Ogier Ghiselin de Busbeck und die „Barbaren“: Zur Wahrnehmung von Fremdheit bei Kulturkontakten zwischen Europa und dem Osmanischen Reich


Bachelorarbeit, 2008
48 Seiten, Note: 1,0

Leseprobe

INHALTSVERZEICHNIS

1. Einleitung
1.1. Erkenntnisinteresse
1.2. Konzeptionelle Überlegungen

2. Politische, ideologische und individuelle Bedingungen der Reise
2.1. Habsburgisch-Osmanische Beziehunge
2.2. Türkenangst
2.3. Busbecks besondere Eignung als Gesandtschafter

3. Fremdheitserfahrungen
3.1. Die Wahrnehmung von Fremdheit bei Ogier Ghiselin de Busbeck
3.1.1. Essund Trinkgewohnheiten
3.1.2. Sitten und Bräuche
3.1.3. Zeremoniell
3.1.4. Das Verhältnis zwischen Osmanen und Gesandten
3.1.5. Die Türken als ‚Barbaren
3.1.6. Die Türken als Vorbild
3.2 Zwischenfazit

4. Strategien zur Bewältigung der Fremdheit
4.1. Bewältigungsstrategien auf Seiten der Reisenden
4.1.1. Stereotype und Feindbilder
4.1.2. Reisevorbereitung
4.1.3. Bewältigungsstrategien in der ‚fremden’ Situation
4.2 Bewältigungsstrategien auf Seiten der Gastgeber
4.3 Individuelle und gesellschaftliche Auswirkungen der erworbenen Erfahrungen

5. Abschließendes Fazit

Literaturverzeichnis

1. Einleitung

1.1. Erkenntnisinteresse

„Fremdheit ist […] kein Spezifikum unserer Zeit, […] [sondern] eine menschliche Elementarerfahrung.“1

Diese grundlegende menschliche Erfahrung wurde in der Frühen Neuzeit insbesondere zwischen Europa und dem osmanischen Reich gemacht – ein größerer Kontrast als jener zwischen der christlichen und der muslimischen Welt ist immerhin auch kaum vorstellbar.

Besonders im 16. Jahrhundert wurde dieser Kontrast deutlich: Das Osmanische Reich expandierte westwärts und stand 1529 vor den Toren Wiens.2 Die heranrückenden Türken3 wurden als Bedrohung für die gesamte christliche (gleichzusetzen mit der westlichen) Welt proklamiert: Das Motiv der sogenannten ‚Türkenangst’4 bzw. ‚Türkenabwehr’ wurde somit für viele christliche Menschen zum dominierenden Wahrnehmungsmuster der Muslime.

Infolge des osmanisch-habsburgischen Krieges entwickelten sich schließlich längere diplomatische Kontakte, durch die es zu einem intensiveren Kontakt zwischen beiden Kulturen und einer Konfrontation des Eigenen mit dem Anderen kam. Fremde Sitten bzw. fremdes Verhalten bauten kulturelle Grenzen auf, die überwunden werden mussten. Besonders gut nachvollziehen lässt sich dies anhand von Selbstzeugnissen, die Aussagen über das Phänomen Fremdheitserfahrung enthalten.

Die überwiegende Zahl der Selbstzeugnisse ist jedoch in Bezug auf die Fremdwahrnehmung entscheidend durch die bereits angesprochene Türkenangst geprägt. Dabei ist zu beachten, dass es sich bei der Wahrnehmung von Fremdheit immer auch um eine kulturelle Konstruktion handelt (siehe Kapitel 1.2), die nicht immer mit den subjektiven Erfahrungen bzw. Wahrnehmungen übereinstimmen muss. Ein Selbstzeugnis, das nicht so entscheidend durch die Wahrnehmungsperspektive ‚Türkenangst’ beeinflusst ist, könnte die traditionellen Vorstellungsbilder dekonstruieren und einen eher unbelasteten Blick auf die Fremdheitswahrnehmung bieten.

Die Forschung widmete sich in den vergangenen Jahrzehnten bereits sehr intensiv dem Thema Türkenabwehr und Türkenfeindschaft und wertete insbesondere den Zusammenhang zwischen Reformation und Türkengefahr sowie die Verteidigungsmechanismen des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation gegen den ‚Erbfeind’ aus.5 Ebenso stand bereits die Frage nach der Fremdwahrnehmung in der Frühen Neuzeit in zahlreichen Arbeiten im Mittelpunkt des Erkenntnisinteresses. Zu bemängeln ist allerdings, dass nur wenige Untersuchungen zur Wahrnehmung des Fremden in Bezug auf das Osmanische Reich angestrebt wurden und sich auch nur wenige Analysen von dem Primat der Türkenangst lösen konnten.6

Ausgewertet wurden außerdem hauptsächlich Reiseberichte, weitere Quellen, wie z.B. diplomatische Berichte, wurden bisher kaum herangezogen, da die Erforschung internationaler Beziehungen erst seit den 1990ern Jahren wieder an Bedeutung gewinnt.7 Dabei sind für die Untersuchung von Fremdwahrnehmung die Berichte der Diplomaten besonders geeignet.

