Sobald ein neues Buch erscheint, schauen wir erst einmal auf den Titel und im Nachhinein auf den Autor, der sich dahinter offenbart. Oftmals gibt uns das Wissen über den jeweiligen Autor bereits eine Vorahnung um was es in dem Buch gehen könnte und in welchem Stil es geschrieben ist. Und daran entscheidet sich auch mit welcher Einstellung wir an das Buch herangehen.
Doch was ist, wenn wir den Autor nicht kennen und zudem das Buch kein Neues ist, sondern vor Jahren verfasst wurde? Was ist, wenn keine lebenden Zeugen mehr existieren um die Autorenschaft eines Buches zu belegen? In unserem Fall handelt es sich um das Buch Daniel das mit der bescheidenen Widmung „דניאל” am Anfang Buches gekennzeichnet ist. Viele Arbeiten und Thesen wurden darüber geschrieben, ob eine historische Person, namens Daniel wirklich zur Zeit Nebukadnezars II., Belsazars, Darius und Kyros II. gelebt hat und dazu noch dieses Buch verfasst hat. Doch was kann man mit Gewissheit darüber sagen? Diese Arbeit möchte eine Antwort auf die umstrittene Frage der Autorenschaft des biblischen Buches Daniels geben.
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Kurze Übersicht über das Buch
- Heutige Thesen
- Der Beginn des Zweifels und Angriffs
- Die Makkabäer These
- Probleme & Lösungen
- Der Dan`el in der Sage von Keret
- Das Problem der Sprache
- Aramäisch
- Griechisch
- Die Prophetie des Daniel
- Was Ellen White und die Adventpioniere glaubten
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Die vorliegende Arbeit analysiert die umstrittene Frage der Autorenschaft des biblischen Buches Daniel. Ziel ist es, einen umfassenden Überblick über die verschiedenen Thesen und Debatten zu diesem Thema zu geben und kritisch zu bewerten.
- Historische Authentizität des Buches Daniel
- Die Makkabäer These und die Deutung der Prophezeiungen
- Das Problem der Sprache und die unterschiedlichen Teile des Buches
- Die Rolle des Propheten Daniel in der hebräischen Bibel und der christlichen Theologie
- Die Interpretation der Prophezeiungen in Daniel im Kontext des Judentums und Christentums
Zusammenfassung der Kapitel
Die Einleitung führt in das Thema der Autorenschaft des Buches Daniel ein und stellt die Forschungsfrage. Kapitel 2 bietet eine kurze Übersicht über das Buch Daniel, einschließlich seines Inhalts, seiner literarischen Struktur und seiner historischen Einordnung. Kapitel 3 behandelt die verschiedenen Thesen und Debatten über die Autorenschaft, insbesondere die Makkabäer These, die das Buch Daniel auf eine spätere Zeit datiert. Kapitel 4 widmet sich den Problemen und Lösungen, die sich aus den verschiedenen Thesen ergeben, insbesondere der Frage nach der historischen Authentizität des Buches. Kapitel 5 beleuchtet den Standpunkt von Ellen White und den Adventpionieren zur Autorenschaft des Buches Daniel.
Schlüsselwörter
Das Buch Daniel, Autorenschaft, Makkabäer These, Prophetie, Vaticinium ex eventu, historische Authentizität, Bibelkritik, Judentum, Christentum, Ellen White, Adventbewegung.
Häufig gestellte Fragen
Wer ist der Autor des biblischen Buches Daniel?
Die traditionelle Sicht nennt den Propheten Daniel; die moderne Bibelkritik (Makkabäer-These) datiert die Entstehung jedoch in das 2. Jahrhundert v. Chr.
Was ist die "Makkabäer-These"?
Die Annahme, dass das Buch Daniel zur Zeit des Antiochus IV. Epiphanes verfasst wurde, um die Juden während der makkabäischen Aufstände zu stärken.
Warum ist die Sprache des Buches Daniel ein Problem?
Das Buch ist zweisprachig (Hebräisch und Aramäisch) verfasst und enthält griechische Lehnwörter, was Fragen zur Datierung aufwirft.
Was bedeutet "Vaticinium ex eventu"?
Es bezeichnet eine "Prophezeiung nach dem Ereignis", ein zentrales Argument der Kritiker gegen die historische Authentizität der Daniel-Visionen.
Wie sahen Ellen White und die Adventpioniere das Buch Daniel?
Sie glaubten fest an die historische Person Daniel als Verfasser und an die prophetische Inspiration des gesamten Buches.
- Quote paper
- Benjamin Lizinger (Author), 2014, Die Autorenschaft des Buches Daniel, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1129172