Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Texte veröffentlichen, Rundum-Service genießen
Zur Shop-Startseite › Pflegewissenschaft - Pflegemanagement

Die Rolle der Pflegenden als professionell-ethisch Handelnde im Prozess der Sterbebegleitung / Euthanasie

Titel: Die Rolle der Pflegenden als professionell-ethisch Handelnde im Prozess der Sterbebegleitung / Euthanasie

Hausarbeit , 2006 , 23 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Franziska Misch (Autor:in)

Pflegewissenschaft - Pflegemanagement
Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Inhaltlich habe ich mich in der vorliegenden Arbeit mit Formen der Sterbehilfe beschäftigt und in
diesem Kontext dargestellt, wie die rechtliche Situation um Sterbehilfe in der BRD und in den
uns benachbarten Ländern ist. Es ermöglicht meines Erachtens eine gehaltvollere und
gewinnbringendere Auseinandersetzung jedes Einzelnen mit dem Thema Sterbehilfe. Darüber
hinaus habe ich einen kurzen Abriss über die historische Entwicklung von „Euthanasie“
dargestellt. Ich denke, in der Auseinandersetzung mit einem Thema solcher Brisanz und
Aktualität, das aber auch schon vielen Generationen vor uns zum Nachdenken und Umdenken
angeregt hat, sollten die grundlegendsten historischen Aspekte bekannt sein. Mir hat es geholfen
zu verstehen, warum die Diskussion um Aktive Sterbehilfe nicht abzubrechen scheint und immer
wieder öffentlich diskutiert wird. Des Weiteren fällt es mir mittels des Wissens um die
historischen Hintergründe leichter, die aktuelle Rechtslage politisch einzuordnen. Es gibt mir die
Chance, die scheinbare Zurückhaltung in der Legalisierung von „Euthanasie“ nachzuvollziehen.
Analyse und Auseinandersetzung mit dem von mir gewählten Thema „Und wieder Euthanasie in
Deutschland…?“ erfolgte mittels intensiver Recherche in verschiedenen Publikationen unter den
Stichworten „Sterbehilfe“, „Aktive Sterbehilfe“, „Euthanasie“. Sterbehilfe wird im historischen
Kontext vorgestellt, die Diskussion um Aktive Sterbehilfe in der aktuellen Lage in Deutschland
betrachtet und analysiert, wie die Rechtslage in den Niederlanden und der Schweiz ist. Darüber
hinaus habe ich mein Wissen mittels Internetrecherchen vertieft. Zum Teil bin ich durch die
Lektüre selbst auf bestimmte Seiten hingewiesen worden, andere fand ich mittels der
Suchmaschine Google unter den Stichworten „Euthanasie“, „Aktive Sterbehilfe“.

[...]

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

1. Begriffe

1.1. Ethik/ Pflegeethik für professionell Pflegende

1.1.1. Ethik/ Pflegeethik

1.1.2. Professionalität in der Pflege

1.1.3. Reflexion als Element der Professionalität

1.2. Euthanasie/ Aktive Sterbehilfe/ Sterbebegleitung

2. Ethik für Pflegende – der ICN Ethikkodex

3. Hospizpflege als Aufgabe professionell ethisch Pflegender

3.1. Geschichte der Hospizbewegung

3.2. Argumente gegen Aktive Sterbehilfe

4. Praxisbeispiel für pflegeethisches Handeln

5. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die Rolle von professionell Pflegenden im ethischen Spannungsfeld der Sterbebegleitung und Sterbehilfe. Dabei wird beleuchtet, wie Pflegekräfte unter Berücksichtigung von Professionalität, ethischen Kodizes und dem Hospizgedanken verantwortungsbewusst handeln können, ohne aktiv in Tötungsprozesse einzugreifen.

  • Grundlagen der Pflegeethik und Professionalität
  • Differenzierung zwischen Sterbehilfe, Euthanasie und Sterbebegleitung
  • Die Bedeutung des ICN Ethikkodex für die pflegerische Praxis
  • Historie und Prinzipien der Hospizbewegung als Alternative zur aktiven Sterbehilfe
  • Analyse praxisnaher Beispiele zur Therapiebegrenzung

Auszug aus dem Buch

3.1. Geschichte der Hospizbewegung

Hospizbewegung entstand aus der Idee heraus, sterbenden Menschen und ihren Angehörigen einen Raum innerhalb unserer Gesellschaft zu geben. Historisch vom lateinischen Wort hospitum – Herberge, leitet sich heute der Name der modernen Hospizbewegung ab. Hospize sind Herbergen für sterbenskranke Menschen. Die moderne Hospizbewegung will eine neue Kultur von Sterben und Leben fördern, mit dem Ziel, das Leiden Sterbenskranker zu lindern und ihnen das Verbleiben in einer vertrauten Umgebung bis zum Tod zu ermöglichen. Hospizarbeit zeichnet sich vor allem durch die Begleitung Sterbender mittels verschiedenster Berufsgruppen aus. Sie ist eine eindeutige Absage an jegliche Formen Aktiver Sterbehilfe oder willentlicher Verkürzung jeglichen Lebens.