Schließlich gehörten die Diplomaten einem Teil der Bevölkerung an, der sich beständig und oft sogar wiederholt mit Alteritätserfahrungen auseinandersetzen musste, da sie sich nicht nur geografisch, sondern auch kulturell zwischen verschiedenen Kreisen hinund herbewegten. Darüber hinaus erhielten sie herrschaftliche Gesandtschaftsaufträge, die bis zu zehn Jahren andauern konnten; Diplomaten waren demnach über einen langen Zeitraum mit Fremdheit konfrontiert. Diese Konfrontation mit dem Anderen erfolgte durch den Kontakt auf verschienen Ebenen, ein Diplomat musste nicht nur die politischen Verhandlungen mit den Führungskräften eines Landes tätigen, sondern ebenso zahlreiche Informationen über das Gastland einholen und das Heimatland bzw. den Auftraggeber der Gesandtschaft repräsentieren.8 Somit waren die Gesandten nicht nur im politischen Bereich, sondern ebenso auf kulturellem, literarischem und wissenschaftlichem Gebiet aktive Mittler des kulturellen Austauschs zwischen zwei Staaten.9

Der Fokus dieser Arbeit soll daher auf den Briefen des Ogier Ghiselin de Busbeck10 liegen, der zwischen 1555 und 1562 als Gesandter Ferdinands II. beim türkischen Sultan Süleyman II. in Konstantinopel tätig war.11 Diese Briefe eignen sich besonders für eine Auswertung, da Busbeck die Briefe an einen Freund, den Brabanter Nikolaus Michault von Indeveldt, adressierte und sie auch nicht mit einer Veröffentlichungsabsicht schrieb: Der erste Brief wurde ohne Busbecks Wissen veröffentlicht.12 Anders als bei der pflichtgemäßen Berichterstattung an den Auftraggeber ist daher in diesen Briefen von einem hohen Wahrheitsgehalt auszugehen, da Busbeck einem vertrauten Adressaten unbefangen seine Eindrücke schildern konnte. Lohnenswert erscheint eine Analyse zudem, weil Busbeck eine durchaus vorurteilsfreie Beschreibung des Osmanischen Reiches liefert. Die negativen Feindbilder13 früherer Berichte werden kaum transportiert, so dass es umso ergebnisreicher für die Fremdheitsforschung ist, was und aus welchen Gründen der Diplomat Busbeck als fremd erlebte und inwieweit er von den zeitgenössischen Wahrnehmungsmustern tatsächlich abweicht.

Somit soll die vorliegende BA-Arbeit erfassen, wie sich die sozialen Beziehungen zwischen verschiedenen Kulturen darstellten. Welche fremden Elemente wurden im kulturellen Austausch erlebt und wie wurden sie bewertet? Warum wurden speziell diese Elemente als fremd wahrgenommen? Was trug zum Gelingen der sozialen Praxis bei, sowohl in der Phase der Vorbereitung der Reise als auch in der Austauschsituation selbst? Welche Strategien und Mechanismen wurden also zur Überwindung der Fremdheit entwickelt und welche Auswirkungen hatten diese Erfahrungen nach der Reise? Ferner soll reflektiert werden, inwieweit Busbecks Wahrnehmung faktisch als aufge- schlossen bezeichnet werden kann. In welchen Situationen verwendet er zeitgenössische Stereotype in der Beschreibung bzw. wann weicht er von den allgemeingültigen Bildern ab und kann somit bewährte Wahrnehmungsmuster durchbrechen?

1.2. Konzeptionelle Überlegungen

Das Phänomen der Fremdheit war bereits in der Frühen Neuzeit bekannt, zumindest lassen sogenannte ‚Exotica’ oder Kuriositätenkabinette darauf schließen, dass die Menschen eine Vorstellung davon gehabt haben müssen, dass sie bestimmte Dinge oder kulturelle Eigenheiten anderer Völker als ‚fremd’ empfanden.

Was aber meint der Begriff ‚Fremdheit’ konkret? Zur Erläuterung sollen heutige Konzepte vorgestellt werden, die auch den methodischen Rahmen für die vorliegende Arbeit bilden.

Die Wahrnehmung von Fremdheit kann nur aus den konkreten „Verhältnissen erschlossen werden“14, dennoch müssen für eine präzise Analyse die zentralen Begriffe – fremd, Wahrnehmung sowie Kulturkontakt – determiniert werden.

