Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Publish your texts - enjoy our full service for authors
Go to shop › World History - Early and Ancient History

Anpassung oder Emanzipation? Die Ziele der Mädchenerziehung in Sparta

Title: Anpassung oder Emanzipation? Die Ziele der Mädchenerziehung in Sparta

Term Paper , 2017 , 16 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Katrin Hilgenberg (Author)

World History - Early and Ancient History
Excerpt & Details   Look inside the ebook
Summary Excerpt Details

Das Ziel der Arbeit besteht darin, die Ziele der Mädchenerziehung in der Polis Sparta zu ergründen. Es sollte insbesondere die Frage geklärt werden, ob die Erziehung der Emanzipation oder der Anpassung der Mädchen dienen sollte. Damit verbunden ist die These, dass es den Spartiaten bei der Erziehung der Mädchen nie darum ging, diese zu emanzipieren, sondern lediglich darum, sie an die Werte der Gesellschaft und an ihre zukünftigen Pflichten heranzuführen. In diesem Zusammenhang soll die besondere Rolle der Spartiatin bagatellisiert werden.

Um die zentrale Frage beantworten zu können, werden zunächst die Hauptquellen der Arbeit auf ihre Relevanz und Eignung für das Thema untersucht. Anschließend soll ein allgemeiner Überblick über die Mädchenerziehung gegeben werden, da die Ziele der Erziehung erst durch das Wissen um die Ausbildung nachvollzogen werden können. Letztendlich werden die Ziele der Mädchenerziehung diskutiert, bilden diese doch die Grundlage der Arbeit.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Quellenkapitel

3. Sportliche und intellektuelle Ausbildung – Ein Überblick über die Mädchenerziehung in Sparta

4. Anpassung oder Emanzipation? – Eine Untersuchung der Ziele der Mädchenerziehung in Sparta

4.1. Hervorbringung starker Mütter

4.2. Anpassung an die Werte der Gesellschaft

5. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das Ziel der antiken Mädchenerziehung in Sparta und hinterfragt kritisch die These, ob diese tatsächlich auf eine Emanzipation der Frauen abzielte, oder vielmehr die Integration in die bestehende Gesellschaftsordnung verfolgte.

  • Analyse antiker Quellen (Xenophon, Plutarch)
  • Sportliche und intellektuelle Ausbildung der Mädchen
  • Eugenische Aspekte der Mädchenerziehung
  • Rolle der Frau als Mutter und Stütze des Staates
  • Kritische Auseinandersetzung mit dem Emanzipationsbegriff

Auszug aus dem Buch

4.1. Hervorbringung starker Mütter

In der Forschung herrscht Einigkeit darüber, dass die grundlegendste Aufgabe der Spartiatin darin bestand, gesunde Nachkommen zu gebären. In dieser Aufgabe unterschied sich die Spartiatin demnach nicht von Frauen anderer griechischer Poleis. Im Gegensatz zu Nicht-Spartiatinnen genossen die Mädchen Spartas aber eine sportliche Ausbildung. Diese hatte das Ziel, kräftige Mütter aus den Mädchen zu formen, die die Geburt gesund überstehen.

Die sportliche Ausbildung sollte die Körper der Spartiatinnen kräftigen und die Geburt „schwächlich[er] und mißgestaltet[er]“ Nachkommen möglichst einschränken. In der Staatsverfassung der Lakedämonier erläutert Kritias, dass Nachkommen „am tüchtigsten werden und am stärksten“, wenn „die Mutter des zukünftigen Kindes körperlich stark [sei] und Gymnastik treib[e]“.

Auch Xenophon berichtet, dass Lykurg davon überzeugt sei, dass die „Nachkommenschaft kräftiger“ werde, wenn „beide Elternteile kräftig seien“. In Plutarchs Lykurg ist überliefert, dass die Kräftigung der Mädchen von dem Gesetzgeber als notwendig erachtet wurde, da nur in den Körpern kräftiger Frauen „die Frucht um so besser heranwachse[n]“ könne. Trainierte Frauen könnten die Geburten und die Wehen besser überstehen, weshalb es schlichtweg notwendig sei, den Mädchen durch die sportliche Ausbildung „Weichlichkeit, Verzärtelung und alles weibische Wesen“ auszutreiben. Diese Überlegungen bestätigen die These, dass die sportliche Ausbildung das Ziel verfolgt hat, durch Abhärtung starke Mütter aus den Mädchen zu formen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung führt in das Bild der selbstbewussten Spartiatin ein, stellt die Forschungsfrage nach den Zielen der Mädchenerziehung und formuliert die These, dass keine Emanzipation, sondern die Anpassung an gesellschaftliche Pflichten im Zentrum stand.