Die moderne Hospizbewegung begann mit dem von Cicely Saunders 1967 gegründeten St. Christophers Hospice in London. Saunders verband damit die zentrale Idee, Menschen nicht allein sterben zu lassen, sondern sie zu begleiten, bis zum Tod. Der Hospizgedanke ermöglicht die Wahrnehmung des Sterbenden in seiner Ganzheitlichkeit, die professionelle Sterbehilfe bietet dem Menschen medizinische und pflegerische Fürsorge und ermöglicht die Wahrnehmung der sozialen Bedürfnisse.

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Die Autorin begründet die Relevanz des Themas in einer alternden Gesellschaft und definiert das Ziel, professionell-ethische Handlungsrichtlinien für Pflegende in der Sterbebegleitung aufzuzeigen.

1. Begriffe: Dieses Kapitel definiert ethische Grundbegriffe und Professionalität in der Pflege sowie die Abgrenzung von Sterbehilfe und Sterbebegleitung.

2. Ethik für Pflegende – der ICN Ethikkodex: Es wird untersucht, inwiefern der ICN Ethikkodex als Orientierungshilfe für professionell-ethisches Handeln in der Pflege dienen kann.

3. Hospizpflege als Aufgabe professionell ethisch Pflegender: Das Kapitel beleuchtet den Hospizgedanken als ganzheitliche Alternative zur aktiven Sterbehilfe und diskutiert medizinethische Argumente.

4. Praxisbeispiel für pflegeethisches Handeln: Anhand einer Stellungnahme von Kurt Bliefernicht werden praktische Prinzipien der Hospizarbeit und der professionellen Sterbebegleitung illustriert.

5. Fazit: Die Autorin fasst zusammen, dass eine professionelle Sterbebegleitung auf ethischer Reflexion und gesetzlicher Einhaltung basieren muss, wobei die Entscheidung zur Tötung nicht in die pflegerische Kompetenz fällt.

Schlüsselwörter

Pflegeethik, Sterbebegleitung, Aktive Sterbehilfe, Euthanasie, Professionalität, ICN Ethikkodex, Hospizbewegung, Cicely Saunders, Palliativmedizin, Patientenrechte, ethisches Handeln, Reflexion, Lebensqualität, Sterben, Pflege

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Rolle von Pflegekräften als professionell und ethisch Handelnde im schwierigen Kontext von Sterbehilfe und Sterbebegleitung.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Schwerpunkte liegen auf der Definition von Pflegeethik, dem Stellenwert des ICN Ethikkodex, dem Hospizgedanken sowie der Abgrenzung zwischen Sterbehilfe und einer würdevollen Begleitung.

Welches primäre Ziel verfolgt die Autorin?

Das Ziel ist es, Wege aufzuzeigen, wie Pflegende in ihrer Funktion professionell ethisch handeln können, anstatt sich aktiv an Lebensverkürzungen zu beteiligen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine theoretische Auseinandersetzung auf Basis von Literaturstudien, ethischen Diskursen und der Analyse von Stellungnahmen und Umfragedaten.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil erarbeitet die theoretischen Begriffe, den Ethikkodex, die Geschichte der Hospizbewegung sowie konkrete Prinzipien aus der Praxis der Hospizarbeit.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit ist zentral durch Begriffe wie Pflegeethik, Sterbebegleitung, Professionalität und den Hospizgedanken geprägt.

Wie unterscheidet die Autorin zwischen aktiver und passiver Sterbehilfe?

Die Autorin betont, dass die aktive Sterbehilfe auf eine gezielte Tötung abzielt, während die professionelle Sterbebegleitung die Linderung von Leiden bis zum natürlichen Tod fokussiert.

Welche Rolle spielt die Reflexion für den Pflegeberuf?

Reflexion wird als unverzichtbares Element der Professionalität angesehen, da erst durch die Auseinandersetzung mit eigenem Handeln und Werten eine echte Pflegeethik entstehen kann.

Ende der Leseprobe aus 23 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Die Rolle der Pflegenden als professionell-ethisch Handelnde im Prozess der Sterbebegleitung / Euthanasie
Hochschule
Alice-Salomon Hochschule Berlin
Veranstaltung
Sozialphilosophie und Ethik
Note
1,0
Autor
Franziska Misch (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2006
Seiten
23
Katalognummer
V114544
ISBN (eBook)
9783640153138
ISBN (Buch)
9783640156085
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Rolle Pflegenden Handelnde Prozess Sterbebegleitung Euthanasie Sozialphilosophie Ethik
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Franziska Misch (Autor:in), 2006, Die Rolle der Pflegenden als professionell-ethisch Handelnde im Prozess der Sterbebegleitung / Euthanasie, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/114544
Blick ins Buch
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
Leseprobe aus  23  Seiten
Grin logo
  • Grin.com
  • Versand
  • Kontakt
  • Datenschutz
  • AGB
  • Impressum