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Immanuel Kants Erziehungskonzept. Ein Überblick und die Übertragung auf die heutige Zeit

Titel: Immanuel Kants Erziehungskonzept. Ein Überblick und die Übertragung auf die heutige Zeit

Hausarbeit , 2020 , 14 Seiten , Note: 3,0

Autor:in: Deniese Schulz (Autor:in)

Philosophie - Philosophie der Gegenwart
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Diese Hausarbeit soll sich der Beantwortung folgender Fragestellungen widmen: Wie aktuell ist Kants Auffassung von Erziehung? Dafür wird zunächst ein kleiner Einblick zum besseren Verständnis gegeben. Darüber, wer Immanuel Kant war, welche Disziplinen, welche Zeit und Erfahrungen ihn geprägt haben bei der Entwicklung und beim Schreiben seiner Texte. Darüber, was die Epoche der Aufklärung für die Pädagogik bedeutete und was sonst noch maßgeblich war. Anschließend werden die grundsätzlichen Ideen und Annahmen Kants zur Erziehung erörtert. Dazu zählen beispielsweise die Ziele der Erziehung oder die Voraussetzungen und Anlagen, die der Mensch mit sich bringt. Im Anschluss daran werden Kants bekannte vier Phasen der Erziehung vorgestellt. Nachdem man sich nun mit Kants Grundzügen der Erziehung bekannt gemacht hat, wird ein Blick auf die heutige Zeit geworfen, sowie auf jüngere Literatur. Im Fazit wird abgewogen, ob Kants Ideen die drei Jahrhunderte überdauert haben. Sind sie wieder zu finden und besonders, sind sie zu gebrauchen?

Die Theorien und damit zusammenhängenden Begrifflichkeiten nach Kant sind immer noch Teil der Sozialwissenschaften, obwohl sie aus dem 18. Jahrhundert stammen. Der Ein oder Andere fragt sich, wie relevant das noch für uns sein kann, in unserer so fortschrittlichen und innovativen Gesellschaft. Und ist Kants Idee von Erziehung nun eine Grundlage für andere Theorien oder soll sie lediglich allein stehend betrachtet werden? Wieso ist das für uns noch so signifikant, dass es uns beinahe im Halbjahrestakt wieder begegnet? Was sich die Erziehungswissenschaft eingestehen muss ist, dass man ja noch nicht „das Eine“ Erziehungskonzept gefunden hat, eins das jede Ära und Situation überdauert, jeden Trend und jedes Individuum. Aber finden wir auch heute noch etwas von Kants Grundzügen wieder? Sind seine Ansätze noch anwendbar beziehungsweise relevant?

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Zum besseren Verständnis

2.1 Zur Person: Immanuel Kant

2.2 Zur Epoche: Die Aufklärung

3. Kants Ansichten zur Erziehung

3.1 Allgemeine Züge und Ziele der Erziehung nach Kant

3.2 Die vier Phasen der Erziehung nach Kant

3.2.1 Die Disziplinierung

3.2.2 Die Kultivierung

3.2.3 Die Zivilisierung

3.2.4 Die Moralisierung

4. Aktualität und Übertragbarkeit des Erziehungskonzeptes nach Kant

5. Fazit

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit untersucht die aktuelle Relevanz der pädagogischen Auffassungen von Immanuel Kant. Dabei wird analysiert, inwieweit sein historisch verankertes Erziehungskonzept in den Diskurs der modernen Erziehungswissenschaft integrierbar ist und welche grundlegenden Aspekte seines Menschenbildes auch heute noch von Bedeutung sind.

  • Biografische Einordnung von Immanuel Kant und sein Wirken.
  • Pädagogische Relevanz der Epoche der Aufklärung.
  • Detaillierte Darstellung der vier Phasen der Erziehung nach Kant.
  • Analyse der Übertragbarkeit kantianischer Prinzipien auf zeitgenössische erziehungswissenschaftliche Debatten.

Auszug aus dem Buch

3.2.4 Die Moralisierung

Diese letzte Phase des Entwicklungsprozess beziehungsweise der Erziehung widmet sich nun der Absicht, dem Zweck und dessen Bewertbarkeit. Das Ziel einer Sache rückt nun in den Vordergrund. Die Zwecke müssen gut sein. Dafür müssen sie von jedem toleriert werden und übertragbar sein. Diese Prämisse erinnert an den kategorischen Imperativ nach Kant: „Handle nur nach derjenigen Maxime, durch die du zugleich wollen kannst, dass sie ein allgemeines Gesetz werde“ (Kant 1797).

