Das Fachkonzept Sozialraumorientierung in der Niederschwelligkeit. Chancen und Grenzen in der Praxis Sozialer Arbeit


Hausarbeit, 2021

17 Seiten, Note: 1,3


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Stand der Forschung

3. Das Fachkonzept Sozialraumorientierung
3.1 Handlungsprinzipien des Fachkonzepts Sozialraumorientierung
3.2 Ebenen des Fachkonzepts Sozialraumorientierung

4. Niederschwellige Soziale Arbeit

5. Das Fachkonzept Sozialraumorientierung in der niederschwelligen Sozialen Arbeit
5.1 zeitliche Dimension
5.2 räumliche Dimension
5.3 inhaltliche Dimension
5.4 soziale Dimension

6. Fazit

Literaturverzeichnis

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1. Einleitung

Christian Reutlinger, Professor für Sozialraumforschung und Sozialraumarbeit an der Ostschweizer Fachhochschule, attestiert 2017 dem Sozialraum nicht niederschwellig zu sein. Dies klingt im ersten Moment paradox: Jeder Mensch erlebt und konstruiert durch seine Handlungen und Sinnzuschreibungen seinen eigenen, höchst individuellen Sozialraum, weshalb es ebenso viele Sozialräume wie Individuen gibt (vgl. Hinte 2014: 29 f.). Wie kann Sozialraum dann nicht niederschwellig sein? Reutlinger führt weiter aus, dass durch Praktiken der sozialräumlichen Reproduktion Schwellen aufbauende beziehungsweise verstärkende Bedingungen sowie Macht-/Herrschaftsverhältnisse nachgebildet werden (vgl. Reutlinger 2017: 57; Kessl/Reutlinger 2009). Deswegen plädiert er für ein Niederschwelligkeitsverständnis als sozialräumlicher Prozess. Den Gedanken fortführend verlangt dieses angeführte Prozessverständnis nach andauernden Kontaktmöglichkeiten zu Fachkräften1. Hieraus resultiert das Thema dieser Arbeit: das Fachkonzept Sozialraumorientierung in der Praxis niederschwelliger Sozialer Arbeit, wobei sich der Fragestellung gewidmet wird, inwiefern sich das Fachkonzept Sozialraumorientierung in der Praxis niederschwelliger Sozialer Arbeit als umsetzbar erweist.

2. Stand der Forschung

Eine allgemeingültige Definition für den Begriff der Sozialraumorientierung konnte sich bislang nicht durchsetzen (vgl. Fehren/Kalter 2017: 33; Galuske 2013: 311), weswegen der Terminus in der Sozialen Arbeit häufig unscharf und uneinheitlich verwendet wird (vgl. Bestmann 2013: 40). Die Tatsache, dass der Begriff des Sozialraums, welcher dem der Sozialraumorientierung zugrunde liegt, ebenfalls bis zum jetzigen Zeitpunkt nicht definiert werden konnte (vgl. Schönig 2020: 14 f.), ist dem Diskurs nicht zuträglich. Dem Sozialraum werden unterschiedlichste Bedeutungen zugeschrieben, weshalb vielerorts sowohl über seine Begrifflichkeit als auch über die der Sozialraumorientierung kontroverse Debatten geführt werden (vgl. Schönig 2020: 11; Hinte/Fürst 2017: 11 f.). Diese Situation wird von Wolfgang Hinte, der federführend an der Entwicklung des Fachkonzepts Sozialraumorientierung mitgewirkt hat, folgendermaßen beschrieben:

Das Gebäude „Sozialraumorientierung“ wird also dauernd renoviert, aber sein Charakter bleibt erhalten […]. (Hinte 2006: 9)2

Fortfahrend ist Niederschwelligkeit3 in der Sozialen Arbeit eine geläufige Begrifflichkeit, die Bestandteil vieler Konzepte Einrichtungen ist (vgl. Hofer 2020: 206; Muche et al. 2010: 9) und im fachlichen Diskurs verbreitet rezipiert wird (vgl. Stark 2012: 2). Trotzdem scheint es kein einheitliches Verständnis bzw. etablierte Begriffsdefinition darüber zu geben, was Niederschwelligkeit bedeutet (vgl. Hofer 2020: 206; Muche et al. 2010: 8; Stark 2012: 2). So scheint der Begriff lediglich als alltäglicher Terminus zur Abgrenzung einzelner (hoch-/niederschwelliger) Angebote oder Projekte, sowie zur Orientierung in der Angebotslandschaft des Hilfesystems verwendet zu werden (vgl. Mayrhofer 2012: 146). Mit der begrifflichen Uneinigkeit geht einher, dass kaum wissenschaftliche Auseinandersetzungen zu finden sind, die sich mit der Niederschwelligkeit beschäftigen (vgl. Höllmüller 2017: 20; Mayrhofer 2012: 66).

