Im Dezember beginnt für viele Menschen die schönste Zeit des Jahres – die Weihnachtszeit. Diese Zeit verbinden die meisten Menschen mit dem Fest der Liebe, mit Familie, Lichtern und einer harmonischen Zeit voller Freude. Das Fest gehört zur heutigen Gesellschaft dazu, es ruft Erinnerungen hervor und bringt viele Traditionen mit sich. Für die meisten Familien ist es nicht mehr wegzudenken. Wir benutzen den Begriff Weihnachten als ein alltägliches Wort, der religiöse Charakter scheint des Öfteren hintenangestellt zu sein. Doch was steckt hinter dem Fest?
In dieser Hausarbeit soll das Weihnachtsfest aus historischer und theologischer Sicht betrachtet werden. Was wird an Weihnachten gefeiert? Wie ist diese Zeit in das Kirchenjahr einzuordnen? Und welche verschiedenen Brauchtümer existieren in religiösen und gesellschaftlichen Welten? Um dies genauer zu untersuchen, wird zuerst die historische Genese des Festes dargelegt. Außerdem soll das Fest in dieser Hausarbeit aus theologischer Perspektive behandelt werden, dafür werden die liturgischen Traditionen und die systematisch-theologischen Perspektiven von Weihnachten erörtert. Schlussendlich soll auch der gesellschaftliche Blickwinkel nicht fehlen, deswegen werden auch die Brauchtümer in der heutigen Gesellschaft und Familie aufgeschlüsselt. Abschließend wird einem Fazit die Arbeit an diesem Thema und die Inhalte dieser Hausarbeit reflektiert.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Historische Genese des Festes
3. Liturgische Traditionen
4. Systematisch-theologische Bedeutung
5. Brauchtum
6. Fazit
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht das Weihnachtsfest aus einer historischen und theologischen Perspektive, um dessen Ursprung, religiöse Bedeutung und gesellschaftliche Transformation besser zu verstehen. Ziel ist es, ein tieferes Verständnis für das Fest im Kontext des Kirchenjahres zu gewinnen und die verschiedenen Aspekte – von den liturgischen Traditionen bis hin zu den alltäglichen Bräuchen – kritisch zu beleuchten.
- Historische Entstehung und Entwicklung des Weihnachtsfestes
- Liturgische Gestaltung und biblische Bezüge
- Theologische Kernkonzepte wie Inkarnation und Kondeszendenz
- Wandel von religiösen Traditionen zu bürgerlichen Bräuchen
- Soziokulturelle Bedeutung des Festes in der Gegenwart
Auszug aus dem Buch
2. Historische Genese des Festes
Das Weihnachtsfest wird jährlich am 25. Dezember gefeiert. Ursprünglich stammt der Name „Weihnachten“ von der alten lateinischen Bezeichnung „natalis, nativitate domini“ ab, welche „Geburtstag unseres Herrn Jesus Christus“ bedeutet. Die ersten Spuren des deutschen Weihnachtsbegriffes stammen aus dem Jahr 1190, als in einem bayrischen Gedicht von der „wihe naht“ gesprochen wird, was geweihte Nacht bedeutet. Weihnachten ist im Kirchenjahr Bestandteil des Weihnachtsfestkreises, welcher erst nach dem 3. Jahrhundert entstand, da für die Christen vorerst nur der Osterfestkreis relevant war. Im 4. Jahrhundert begann man schließlich nicht nur der Passion, sondern dem gesamten Leben Jesu zu gedenken. Das steigende Interesse aus dem 4. Jahrhundert an der Geburt Jesu hängt damit zusammen, dass zu dieser Zeit viele Diskussionen über christologische Fragen herrschten. Bei den zwei bekanntesten Konzilen wurde über die menschliche und göttliche Gestalt von Jesus Christus debattiert. Das Weihnachtsfest steht gewissermaßen gegen die Meinung des Arianismus, welche behaupteten, dass Jesus keine Person der göttlichen Trinität sei, sondern ein wahrhaftiger Mensch, das Fest jedoch bekennt Jesus „die Gottheit des wahrhaftig Mensch gewordenen Gottessohnes“ an. Im Weihnachtsfest bezeugen die Christen somit den Glauben an den Jesus, welcher wahrer Gott und wahrer Mensch ist. Der später eingeführte Weihnachtsfestkreis zeigt eindeutige Parallelen zum Osterfestkreis. Zum Beispiel hat auch der Weihnachtsfestkreis mit der Adventzeit eine eigene Vorbereitung auf die darauffolgende Festwoche, welche im Christentum als Oktav bezeichnet wird. Auch ein Schlussfest, an welchem die Darstellung des Herrn gewürdigt wird, existiert. Gegensätze zum Osterfest sind darin zu finden, dass die weihnachtliche Festzeit keinerlei jüdischen Ursprung hat und sich der Weihnachtsfestkreis nach dem Sonnenjahr richtet und somit immer ein festes Datum hat. Der Osterfestkreis hingegen existiert nach dem Mondjahr und deswegen kann das Datum des Osterfestes variieren.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Die Einleitung erläutert die persönliche Motivation der Autorin sowie die Zielsetzung, das Weihnachtsfest aus historischer und theologischer Sicht für den schulischen Kontext aufzuarbeiten.
