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Der Odenwald mit Zenten und Grafen

Historische Untersuchungen zu Herrschaftsanfängen, Zenten, Fränkischem Reichskreis und der Grafschaft Erbach

Título: Der Odenwald mit Zenten und Grafen

Libro Especializado , 85 Páginas

Autor:in: M.A. Gert Heinz Kumpf (Autor)

Historia de Europa - Edad Media, Edad Moderna
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Die historische Untersuchung legt die Entwicklungen im Odenwald vom frühen Mittelalter bis zum Ende des Alten Reiches 1806 dar und zeigt, was nach der fränkischen Besiedlung geschah. Welche Herrschaften entwickelten sich in der Mitte des Gebirges? Was war die mittelalterliche Zentverwaltung? Was hatte der Bauernkrieg mit der Entstehung der Grafschaft Erbach zu tun? Welche Rolle spielte der Odenwald im Fränkischen Reichskreis? Wie gestaltete Napoleon die Landkarte im Gebirge neu und was bedeutete das? Der Autor plädiert für eine geschichtsbewusstere Haltung.
Das Fachbuch umfasst 85 Seiten mit 14 Abbildungen.
Nach punktuellen Siedlungsanfängen durch Kelten, Germanen und Römer beginnt erst mit den Franken eine dauerhafte Besiedlung. Untersucht werden zwei zentrale Herrschaftsanfänge im Odenwald: das Wirken Einhards in der Mark Michelstadt und das der Schenken von Erbach.
Als nächstes wird eine Odenwälder Besonderheit, die Verwaltung in Zenten betrachtet. Im 17. Jahrhundert war manch ein Tuchmacher in Beerfelden z. B. zugleich Zentgraf. Im Odenwald und in Ostfranken finden sich bis heute Spuren der Zenten.
Drittens geht es um den Schenken Eberhard XIII. und sein Wirken im Bauernkrieg 1525, als dessen Folge durchaus die 1532 erfolgte Standeserhöhung zum Grafen angesehen werden kann.
Viertens wird der Fränkische Reichskreis betrachtet, der 1500 entstand und sich bis in den Odenwald erstreckte. Im Fränkischen Grafenkollegium waren die Grafen von Erbach und Wertheim vertreten.
Ein fünftes Kapitel beschäftigt sich mit dem Untergang des Alten Reiches in der Zeit der Französischen Revolution und der napoleonischen Kriege. Hier wird das Schicksal der Grafschaft Erbach betrachtet, die 1806 ihre Souveränität verlor.
Schließlich ist die Reaktion der Odenwälder auf die neuen Herrschaften im Blick. Die Bevölkerung und das Grafenhaus fanden sich mit den neuen Herren in Hessen nicht so leicht ab. Der Odenwald bleibt in Franken verwurzelt.
Diese historischen Analysen bilden nach dem Buch „Der Odenwald wird besiedelt“ den zweiten Teil der Geschichte des Odenwaldes. Die beiden Texte lassen sich unabhängig voneinander lesen.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1 Zur Einführung

