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Paratexte in Paul Flemings "Teutsche Poemata" (1642). Eine Analyse

Titel: Paratexte in Paul Flemings "Teutsche Poemata" (1642). Eine Analyse

Hausarbeit , 2021 , 21 Seiten , Note: 2,7

Autor:in: Anonym (Autor:in)

Germanistik - Neuere Deutsche Literatur
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Ziel dieser Arbeit ist es, die Teutschen Poemata hinsichtlich der Paratexte zu untersuchen. Erforschungen zum Leben und Werk Flemings scheinen in großem Umfang bereits stattgefunden zu haben, jedoch fokussieren sie sich auf die Lyrik und nicht auf die Rahmenstücke des Werks. Die Arbeit beginnt mit einer Einführung der Paratexte durch Gérard Genette. Auch wenn viele seiner Annahmen bis heute als allgemeingültig erachtet werden, rückt seine Konzeption der Autorherrschaft immer wieder in den Blickpunkt von Kritikern, weshalb diese Genettes Annahme revidieren bzw. versuchen, sie richtigzustellen. Es folgen die Analysen der einzelnen Paratexte, dem Titelblatt,- und Kupfer, Widmungen, einer Vorrede, Zwischentiteln, einer Grabschrift und einem Register.

Obwohl die Grabschrift als Teil eines Gedichtes fungiert, liefert sie in Bezug auf die Paratextualität des Werks wichtige Erkenntnisse und wird deshalb mit den Paratexten gleichgesetzt. Die Analyse erfolgt durch ein Zusammenspiel aus der Beschreibung des Aufbaus der einzelnen Paratexte, der Hinzuziehung spezifischer Forschungsliteratur sowie der Bestimmung ihrer Funktionen. Nach den Einzelanalysen erfolgt eine Untersuchung der Paratexte im Verbund. Schlägt man ein frühneuzeitliches Buch auf, dann begegnet man neben dem primären Text weiteren Textelementen wie einem Titelblatt,- und Kupfer, Widmungen und einer Vorrede. Diese Bestandteile stellen den Rahmen um den Text herum dar und werden als “Paratexte“ bezeichnet. Gérard Genettes Studie Seuils (1987), wörtlich: “Schwellen“, stellt bis heute das wichtigste Modell der Rahmenstücke dar. Im Wesentlichen versucht Genette, Gattungsgesetzte zu formulieren, Subformen von Paratexten zu bestimmen und sie in einem größeren Zusammenhang zu betrachten.

Um Aufschluss über die Bedeutung von Paratexten und ihrer Beziehung zueinander zu erlangen, wird in dieser Arbeit das lyrische Gesamtwerk des barocken Dichters Paul Fleming, die Teutschen Poemata (1642), untersucht. Das Werk wurde zwei Jahre nach dem Tod des Autors im Jahr 1640, durch seinen Schwiegervater Heinrich Niehausen, herausgegeben. Es besteht aus 17 Büchern, deren Inhalt im Zeitraum von 1633-1639 auf Flemings Reisen entstanden ist, als dieser als Hofjunker von Herzog Friedrich II von Schleswig-Holstein-Gottorf tätig war. Vor seinem Tod unterteilte der Autor seine Werke nach Gattungen (Epigramme, Oden, Sonetten) sowie nach Gegenständen (geistliche-, Glückwunsch-, Leichen-, Hochzeits-, und Liebesgedichte).

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Paratexte – Eine Einführung nach Gérard Genette

3. Analyse der Paratexte in Paul Flemings Teutschen Poemata (1642)

3.1 Frontispiz

3.2 Titelblatt- und Kupfer

3.3 Widmungen

3.4 Vorrede

3.5 Zwischentitel

3.6 Grabschrift

3.7 Register

4. Paratexte im Verbund – Analyseergebnisse

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht die Paratexte des lyrischen Gesamtwerks "Teutsche Poemata" (1642) von Paul Fleming. Ziel ist es, die Multifunktionalität und das Zusammenwirken dieser Rahmenstücke (wie Frontispiz, Widmungen und Vorrede) als Ensemble zu analysieren und deren Bedeutung für das Verständnis des Werks aufzuzeigen.

  • Grundlagen der Paratext-Theorie nach Gérard Genette
  • Strukturelle Analyse der Rahmenstücke in Flemings Werk
  • Die Rolle der Grabschrift als Selbstinszenierung
  • Untersuchung der Paratexte im Verbund und deren Wechselwirkung

Auszug aus dem Buch

3.1 Frontispiz

Das Frontispiz stellt den ersten Paratext der T. P. dar, der sich auf einer Doppelseite gegenüber dem Titelblatt- und Kupfer befindet und das Werk eröffnet. Da keine Seitennummerierung vorhanden ist, liegt es nah, dass das Frontispiz als Zugabe des Werkes fundiert. Es zeigt ein Autorenportrait, auf dem Fleming in einem edlen Gewand abgebildet ist und in Richtung des Betrachters blickt. Gestochen wurde das Portrait von einem gewissen C. Hertranst. Das oval förmige Frontispiz ist umgeben von folgenden Wörtern:

· PAVLVS FLEMING· HARTENSTEIN ·VARISC · PHIL · et MED·D: et P·L· ætat: 3i Aº MD CXL ·

Es werden allgemeine Angaben zu P. F. getätigt sowie Informationen zu seinen Lebensleistungen. Sein Geburtsort Hartenstein und auch sein Todesjahr, 1640, werden genannt. Außerdem schloss P. F. ein Studium der Philosophie und der Medizin ab und promovierte kurz vor seinem Tod zum Doktor der Medizin. Die Abkürzung „et P·L·“ steht für den Ehrentitel poeta laureatus, der Dichterkrönung, die Fleming für seine herausragenden Leistungen erhalten hat. Unter dem Frontispiz befindet sich der Satz: „Teutonis hic flamam et Daphnei conskicis ignem Lector: Flemingus carmine talis erat“. Es wird wiederholt darauf Bezug genommen, dass P. F. eine Bekränzung, erhielt. Die Idee der Bekränzung geht zurück auf die antike Vorstellung eines unsterblichen Anspruchs des Autors in der deutschen Dichtung.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Einführung in die Thematik der Paratexte und Definition der Forschungsfrage anhand von Flemings "Teutschen Poemata".

2. Paratexte – Eine Einführung nach Gérard Genette: Theoretische Grundlagen zu Paratexten als Schwellenphänomen und deren Definition durch Genette sowie ergänzende Perspektiven.

3. Analyse der Paratexte in Paul Flemings Teutschen Poemata (1642): Detaillierte Einzelanalyse der verschiedenen Rahmenstücke von Frontispiz bis Register unter Berücksichtigung ihrer spezifischen Funktionen.

4. Paratexte im Verbund – Analyseergebnisse: Synthese der Ergebnisse zur Bestätigung der These, dass die Paratexte als funktionales Ensemble zusammenwirken.

Schlüsselwörter

Paul Fleming, Teutsche Poemata, Paratexte, Gérard Genette, Literaturwissenschaft, Barock, Frontispiz, Widmungen, Vorrede, Grabschrift, Titelkupfer, Poeta laureatus, Literaturgeschichte, Textrahmen, Frühneuzeitliche Literatur

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit untersucht die verschiedenen Begleittexte (Paratexte) in Paul Flemings Gedichtsammlung "Teutsche Poemata" aus dem Jahr 1642 und deren Bedeutung für das Werk.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Im Zentrum stehen die Funktionen von Frontispiz, Titelkupfer, Widmungen, Vorrede, Zwischentiteln, Grabschrift und Register im barocken literarischen Kontext.

Was ist die primäre Forschungsfrage der Arbeit?

Es wird untersucht, ob die Paratexte eine Multifunktionalität aufweisen und ob sie als ein zusammenhängendes Ensemble fungieren, das aufeinander Bezug nimmt.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Die Arbeit nutzt die literaturwissenschaftliche Paratext-Theorie von Gérard Genette als theoretischen Rahmen und wendet diese durch detaillierte Einzelanalysen auf das Werk an.

Welche Aspekte stehen im Hauptteil der Untersuchung im Fokus?

Der Hauptteil widmet sich der systematischen Beschreibung und Funktionsbestimmung jedes einzelnen Paratextes, um deren Beitrag zum "Denkmal" des Autors zu belegen.

Was sind die charakteristischen Schlüsselwörter dieser Arbeit?

Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Paratextualität, Barocklyrik, Paul Fleming, Genette, Autorinszenierung und Buchgestaltung charakterisieren.

Welche Rolle spielt die Grabschrift für die Gesamtargumentation?

Die Grabschrift dient als zentrales Beispiel für die aktive Selbstinszenierung des Autors, der seinen eigenen Nachruhm und sein literarisches Testament bereits vor seinem Tod festschreibt.

Welches Fazit zieht die Autorin bezüglich der These?

Die These wird bestätigt: Die Paratexte bilden ein funktionales Ensemble, das ein posthumes Gedenken an Fleming etabliert und das Werk programmatisch rahmt.

Ende der Leseprobe aus 21 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Paratexte in Paul Flemings "Teutsche Poemata" (1642). Eine Analyse
Hochschule
Universität Duisburg-Essen  (Germanistik)
Veranstaltung
Vorrede, Widmung, Kommentar. Paratexte in der Frühen Neuzeit
Note
2,7
Autor
Anonym (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2021
Seiten
21
Katalognummer
V1141138
ISBN (eBook)
9783346518064
ISBN (Buch)
9783346518071
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Teutsche Poemata Paul Fleming Paratexte
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Anonym (Autor:in), 2021, Paratexte in Paul Flemings "Teutsche Poemata" (1642). Eine Analyse, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1141138
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  21  Seiten
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