2. Historische Genese des Festes: Dieses Kapitel behandelt die zeitliche Entstehung des Weihnachtsfestes, dessen Einbettung in das Kirchenjahr und die christologischen Debatten der frühen Kirche.
3. Liturgische Traditionen: Hier werden die feierlichen Aspekte wie die Christvesper und die Bedeutung von biblischen Lesungen sowie die Symbolik der liturgischen Farben thematisiert.
4. Systematisch-theologische Bedeutung: Das Kapitel widmet sich der theologischen Kernbotschaft der Inkarnation und der Menschwerdung Gottes im Kontext der Offenbarung.
5. Brauchtum: Dieser Teil beleuchtet die Entstehung und Entwicklung volkstümlicher Traditionen, wie den Weihnachtsbaum und das Krippenspiel, im Wandel der Gesellschaft.
6. Fazit: Das Fazit reflektiert den Wissenszuwachs durch die Arbeit und unterstreicht die Relevanz des Themas für die zukünftige pädagogische Arbeit.
Schlüsselwörter
Weihnachten, Kirchenjahr, Inkarnation, Historische Genese, Christvesper, Theologie, Brauchtum, Weihnachtsbaum, Krippenspiel, Liturgie, Religionspädagogik, Geburt Jesu, Christentum, Festkreis, Tradition.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Hausarbeit?
Die Arbeit untersucht das Weihnachtsfest aus einer historischen und theologischen Perspektive und betrachtet dabei sowohl dessen Ursprünge als auch die gesellschaftliche Ausprägung.
Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?
Die zentralen Themen sind die historische Genese, liturgische Traditionen, die systematisch-theologische Bedeutung sowie das überlieferte Brauchtum.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Ziel ist es, ein tieferes Verständnis für das Weihnachtsfest im Kirchenjahr zu erlangen und die verschiedenen historischen und theologischen Facetten für die eigene zukünftige berufliche Praxis zu reflektieren.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es handelt sich um eine theologische Hausarbeit, die auf einer umfassenden Literaturanalyse basiert, um das Weihnachtsfest in seinen verschiedenen Dimensionen einzuordnen.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die historische Entwicklung, die liturgische Gestaltung der Weihnachtstage, die theologische Deutung der Inkarnation sowie die soziokulturelle Bedeutung des Brauchtums.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren diese Arbeit?
Wichtige Begriffe sind Weihnachten, Kirchenjahr, Inkarnation, Liturgie, Brauchtum und Religionspädagogik.
Welche Rolle spielt der Nationalsozialismus in der historischen Betrachtung des Festes?
Die Arbeit weist darauf hin, dass das Fest während des Nationalsozialismus ideologisch umgedeutet und entchristlicht wurde, um es für propagandistische Zwecke der „Volksgemeinschaft“ zu instrumentalisieren.
Warum ist das Thema für die Autorin als zukünftige Grundschullehrerin relevant?
Die Autorin möchte Sicherheit im Umgang mit dem Thema erlangen, um Fragen von Kindern kompetent beantworten und die religiösen Hintergründe des Festes in der Schule vermitteln zu können.
- Arbeit zitieren
- Anonym (Autor:in), 2018, Das Weihnachtsfest aus historischer und theologischer Perspektive, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1145732