Diese Arbeit analysiert die Ansätze der kognitiven Verhaltenstherapie und der tiefenpsychologisch fundierten Psychotherapie zur Behandlung einer mittelgradigen unipolaren Depression einer 40-jährigen Patientin. Die tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie (TP) ist laut Wirtz ein zugelassenes Therapieverfahren und umfasst psychotherapeutische Verfahren, welche sich aus Freuds Psychoanalyse, Jungs analytischer Psychologie oder Adlers Individualpsychologie entwickelt haben. Dieser Ansatz geht davon aus, dass im Zentrum der Entstehung, Symptomatik und des Verlaufes psychischer Störungen ein Konflikt steht und dreht sich daher um die Konfliktaufarbeitung.
Inhaltsverzeichnis
1. Ansätze der kognitiven Verhaltenstherapie und der tiefenpsychologisch fundierten Psychotherapie zur Behandlung einer mittelgradigen unipolaren Depression einer 40-jährigen Patientin
Zielsetzung und Themen der Arbeit
Diese Arbeit setzt sich zum Ziel, die theoretischen Grundlagen und therapeutischen Interventionsmöglichkeiten der kognitiven Verhaltenstherapie (VT) sowie der tiefenpsychologisch fundierten Psychotherapie (TP) gegenüberzustellen, um deren Eignung bei der Behandlung einer 40-jährigen Patientin mit einer mittelgradigen unipolaren Depression zu evaluieren.
- Definition und theoretische Einordnung der kognitiven Verhaltenstherapie
- Grundlagen und Zielsetzung der tiefenpsychologisch fundierten Psychotherapie
- Vergleich der therapeutischen Herangehensweisen und der Patienten-Therapeuten-Beziehung
- Kognitive Umstrukturierung als Interventionsmethode der VT
- Übertragungs-Gegenübertragungsdynamik als Ansatzpunkt in der TP
Auszug aus dem Buch
Die tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie
Die tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie (TP) ist laut Wirtz (2020, 1797 f.) ein zugelassenes Therapieverfahren und umfasst psychotherapeutische Verfahren, welche sich aus Freuds Psychoanalyse, Jungs analytischer Psychologie oder Adlers Individualpsychologie entwickelt haben. Dieser Ansatz geht davon aus, dass im Zentrum der Entstehung, Symptomatik und des Verlaufes psychischer Störungen ein Konflikt steht und dreht sich daher um die Konfliktaufarbeitung.
Ein weiteres anerkanntes Verfahren ist Wirtz (2020, 1876 ff.) zufolge die kognitive Verhaltenstherapie (VT), welche im Kontrast zur tiefenpsychologisch fundierten Psychotherapie steht. Überwiegend wurde dieser Behandlungsansatz von Lerntheorien abgeleitet und kennzeichnet sich durch die Orientierung an der empirischen Person sowie der Ziel- und Handlungsorientierung. Außerdem legt die VT in der Regel Wert auf eine transparente therapeutische Beziehung auf Augenhöhe. Basierend auf einer Analyse von prädisponierenden, auslösenden und aufrechterhaltenden ätiologischen Faktoren werden die Interventionen störungsspezifisch entwickelt.
Der Patient erhält bei der VT laut Hecht et al. (2019, S. 107), vergleichsweise zur TP, mehr Anweisungen und konkrete Hilfestellungen zum Abbau von dysfunktionalen Verhaltens- und Verarbeitungsmustern. Im Verlauf der Therapie soll der Patient zum Experten für seine Erkrankung werden. Die Verhaltensänderung wird außerdem aktiv auf der Handlungsebene durchgeführt; indem die Patienten die erlernten Strategien zunächst in der Therapie und anschließend im sozialen Umfeld umsetzten, weshalb man bei der VT auch von „Hilfe zur Selbsthilfe“ spricht.
Bei der TP hingegen wird den Patienten Wittchen und Hoyer (2011, 466 ff.) zufolge eher zu einer Einsicht verholfen werden, welche ihnen die eigenständige Lösung von schwierigen Lebensproblemen ermöglichen soll. Die zugrundeliegende Klärung von Verhaltensweisen und Einstellung soll unter anderem durch die Verwendung von Konfrontation, wie z.B. durch das Aufzeigen von Diskrepanzen zwischen Worten und Handeln des Patienten, oder Suggestion aktiv vom Therapeuten beeinflusst werden. Außerdem ist auch bei der TP die Therapeuten-Patienten-Beziehung besonders wichtig.
Zusammenfassung der Kapitel
Ansätze der kognitiven Verhaltenstherapie und der tiefenpsychologisch fundierten Psychotherapie zur Behandlung einer mittelgradigen unipolaren Depression einer 40-jährigen Patientin: Die Arbeit beleuchtet die theoretischen Unterschiede zwischen VT und TP, analysiert deren Eignung für den spezifischen Fall einer 40-jährigen Patientin und stellt zentrale Interventionsmethoden beider Ansätze gegenüber.
Schlüsselwörter
Kognitive Verhaltenstherapie, Tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie, Unipolare Depression, Psychotherapie, Konfliktaufarbeitung, Kognitive Umstrukturierung, Übertragung, Gegenübertragung, Sokratischer Dialog, Interventionsansätze, Dysfunktionale Denkmuster, Psychopharmakologie, Patientenziele, Therapieeffektivität, Behandlungsmethoden.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit behandelt die therapeutischen Ansätze der kognitiven Verhaltenstherapie und der tiefenpsychologisch fundierten Psychotherapie bei einer spezifischen Patientenkonstellation.
Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?
Zentrale Themen sind die theoretische Abgrenzung der Verfahren, deren Wirkmechanismen sowie die Anwendung bei unipolaren Depressionen.
Welches primäre Ziel verfolgt die Arbeit?
Ziel ist es, die Eignung der beiden genannten Therapieverfahren für eine 40-jährige Patientin mit mittelschwerer Depression aufzuzeigen und zu begründen.
Welche wissenschaftliche Methode liegt der Arbeit zugrunde?
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse und der Anwendung psychotherapeutischer Konzepte auf ein konkretes Fallbeispiel.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Im Hauptteil werden die Wirkweisen der VT (z.B. kognitive Umstrukturierung) und der TP (z.B. Übertragungsdynamik) detailliert analysiert und auf die Patientin bezogen.
Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit charakterisieren?
Kognitive Verhaltenstherapie, Tiefenpsychologie, Depression, Therapieansätze und klinische Intervention sind die prägenden Begriffe.
Wie unterscheidet sich die VT von der TP in Bezug auf die Patientenrolle?
Während der Patient in der VT zum Experten seiner Erkrankung geschult wird, zielt die TP primär auf die Einsicht in unbewusste Konflikte und biografische Zusammenhänge ab.
Welche Rolle spielt die Übertragung in der tiefenpsychologischen Behandlung?
Die Übertragung dient als Werkzeug, um frühere Beziehungserfahrungen im therapeutischen Setting bewusst zu machen und eine korrigierende emotionale Erfahrung zu ermöglichen.
- Citation du texte
- Anna-Lena Reisch (Auteur), 2021, Kognitive Verhaltenstherapie und tiefenpsychologische Psychotherapie zur Behandlung einer mittelgradigen unipolaren Depression. Ein Fallbeispiel, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1146081