„Fremdheit ist […] keine Eigenschaft von Dingen oder Personen, sondern ein Beziehungsmodus, in dem wir externen Phänomenen begegnen. Fremdheit ist ein relationaler Begriff, dessen Bedeutung sich nur dann voll erschließt, wenn man seine eigenen Anteile in diesem Beziehungsverhältnis mit zu berücksichtigen vermag. Es geht dabei um die Fähigkeit, seine eigene Position und Sichtweise als eine Möglichkeit u.a zu erkennen und dabei zu sehen, dass das, was ich und wie ich es als fremd erlebe, sehr wesentlich von meiner eigenen Geschichte abhängt. Fremdheit ist somit ein historisch gebundenes Phänomen. Es ist die jeweilige personale und soziale Identität, die erst die Fremdartigkeit des Anderen hervorruft.“15

Fremdheit ist demnach eine soziale Konstruktion, da sich eine untrennbare Korrelation zum Begriff des Eigenen ergibt. Ohne das Eigene ist das Fremde nicht denkbar: Als fremd wird wahrgenommen, was von den eigenen Identitätsbildern abweicht und somit auch die eigene Identität deutlicher erfahrbar macht, so dass „den >>Fremden<< eine erheblich konstruktive Aufgabe in der Entwicklung der Neuzeit [zukommt]“.16

Der Begriff Wahrnehmung „[meint] weniger die verschiedenen Formen sensueller Erfahrung […], sondern in einem umfassenderen Sinn [den] sich kognitiven, affektiven und ethischen Dispositionen verdankende[n] Modus menschlicher Perzeption“.17 Da diese Kategorie untrennbar mit Erfahrung verbunden ist, bezeichnet ‚Wahrnehmung’ auch die aktive und bewusste Rekonstruktion subjektiver menschlicher Vorstellungswelten und grenzt sich dabei von einer objektiven Wirklichkeit ab.18

Eine Schwierigkeit dieser Arbeit liegt darin, dass bei der Analyse die Perspektive derjenigen Person rekonstruiert werden muss, die etwas als fremd wahrnimmt; eigene Fremdvorstellungen dürfen dabei nicht in die Quelle hineingetragen werden.

Ferner versteht man in Anlehnung an den anthropologischen Kulturbegriff unter Kultur

„die Gesamtheit der kollektiven Denk-, Wahrnehmungsund Handlungsmuster einer Gesellschaft“19, welche die unterschiedlichen Gruppen von Menschen differenziert. Solch kulturelle Unterschiede ergeben sich dabei in den Bereichen Symbole, Helden oder Identifikationsfiguren, Rituale und Werte, die jeweils differente Muster der Wahrnehmung, des Denkens, Wertens und Handelns hervorbringen.

Die Intensität des Kulturkontaktes hing dabei wesentlich von den Akteuren, der Dauer und der Art der Begegnung zweier Kulturen ab. So kann diese „eng und von langer Dauer, oder nur oberflächlich und punktuell sein, zu einem Kulturzusammenstoß oder zu Phasen der Akkulturation führen.“20 Unter Kulturtransfer wird schließlich die „Perzeption, Vermittlung, Aneignung und Integration von ‚Objektivationen’ in einem Prozeß wechselseitigen Austauschs und Kommunikation verstanden.“21

Für eine erfolgreiche Kommunikation innerhalb von Kulturkontakten ist ein gemeinsamer Wissensrahmen über die rituellen Idiome notwendig. Der Soziologe Erving Goffman versteht unter rituellen Idiomen Beziehungszeichen (nonverbale Mittel), durch welche die Interaktion zwischen Menschen geregelt wird.22 Er bezieht dieses Modell zwar auf verschiedene soziale Gruppen innerhalb einer Kultur, jedoch kann seine Interaktionsanalyse auch auf unterschiedliche Kulturen übertragen werden: Kulturen grenzen sich demnach durch den Gebrauch unterschiedlicher ritueller Idiome ab, die je nach Kultur different sein können.23

Somit rührt „die >Fremdheit< anderer Kulturen […] von dem – normalen, aber zutiefst verunsichernden – Unvermögen, in anderen sozialen Kontexten sofort sinnvoll agieren zu können.“24 Immer dann, wenn Angehörige unterschiedlicher Kulturen miteinander in Kontakt treten und ihnen die rituellen Idiome nicht bekannt sind, ist auch ihr gemeinsame Wissensrahmen zu gering: Sie nehmen einander daher als fremd wahr.

Durch die Konzentration auf ein Subjekt und dessen Wahrnehmung wird die vorliegende Arbeit nach dem hermeneutisch-rekonstruktiven Prinzip25 vorgehen und ist durch die Fokussierung auf Kulturkontakte zwischen Europa26 und dem Osmanischen Reich interdisziplinär angelegt, wobei dem Feld der Soziologie bzw. Kulturwissenschaften die größte Bedeutung zukommt.

