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Geschlechtervielfalt in der polizeilichen Praxis anhand der Beispielmaßnahme "Durchsuchung". Eine Geschlecht-Raum-Analyse

Titel: Geschlechtervielfalt in der polizeilichen Praxis anhand der Beispielmaßnahme "Durchsuchung". Eine Geschlecht-Raum-Analyse

Hausarbeit , 2021 , 16 Seiten , Note: 2,3

Autor:in: Rebecca Rabe (Autor:in)

Soziale Arbeit / Sozialarbeit
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Vielfaltsdimensionen in Bezug auf das Geschlecht und die geschlechtliche Identität ist auch im polizeilichen Alltag nicht mehr wegzudenken. In dieser Arbeit soll untersucht werden, was das konstruktivistische Geschlecht und der Raum bedeutet. Ebenso wird erläutert, welche geschlechtsspezifischen Besonderheiten es bei polizeilichen Maßnahmen existieren und wie mit diesen umgegangen wird. Dazu wird die Durchsuchung im präventiven und repressiven Sinne als Beispielmaßnahme ausgewertet.

Des Weiteren soll anhand eines Experteninterviews analysiert werden, inwieweit Genderaspekte in der polizeilichen Praxis vorhanden bzw. erlebt worden sind. Abschließend wird eine kurze Anschauungsweise der dargestellten Themenstellung
wiedergegeben.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Theorieteil

2.1. Konstruktion von Geschlecht

2.2. Konstruktion von Raum

2.3. Polizeiliche Durchsuchung

2.4. Geschlechtsspezifische Besonderheiten

3. Fragestellung

4. Empirisches Vorgehen

4.1. Wahl der Forschungsmethode

4.2. Auswahlkriterium der Interviewpartner

4.3. Darstellung und Diskussion des Forschungsergebnisses

5. Fazit

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit untersucht den polizeilichen Umgang mit geschlechtlicher Vielfalt, insbesondere mit trans- und intersexuellen Personen, während polizeilicher Durchsuchungsmaßnahmen. Dabei wird analysiert, wie konstruktivistische Konzepte von Geschlecht und Raum die polizeiliche Praxis beeinflussen und welche Herausforderungen sich hierbei ergeben.

  • Theoretische Grundlagen zur Konstruktion von Geschlecht und Raum
  • Rechtliche Rahmenbedingungen polizeilicher Durchsuchungen
  • Geschlechtsspezifische Herausforderungen im polizeilichen Alltag
  • Qualitative Analyse durch ein Experteninterview
  • Strategien zur Berücksichtigung der Identität bei Durchsuchungen

Auszug aus dem Buch

2.4. Geschlechtsspezifische Besonderheiten

Um einen Geschlechtsspezifischen Raum zu konstruieren, sollen an dieser Stelle zunächst die erforderlichen Rahmenbedingungen an eine Durchsuchung näher beleuchtet werden, bevor im weiteren Verlauf auf das empirische Vorgehen eingegangen wird. Zunächst einmal ist bereits, auch aus der PDV 100 (Ministerium des Innern, für Sport und Infrastruktur Rheinland-Pfalz 2012, S. 60). zu entnehmen, dass im Rahmen einer Durchsuchung auf das Geschlecht Rücksicht zu nehmen ist: „Bei der Zusammensetzung von Durchsuchungskräften sollen auch Geschlecht, Sprache, ethnische Herkunft, Alter sowie zu erwartendes Verhalten der von einer Durchsuchung betroffenen Personen berücksichtigt werden“ Auf präventiver Ebene ist in § 12 III PolG NRW bereits ersichtlich, dass Durchsuchungen nur von Personen gleichen Geschlechts durchgeführt werden darf.

Aus repressiver Sicht findet § 81 d StPO Anwendung. Demnach hat der Beschuldigte ein Anspruch auf Durchsuchung des gleichen Geschlechts. Eine Ausnahme liegt jedoch vor, wenn die „Aufklärung einer schweren Straftat vereitelt würde, wenn die unverzügliche Untersuchung oder Durchsuchung nicht gewährleistet ist, da ein Arzt oder eine Person gleichen Geschlechts nicht rechtzeitig beigezogen werden könnte. Das kann vor allem bei flüchtigen Tatspuren oder Beweismitteln am Körper einer Person in Betracht kommen. Dann tritt die objektiv zu bestimmende Möglichkeit einer Verletzung des Schamgefühls hinter das überwiegende Aufklärungsinteresse zurück.“ (Trück 2014). Aus präventiver Sicht besteht ebenfalls kein Anspruch auf gleichgeschlechtliche Durchsuchung, wenn Leib/Leben in Gefahr ist gem. § 39 III PolG NRW.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Relevanz von Vielfalt und Geschlechteridentität im polizeilichen Arbeitsalltag ein und erläutert die Zielsetzung der Arbeit.

