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Kapitalismus, Demokratie und Freiheit bei Milton Friedman

Titel: Kapitalismus, Demokratie und Freiheit bei Milton Friedman

Hausarbeit , 2000 , 40 Seiten , Note: 1,7

Autor:in: Christian Wilhelm (Autor:in), Matthias Maier (Autor:in)

Politik - Politische Theorie und Ideengeschichte
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Diese Hausarbeit befaßt sich mit dem theoretischen Denken des Apologeten des Neoliberalismus, Milton Friedman, und sie hat den Anspruch, den für Friedman existentiellen kombinatorischen Charakter von Kapitalismus und Freiheit aufzuzeigen und diesen kritisch zu beleuchten. Dabei beschäftigen wir uns zuerst mit Friedmans Theorien, wobei wir später damit fortfahren, dessen Theorien als partiell angewandte Praxis unter den Administrationen von Ronald Reagan und Margaret Thatcher zu analysieren. Zu guter Letzt ziehen wir in der Schlußbetrachtung eine Bilanz dieser praktischen Umsetzung und berufen uns dabei auf die von Friedman oftmals hervorgebrachte Kritik an der politischen Umsetzung seiner „Jünger“, danach fortfahrend und diese Arbeit abschließend mit einer kritischen Betrachtung der Ideen Friedmans und der Möglichkeiten einer realistischen Transformation von der ökonomischen auf die politisch-institutionelle Ebene.
Während Friedmans Ideen bis Mitte der Siebziger Jahre nicht auf fruchtbaren Boden fielen, was sich unter anderem darin manifestierte, daß selbst der damalige republikanische US-Präsident Richard Nixon im Jahre 1971 postulierte: „Wir sind alle Keynesianer!“ , änderte sich dieses bald unter der Perzeption des „Versagens“ keynesianischer Wirtschaftspolitik infolge großer Wirtschaftskrisen. Um dies näher erläutern zu können, müssen wir uns darum bemühen, die Biographie Friedmans als Ausdruck für seinen letztlich doch partiell erfolgreichen Kampf darzulegen. [...]

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die Theorie und deren Umsetzung in die politische Praxis

2.1 Milton Friedman und sein akzentuiertes Verständnis von Demokratie: Der Zusammenhang von „Kapitalismus und Freiheit“

2.2 Ökonomische und politische Freiheit in Korrelation

2.3 Staatstheorie und Staatsverständnis in einer freiheitlichen Gesellschaft

2.4 Das Vermächtnis der Reaganomics

2.4.1 Die amerikanische Wirtschaftspolitik unter Ronald Reagan

2.4.2 Die amerikanische Sozialpolitik unter Ronald Reagan

2.4.3 Die amerikanische Außenpolitik unter Ronald Reagan

2.5 Die Ära Margaret Thatcher

2.5.1 Der Thatcherismus als Zerstörer der „consensus- policy“

2.5.2 Die Wirtschafts- und Sozialpolitik der Ära Thatcher

2.5.3 Bilanz der Wirtschafts- und Sozialpolitik der Ära Thatcher

3. Schluß

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit setzt sich kritisch mit den ökonomischen Theorien Milton Friedmans auseinander und untersucht deren praktische Anwendung in den USA unter Ronald Reagan sowie in Großbritannien unter Margaret Thatcher, um die Wechselwirkungen zwischen Markt, Staat und individueller Freiheit zu analysieren.

  • Theoretische Grundlagen des Neoliberalismus und Monetarismus bei Milton Friedman.
  • Analyse der Reaganomics in den Bereichen Wirtschaft, Soziales und Außenpolitik.
  • Untersuchung der wirtschafts- und sozialpolitischen Reformen der Ära Thatcher.
  • Kritische Bilanzierung der praktischen Umsetzung neoliberaler Ideen im politischen Kontext.