Das Ziel der vorliegenden Arbeit besteht demnach darin, die Wahrnehmung von Fremdheit in den Briefen Busbecks zu bestimmen und zu kontextualisieren. Daher sollen im Folgenden kurz die Rahmenbedingungen Busbecks Reise erläutert werden, da die habsburgisch-osmanischen Beziehungen im 16. Jahrhundert den Gesandtschaftsaufenthalt und damit die Fremdwahrnehmung – zumindest indirekt – beeinflussten. Ebenfalls ist Busbecks besondere Eignung als Diplomat relevant, da mit ihr bestimmte Wahrnehmungsmuster bzw. Strategien der Bewältigung erklärt werden können.

Im Hauptteil dieser Arbeit sollen die Alteritätserfahrungen Busbecks detailliert beschrieben und kontextualisiert werden. Notwendigerweise muss bei einer Arbeit dieses Umfangs eine Auswahl getroffen werden, so dass die Wahrnehmungen nach bestimmten Gesichtspunkten kategorisiert werden (näheres hierzu in Kapitel 3).

Zur Fremdheit zählt allerdings nicht nur deren Wahrnehmung, sondern auch deren Bewältigung. Daher werden in einem weiteren Kapitel die Strategien dargestellt, die zum Gelingen interkultureller Kommunikation beitragen konnten.

2. Politische, ideologische und individuelle Bedingungen der Reise

2.1. Habsburgisch-Osmanische Beziehungen

Mit der Thronbesteigung Süleymans des Prächtigen 1520 setzte eine Westexpansion des Osmanischen Reiches ein, die in der Folgezeit zu Konflikten zwischen den Osmanen und dem habsburgischen Reich führen sollten. Lag bis zum August 1526 Ungarn gewissermaßen als „Vormauer der Christenheit“27 zwischen diesen beiden Ländern, fiel diese nach der Schlacht bei Mohács: Ein osmanisches Heer schlug Ungarn vernichtend – es kam zu einer direkten Rivalität zwischen Habsburg und dem Osmanischem Reich. Denn Ferdinand I. von Habsburg, König von Westungarn28, verlangte wie Süleyman „den totalen Verzicht auf jeglichen Herrschaftsanspruch [von seinem Kontrahenten], sodaß eine gütliche Einigung auf Verhandlungsebene unmöglich zu erzielen war“.29 Der habsburgische Herrscher versuchte in der Folgezeit die osmanischen Ansprüche durch finanzielle Versprechungen abzuwenden, was eine Ausweitung der diplomatischen Kontakte zwischen Wien und Konstantinopel nach sich zog. Als 1541 weite Teile Ungarns durch die Osmanen erobert und der osmanischen Verwaltung unterstellt wurden, Siebenbürgern wurde „als Vasallenstaat in einer gewissen Autonomie belassen“30, fand der Sultan sich offenbar mit der Teilung Ungarns ab und akzeptierte die jährlichen Zahlungen aus Wien, die von den Osmanen als Tribut, von den Habsburgern euphemis- tisch als „Ehrengeschenk“ bezeichnet wurden.31 Durch diese Entwicklung waren sowohl das osmanische als auch das habsburgische Reich gezwungen, die diplomatischen Kontakte auszuweiten. Nach weiteren Auseinandersetzungen um Ungarn wurde schließlich 1547 der Frieden von Adrianopoli geschlossen: Ferdinand verzichtete auf seine Ansprüche, Süleyman ersetzte seine territorialen Forderungen durch regelmäßige Tributzahlungen, was Ohnmacht und Abhängigkeit Ferdinands gegenüber dem Osmanischen Reich deutlich vor Augen führen.32

In der Folge reiste Giovanni Maria Malvezzi somit als erster ständiger Gesandter nach Konstantinopel und musste nicht nur die Tributzahlungen überbringen, sondern gleichsam für den 1547 geschlossenen Frieden bürgen. Dieser Frieden war jedoch sehr unsicher, da insbesondere Siebenbürgern umstritten blieb: Es kam immer wieder zu Grenzzwischenfällen, für die Malvezzi im Gegenzug eingekerkert wurde und 1553 todkrank in die Heimat zurückkehrte.33

Insgesamt ist daher eine schwierige Ausgangsbasis für Busbecks Gesandtschaft festzuhalten, da unter diesen Umständen „die Ausrichtung einer Gesandtschaft […] einen Akt der ostentativen Ehrerbietung gegenüber dem Empfänger [verkörperte], gleichzeitig demonstrierte der Absender den eigenen Gesprächsbedarf und begab sich damit in die Position des potenziell Unterlegenen.“34