2 Herrschaftsanfänge im Odenwald

2.1 Einhard und die Mark Michelstadt

2.2 Die Schenken von Erbach

3 Die Zentverwaltung im Mittelalter

3.1 Die Zent: Begriff und Forschungsgegenstand

3.2 Zentgraf und Gerichtsmänner

3.3 Die Aufgaben der Zent

3.3.1 Wehrverfassung und Zentmänner

3.3.2 Nacheile bei Diebstahl; Hilfe bei Feuer

3.3.3 Zentgericht mit Zentlinde, Zentturm, Galgen

3.3.4 Zentallmenden; Vermögensverwaltung

3.4 Spuren mittelalterlicher Zenten

3.4.1 Alte Zenten des Odenwaldes

3.4.2 Archäologische Reste und Toponyme

3.4.3 Alte Zenten in Ostfranken

3.4.4 Historischer Nachfolger des Zentgrafen

4 Bauernkrieg und Entstehung der Grafschaft Erbach

4.1 Schenk Eberhard XIII. im Bauernkrieg 1525

4.2 Ein Gerichtstag im Schlosshof zu Erbach

4.3 Erwerb des Grafentitels 1532 und Reformation

5 Odenwald im Fränkischen Reichskreis

5.1 Gründung und Zweck des Fränkischen Reichskreises

5.2 Das Fränkische Reichsgrafenkollegium

5.3 Sonderstellung des Ritterkantons Odenwald

5.4 Herrschaften im Odenwald um 1550

5.5 Der Odenwald vor der Revolution 1789

6 Napoleon gestaltet Süddeutschland um

6.1 Reichsdeputationshauptschluss 1803

6.2 Rheinbundakte und Auflösung des Reiches 1806

6.3 Besitzergreifung der Grafschaft Erbach durch Hessen

7 Reaktion der Odenwälder auf die neuen Herren

7.1 Widerstand der Bevölkerung

7.2 Beschwerde der drei Erbacher Grafen wider Hessen

7.3 Versuch des Grafen Franz beim Wiener Kongress 1815, die Grafschaft Erbach wiederherzustellen

7.4 Warum der Odenwald ein Teil Frankens bleibt

7.4.1 Aufteilung des Odenwaldes von 1806 bis heute

7.4.2 Verwurzelung im fränkischen Raum

Zielsetzung & Themen

Diese wissenschaftliche Untersuchung analysiert die historische Entwicklung des Odenwaldes vom frühen Mittelalter bis zum Ende des Alten Reiches im Jahr 1806, mit einem besonderen Fokus auf Herrschaftsstrukturen, die Zentverwaltung, den Einfluss des Fränkischen Reichskreises sowie die politischen Umwälzungen durch Napoleon und die Eingliederung in das Großherzogtum Hessen.

  • Herrschaftsentwicklung im Odenwald durch Einhard und die Schenken von Erbach.
  • Funktionsweise und Aufgaben der mittelalterlichen Zentverwaltung als abgesunkenes Kulturgut.
  • Die Rolle der Grafschaft Erbach während des Bauernkriegs 1525 und ihre Standeserhöhung.
  • Die politische und strukturelle Einbindung des Odenwaldes in den Fränkischen Reichskreis.
  • Reaktionen der Odenwälder Bevölkerung auf die Mediatisierung und den Verlust der Souveränität 1806.

Auszug aus dem Buch

2.1 Einhard und die Mark Michelstadt

Die Franken hatten ab 496 n. Chr. in Michelstadt einen fränkischen Königshof errichtet, dessen Spuren im Gebäude der heutigen Kellerei enthalten sind. Die erste urkundliche Erwähnung der Siedlung unter dem Namen „villa Michilstat“ stammt von 741 n. Chr. Der fränkische Hausmeier Karlmann schenkte den Platz Burkhard, dem ersten Bischof von Würzburg. Warum dieser Platz nach dem stärksten Engel, dem Erzengel Michael (althochdeutsch und französisch Michel) benannt wurde (Abb. 1), lässt nur eine schlüssige Erklärung zu. Die frisch christianisierten Franken verdrängten mit St. Michael eine heidnische Namensstätte, ein früheres Wodans-Heiligtum. Freilich heißt Althochdeutsch „mihhil, michel“ groß, weshalb auch das Michelstädter Faltblatt „Rundgang mit Altstadtplan“ von 2020 behauptet, dass der Erzengel Michael „nicht der Namensgeber der Stadt“ sei. „michlinstat“ komme von dem althochdeutschen Wort „michel“ (groß). Hier wird die zweite Bedeutung von „Michel“, die Kurzform des Sankt Michael, ausgeblendet, außerdem der althochdeutsche Begriff „stat“ als Stadt und nicht als Stätte gelesen.

Städte wurden von den frühen Franken nicht gegründet; die Stadtgründungsphase begann frühestens im 12. Jahrhundert. Was sich hier befand, war der fränkische Königshof mit wenigen Bediensteten und Bauern, in der Nähe des Kirchhügels, auf dem heute die Stadtkirche steht. Hier war eine ursprüngliche Holzkirche iro-schottischen Ursprungs. Auch das Marienpatrozinium verweist in eine sehr frühe Zeit. „Erst recht die sicher nicht zufällige Nennung des Erzengels St. Michael, und des iro-schottischen Frankenapostels St. Kilian als Patrone des heutigen Kirchturms nach der Bauinschrift von 1507 weist in eine frühe, sicherlich noch vor-karolingische Missionsperiode zurück.“

Michael wird oft als Kämpfer mit Schwert dargestellt, als „siegreicher Heerführer der Engel im Kampf gegen den Satan“, er ist der Beschützer der Kirche und Schutzpatron Deutschlands. Dieser stärkste aller Engel wurde gegen den stärksten heidnischen Gott der Germanen eingesetzt. „Im frühen Mittelalter begann er als Satansüberwinder den altgermanischen Gott Wodan zu verdrängen. Daher wurden auch viele Wotansberge – die den Germanen als religiöse Höhen-Kultstätten fungierten – fortan Michaelsberg benannt.“

Zusammenfassung der Kapitel

1 Zur Einführung: Die Einleitung skizziert die historische Entwicklung des Odenwaldes und stellt die zentralen Untersuchungsthemen vor, von den Anfängen unter Einhard bis zur Eingliederung in das Großherzogtum Hessen.

2 Herrschaftsanfänge im Odenwald: Das Kapitel behandelt die frühen Machtstrukturen im Odenwald, insbesondere das Wirken Einhards in der Mark Michelstadt und den Aufstieg der Schenken von Erbach.