3. Das Fachkonzept Sozialraumorientierung

Einführend erscheint es sinnvoll, den Begriff des Sozialraums näher zu erläutern. Der Sozialraum kann durch ein zweistufiges Raumverständnis beschrieben werden, wobei sich die Dichotomie der Begrifflichkeit aus dem unterschiedlichen Verständnis zweier Akteure ergibt (vgl. Deinet 2007: 270 f.; Schönig 2020: 15). Eine Perspektive ist das politisch-administrative Sozialraumverständnis der Sozialverwaltung. Der Raum (z.B. eine Stadt) wird durch Institutionen anhand möglichst plausibler und nachvollziehbarer Gebietsdefinitionen (z.B. Stadtteilen) mit Grenzen durchzogen und in administrative Steuerungsgrößen zergliedert, um zwecks Koordination handlungsfähig zu sein (vgl. Schönig 2020: 15; Hinte 2014: 32). Dem gegenüber steht die sinnzuschreibende Perspektive der Individuen, die im Sozialraum leben. Durch die höchst individuelle, subjektiv verlaufende Aneignung und Nutzung von Raum konstruiert jeder Mensch seinen eigenen Sozialraum (vgl. Preise/Thiele 2002: 11, zit. Nach Kessl/Reutlinger 2010: 46; Schönig 2020: 14).4

Weiterführend beschreibt Wolfgang Hinte 2007 die Begrifflichkeit eines Fachkonzepts als einen Hintergrund, welcher durch die Nutzung und Weiterentwicklung verschiedener theoretischer, sowie methodischer Blickrichtungen eine bestimmte Perspektive entwickelt. Diese kann dann für das Handeln in den variantenreichen Feldern der Sozialen Arbeit genutzt werden (vgl. Hinte 2007: 102).

In seinen Wurzeln geht das Fachkonzept Sozialraumorientierung5 sowohl auf die humanistische Psychologie als auch auf die kritische Erziehung und die Gemeinwesenarbeit zurück (vgl. Hinte 2017: 16). Somit integriert es vermeintlich widersprüchliche Strömungen der Sozialen Arbeit in sich: ausgehend von einer hochgradig personenzentrierten Sichtweise wird die Veränderung von Verhältnissen und Lebens-/Umständen forciert (vgl. Hinte 2006: 11, 2017: 16 f.). Das Ziel des SRO beschreibt Wolfgang Hinte wie folgt:

In der Sozialraumorientierung geht es nicht darum, mit pädagogischer Absicht Menschen zu verändern, sondern darum, unter tätiger Mitwirkung der betroffenen Menschen Lebenswelten zu gestalten und Arrangements zu kreieren, die dazu beitragen, dass Menschen auch in prekären Lebenssituationen zurechtkommen. (Hinte 2017: 19)

Demnach legt sozialraumorientierte Soziale Arbeit eher den Fokus auf die Gestaltung sozialer Räume und zielt weniger auf die direkte Beeinflussung von Menschen ab (vgl. Hinte 2014: 29); der Einzelfall rückt zugunsten des ihn prägenden Sozialraums in den Hintergrund (vgl. Hinte 2006a: 22; Litges 2000: 44). So hebt das SRO die Grenze zwischen Fall-, Gruppen und Gemeinwesenarbeit auf und integriert sie zusammen in einem mehrschichtigen Ansatz (vgl. Früchtel et al. 2013: 9).