2.2. Türkenangst

Die Westexpansion des Osmanischen Reiches fiel in eine Zeit, in der das Heilige Römische Reich Deutscher Nation bereits durch bedeutende Probleme belastet war: Reformation und Gegenreformation, die Bauernkriege und die Konsolidierung der Territorialstaaten führten zu einem Machtverlust des Reiches, so dass es kaum verwundert, dass das Erstarken des Osmanischen Reiches zu einem Gefühl der Bedrohung führte, das sich unter dem Begriff der ‚Türkenfurcht’ fassen lässt.35

Die politische und gesellschaftliche Bedeutung ist hierbei nicht zu unterschätzen: Das Feindbild ‚des Türken’ wurde vielfach heraufbeschworen und durch Flugblätter, Warnungsschriften oder Karikaturen transportiert, „um bestimmte Verhaltensweisen im Sinne der bestehenden sozialen Ordnung zu bewirken.“36 Daraus lässt sich ableiten, dass die Türkenfurcht als integrierender Faktor eingesetzt und sowohl durch kirchliche als auch durch landesfürstliche Instanzen in der Bevölkerung verbreitet wurde - ‚der Türke’ wurde somit zum Bösen schlechthin stilisiert.

Die Gründe für diese Furcht waren vielfältig und wurden auf dem Nährboden der allgemeinen politisch-sozialen Verunsicherung enorm verstärkt. In religiöser Hinsicht war es insbesondere der Gegensatz zwischen Christentum und Islam, der das Feindbild speiste. Ebenso tat jedoch die Vorstellung von den Türken als ein militärisch starkes Volk, das zudem durch Eroberungsgier und Grausamkeit gegen die Christen geprägt war, ihr übriges. Die Mentalität der Türken wurde als treulos und jegliche Verträge und Versprechen brechend begriffen, so dass insgesamt enorme kulturelle Gegensätze zwischen Mitteleuropa und den Osmanen aufgebaut wurden und das türkische Verhalten oft unverstanden blieb und daher negativ bewertet wurde. 37

Sämtliche Kontroversen, Vorwürfe und Kritik an ‚den Türken’ lassen sich im Wesentlichen auf diese Faktoren reduzieren, ‚dem Türken’ wurde somit der Status eines Erbfeindes zugewiesen: Türke zu sein reichte aus, um ihn zum Feind zu erklären.

2.3. Busbecks besondere Eignung als Gesandtschafter

Noch unter Maximilian I. konnte prinzipiell jeder Diplomat werden, der eine wichtige Position im öffentlichen Leben bekleidete, man konnte diesen Beruf beispielsweise erlernen, indem man in jungen Jahren an einer Gesandtschaft teilnahm.38 Busbecks Berufung als kaiserlicher Diplomat an den osmanischen Hof lässt sich aber wohl nicht nur auf seine Gesandtschaft nach England im Jahre 1554 39 zurückführen, sondern vielmehr auf einige herausragende persönliche Eigenschaften, die ihn besonders geeignet für diese komplizierte Aufgabe erscheinen ließen.

Busbeck war 1520 oder 1521 als uneheliches Kind von Georg Ghiselin und Catherine Hespiel in Flandern geboren40 und studierte bereits 1536 an der Londoner Universität, einem der wichtigsten Zentren humanistischer Kultur in Europa. Seine Studien der Geisteswissenschaften, Jura und Medizin führten Busbeck ebenso in die Universitätsstädte Bologna, Padua und Venedig, wo er vermutlich die Freundschaft zu Nikolaus Michault von Indeveldt schloss, an der er später seine Briefe aus der Türkei adressierte. Als herausragend sind Busbecks Sprachenkenntnisse zu charakterisieren, da er sieben Sprachen beherrschte: französisch, flämisch, lateinisch, italienisch, deutsch, spanisch und ein wenig kroatisch.41

So ist es nicht verwunderlich, dass ausgerechnet Busbeck in einer Zeit, in der zwischen dem Hause Habsburg und dem Osmanischen Reich die Fronten verhärtet waren und eine weitere Westexpansion der Osmanen befürchtet werden musste, zum kaiserlichen Gesandten berufen wurde. Busbecks außergewöhnliche Bildung, die stark durch humanistische Züge beeinflusst war, sein umfassendes Wissen in der klassischen Literatur und den Naturwissenschaften sowie seine herausragenden Sprachenkenntnisse machten ihn zu einem hochgeschätzten Mann, der geradezu prädestiniert für die kommenden Botschaftertätigkeiten war.

Aufgrund seiner humanistisch geprägten Einstellung lässt sich auch nachvollziehen, dass Busbeck die typischen Stereotypen in seinen Briefen weniger aufgreift und eindeutig negativ belastete Beschreibungen der Türken, wie ‚die Erbfeinde des christlichen Glaubens’, so gut wie kaum in seinen Ausführungen vorkommen.

