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Strommarkt: elektrischer Strom. Besonderheiten von Nachfrage und Angebot

Bedingungen der Preisbildung, Spitzenlastproblematik und Netzproblematik

Title: Strommarkt: elektrischer Strom. Besonderheiten von Nachfrage und Angebot

Seminar Paper , 2008 , 37 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Michael Hengesbach (Author), Andreas Hassa (Author)

Economy - Environment economics
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Summary Excerpt Details

Die vorliegende Arbeit befasst sich mit den Besonderheiten, die für ein grundlegendes Verständnis des deutschen Strommarkts von entscheidender Bedeutung sind. Dazu gehören zum einen die Besonderheiten des Angebots und der Nachfrage von elektrischem Strom (Kapitel 1), die Zusammenhänge bei der Bildung des Strompreises (Kapitel 2) sowie zum anderen die Behandlung von speziellen Herausforderungen für EVU wie die Bewältigung der Netzproblematik (Kapitel 3) und der Spitzenlastproblematik (Kapitel 4).

Die Arbeit erscheint in wirtschaftlich durchaus turbulenten Zeiten für EVU. Jeden Tag können der Tagespresse Stimmen entnommen werden, die die „missbräuchlichen Preiserhöhungen stoppen wollen“. Die Forderungen reichen von einer höheren Transparenz und Überwachung des Marktgeschehens bis hin zur Zerschlagung von Unternehmen. Die Diskussionen werden getrieben durch eine insgesamt zu beobachtende steigende Tendenz der Marktpreise für Strom. Da dies auf den ersten Blick einer Deregulierung des Strommarkts – und damit sinkender Strompreise – widerspricht, mehren sich die Stimmen, die die marktbeherrschende Stellung der EVU dafür verantwortlich machen.
Oftmals leiden diese Interpretationen und Schlussfolgerungen an einer mangelnden ökonomischen Fundierung sowie an einer unzureichenden Berücksichtigung der Dynamik des Strommarkts. Teilweise erwecken sie zudem den Eindruck, von Vorurteilen und schlichtem Unverständnis des Strommarkts geprägt zu sein.
Wir haben uns vor diesem Hintergrund dazu entschlossen, dem Thema Preisbildung (Kapitel 2) besondere Aufmerksamkeit zu schenken.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Angebot und Nachfrage von Strom