2. Quellenkapitel: Dieses Kapitel bewertet die eingeschränkte Quellenlage, insbesondere die Werke von Xenophon und Plutarch, und weist auf deren idealisiertes Bild der spartanischen Gesellschaft hin.

3. Sportliche und intellektuelle Ausbildung – Ein Überblick über die Mädchenerziehung in Sparta: Es wird dargelegt, dass sich die Erziehung aus einer sportlichen und intellektuellen Komponente zusammensetzte, wobei die sportliche Ausbildung ein besonderes Merkmal im Vergleich zu anderen griechischen Poleis darstellte.

4. Anpassung oder Emanzipation? – Eine Untersuchung der Ziele der Mädchenerziehung in Sparta: Dieses Kapitel prüft die zentrale Fragestellung und argumentiert, dass die Erziehung eugenische Ziele verfolgte und die Frau primär als Mutter für das Fortbestehen des Staates qualifizieren sollte.

4.1. Hervorbringung starker Mütter: Hier wird die sportliche Ausbildung als Mittel zur physischen Stärkung analysiert, um gesunde Nachkommen für den spartanischen Kriegerstaat zu sichern.

4.2. Anpassung an die Werte der Gesellschaft: Dieses Unterkapitel verdeutlicht, dass die Ausbildung im Chor und die intellektuelle Erziehung darauf abzielten, die Spartiatin in die Normen der Gesellschaft zu integrieren und ihr die Identifikation mit der Poleis zu vermitteln.

5. Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass das Bild der emanzipierten Spartiatin wissenschaftlich nicht haltbar ist, da die Erziehung lediglich eine notwendige Antwort auf die Abwesenheit der Männer war.

Schlüsselwörter

Sparta, Mädchenerziehung, Spartiatin, Xenophon, Plutarch, Sportliche Ausbildung, Intellektuelle Ausbildung, Emanzipation, Eugenik, Gesellschaftsordnung, Mutterschaft, Antike, Geschichte, Erziehungsziele, Poleis

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit untersucht die Zielsetzungen der öffentlichen Mädchenerziehung im antiken Sparta und hinterfragt dabei kritisch, ob diese Erziehung auf eine Emanzipation der Frauen ausgerichtet war.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die Schwerpunkte liegen auf der sportlichen und intellektuellen Ausbildung, der Rolle der Frau als Gebärerin für den Staat sowie der Analyse antiker Quellen, die das Leben der Spartiatinnen dokumentieren.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, die These zu untermauern, dass die Mädchenerziehung in Sparta nicht der Befreiung oder Emanzipation der Frau diente, sondern dazu, sie an die gesellschaftlichen Normen und ihre Pflichten anzupassen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine historische Quellenanalyse, bei der primär Texte von Xenophon und Plutarch unter Einbeziehung moderner Forschungsliteratur untersucht werden.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in einen Überblick über die Erziehungspraxis und eine detaillierte Untersuchung der Ziele, unterteilt in die physische Kräftigung für die Mutterschaft und die moralische Anpassung an die Werte der Poleis.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?

Zu den zentralen Begriffen gehören Sparta, Mädchenerziehung, Spartiatin, Emanzipation, Eugenik und die gesellschaftliche Ordnung der Poleis.

Warum konnte das Bild der emanzipierten Spartiatin in dieser Arbeit nicht bestätigt werden?

Die Arbeit zeigt, dass Merkmale wie Selbstbewusstsein der Frauen lediglich Mittel zum Zweck waren, um in Abwesenheit der Männer wirtschaftliche und familiäre Pflichten im Sinne des Staates zu erfüllen.

Welche Rolle spielte der Grabkult für die Interpretation der Ziele?

Der Grabkult unterstreicht, dass das Sterben bei der Geburt für den Staat ebenso hoch bewertet wurde wie der Heldentod von Soldaten, was die Bedeutung der Frau als unverzichtbare Gebärerin für das Überleben Spartas verdeutlicht.

Excerpt out of 16 pages  - scroll top

Details

Title
Anpassung oder Emanzipation? Die Ziele der Mädchenerziehung in Sparta
College
http://www.uni-jena.de/  (Historisches Institut)
Course
Proseminar Alte Geschichte
Grade
1,0
Author
Katrin Hilgenberg (Author)
Publication Year
2017
Pages
16
Catalog Number
V1138548
ISBN (eBook)
9783346510303
ISBN (Book)
9783346510310
Language
German
Tags
Sparta Frauen in Sparta Mädchenerziehung
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Katrin Hilgenberg (Author), 2017, Anpassung oder Emanzipation? Die Ziele der Mädchenerziehung in Sparta, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1138548
Look inside the ebook
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
Excerpt from  16  pages
Grin logo
  • Grin.com
  • Shipping
  • Contact
  • Privacy
  • Terms
  • Imprint