3. Fremdheitserfahrungen

3.1. Die Wahrnehmung von Fremdheit bei Ogier Ghiselin de Busbeck

Analysiert man die Alteritätserfahrungen eines Reisenden, ist es bisweilen methodisch problematisch, nicht einen bloßen ‚Kulturvergleich’ zwischen zwei Ländern anzustellen.

Diese Schwierigkeit ergibt sich daraus, dass Fremdwahrnehmungen immer Konstruktionen42 und vom Eigenen nicht zu trennen sind: „Die Darstellung soziokultureller Andersartigkeit setzt allgemeine Erwartungen, Einstellungen und kulturelle Selbstverständlichkeiten des Verfassers der Quelle und der Adressaten voraus, die dann die Fremdkonstruktion prägen“.43 Die Differenzerfahrungen sagen in diesem Sinn daher auch mehr über die Wahrnehmungsprozesse und den Betrachter aus, als über das Betrachtete selbst, da Fremdheit einen „Beziehungsmodus“44 darstellt. Da der „ständig mitgedachte Horizont des Eigenen […] als ‚mitlaufende Selbstreferenz’ in der Regel latent [bleibt]“45, ist es bei der Analyse von Fremdwahrnehmung also unumgänglich, diesen mitgedachten Horizont zu berücksichtigen und aufgrund der soziokulturellen Unterschiede die Fremdwahrnehmung zu erläutern.

Daher sollen in diesem Kapitel die Differenzerfahrungen kontextualisiert werden; es werden demnach einige Vergleiche zwischen europäischer und osmanischer Kultur angestellt, da die soziokulturellen Abweichungen die elementare Voraussetzung für die Wahrnehmung von Fremdheit sind.

Da Busbeck in seinen vier Briefen Erfahrungen in nahezu allen gesellschaftlichen Bereichen schildert, ist eine Auswahl unumgänglich. Außerdem sind seine Erfahrungen sehr facettenreich: Das Fremde konnte faszinieren, anregen, betroffen machen oder auch als feindlich erscheinen.46 Der Fokus dieser Arbeit richtet sich daher auf Alteritätserfahrungen im kulturellen Bereich, insbesondere hinsichtlich der Essund Trinkgewohnheiten, Sitten und Bräuche sowie der Religion. Weitere Fremdheitserfahrungen bezüglich der Kleidung oder des Verhältnisses zwischen Tier und Mensch im Osmanischen Reich können aufgrund des begrenzten Umfangs dieser Arbeit nicht betrachtet werden. Vielmehr werden ebenso Differenzerfahrungen auf dem politischen Sektor untersucht, im speziellen das Zeremoniell gegenüber osmanischen Würdenträgern und die Umgangsformen gegenüber dem habsburgischen Diplomaten Busbeck und seinen Gefolgsleuten. Ferner lassen sich einige Wahrnehmungen des ‚Anderen’ zusammenfas- sen, die in den konträren Auffassungen des osmanischen Reiches als ‚Barbarenland’ einerseits und als Vorbild andererseits münden und analysiert werden sollen.

[...]


1 Rohrschneider, Michael/ Strohmeyer, Arno (Hg.): Wahrnehmungen des Fremden. Differenzerfahrungen von Diplomaten im 16. und 17. Jahrhundert (Schriftenreihe der Vereinigung zur Erforschung der Neueren Geschichte 31), Münster 2007, S.1.

2 Faroqhi, Suraiya: Geschichte des Osmanischen Reiches (Beck’sche Reihe Wissen), 4. Aufl., München 2006, S.9.

3 Die Bezeichnungen „Türken“ und „Osmanen“ werden in dieser Arbeit synonym verwendet.

4 siehe zum Thema Türkenangst ausführlicher Kapitel 2.3.

5 Wrede, Martin: Das Reich und seine Feinde. Politische Feindbilder in der reichspatriotischen Publizistik zwischen Westfälischem Frieden und Siebenjährigem Krieg (Veröffentlichungen des Instituts für Europäische Geschichte Mainz, Abteilung für Universalgeschichte 196), Mainz 2004, S.29 f.

6 zu den Studien siehe Scior, Volker: Das Eigene und das Fremde: Identität und Fremdheit in den Chroniken Adams von Bremen, Heimolds von Bosau und Arnolds von Lübeck (Orbis mediaevalis 4), Bremen 2002, S.9.

7 Marcowitz, Reiner: Von der Diplomatiegeschichte zur Geschichte der internationalen Beziehungen, Methoden, Themen, Perspektiven einer historischen Teildisziplin, in: Francia 32/3, 2005, S.75-100, S.75.