3.1 Handlungsprinzipien des Fachkonzepts Sozialraumorientierung

Fünf Handlungsprinzipien bilden den Kern des SRO:

1. Wille und Interesse der Klientel sind als Ausgangspunkt jeglicher Arbeit zu betrachten (vgl. Hinte 2014: 45 ff.), wobei der Wille als wesentliche Kraftquelle für Aktivitäten zur Gestaltung des eigenen Lebens verstanden wird und in Abgrenzung zu Wünschen und definierten Bedarfen zu verstehen ist (vgl. Hinte 2017: 19).
2. Aktivierende Arbeit hat grundsätzlich Vorrang vor betreuenden Tätigkeiten (vgl. Hinte 2014: 51 ff.), wodurch die Selbsthilfepotenziale der Adressierten betont werden sollen (vgl. Bestmann 2013: 43).
3. Der sozialräumliche Blick richtet sich bei der Gestaltung von Hilfen auf personale und sozialräumliche Ressourcen (bspw. Potenziale, Fähigkeiten, Kompetenzen oder Stärken) (vgl. Hinte 2014: 60 f.).
4. Aktivitäten werden immer zielgruppen- und bereichsübergreifend gedacht, um auf diese Weise der Konstruktion von Zielgruppenkategorien vorzubeugen (vgl. Hinte 2014: 73 ff.).
5. Vernetzung und Kooperation verschiedener sozialer Dienste werden als Grundlage für funktionierende Einzelfallhilfe angesehen (vgl. Hinte 2014: 76 ff.).

3.2 Ebenen des Fachkonzepts Sozialraumorientierung

Das SRO tiefergehend erläuternd, wird sozialraumorientierte Arbeit im Wesentlichen in drei Ebenen unterteilt: Die der fallspezifischen, der fallübergreifenden6 und der fallunspezifischen Arbeit (vgl. Groppe 2011: 98 f.; Hinte 2014: 119 f.). Fallspezifische Arbeit bezieht sich auf unterstützende Tätigkeiten, die sich unmittelbar an einen als Fall identifizierten Menschen richten. Stärken und Ressourcen der Person, sowie des Umfelds, werden genutzt und zur Unterstützung des Veränderungsprozesses herangezogen (vgl. Hinte 2014: 119). Unter fallübergreifender Arbeit werden Tätigkeiten verstanden, die über den identifizierbaren Fall hinaus Ressourcen sichtbar und nutzbar machen. Hier sind vor allem die persönlichen Netzwerke der leistungsberechtigten Menschen gemeint (z.B. Verwandtschaft, Freundeskreise, Vereine), in die sie bereits eingebunden sind (vgl. ebd.: 119 f.). Das Sammeln, sowie die aktive und prozessual im Arbeitsalltag verlaufende Erschließung von Wissen über Ressourcen im Sozialraum, wird als fallunspezifische Arbeit verstanden. Um unvermittelt auf externe Ressourcen zurückgreifen zu können, wird das Wissen im Vorfeld der fallspezifischen Arbeit von Sozialarbeitenden gesammelt (vgl. ebd.: 120; vgl. Früchtel/Budde 2006: 205 f.). Falls diese gesammelten Informationen gebraucht werden, können sie schnell und passgenau genutzt werden (vgl. Hinte 2014: 120). Ein weiterer Aspekt fallunspezifischer Arbeit ist die Schaffung von angemessenen Kooperationsstrukturen in der institutionellen Landschaft der Einzelfallarbeit. Fallbezogene Netzwerkarbeit, institutionelle Kooperationen und Verbindlichkeit sollen hier zwischen den verschiedenen Organisationen gefördert und forciert werden (vgl. Groppe 2011: 99 f.).

4. Niederschwellige Soziale Arbeit

Um sich dem Begriff der Niederschwelligkeit zu nähern und die Bedeutung des Begriffs handlicher zu gestalten, erscheint es sinnvoll, sich zunächst der Semantik des Wortes zu widmen. Als eine Schwelle wird ein am Boden in einen Türrahmen eingepasster und etwas erhöht liegender Balken verstanden, der als unterer Abschluss der Türöffnung fungiert (vgl. Duden o. J.). Eine (Tür-) Schwelle stellt zweierlei dar: einmal manifestiert sich in ihr die Grenze zwischen innen und außen (z.B. eines Hauses oder eines Hilfesystems) und zum zweiten stellt sie ein mögliches Hindernis dar (vgl. Gebken/Vosgerau 2014: 58; Reutlinger 2017: 35). Den Gedanken auf die Soziale Arbeit und das Hilfesystem applizierend, werden Schwellen als unterschiedlich hohe Hürden (z.B. an die Klientel gerichtete Anforderungen/Bedingungen wie Hausregeln o. Ä.) verstanden, welche Hilfesuchenden den Zugang zum Hilfesystem erschweren (vgl. Höllmüller 2017: 21). Ein Hilfesystem, in dem Hilfesuchende, um Unterstützungsleistungen in Anspruch nehmen zu können, erst gewisse Hürden überwinden müssen, wirkt zwangsläufig sozial selektierend. Aus diesem Grund liegt dem Begriff der Niederschwelligkeit eine gewisse Systemkritik inne: durch das Hilfesystem wird eine Unterstützung bereitgestellt, jedoch wird der Zugang zur Unterstützung durch Hindernisse in Form von Bedingungen, Anforderungen, o. Ä. erschwert (vgl. Höllmüller 2017: 21).

