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Anonymisierung und Pseudonymisierung von Daten

Titel: Anonymisierung und Pseudonymisierung von Daten

Essay , 2020 , 12 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Nikolas Rittmeier (Autor:in)

Jura - Medienrecht, Multimediarecht, Urheberrecht
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Zusammenfassung Leseprobe Details

In diesem Scientific Essay wird das Thema der Anonymisierung und Pseudonymisierung von personenbezogenen Daten näher betrachtet. Hierbei wird dargestellt wie diese beiden Techniken funktionieren und wie diese rechtlich beurteilt werden.

Heutzutage entsteht zu jeder Zeit überall auf der Welt eine Vielzahl von neuen Daten, sei es beim Surfen im Internet, beim Bezahlen mit der EC-Karte oder beim Arztbesuch. Diese Daten werden in den meisten Fällen von dem jeweiligen Anbieter gespeichert.

Diese Informationen werden nicht nur zur Archivierung abgelegt, sondern diese Daten werden oft auch im Rahmen von Analysen sowie für Forschungen genutzt.

Durch die Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO), als Recht der Europäischen Union (EU), sowie durch zusätzliche länderspezifische Vorschriften und Gesetzte, in Deutschland ist dies das Bundesdatenschutzgesetz (BDSG), ist eine Verarbeitung von gespeicherten Daten durch die Unternehmen nicht einfach so möglich. Vielmehr ist in diesen Vorschriften der Schutz der persönlichen Daten jeder einzelnen Person verankert.
Jedoch ist eine Nutzung von den gesammelten Daten durch die Unternehmen unter bestimmten Bedingungen möglich. Hierfür dürfen keine Verbindungen mehr zu der natürlichen Person enthalten sein, um diese zu identifizieren zu können.

Für die Unternehmen ist es ein strategisch wertvoller Vorteil seine Kunden genau zu kennen, um deren Bedürfnisse zu befriedigen und sich zudem von der Konkurrenz abzuheben. Dabei sind Analysen zum Beispiel der Kundendaten samt deren Käufe sowie deren Zahlungsmethoden wichtig und können helfen, den Kunden besser zu verstehen.
Ein weiterer beispielhafter Bereich, indem die Verarbeitung und die Auswertung von Informationen wichtig sind, stellt die medizinische Forschung dar. Hierbei wird häufig auch auf die Erkrankungen von Personen und deren Verläufe zurückgegriffen. Bei solch sensiblen Daten ist es umso wichtiger, dass diese Personen darauf vertrauen können, dass sie selbst nicht identifiziert und ihre Erkrankungen nicht öffentlich werden.

Damit die gesammelten Daten weiterhin für Analysen zur Verfügung stehen, wurden Verfahren entwickelt und etabliert, die den Datenschutz der einzelnen Personen sicherstellen sollen.
Es handelt sich hierbei um die beiden Verfahren zur Anonymisierung sowie zur Pseudonymisierung von personenbezogenen Daten. Es stellt sich die Frage, ob eines der beiden Verfahren generell zu bevorzugen ist.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

1.1 Problemstellung

1.2 Vorgehensweise

2 Grundlagen zu den beiden Verfahren

2.1 Anonymisierung

2.2 Pseudonymisierung

3 Abwägung der Vor- und Nachteile

4 Fazit

Zielsetzung & Themen

Das Ziel dieses wissenschaftlichen Essays ist die Untersuchung und der Vergleich der Verfahren zur Anonymisierung und Pseudonymisierung personenbezogener Daten im Kontext der rechtlichen Anforderungen, insbesondere der DSGVO. Es wird analysiert, wie diese Techniken funktionieren, worin ihre wesentlichen Vor- und Nachteile bestehen und welche Kriterien für die Wahl des geeigneten Verfahrens in verschiedenen Unternehmens- oder Forschungsbereichen entscheidend sind.

  • Funktionsweise der Anonymisierung durch Randomisierung und Verallgemeinerung
  • Rechtliche Einordnung und datenschutzrechtliche Privilegierung
  • Techniken der Pseudonymisierung und deren praktische Anwendung
  • Abwägung zwischen Datennutzen und datenschutzrechtlichem Risiko
  • Empfehlungen zur Auswahl und Implementierung der Verfahren

Auszug aus dem Buch

2.1 Anonymisierung

Bei der Anonymisierung von personenbezogenen Daten geht es darum, dass diese keine Zuordnung zu einer natürlichen Person ermöglichen. Dies kann entweder dadurch erfolgen, dass erst gar keine personenbezogenen Daten gespeichert werden oder diese nachträglich abgeschnitten werden. Alternativ können die personenbezogenen Daten auch mit verschiedenen Techniken so verändert werden, dass eine Zuordnung zu einer Person nicht mehr möglich ist.

Diese Techniken lassen sich in zwei Kategorien einteilen. Der erste Bereich wird als Randomisierung bezeichnet. Hierbei wird die Genauigkeit der Daten zur Person verändert. Die Daten werden dadurch ungenau bzw. unzuverlässig im Bezug zur Person. Somit ist eine eindeutige zuverlässige Zuordnung nicht mehr möglich.