1.1 Entwicklung auf dem weltweiten Strommarkt

1.2 Stromangebot und Stromerzeugungsstruktur

1.3 Stromerzeugung in Deutschland für das Jahr 2006

1.4 Stromnachfrage

1.5 Stromverbrauch in Deutschland

1.6 Speicherung von Elektrizität

1.7 Konsumentenrente auf dem Elektrizitätsmarkt

1.8 Stromhandel

2 Bildung der Strompreise

2.1 Bildung des Großhandelspreises an der EEX

2.1.1 Die Produkte der EEX: Spotkontrakte auf Strom

2.1.2 Preisermittlung für Stunden- und Blockgebote

2.1.3 Preisermittlung bei Auktionen für limitierte und unlimitierte Aufträge

2.2 Bildung des Strompreises für Haushaltskunden

2.2.1 Großhandelspreise

2.2.2 Netzentgelte

2.2.3 Steuern

2.2.4 Gesamtstrompreis für Haushaltskunden

2.3 Ist der Großhandelspreis ein Wettbewerbspreis?

2.3.1 Modell des vollkommenen Wettbewerbmarkts

2.3.1.1 Preisnehmerverhalten

2.3.1.2 Freier Marktein- und –austritt

2.3.2 Spieltheoretischer Ansatz

2.4 Ausübung von Marktmacht?

2.4.1 Berechnung der Marktpreis-Grenzkosten-Differenz

2.4.2 Exakte Bestimmung der (kurzfristigen) Grenzkosten

2.4.3 Sonderproblem der Spitzenlast

2.5 Ergebnisse des Kapitels

3 Netzproblematik

3.1 Das Übertragungsnetz in Deutschland

3.2 Monopolstellung und optimale Netznutzungsentgelte

3.3 Anreizregulierung

3.4 Unbundling

4 Spitzenlastproblematik

4.1 Spitzenlastausgleich im Stromverbund

4.2 Überangebot durch EEG

Zielsetzung & Themen

Die Seminararbeit analysiert die ökonomischen Besonderheiten des deutschen Strommarktes, insbesondere die Herausforderungen bei der Preisbildung, der Netzstabilität sowie der Spitzenlastbewältigung, um die Frage zu beantworten, ob der Großhandelspreis als Ergebnis tatsächlicher Marktmachtausübung oder ökonomischer Notwendigkeiten zu bewerten ist.

  • Besonderheiten von Angebot und Nachfrage bei nicht speicherbarer elektrischer Energie.
  • Mechanismen der Preisbildung an der Strombörse EEX.
  • Untersuchung von Wettbewerbsbedingungen und dem Vorwurf der Marktmachtausübung.
  • Technische und regulatorische Herausforderungen der Netzproblematik und des Unbundlings.
  • Einfluss von Spitzenlasten und dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) auf die Systemstabilität.

Auszug aus dem Buch

1.2 Stromangebot und Stromerzeugungsstruktur

Die Elektrizitätsnachfrage unterliegt starken tageszeitlichen und saisonalen Schwankungen. Da elektrische Energie in großtechnischem Maße nicht speicherfähig ist, muss die Erzeugung in den Kraftwerken in jedem Augenblick dem gerade herrschenden Bedarf angepasst werden. Um eine sichere Versorgung bei möglichst geringen Gesamtkosten zu gewährleisten, hat sich in der Bundesrepublik Deutschland ein Kraftwerkspark entwickelt, welcher sich aus verschiedenen Kraftwerkstypen mit jeweils unterschiedlichen Kostenstrukturen zusammensetzt. Für die Deckung der permanent nachgefragten Last werden so genannte Grundlastkraftwerke eingesetzt. Sie weisen bei einem hohen Fixkostenanteil relativ geringe variable Kosten auf. Zu diesen Kraftwerken gehören Laufwasser-, Kernkraft- und Braunkohlekraftwerke sowie auch Steinkohlekraftwerke. Aufgrund ihrer technischen Eigenheiten ist ein möglichst gleichmäßiger Einsatz erforderlich. Die Auslastung dieser Kraftwerke liegt bei rd. 7.000 und mehr Stunden im Jahr (Ausnahme: Laufwasser). Die hohen Fixkosten dieser Kraftwerke werden im Wesentlichen durch Kapitalkosten verursacht. Für den Teil der Stromnachfrage, welcher nicht ständig auftritt (z.B. nur werktags), werden sog. Mittellastkraftwerke eingesetzt, die in der Bundesrepublik Deutschland überwiegend mit Steinkohle betrieben werden. Diese Kraftwerke haben gegenüber den Grundlastkraftwerken geringere spezifische Fixkosten, dafür aber höhere variable Kosten (im Regelfall Brennstoffkosten). Sie können weiterhin deutlich flexibler eingesetzt werden als die Grundlastkraftwerke.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Angebot und Nachfrage von Strom: Dieses Kapitel erläutert die Besonderheiten des Stroms als nicht speicherbares Gut und untersucht die daraus resultierenden Anforderungen an den Kraftwerkspark sowie die zeitliche Dynamik der Nachfrage.

2 Bildung der Strompreise: Hier wird der Prozess der Preisbildung an der EEX analysiert und kritisch hinterfragt, ob der Großhandelspreis tatsächlich als Wettbewerbspreis anzusehen ist oder Anzeichen für Marktmachtausübung zeigt.

3 Netzproblematik: Das Kapitel befasst sich mit der monopolistischen Struktur der Übertragungsnetze, der notwendigen Regulierung dieser natürlichen Monopole und der Umsetzung des Unbundlings.

