute wesentlich länger in ihrer gewohnten Umgebung verbleiben und von Angehörigen, Nachbarn und ambulanten Pflegediensten unterstützt werden. Als eine wesentliche Orientierung in der Lebensperspektive von alten und von betagten Menschen kann diese Unterstützung dennoch oft nicht den Umzug in ein Altenpflegeheim verhindern.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

1. Das vierte Lebensalter

2. Die Soziale Sicherung bei Pflegebedürftigkeit

2.1 Die Pflegeversicherung

2.2 Die Funktion der Sozialhilfe

2.3 Die Zukunft der Pflegeversicherung

3. Arbeiten und Leben im Alten- und Pflegeheim

3.1 Die Qualitätssicherung in der Altenpflege

3.2 Die Finanzierung von Alten- und Pflegeheimen

3.3 Die Anforderungen an die Pflege

3.4 Die Pflege zwischen Anspruch und Möglichkeiten

3.5 Das Leben im Alten- und Pflegeheim

3.6 Alternative Heimkonzepte

3.6.1 Lebensweltorientierte Heimkonzepte

3.6.2 Wohngruppen/ Hausgemeinschaften

3.6.3 Die besondere stationäre Dementenbetreuung

3.6.4 Das ‘Drei-Welten-Modell’

4. Die Soziale Arbeit in der stationären Altenhilfe

4.1 Die Bewohnerzentrierte Ebene

4.2 Die Gemeinwesenorientierte Ebene

4.3 Die Institutions- und Mitarbeiterbezogene Ebene

4.4 Die rechtliche Verankerung Sozialer Arbeit im Heim

5. Konzeptentwicklung für das Aufgabenfeld Sozialer Arbeit im Seniorenheim Nordstadt

5.1 Das Seniorenheim Nordstadt

5.1.1 Die Bewohner

5.1.2 Die Personalausstattung im September 2003

5.1.3 Der Alltag der Heimbewohner

5.2 Die Aufgabenbereiche Sozialer Arbeit im Seniorenheim Nordstadt

5.2.1 Die Bewohnerzentrierten Aufgaben

5.2.2 Biographiearbeit

5.2.3 Einzelförderung für gerontopsychiatrisch veränderte alte Menschen

5.2.3.1 Erinnerungsarbeit

5.2.3.2 ‘Snoezelen’ (Basale Stimulation)

5.2.4 Vorfeld- und Integrationsarbeit mit neuen Heimbewohnern

5.2.5 Psychosoziale Begleitung/ Krisenintervention

5.2.6 Die Stärkung des Heimbeirats

5.2.7 Zeitstrukturierende Angebote

5.2.7.1 Teilhabe der Bewohner am Heimalltag

5.2.7.2 Struktur für Menschen mit Demenz

5.2.7.3 Sozialpädagogische Gruppenangebote

5.2.7.4 Hausinterne Veranstaltungen

5.3 Die Gemeinwesenarbeit

5.3.1 Die Stadtteilarbeit

5.3.2 Die Angehörigenarbeit

5.3.3 Bürgerschaftliches Engagement

5.3.4 Die Öffentlichkeitsarbeit

5.4 Die Institutions- und Mitarbeiterbezogene Ebene

5.4.1 Die Milieugestaltung

5.4.2 Die Mitwirkung an der Organisationsentwicklung

5.4.3 Die Einführung von ‘Fingerfood’

5.4.4 Die Kooperation mit den Altenpflegern

5.4.5 Die Begleitung von Altenpflegeschülern, Praktikanten, FSJ-, Honorarkräften

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Rolle und die spezifischen Möglichkeiten Sozialer Arbeit in der vollstationären Altenhilfe unter den derzeitigen rechtlichen und ökonomischen Rahmenbedingungen. Dabei steht die Forschungsfrage im Mittelpunkt, wie Soziale Arbeit zur Erhaltung und Verbesserung der Lebensqualität und Autonomie hochbetagter Menschen, insbesondere von Menschen mit Demenz, beitragen kann.

  • Demographische Alterung und Versorgung von Menschen mit Demenz
  • Rechtlicher Leistungsanspruch, Finanzierung und Qualitätssicherung im Heim
  • Sozialpädagogische Handlungsfelder in der stationären Altenhilfe
  • Konzeptentwicklung für die Soziale Arbeit in einem konkreten Seniorenheim
  • Methoden der Biographiearbeit und Milieugestaltung

Auszug aus dem Buch

Die Soziale Arbeit in der stationären Altenhilfe

Noch vor zehn Jahren wohnten alte Menschen zwischen sechs und acht Jahren in Alten- und Pflegeheimen, inzwischen hat sich der Verweil durchschnittlich um ein bis zwei Jahre verkürzt. Dennoch belegen die Bewohner, die länger als drei Jahre im Heim wohnen, zwei Drittel der Platzkapazitäten der Heime. Aus der Verminderung der durchschnittlichen Verweildauer darf auf keinen Fall gefolgert werden, dass soziale und rehabilitative Arbeit im Heim nicht mehr angebracht ist. Es ist falsch zu glauben, in einem Altersheim sei gute Lebensqualität, insbesondere mehr Wohnlichkeit, mehr Mitspracherecht der Bewohner, Aktivierung und Rehabilitation nicht mehr nötig. Einen großen Anteil der Qualität der Versorgung in Pflegeheimen macht, neben der Pflege, die Soziale Betreuung aus.