8 Rohrschneider 2007, S.6f.

9 Externbrink, Sven: Internationale Beziehungen und Kulturtransfer in der Frühen Neuzeit, in: Fuchs, Thomas/ Trakulhun, Sven (Hg.): Das eine Europa und die Vielfalt der Kulturen. Kulturtransfer in Europa 1500- 1850, Berlin 2003, S.227-248, S.241.

10 bevorzugt wird in dieser Arbeit die leichter zu lesende Schreibvariante Busbeck, alternative Schreibweisen in der Forschungsliteratur sind Busbecq, Busbequius, von Busbeck, Buschbeck, de Busbeke bzw. Bousbeke.

11 Jaumann, Herbert: Busbecq, Ogier Ghislain de, in: Jaumann, Herbert: Handbuch Gelehrtenkultur der Frü- hen Neuzeit, Bd.1: Bibliographisches Repertorium, Berlin 2004, S.150.

12 Busbeck, Ogier Ghiselin von/ Steinen, Wolfram von den (Bearb.): Vier Briefe aus der Türkei (Der Weltkreis 2), Erlangen 1926, S.10.

13 siehe hierzu ausführlicher Kapitel 2.2.

14 Dülmen, Richard van: Das Eigene und das Fremde. Der Umgang mit dem Fremden, in: Dülmen, Richard van: Historische Anthropologie. Entwicklung, Probleme, Aufgaben, Köln 2000, S.85-89, S.87.

15 Schäffter, Ortfrid: Modi des Fremderlebens. Deutungsmuster im Umgang mit Fremdheit, in: Ders. (Hg.): Das Fremde. Erfahrungsmöglichkeiten zwischen Faszination und Bedrohung, Opladen 1991, S.11-42, http://ebwb.hu-berlin.de/team/schaeffter/downloads/III_19_Modi_des_Fremderlebens_Endv.pdf, Zugriff 31.07.2008, S.12.

16 Classen, Albrecht: Das Fremde und das Eigene. Neuzeit, in: Dinzelbacher, Peter (Hg.): Europäische Mentalitätsgeschichte. Hauptthemen in Einzeldarstellungen (Kröners Taschenausgabe 469), Stuttgart 1993, S.429- 450, S.429.

17 Tschopp, Silvia Serena: Das Unsichtbare begreifen. Die Rekonstruktion historischer Wahrnehmungsmodi als methodische Herausforderung der Kulturgeschichte, in: HZ 280, 2005, S.39-81, S.45.

18 Ebd., S.45.

19 Lüsebrink, Hans-Jürgen: Interkulturelle Kommunikation. Interaktion, Fremdwahrnehmung, Kulturtransfer, Stuttgart u.a. 2005, S.10.

20 Fuchs/Trakulhun 2003, S.19.

21 Externbrink 2003, S. 230.

22 Goffman, Erving: Das Individuum im öffentlichen Austausch. Mikrostudien zur öffentlichen Ordnung, Frankfurt/M. 1974, S.301.

23 zur Übertragung dieses Modells auf verschiedene Kulturen siehe auch: Nolde, Dorothea: Vom Umgang mit Fremdheit. Begegnungen zwischen Reisenden und Gastgebern im 17. Jahrhundert, in: Babel, Rainer (Hg.): Grand Tour. Adliges Reisen und europäisches Kultur vom 14. bis zum 18. Jahrhundert. Akten der Internationalen Kolloquien in der Villa Vigoni 1999 und im Deutschen Historischen Institut Paris 2000 (Beihefte der Francia 60), Ostfildern 2005, S.579-590, S.582.

24 Oswald, Ingrid: Integrationsund Ethnizitätsforschung, in: Dies.: Migrationssoziologie, Konstanz 2007, S. 93-142, S.99.

25 Sieder, Reinhard: Sozialgeschichte auf dem Weg zu einer historischen Kulturwissenschaft?, in: Geschichte und Gesellschaft 20, 1994, S.445-468, S.462.

26 Europa wird hier als ein kulturell einheitliches System verstanden, das christlich geprägt war und sich durch eine eng verbundene wissenschaftliche und kulturelle Weltdeutung auszeichnet.

27 Guthmüller, Bodo/ Kühlmann, Wilhelm (Hg.): Vorwort, in: Dies. (Hg.): Europa und die Türken in der Renaissance (Frühe Neuzeit 54), Tübingen 2000, S.1-7, S.3.

28 Ferdinand wurde 1556 schließlich zum Kaiser gekrönt, so dass Busbeck in dieser Arbeit sowohl als „königlicher“, wie auch als „kaiserlicher“ Legat bezeichnet wird. Matuz, Josef: Das Osmanische Reich. Grundlinien seiner Geschichte, 4. bibliographisch erg. Aulf., Darmstadt 2006, S.119 ff.