Auszug aus dem Buch

2.2 Ökonomische und politische Freiheit in Korrelation

Friedman wehrt sich vehement gegen die Apologeten eines demokratischen Sozialismus, weil sie den Zusammenhang und die Interdependenz wirtschaftlicher und politischer Freiheit nicht erkennen würden. Die sozialistische Wirtschaftsform könne nicht eingeführt werden, ohne daß zugleich die politische Freiheit eingeschränkt werde, weil „eine sozialistische Gesellschaft nicht zugleich demokratisch sein kann – jedenfalls nicht in dem Sinne, daß sie persönliche Freiheit garantiert.“ Dies sei der große Irrtum der demokratischen Sozialisten, da sie Unvereinbares zu vereinen suchten. Um seine Behauptung zu untermauern, daß wirtschaftliche Freiheit untrennbar mit politischer Freiheit zusammenhänge, erzählt er ein Beispiel, welches zum Verständnis beitragen soll: Die Bürger der USA, welche nicht in der Sowjetunion Urlaub machen durften, da sie aufgrund ihrer politischen Ansichten nicht gewollt waren, hätten eine Einschränkung der persönlichen Freiheit hinnehmen müssen, ebenso wie britische Bürger, die nicht Urlaub in den USA machen durften, weil eine „Devisenbewirtschaftung bestand.“

Weitere Beispiele für Maßnahmen, die eine Einschränkung der persönlichen Freiheit darstellen würden, sind: 1. Die Abführung eines bestimmten Einkommensteils für die Absicherung im Alter oder spezielle Einfuhrbestimmungen, die den freien Handel zwischen 2 Vertragspartnern einschränkten. 2. Auch die Bevormundung der Farmer, die nur so viel Getreide anbauen dürften, wie die Regierung es festgelegt habe, verdeutliche diesen Mißstand. Somit liege eines ganz klar auf der Hand: wirtschaftliche Freiheit sei ein großer Teil der gesamten Freiheit und könne nicht gesondert betrachtet werden.

Der Kapitalismus im Sinne der klassischen Liberalen, dessen Richtschnur wirtschaftliche Freiheit sei, erschaffe zugleich auch politische Freiheit, denn wirtschaftliche Machtausübung werde von politischer Machtausübung ferngehalten, was wiederum bewirke, daß sich wirtschaftliche und politische Macht neutralisierten, das heißt: nur auf diese Art und Weise, durch den klassischen Kapitalismus, sei Demokratie erst möglich. Es existiere kein Beweis über eine Zeit, in der politische Freiheit ohne Organisationsstrukturen, welche mit freiem Markt bezeichnet werden könnten, vorgeherrscht habe.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Arbeit führt in das Denken Milton Friedmans ein und umreißt das Ziel, den Zusammenhang von Kapitalismus und Freiheit sowie dessen praktische Umsetzung durch Reagan und Thatcher kritisch zu analysieren.

2. Die Theorie und deren Umsetzung in die politische Praxis: Dieses Kapitel expliziert Friedmans Demokratieverständnis, die Korrelation von Freiheit und Marktwirtschaft sowie die Anwendung dieser Ideen durch die Administrationen Reagan und Thatcher.

2.1 Milton Friedman und sein akzentuiertes Verständnis von Demokratie: Der Zusammenhang von „Kapitalismus und Freiheit“: Das Kapitel erläutert die konstitutive Verbindung von Kapitalismus und Freiheit und die Notwendigkeit, staatliche Macht zugunsten individueller Freiheit zu begrenzen.

2.2 Ökonomische und politische Freiheit in Korrelation: Hier wird die Interdependenz von Markt und Demokratie dargelegt, wobei Friedman argumentiert, dass wirtschaftliche Freiheit eine unverzichtbare Voraussetzung für politische Freiheit ist.

2.3 Staatstheorie und Staatsverständnis in einer freiheitlichen Gesellschaft: Das Kapitel untersucht die Rolle des Staates als begrenzter Regulator in einer stark marktwirtschaftlich orientierten Gesellschaft.

2.4 Das Vermächtnis der Reaganomics: Es wird analysiert, wie Ronald Reagans Politik, insbesondere im Bereich von Wirtschaft, Soziales und Außenpolitik, monetaristische Ansätze adaptierte.

2.4.1 Die amerikanische Wirtschaftspolitik unter Ronald Reagan: Fokus liegt auf dem Konzept der angebotsorientierten Wirtschaftspolitik und dem Ziel, durch Steuersenkungen und Deregulierung Investitionen zu fördern.

2.4.2 Die amerikanische Sozialpolitik unter Ronald Reagan: Untersuchung der Kürzungen bei Sozialprogrammen für bedürftige Bevölkerungsschichten zugunsten einer effizienteren Verteilung.