Die Sozialarbeit in Altenheimen kann dazu beitragen, dass Heime so verändert werden, dass sie in der Konsequenz keine ‘totalen’ Institutionen mehr sind. Schon etliche Jahre vor Einführung der Pflegeversicherung wurden mit den konzeptionellen Neuorientierungen der Altenheime zu einer aktivierenden, ganzheitlichen und gemeinwesenorientierten Betreuung von Sozialarbeitern breit gefächerte Aspekte der Sozialen Betreuung in gesonderten Sozialdiensten entwickelt. Gegenüber anderen Berufsgruppen (medizinischen, pflegerischen und rehabilitativen) kann die Soziale Arbeit die Auswirkungen gesellschaftlicher Bedingungen und lebenslanger Sozialisationsprozesse auf das Altern und die Alterssituation berücksichtigen. Beide Ausrichtungen fließen im Normalfall bei der Ausübung der Berufspraxis zusammen.

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die demographische Entwicklung und die daraus resultierenden Herausforderungen für die stationäre Altenhilfe, insbesondere für hochaltrige Menschen mit Demenz.

1. Das vierte Lebensalter: Dieses Kapitel thematisiert die lebensphasenorientierte Betrachtung des Alters und die Bedeutung von Wohnraum und Lebensqualität für hochaltrige Menschen.

2. Die Soziale Sicherung bei Pflegebedürftigkeit: Hier werden die gesetzlichen Grundlagen des SGB XI und der Pflegeversicherung kritisch hinsichtlich des Leistungsanspruchs der 'Sozialen Betreuung' analysiert.

3. Arbeiten und Leben im Alten- und Pflegeheim: Das Kapitel erläutert gesetzliche Anforderungen an Qualität und Finanzierung, die Probleme der Finanzierung durch leistungsgerechte Entgelte sowie alternative Heimkonzepte.

4. Die Soziale Arbeit in der stationären Altenhilfe: Die verschiedenen Ebenen der Sozialen Arbeit (bewohnerzentriert, gemeinwesenorientiert, institutions- und mitarbeiterbezogen) werden als wesentlicher Beitrag zur Lebensqualität herausgearbeitet.

5. Konzeptentwicklung für das Aufgabenfeld Sozialer Arbeit im Seniorenheim Nordstadt: In diesem Kapitel wird basierend auf der Analyse des Seniorenheims Nordstadt ein konkretes Konzept für die Soziale Arbeit entwickelt.

6. Resümee: Das Fazit fasst die Notwendigkeit Sozialer Arbeit als integraler Bestandteil der Altenhilfe zusammen, um eine menschenwürdige Begleitung in der letzten Lebensphase sicherzustellen.

Schlüsselwörter

Soziale Arbeit, stationäre Altenhilfe, Pflegeversicherung, Lebensqualität, Demenz, Biographiearbeit, Gemeinwesenarbeit, Qualitätsmanagement, Seniorenheim, Normalisierung, Soziale Betreuung, Angehörigenarbeit, Hochaltrigkeit, Pflegeheim, Institutionsanalyse.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit den Rahmenbedingungen und spezifischen Möglichkeiten der Sozialen Arbeit in der stationären Altenhilfe unter Berücksichtigung der aktuellen demographischen und politischen Situation.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Zentrale Themen sind die Finanzierung und Qualitätssicherung in Pflegeheimen, die Lebenssituation von Menschen mit Demenz und die verschiedenen methodischen Handlungsfelder Sozialer Arbeit im Heimkontext.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das primäre Ziel ist es aufzuzeigen, wie Soziale Arbeit dazu beitragen kann, die Lebensqualität und Autonomie hochaltriger Menschen in stationären Einrichtungen trotz schwieriger Rahmenbedingungen zu erhalten und zu fördern.

Welche wissenschaftliche Methode verwendet die Arbeit?

Die Arbeit nutzt eine theoretische Fundierung durch Literaturanalyse sowie eine praxisorientierte Konzeptentwicklung für ein konkretes Seniorenheim als Fallbeispiel.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Auseinandersetzung mit gesetzlichen Grundlagen, die Analyse von Heimalltag und Bewohnerstruktur sowie die detaillierte Ausarbeitung von Aufgabenbereichen Sozialer Arbeit.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Soziale Arbeit, stationäre Altenhilfe, Lebensqualität, Demenz, Biographiearbeit, Gemeinwesenarbeit und Qualitätsmanagement.

Welche Rolle spielt die Biographiearbeit konkret im Heimalltag?

Die Biographiearbeit dient dazu, die personale Identität der Bewohner zu bewahren und den Pflegenden ein tieferes Verständnis für die individuellen Bedürfnisse und Verhaltensweisen der Heimbewohner zu ermöglichen.

Wie bewertet die Autorin die Rolle des Konzepts für das Seniorenheim Nordstadt?

Das entwickelte Konzept wird als notwendiges Instrument angesehen, um eine koordinierte Zusammenarbeit zwischen den verschiedenen Berufsbereichen (Pflege, Hauswirtschaft, Soziale Arbeit) zu ermöglichen und die Dienstleistungsqualität sowie die Bewohnerzufriedenheit zu steigern.

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Details

Title
Rahmenbedingungen und Möglichkeiten Sozialer Arbeit mit Hochbetagten in der stationären Altenhilfe
College
University of Kassel
Grade
sehr gut
Author
Simone Mikeler (Author)
Publication Year
2003
Pages
129
Catalog Number
V112607
ISBN (eBook)
9783640139330
ISBN (Book)
9783640860302
Language
German
Tags
Rahmenbedingungen Möglichkeiten Sozialer Arbeit Hochbetagten Altenhilfe
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Simone Mikeler (Author), 2003, Rahmenbedingungen und Möglichkeiten Sozialer Arbeit mit Hochbetagten in der stationären Altenhilfe, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/112607
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