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Haftungsfragen im Wirecard-Skandal. Die Wirtschaftsprüferhaftung und ihre Grundsätze

Title: Haftungsfragen im Wirecard-Skandal. Die Wirtschaftsprüferhaftung und ihre Grundsätze

Master's Thesis , 2021 , 74 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Svenja Wagner (Author)

Law - Civil / Private, Trade, Anti Trust Law, Business Law
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Wirecard – bei diesem Skandal handelt es sich um einen der größten Anlegerskandale in Deutschland. Hätten die Wirtschaftsprüfer sorgfältiger sein müssen? Wie können sie für den Verlust aus den Wertpapierkäufen verantwortlich gemacht werden? Mit diesen Fragen soll sich im Rahmen dieser Thesis auseinandergesetzt werden. Hauptsächlich soll dabei auf die Frage der gesetzlichen Ausgestaltung der Wirtschaftsprüferhaftung und deren Grundsätze eingegangen werden.

Die Wirecard AG war ein börsennotiertes Unternehmen, welches, speziell für den elektronischen Zahlungsverkehr, digitale Lösungen innerhalb des gesamten Payment-Ökosystems, das Risikomanagement sowie die Herausgabe und Akzeptanz von Kreditkarten anbot. Das Unternehmen zählte von September 2018 an zu den 30 größten und liquidesten Unternehmen des deutschen Aktienmarktes und damit zu den DAX 30. Im Juni 2020 kam es dann zum besagten Skandal: Die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft EY (früher Ernst & Young) stellte fest, dass durch die Wirecard AG nicht genügend Nachweise über die Existenz von 1,9 Milliarden Euro Bankguthaben auf Treuhandkonten der Wirecard AG erbracht werden konnten. Daraufhin verweigerte EY die Bestätigung des Jahresabschlusses. Der Börsenkurs stürzte um mehr als zwei Drittel ab und der langjährige Vorstandsvorsitzende Markus Braun trat zurück. Daraus resultierend stellte die Wirecard AG am 25. Juni 2020 einen Insolvenzantrag wegen drohender Zahlungsunfähigkeit und Überschuldung. Es folgte der Austritt aus dem DAX und dem TecDAX am 24. August 2020.

Zurück blieben die Gläubiger sowie ein Reputationsschaden des deutschen Finanzplatzes und es stellt sich die Frage, wer für diesen Skandal haftbar gemacht werden kann. Aktuell werden neben der Wirecard AG insbesondere die Wirtschaftsprüfer als mögliche Haftende in Betracht gezogen und rücken somit zunehmend in den Fokus von Schadensersatzklagen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

1.1 Ausgangssituation und Untersuchungsgegenstand

1.2 Aufbau der Arbeit

2 Grundlagen

2.1 Die Wirecard AG

2.2 Der Wirecard-Skandal

2.2.1 Auswirkungen des Skandals

2.2.2 Haftungsfragen der beteiligten Akteure

2.3 Die Wirtschaftsprüfung

2.3.1 Das Berufsbild

2.3.2 Die beteiligten Wirtschaftsprüfungsgesellschaften

2.3.3 Die Haftungsregelung nach § 323 HGB

3 Analyse der Wirtschaftsprüferhaftung im Wirecard-Skandal

3.1 § 323 HGB Haftung

3.2 Dritthaftung aus § 323 HGB

3.3 Haftung aus Auskunftsvertrag

3.4 Vertrag mit Schutzwirkung zugunsten Dritter

3.5 Haftung aufgrund besonderer Vertrauensverhältnisse

3.5.1 Haftung aus § 311 Abs. 3 BGB

3.5.2 Sachwalterhaftung

3.5.3 Prospekthaftung

3.6 Deliktsrecht

3.6.1 Haftungsgrundlage

3.6.2 § 823 Abs. 1 BGB

3.6.3 § 823 Abs. 2 BGB

3.6.4 § 831 BGB

3.6.5 § 826 BGB

3.7 Ergebnis

4 Ausblick auf mögliche Maßnahmen

4.1 Interessenkonflikt der Wirtschaftsprüferhaftung

4.2 Neuregelung des Wirtschaftsprüfungssystems

4.2.1 Blick auf Großbritannien, Frankreich und die USA

4.2.2 Reform in Deutschland durch FISG

5 Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die haftungsrechtlichen Aspekte von Wirtschaftsprüfern im Kontext des Wirecard-Skandals. Dabei liegt der Fokus primär auf der Frage, inwiefern Wirtschaftsprüfer gegenüber geschädigten Dritten (wie Anlegern oder Kreditgebern) für fehlerhafte Testate haftbar gemacht werden können, angesichts der bestehenden gesetzlichen Haftungsregelungen und der aktuellen Rechtsprechung.