Anders als bei den vorherigen Stufen, geht es nun um die innere Gesinnung des Menschen. Somit wird deutlich, dass der Sinn der Erziehung nicht darin besteht, den Menschen nach einer festgesetzten, vorgegebenen Moral zu erziehen, sondern darin, Kinder zu selbst denkenden, selbst urteilenden und selbst handelnden Menschen zu erziehen. Die Moralisierung ist demnach die höchste Stufe der Erziehung des Menschen, da sie zur Mündigkeit führt.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung führt in die Relevanz Immanuel Kants für das erziehungswissenschaftliche Studium ein und skizziert das Forschungsziel der Arbeit.

2. Zum besseren Verständnis: Dieses Kapitel bietet einen biografischen Abriss zu Immanuel Kant sowie eine Kontextualisierung der Epoche der Aufklärung für die Pädagogik.

3. Kants Ansichten zur Erziehung: Hier werden die allgemeinen Erziehungsziele Kants sowie die vier spezifischen Phasen – Disziplinierung, Kultivierung, Zivilisierung und Moralisierung – detailliert erläutert.

4. Aktualität und Übertragbarkeit des Erziehungskonzeptes nach Kant: Das Kapitel vergleicht Kants Thesen mit modernen pädagogischen Ansätzen und zeigt die Fortdauer seiner Ideen in der heutigen Literatur auf.

5. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und beantwortet die Ausgangsfrage nach der heutigen Aktualität von Kants Erziehungskonzept.

Schlüsselwörter

Immanuel Kant, Erziehung, Aufklärung, Disziplinierung, Kultivierung, Zivilisierung, Moralisierung, Mündigkeit, Pädagogik, Erziehungswissenschaft, kategorischer Imperativ, Menschenbild, Vernunft.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit den erziehungstheoretischen Grundlagen von Immanuel Kant und deren Bedeutung für die moderne Erziehungswissenschaft.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Zentrale Themen sind Kants Menschenbild, die Epoche der Aufklärung und die Unterteilung der Erziehung in vier spezifische Stufen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es zu klären, wie aktuell Kants Auffassung von Erziehung heute noch ist und inwiefern sie für das heutige Verständnis pädagogischen Handelns relevant bleibt.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine theoretisch orientierte Hausarbeit, die auf einer Literaturanalyse und der Aufarbeitung bestehender philosophischer und pädagogischer Schriften basiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine historische Einordnung Kants und seiner Epoche sowie in eine detaillierte Auseinandersetzung mit seinen vier Phasen der Erziehung.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit?

Besonders prägend sind die Begriffe Mündigkeit, Moralisierung, Aufklärung und die vier Stufen der Erziehung nach Kant.

Warum ist die „Moralisierung“ als höchste Stufe der Erziehung zu verstehen?

Für Kant stellt sie die höchste Stufe dar, da sie nicht auf äußere Regeln abzielt, sondern auf die Entwicklung einer inneren Gesinnung und die Befähigung zur Mündigkeit.

Inwieweit spielt der kategorische Imperativ eine Rolle im Erziehungskonzept?

Er dient als ethischer Maßstab für die Moralisierung, indem er fordert, dass Handlungsmaximen als allgemeines Gesetz tauglich sein müssen.

Ende der Leseprobe aus 14 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Immanuel Kants Erziehungskonzept. Ein Überblick und die Übertragung auf die heutige Zeit
Hochschule
Technische Universität Dortmund
Note
3,0
Autor
Deniese Schulz (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2020
Seiten
14
Katalognummer
V1139653
ISBN (eBook)
9783346524126
ISBN (Buch)
9783346524133
Sprache
Deutsch
Schlagworte
immanuel kants erziehungskonzept überblick übertragung zeit
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Deniese Schulz (Autor:in), 2020, Immanuel Kants Erziehungskonzept. Ein Überblick und die Übertragung auf die heutige Zeit, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1139653
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Leseprobe aus  14  Seiten
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