2. Theorieteil: In diesem Teil werden die theoretischen Konzepte der Geschlechter- und Raumkonstruktion dargelegt sowie die rechtlichen Grundlagen polizeilicher Durchsuchungen erläutert.

3. Fragestellung: Das Kapitel definiert das zentrale Forschungsinteresse bezüglich des Umgangs mit trans- oder intersexuellen Personen bei polizeilichen Durchsuchungen.

4. Empirisches Vorgehen: Hier wird die Wahl der qualitativen Forschungsmethode begründet, die Auswahl der Interviewpartner beschrieben und die Ergebnisse der Befragung diskutiert.

5. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und betont die Notwendigkeit von Aufklärungs- und Öffentlichkeitsarbeit, um Konflikte im polizeilichen Umgang mit Geschlechtervielfalt zu minimieren.

Schlüsselwörter

Polizeiliche Durchsuchung, Geschlechtervielfalt, Konstruktivismus, Doing Gender, Sozialraum, Transidentität, Intersexualität, Prävention, Repression, Polizei, Rechtsvorschriften, Experteninterview, Geschlechtsspezifik, Identität, Diskurs

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit dem polizeilichen Umgang mit Geschlechtervielfalt, speziell in Bezug auf die Maßnahme der Durchsuchung von Personen.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die Arbeit verknüpft sozialwissenschaftliche Theorien zur Konstruktion von Geschlecht und Raum mit den rechtlichen und praktischen Anforderungen des Polizeialltags.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es zu analysieren, wie die Polizei mit den Bedürfnissen von trans- oder intersexuellen Personen während Durchsuchungsmaßnahmen in der Praxis umgeht.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Die Autorin wählt einen qualitativen Forschungsansatz und führt ein Experteninterview mit einer Polizeivollzugsbeamtin durch.

Was wird im Hauptteil der Arbeit erläutert?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung zu Gender- und Raumkonstruktionen sowie die Darstellung der rechtlichen Vorgaben für präventive und repressive Durchsuchungen.

Welche Schlüsselbegriffe prägen die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind unter anderem Geschlechtervielfalt, Doing Gender, polizeiliche Durchsuchung, rechtliche Formvorschriften und die Berücksichtigung von Identitätsbedürfnissen.

Wie regelt die Polizei laut dieser Arbeit den Umgang mit trans- und intersexuellen Personen?

Grundsätzlich gilt das Prinzip der Durchsuchung durch Personen gleichen Geschlechts. Bei trans- oder intersexuellen Personen soll jedoch nach Möglichkeit auf den Wunsch der betroffenen Person eingegangen werden, sofern die Angaben glaubhaft sind.

Welche Bedeutung hat das Fazit für die polizeiliche Praxis?

Das Fazit empfiehlt eine gezielte Aufklärungs- und Öffentlichkeitsarbeit innerhalb der Polizei, um Handlungssicherheit im Umgang mit geschlechtlich nicht-konformen Personen zu gewinnen und Konflikte zu vermeiden.

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Details

Titel
Geschlechtervielfalt in der polizeilichen Praxis anhand der Beispielmaßnahme "Durchsuchung". Eine Geschlecht-Raum-Analyse
Hochschule
Fachhochschule Dortmund
Note
2,3
Autor
Rebecca Rabe (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2021
Seiten
16
Katalognummer
V1141252
ISBN (eBook)
9783346516787
ISBN (Buch)
9783346516794
Sprache
Deutsch
Schlagworte
geschlechtervielfalt praxis beispielmaßnahme durchsuchung eine geschlecht-raum-analyse
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Rebecca Rabe (Autor:in), 2021, Geschlechtervielfalt in der polizeilichen Praxis anhand der Beispielmaßnahme "Durchsuchung". Eine Geschlecht-Raum-Analyse, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1141252
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Leseprobe aus  16  Seiten
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