2.4.3 Die amerikanische Außenpolitik unter Ronald Reagan: Darstellung der „Frieden durch Stärke“-Politik und der Haltung gegenüber der Sowjetunion sowie der Dritten Welt.

2.5 Die Ära Margaret Thatcher: Das Kapitel betrachtet die Abkehr vom britischen Konsensmodell und die Einführung einer neoliberalen Wirtschaftspolitik.

2.5.1 Der Thatcherismus als Zerstörer der „consensus- policy“: Analyse der politischen und wirtschaftlichen Hintergründe, die den Bruch mit der bisherigen Konsenspolitik ermöglichten.

2.5.2 Die Wirtschafts- und Sozialpolitik der Ära Thatcher: Fokus auf Privatisierung, Inflationsbekämpfung und die Auswirkungen auf den Sozialstaat und die Gewerkschaften.

2.5.3 Bilanz der Wirtschafts- und Sozialpolitik der Ära Thatcher: Kritische Bestandsaufnahme der Ergebnisse von Thatchers Reformen hinsichtlich Inflation, Arbeitslosigkeit und gesellschaftlicher Spaltung.

3. Schluß: Die Arbeit zieht ein kritisches Resümee über die praktische Anwendung der Friedman’schen Lehren und plädiert für einen pragmatischen Policy-Mix statt ideologischer Erstarrung.

Schlüsselwörter

Neoliberalismus, Monetarismus, Milton Friedman, Kapitalismus, Freiheit, Reaganomics, Thatcherismus, Marktwirtschaft, Sozialpolitik, Deregulierung, Privatisierung, Konsenspolitik, Staatsquote, Wirtschaftsreform, Ideologie.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Analyse des theoretischen Denkens von Milton Friedman und dessen praktische Umsetzung in der neoliberalen Politik unter Ronald Reagan und Margaret Thatcher.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Zentral sind die theoretischen Konzepte von Kapitalismus und Freiheit, die wirtschafts- und sozialpolitischen Maßnahmen der "Reagan-Revolution" sowie die Aufkündigung der Konsenspolitik in Großbritannien unter Thatcher.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist die Aufzeigung des kombinatorischen Charakters von Kapitalismus und Freiheit bei Friedman sowie die kritische Untersuchung, inwieweit diese theoretischen Ansätze in der politischen Realität der achtziger Jahre erfolgreich umgesetzt wurden.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine theoretisch-kritische Analyse sowie eine vergleichende Betrachtung der politischen Praxis in den USA und Großbritannien basierend auf vorhandener Fachliteratur.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine Darstellung von Friedmans Theorie (Kapitalismus, Demokratie, Staatsverständnis) und eine detaillierte Analyse der jeweiligen Politikfelder unter Reagan und Thatcher.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Neoliberalismus, Monetarismus, Privatisierung, angebotsorientierte Politik und das Ende der Konsenspolitik charakterisiert.

Wie bewerten die Autoren die Rolle des Staates nach Friedman?

Friedman sieht den Staat primär in einer begrenzten Rolle als Wächter von Recht, Ordnung und marktwirtschaftlichem Wettbewerb, während staatliche Interventionen in die Ökonomie kritisch gesehen werden.

Warum kritisieren die Autoren die Anwendung von Friedmans Ideen durch Thatcher?

Die Autoren kritisieren, dass trotz der Absicht, die Staatsausgaben zu senken, diese in Bereichen wie Verteidigung und Innere Sicherheit stark anstiegen und die Politik zu einer sozialen Spaltung führte.

Ende der Leseprobe aus 40 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Kapitalismus, Demokratie und Freiheit bei Milton Friedman
Hochschule
Philipps-Universität Marburg  (Institut für Politikwissenschaft)
Veranstaltung
Politik und Wirtschaft I
Note
1,7
Autoren
Christian Wilhelm (Autor:in), Matthias Maier (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2000
Seiten
40
Katalognummer
V113870
ISBN (eBook)
9783640213955
ISBN (Buch)
9783640214075
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Kapitalismus Demokratie Freiheit Milton Friedman Politik Wirtschaft
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Christian Wilhelm (Autor:in), Matthias Maier (Autor:in), 2000, Kapitalismus, Demokratie und Freiheit bei Milton Friedman, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/113870
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Leseprobe aus  40  Seiten
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