Die zweite Kategorie wird Verallgemeinerung genannt. Die Personendaten werden dabei verallgemeinert, um eine Zuordnung zu einer natürlichen Person zu verhindern. Zum Beispiel erfolgt die Zuordnung der Personen nicht mehr auf der Ebene von Städten sondern auf der Ebene von Landkreisen oder es wird statt dem konkreten Tag nur die Woche oder der Monat angegeben. Bei der Verallgemeinerung sollte bedacht werden, die Zuordnung groß genug zu wählen, um durch besondere Konstellationen von Personendaten nicht doch zufällig eine eindeutige Zuordnung zu ermöglichen.

So gelten Daten nach dem § 3 Abs. 6 des BDSG a. F. als ausreichend anonymisiert, wenn sie nur „mit einem unverhältnismäßig großen Aufwand an Zeit, Kosten und Arbeitskraft“ einer Person zugeordnet werden können.

Durch die Arbeit mit vollständig anonymisierten Daten greift rechtlich die Besonderheit, dass die Daten nicht mehr als personenbezogene Daten gelten. Somit sind bei der Nutzung nicht die verschiedenen Datenschutzverpflichtungen nach der DSGVO zu beachten. Dies ist eine wesentliche Erleichterung für die verarbeitende Stelle.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Dieses Kapitel führt in die Thematik der Datenspeicherung und -nutzung ein und definiert die Problemstellung sowie das Vorgehen des Essays.

2 Grundlagen zu den beiden Verfahren: Hier werden die Techniken der Anonymisierung und Pseudonymisierung theoretisch erläutert und in den rechtlichen Rahmen eingeordnet.

3 Abwägung der Vor- und Nachteile: Das Kapitel vergleicht die Ansätze hinsichtlich ihres praktischen Nutzens, ihrer datenschutzrechtlichen Konsequenzen und der Risiken von Verstößen.

4 Fazit: Das abschließende Kapitel fasst zusammen, dass die Wahl des Verfahrens von den spezifischen Anforderungen und Gegebenheiten des Einzelfalls abhängt.

Schlüsselwörter

Anonymisierung, Pseudonymisierung, personenbezogene Daten, DSGVO, Datenschutz, Datensicherheit, Randomisierung, Verallgemeinerung, Datenanalyse, rechtliche Vorgaben, Compliance, Personenbezug, Identifizierung, Risikominimierung, Kundendaten.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt die beiden zentralen technischen Verfahren zur Einhaltung des Datenschutzes bei der Verarbeitung personenbezogener Daten: die Anonymisierung und die Pseudonymisierung.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Felder sind die Funktionsweise dieser Verfahren, deren rechtliche Beurteilung nach DSGVO und BDSG sowie die praktische Abwägung zwischen Datennutzbarkeit und dem Schutz der betroffenen Personen.

Was ist das Ziel der Arbeit?

Das primäre Ziel ist es aufzuzeigen, wie beide Techniken technisch und rechtlich funktionieren, und eine Entscheidungshilfe für Unternehmen zu bieten, welches Verfahren in welchen Szenarien zu bevorzugen ist.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um einen Scientific Essay, der auf einer Literaturanalyse aktueller datenschutzrechtlicher Vorgaben und Fachliteratur basiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden zunächst die Grundlagen beider Verfahren erläutert, gefolgt von einer detaillierten Abwägung ihrer spezifischen Vor- und Nachteile im Hinblick auf Analysefähigkeit und Datensicherheit.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Datenschutz, DSGVO, Anonymisierung, Pseudonymisierung und Compliance charakterisiert.

Wie unterscheidet sich die rechtliche Handhabung von Anonymisierung und Pseudonymisierung?

Während vollständig anonymisierte Daten nicht mehr unter die strenge DSGVO fallen, gelten pseudonymisierte Daten weiterhin als personenbezogene Daten und unterliegen somit den vollen Datenschutzverpflichtungen.

Warum wird in der Praxis oft die Pseudonymisierung gewählt, obwohl sie aufwendiger ist?

Die Pseudonymisierung erlaubt es, die Daten bei Bedarf (z. B. für Rückfragen oder Strafverfolgung) wieder der Person zuzuordnen, was für bestimmte Anwendungsbereiche wie die medizinische Forschung oder gezieltes Marketing unerlässlich ist.

Was sind die größten Risiken bei der Verwendung pseudonymisierter Daten?

Das größte Risiko liegt in der Möglichkeit einer erneuten Identifizierung der Person. Bei Datenschutzverstößen drohen empfindliche Bußgelder, die bis zu 20 Millionen Euro oder 4 % des weltweiten Jahresumsatzes betragen können.

Ende der Leseprobe aus 12 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Anonymisierung und Pseudonymisierung von Daten
Hochschule
FOM Hochschule für Oekonomie und Management gemeinnützige GmbH, Hochschulstudienzentrum Hamburg
Note
1,3
Autor
Nikolas Rittmeier (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2020
Seiten
12
Katalognummer
V1132408
ISBN (eBook)
9783346501844
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Recht Pseudonymisierung Anonymisierung IT DGSVO
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Nikolas Rittmeier (Autor:in), 2020, Anonymisierung und Pseudonymisierung von Daten, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1132408
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Leseprobe aus  12  Seiten
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