Christian Stark, Professor für Pädagogik und Sozialarbeitswissenschaften an der Fachhochschule Oberösterreich in Linz, beschreibt die Aufgabe niederschwelliger Sozialer Arbeit folgendermaßen:

Niederschwellige Sozialarbeit holt ihre Klient/innen ‚vor der Schwelle‘ ab und begleitet sie sukzessive über Schwellen, bis ihre Schwellenängste soweit abgebaut sind, dass sie das spezifische Angebot höherschwelliger Einrichtungen nutzen können, oder eine Problemlösung im niederschwelligen Kontext gefunden wird. (Stark 2012: 2)

Demzufolge kann die Funktion von Niederschwelligkeit als die Kopplung von Personen an das Hilfesystem verstanden werden, die gewisse Zugangsbedingungen/-voraussetzungen nicht überwinden können oder wollen (vgl. Mayrhofer 2012: 147 f.). Gar nicht oder nur schwer zu erreichende Adressierte (bspw. Obdachlose) sollen für die Soziale Arbeit adressierbar/-er gemacht werden, um sie weitervermittelnd im Hilfesystem anbinden (vgl. Mayrhofer 2012: 151 f.; Stark 2012: 3), sowie als neue Klientel akquirieren zu können (vgl. Höllmüller 2017: 20).

Ergänzend kann Niederschwelligkeit, im engeren und im weiteren Sinne, auf zweierlei Arten verstanden werden. Die Hauptfunktion der Niederschwelligkeit im engeren Sinne besteht in der Zugangseröffnung zum bzw. Kopplung an das Hilfesystem, sowie in der Herstellung von Adressierbarkeit potenzieller Klientel. Niederschwelligkeit im weiteren Sinne stellt zur Inanspruchnahme des Angebots eher niedrige Erwartungen und Anforderungen an die Klientel, um sie nicht zu überfordern. Hierbei steht die Herstellung von Adressabilität für das Hilfesystem nicht im Mittelpunkt der Maßnahme (vgl. Mayrhofer 2012: 155).

Zwecks Analyse der Umsetzung von Niederschwelligkeit in der Praxis Sozialer Arbeit vierteilt Hemma Mayrhofer, Lehrbeauftrage am Institut für Soziologie an der Universität Wien, in ihrer Dissertation 2012 die Niederschwelligkeit in eine zeitliche, räumliche, inhaltliche und soziale Dimension 7 (vgl. Mayrhofer 2012: 159 ff.).

Die zeitliche Dimension der Niederschwelligkeit beschreibt niedrige zeitstrukturelle Voraussetzungen zur Beanspruchung von Hilfsangeboten, sodass sich Adressierte an wenige zeitliche Vorgaben seitens der Hilfeleistenden anpassen müssen (vgl. Mayrhofer 2012: 160). Demnach orientieren sich viele niederschwellige Einrichtungen an den Zeitstrukturen der Adressierten, um die Wahrscheinlichkeit des In-Kontakt-Kommens mit der Zielgruppe zu erhöhen (vgl. ebd.: 162). Beispiele für zeitlich niederschwellige Hilfsangebote sind lange Öffnungszeiten oder aufsuchende Soziale Arbeit. Mayrhofer beschreibt die Vorzüge zeitlich niederschwellig gestalteter Sozialer Arbeit wie folgt:

„Je unmittelbarer bzw. schneller eine Hilfeleistung beansprucht werden kann, desto leichter ist ein Versuch möglich, sie zu nutzen.“ (ebd.: 160)