4 Spitzenlastproblematik: Hier stehen der Lastenausgleich im Stromverbund sowie die durch das EEG induzierten Herausforderungen an die Netzstabilität und die Kraftwerkssteuerung im Fokus.

Schlüsselwörter

Strommarkt, Elektrizität, Preisbildung, EEX, Marktmacht, Netzproblematik, Spitzenlast, Grundlastkraftwerke, Erneuerbare Energien Gesetz, EEG, Unbundling, Anreizregulierung, Stromverbrauch, Marktpreis, Grenzkosten.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die spezifischen ökonomischen Rahmenbedingungen und Herausforderungen des deutschen Strommarktes, insbesondere in Bezug auf Angebot, Nachfrage, Preisbildung und Netzbetrieb.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Die zentralen Felder umfassen die Preisbildung an der Börse (EEX), die Analyse von Marktmacht, die Netzregulierung sowie die Bewältigung von Spitzenlasten und die Integration erneuerbarer Energien.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, ein Verständnis für die Preisbildung zu schaffen und zu untersuchen, ob die Preisentwicklung am Großhandelsmarkt zwangsläufig auf eine missbräuchliche Ausübung von Marktmacht durch die EVUs zurückzuführen ist.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autoren nutzen mikroökonomische Theorien, das Modell des vollkommenen Wettbewerbs und spieltheoretische Ansätze, um die Preisbildung empirisch und theoretisch zu bewerten.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse der Angebots- und Nachfragestruktur, die Preisbildungsmechanismen für Groß- und Endkunden, die Diskussion um Marktmacht sowie technische Aspekte der Netzstabilität.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Strommarkt, Preisbildung, EEX, Marktmacht, Netzproblematik, Spitzenlast und EEG charakterisiert.

Wie unterscheidet sich die Preisbildung bei Spotkontrakten?

Spotkontrakte werden in Auktionsverfahren an der EEX gehandelt, bei denen Angebots- und Nachfragekurven aggregiert werden, um einen markträumenden Preis (Market Clearing Price) zu ermitteln.

Warum ist das "Unbundling" für den Strommarkt relevant?

Unbundling ist notwendig, um das natürliche Monopol des Netzbetriebs von den wettbewerblichen Bereichen der Stromerzeugung und des Vertriebs zu trennen und so diskriminierungsfreien Zugang zu gewährleisten.

Welchen Einfluss hat das EEG auf die Netzstabilität?

Das EEG führt durch den Vorrang bei der Stromeinspeisung zu Herausforderungen bei der Prognose und Netzbelastung, da konventionelle Grundlastkraftwerke ihre Produktion bei hoher Erzeugung aus erneuerbaren Quellen drosseln müssen.

Was ist unter dem "nachfrageinduzierten Knappheitspreis" zu verstehen?

Dies beschreibt Preisanstiege, die nicht durch Marktmacht, sondern durch temporäre Kapazitätsengpässe entstehen, bei denen der Preis über die Grenzkosten steigen muss, um den Markt zu räumen.

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Details

Title
Strommarkt: elektrischer Strom. Besonderheiten von Nachfrage und Angebot
Subtitle
Bedingungen der Preisbildung, Spitzenlastproblematik und Netzproblematik
College
Otto-von-Guericke-University Magdeburg  (Wirtschaftspolitik)
Course
Seminararbeit (MBA-Programm)
Grade
1,7
Authors
Michael Hengesbach (Author), Andreas Hassa (Author)
Publication Year
2008
Pages
37
Catalog Number
V113895
ISBN (eBook)
9783640146833
ISBN (Book)
9783640182947
Language
German
Tags
Strommarkt Besonderheiten Nachfrage Angebots Strom Seminararbeit
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Michael Hengesbach (Author), Andreas Hassa (Author), 2008, Strommarkt: elektrischer Strom. Besonderheiten von Nachfrage und Angebot, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/113895
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