  • Analyse der gesetzlichen Haftungsgrundlagen von Wirtschaftsprüfern (§ 323 HGB).
  • Untersuchung der Möglichkeiten einer Dritthaftung (z.B. Vertrag mit Schutzwirkung zugunsten Dritter).
  • Rechtliche Bewertung deliktischer Haftungsansprüche (§ 826 BGB).
  • Vergleichende Betrachtung internationaler Regulierungssysteme (Großbritannien, Frankreich, USA).
  • Diskussion aktueller Reformbestrebungen durch das FISG.

Auszug aus dem Buch

Die beteiligten Wirtschaftsprüfungsgesellschaften

Mit dem Begriff des Wirecard-Skandals werden unweigerlich die beiden Wirtschaftsprüfungsgesellschaften EY und KPMG in Verbindung gebracht, da sie maßgeblich an der Aufdeckung des Wirecard-Skandals beteiligt waren. Nachfolgend wird demnach auf die beiden Wirtschaftsprüfungsgesellschaften und deren Rolle im Wirecard-Skandal genauer eingegangen.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Vorstellung des Wirecard-Skandals als Anlegerskandal und Definition der Forschungsfrage zur Haftung von Wirtschaftsprüfern.

2 Grundlagen: Darstellung des Unternehmens Wirecard, des Skandals sowie eine Einführung in das Berufsbild und die Haftungsregeln des Wirtschaftsprüfers.

3 Analyse der Wirtschaftsprüferhaftung im Wirecard-Skandal: Detaillierte Prüfung möglicher Haftungsgrundlagen gegenüber geschädigten Dritten, unter Berücksichtigung von Vertrags- und Deliktsrecht.

4 Ausblick auf mögliche Maßnahmen: Diskussion notwendiger Reformen im Prüfungssystem und Vergleich mit internationalen Standards sowie dem deutschen FISG.

5 Fazit: Zusammenfassende Beantwortung der Forschungsfrage und Bewertung des Reformbedarfs bei der Dritthaftung.

Schlüsselwörter

Wirecard, Wirtschaftsprüfer, Haftung, Dritthaftung, § 323 HGB, Bilanzskandal, EY, KPMG, § 826 BGB, Kapitalmarktrecht, Abschlussprüfung, FISG, Anlegerschutz, Deliktsrecht, Prüferhaftung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die juristischen Haftungsmöglichkeiten für Wirtschaftsprüfer im Zusammenhang mit dem Zusammenbruch der Wirecard AG.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Schwerpunkte liegen auf dem deutschen Wirtschaftsprüferhaftungsrecht, insbesondere in Bezug auf die Dritthaftung und deliktische Ansprüche von geschädigten Investoren.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es zu klären, ob und unter welchen Voraussetzungen Wirtschaftsprüfer gegenüber außenstehenden Dritten, die aufgrund falscher Bilanzen Schäden erlitten haben, haftbar gemacht werden können.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine rechtswissenschaftliche Arbeit, die Gesetze, Rechtsprechung und Fachliteratur analysiert, um die Anwendung bestehender Haftungsnormen auf den konkreten Fall Wirecard zu prüfen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse spezifischer Haftungsnormen wie § 323 HGB, vertraglicher Haftung zugunsten Dritter sowie deliktischer Ansprüche nach dem BGB.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Wirecard, Wirtschaftsprüferhaftung, Dritthaftung, Bilanzbetrug und das Finanzmarktintegritätsstärkungsgesetz (FISG).

Warum wird eine Dritthaftung nach § 323 HGB in der Arbeit als problematisch eingestuft?

Weil die Norm primär den Schutz der geprüften Gesellschaft selbst zum Ziel hat und nach herrschender Meinung keine direkte Schutzwirkung für außenstehende Dritte wie Anleger entfaltet.

Welche Rolle spielte die Prüfungsgesellschaft EY im Wirecard-Skandal laut der Analyse?

Die Arbeit beleuchtet die Kritik an EY, insbesondere hinsichtlich der mangelnden kritischen Grundhaltung bei der Prüfung der Treuhandkonten und dem späten Aufdecken von Unstimmigkeiten.

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Details

Title
Haftungsfragen im Wirecard-Skandal. Die Wirtschaftsprüferhaftung und ihre Grundsätze
College
University of Applied Sciences Hamburg
Grade
1,0
Author
Svenja Wagner (Author)
Publication Year
2021
Pages
74
Catalog Number
V1139314
ISBN (eBook)
9783346502865
ISBN (Book)
9783346502872
Language
German
Tags
Wirecard Recht Jura Rechtswissenschaften Wirecard-Skandal Haftung Wirtschaftsprüfer Wirtschaftsprüfer Gesetz zur Stärkung der Finanzmarktintegrität FISG Wirtschaftsrecht Deliktsrecht Haftung Witschaftsprüfung
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Svenja Wagner (Author), 2021, Haftungsfragen im Wirecard-Skandal. Die Wirtschaftsprüferhaftung und ihre Grundsätze, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1139314
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