Niederschwelligkeit in der räumlichen Dimension beschreibt geringe räumliche Bedingungen, die von Adressierten erfüllt werden müssen, um Hilfsangebote nutzen zu können (vgl. Mayrhofer 2012: 162 ff.). Folglich ist die Frage zentral, wo die Interaktion zwischen Sozialarbeitenden und Adressierten stattfindet: Raumstrukturen haben einen großen Einfluss auf sozial gültige Regeln, was wiederum (womöglich unüberwindbare) Hindernisse für Adressierte darstellen kann. Beispiele für verschiedene Räume, denen unterschiedlich hohe Schwellen immanent sind, können Büros einer Institution, der öffentliche Raum auf dem Kirchplatz oder die Wohnung einer adressierten Person sein. Angebote der Sozialen Arbeit, bei denen Adressierte ihr unmittelbares Lebensumfeld nicht verlassen müssen, konstatiert Mayrhofer ein besonders hohes Ausmaß an Niederschwelligkeit (vgl. ebd.: 164).

Die inhaltliche Dimension der Niederschwelligkeit lässt sich abermals unterteilen. Sie besteht aus den spezifischen Problemlagen der Adressierten, der inhaltlichen Angebotsausgestaltung von Einrichtungen und der Frage nach den Erfolgen und Zielen (vgl. Mayrhofer 2012: 166 ff.). Sind Problemlagen der Adressierten, die Interventionen von Sozialarbeitenden nach sich ziehen, nicht näher eingeschränkt, so kann von Niederschwelligkeit auf inhaltlicher Ebene gesprochen werden. In der Regel richtet sich niederschwellige Soziale Arbeit in ihrer inhaltlichen Angebotsausgestaltung an Adressierte, die stärker formalisierte Zugänge zu Hilfsangeboten nicht überwinden können. Hinsichtlich der Erfolge bzw. Ziele kann Niederschwelligkeit bedeuten, dass die Leistungsbeanspruchung nicht an das Erreichen bestimmter Ziele/Erfolge gebunden ist oder Adressierte ihre Ziele selbst bestimmen können und sich Sozialarbeitende flexibel daran anpassen (vgl. ebd.: 169).

[...]


1 Als Fachkräfte werden im Folgenden Sozialarbeitende verstanden, die sozialraumorientiert arbeiten.

2 Aufgrund der definitorischen Uneinigkeit wird sich im Folgenden auf das ‚Fachkonzept Sozialraumorientierung‘ in der Tradition der Essener Schule bezogen (Hinte/Treeß 2014).

3 Der Begriff der ‚niederschwelligen Sozialen Arbeit‘ bzw. ‚Niederschwelligkeit‘ wird im Folgenden synonym mit dem Begriff der ‚niedrigschwelligen Sozialen Arbeit‘ bzw. ‚Niedrigschwelligkeit‘ verwendet, da derzeit keine konsequenten Unterscheidungen vorliegen (vgl. Höllmüller 2017: 20; Reutlinger 2017: 32 f.; Scheu/Autrata 2017: 63).

4 Der Ansicht Werner Schönigs nach stehen die beiden Raumbegriffe sich nicht konkurrierend gegenüber, sondern bauen aufeinander auf und ergänzen sich gegenseitig (vgl. Schönig 2020: 15).

5 Zwecks vereinfachtem Lesefluss wird im Folgenden das Fachkonzept Sozialraumorientierung als SRO betitelt.

6 Unter Umständen auch fallspezifische Ressourcenmobilisierung genannt.

7 Die Dimensionen beeinflussen sich gegenseitig; ermöglichen, fördern und begrenzen sich (vgl. Mayrhofer 2012: 176).

Ende der Leseprobe aus 17 Seiten

Details

Titel
Das Fachkonzept Sozialraumorientierung in der Niederschwelligkeit. Chancen und Grenzen in der Praxis Sozialer Arbeit
Hochschule
Universität Duisburg-Essen  (Institut für Soziale Arbeit und Sozialpolitik)
Veranstaltung
Modul 13 - Profilschwerpunkt III: Sozialer Raum
Note
1,3
Autor
Jahr
2021
Seiten
17
Katalognummer
V1139174
ISBN (eBook)
9783346512741
ISBN (Buch)
9783346512758
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Sozialer Raum, Sozialaraumorientierung, Niederschwelligkeit, Praxis, Soziale Arbeit
Arbeit zitieren
Niklas Pöhnert (Autor:in), 2021, Das Fachkonzept Sozialraumorientierung in der Niederschwelligkeit. Chancen und Grenzen in der Praxis Sozialer Arbeit, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1139174

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