29 Petritsch, Ernst Dieter: Tribut oder Ehrengeschenk? Ein Beitrag zu den habsburgisch-osmanischen Beziehungen in der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts, in: Springer, Elisabeth/ Kammerhofer, Leopold (Hg.): Archiv und Forschung. Das Haus-, Hofund Staatsarchiv in seiner Bedeutung für die Geschichte Österreichs und Europas (Wiener Beiträger zur Geschichte der Neuzeit 20/1993), München 1993, S.49-58, S.49.

30 Höfert, Almut: Den Feind beschreiben. >>Türkengefahr<< und europäisches Wissen über das Osmanische Reich 1450-1600 (Campus Historische Studien 35), Frankfurt/ New York 2003, S.109.

31 Petritsch 1993, S.54-58.

32 Tongay, Pervin: Die europäische Sicht auf den Fremden in den Berichten des 16. Jahrhunderts. Das Bild der Türken und Azteken im Vergleich, in: Kurz, Marlene u.a. (Hg.): Das Osmanische Reich und die Habsburgermonarchie (Mitteilungen des Instituts für Österreichische Geschichtsforschung, Ergänzungsband 48), Wien u.a. 2005, S.393-411, S.396.

33 Petritsch 1993, S.51.

34 Rudolph, Harriet: Türkische Gesandtschaften ins Reich am Beginn der Neuzeit - Herrschaftsinszenierung, Fremdheitserfahrung und Erinnerungskultur. Die Gesandtschaft des Ibrahim Bey von 1562, in: Kurz, Marlene u.a. (Hg.): Das Osmanische Reich und die Habsburgermonarchie (Mitteilungen des Instituts für Österreichische Geschichtsforschung, Ergänzungsband 48), Wien u.a. 2005, S.295-314, S.295.

35 Schulze, Winfried: Reich und Türkengefahr im späten 16. Jahrhundert. Studien zu den politischen und gesellschaftlichen Auswirkungen einer äußeren Bedrohung, München 1978, S.52.

36 Ebd., S.36.

37 Ebd., S.54 f.

38 Müller, Ralf: Der umworbene „Erbfeind“: Habsburgische Diplomatie an der Hohen Pforte vom Regierungsantritt Maximilians I. bis zum „Langen Türkenkrieg“ – ein Entwurf, in: Kurz, Marlene u.a. (Hg.): Das Osmanische Reich und die Habsburgermonarchie (Mitteilungen des Instituts für Österreichische Geschichtsforschung, Ergänzungsband 48), Wien u.a. 2005, S.251-279, S.271.

39 Jaumann 2004, S. 150.

40 Busbeck wurde 1541 von Kaiser Karl V. als Sohn legitimiert.

41 Martels, Zweder von: On His Majesty’s Service. Augerius Busbequius, Courtier and Diplomat of Maximilian II, in: Edelmayer, Friedrich/ Kohler, Alfred (Hg.): Kaiser Maximilian II. Kultur und Politik im 16. Jahrhundert (Wiener Beiträge zur Geschichte der Neuzeit 19/1992), München 1992, S.169-181, S.171.

42 siehe hierzu die Ausführungen in Kapitel 1.2 dieser Arbeit.

43 Rohrschneider 2007, S.27.

44 Schäffter 1991, S.2.

45 Ebd., S.8.

46 Nitschke, August: Das Fremde und das Eigene, in: Cone, Werner/ Faber, Karl-Georg/ Nitschke, August (Hg.): Funk-Kolleg Geschichte, Bd.1, Frankfurt/M. 1981, S.236-262, S.236.

Ende der Leseprobe aus 48 Seiten

Details

Titel
Ogier Ghiselin de Busbeck und die „Barbaren“: Zur Wahrnehmung von Fremdheit bei Kulturkontakten zwischen Europa und dem Osmanischen Reich
Hochschule
Carl von Ossietzky Universität Oldenburg  (Institut für Geschichte)
Note
1,0
Autor
Jahr
2008
Seiten
48
Katalognummer
V113971
ISBN (eBook)
9783640140978
ISBN (Buch)
9783640141012
Dateigröße
755 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Ogier, Ghiselin, Busbeck, Wahrnehmung, Fremdheit, Europa, Kulturkontakt, Osmanisches Reich, Suleyman, Frühe Neuzeit, Türkenangst, Habsburger, Selbstzeugnisse, Türkengefahr, Türkenabwehr, Fremdwahrnehmung, Reiseberichte, diplomatische Berichte, Diplomatie, Gesandtschaft, fremd und eigen, Kulturtransfer, Erving Goffman, Interaktionsanalyse, KOnstantinopel, Bewältigungsstrategien, Stereotype, Feindbilder
Arbeit zitieren
Britta Wehen (Autor), 2008, Ogier Ghiselin de Busbeck und die „Barbaren“: Zur Wahrnehmung von Fremdheit bei Kulturkontakten zwischen Europa und dem Osmanischen Reich, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/113971

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