3 Die Zentverwaltung im Mittelalter: Hier werden Begriff, Aufgaben und die historische Kontinuität der Zentverwaltung untersucht, die als regionaler Gerichts- und Verwaltungsbezirk eine zentrale Rolle spielte.

4 Bauernkrieg und Entstehung der Grafschaft Erbach: Dieses Kapitel analysiert die Rolle von Schenk Eberhard XIII. im Bauernkrieg 1525 und die anschließende Standeserhöhung in den Grafenstand im Jahr 1532.

5 Odenwald im Fränkischen Reichskreis: Das Kapitel beschreibt die Gründung und Bedeutung des Fränkischen Reichskreises sowie die Position der regionalen Herrschaften innerhalb dieses Verbundes.

6 Napoleon gestaltet Süddeutschland um: Hier wird der Einfluss der Französischen Revolution und der Napoleonischen Kriege auf die politische Landkarte des Odenwaldes bis zur Auflösung des Alten Reiches 1806 beleuchtet.

7 Reaktion der Odenwälder auf die neuen Herren: Das abschließende Kapitel behandelt den Widerstand der Bevölkerung gegen die neue Herrschaft sowie die erfolglosen Bemühungen der Grafen von Erbach, ihre Souveränität beim Wiener Kongress wiederherzustellen.

Schlüsselwörter

Odenwald, Zentverwaltung, Grafschaft Erbach, Einhard, Bauernkrieg, Fränkischer Reichskreis, Napoleon, Reichsdeputationshauptschluss, Mediatisierung, Herrschaftsanfänge, Zentgraf, Michelstadt, Geschichte, Territorialgeschichte, Verwaltungsgeschichte.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die historische Entwicklung des Odenwaldes vom frühen Mittelalter bis zur napoleonischen Ära unter besonderer Berücksichtigung lokaler Herrschaftsstrukturen und Verwaltungseinheiten.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zu den Schwerpunkten zählen die Siedlungsgeschichte, die Institution der Zentverwaltung, der Aufstieg des Grafenhauses Erbach sowie die politischen Umbrüche nach 1806.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, die Kontinuität fränkischer Besiedlung und die Entwicklung regionaler Herrschaftsformen darzustellen und aufzuzeigen, wie diese Strukturen durch äußere politische Einflüsse nachhaltig verändert wurden.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Der Autor stützt sich auf eine historische Untersuchung, die archivalische Quellen, topographische Analysen, Wappenkunde und die Auswertung von Forschungsliteratur miteinander verknüpft.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in Analysen zu Einhard, den Schenken von Erbach, den Funktionen der Zent, dem Bauernkrieg, dem Fränkischen Reichskreis sowie den Auswirkungen des Zusammenbruchs des Alten Reiches.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Odenwald, Zentverwaltung, Grafschaft Erbach, Mediatisierung und die historische Verbindung zum fränkischen Raum.

Wie unterschied sich die Bedeutung der Zentverwaltung in den verschiedenen Epochen?

Die Zent wandelte sich von einer frühmittelalterlichen militärischen und administrativen Einheit hin zu einem spätmittelalterlichen Gerichtsort mit bäuerlichen Schöffen, bevor sie ihre juristische Relevanz verlor.

Warum leistete die Bevölkerung im Odenwald Widerstand gegen die neuen Herren aus Hessen?

Der Widerstand speiste sich aus der engen Bindung an das gräfliche Haus Erbach und der Ablehnung der durch die hessische Regierung erzwungenen Steuerlasten und Hoheitsveränderungen.

Final del extracto de 85 páginas  - subir

Detalles

Título
Der Odenwald mit Zenten und Grafen
Subtítulo
Historische Untersuchungen zu Herrschaftsanfängen, Zenten, Fränkischem Reichskreis und der Grafschaft Erbach
Autor
M.A. Gert Heinz Kumpf (Autor)
Páginas
85
No. de catálogo
V1132808
ISBN (Ebook)
9783346532404
ISBN (Libro)
9783346532411
Idioma
Alemán
Etiqueta
Odenwald Geschichte des Odenwalds Historische Untersuchungen im Odenwald 2. Teil der Odenwald-Geschichte Einhard Mark Michelstadt Schenken von Erbach Zent Begriff Zentgraf Aufgaben der Zent Zenten im Odenwald Bauernkrieg und Odenwald Schenk Eberhard XIII. im Bauernkrieg Grafschaft Erbach Fränkischer Reichskreis Fränkisches Grafenkollegium Napoleon gestaltet den Odenwald um Grafschaft Erbach wird hessisch Reaktion der Odenwälder auf neue Herren Versuch die Grafschaft Erbach wiederherzustellen Der Odenwald ein Teil Frankens
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Citar trabajo
M.A. Gert Heinz Kumpf (Autor), Der Odenwald mit Zenten und Grafen, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1132808
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