Im Vordergrund dieser Arbeit steht die Frage nach den rhetorischen Anforderungen in der digitalen Mitarbeiterführung. Es gilt die notwendigen rhetorischen Fähigkeiten von Führungskräften im Zuge der zunehmenden digitalen Kommunikation zu hinterfragen. Ziel ist es die Bedeutung klassischer Kommunikationsmittel für ihren rhetorischen Einsatz in digitalen Führungssituationen zu bewerten. Dabei soll die differenzierte Relevanz der einzelnen Kommunikationsfelder herausgestellt werden.
Ein steigender virtueller Kommunikationsanteil ist in vielen Organisationen bereits vor der Corona-Pandemie zu bemerken. Die Krisenzeiten haben diesen Aufwärtstrend nochmals verstärkt. Sei es in gemeinsamen Onlinemeetings oder in Video-Konferenzen: Die Mitarbeiter sind, durch die private Anwendung, bereits geübt in der digitalen Kommunikation ohne persönlichen Kontakt. In der kollegialen Zusammenarbeit gibt es somit, auch geschäftlich, kaum Hürden und die virtuelle Teamarbeit funktioniert. Im Gegensatz dazu fällt es vielen Führungskräften schwer, eine vertrauliche und emotionale Bindung zu ihren Mitarbeitern aufzubauen, wenn es keinen persönlichen Kontakt gibt. Häufig besteht die Annahme, dass erfolgreiche Konfliktgespräche und Zielvereinbarungen nur persönlich geführt werden können. Jedoch ist es lediglich notwendig die digitalen Wirkweisen klassischer Rhetorik zu kennen, wenn die Kommunikation online geführt wird.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
1.1 Einführung und Problemstellung
1.2 Forschungsfrage
1.3 Zielsetzung der Arbeit
2. Theoretische Grundlagen
2.1 Rhetorik
2.2 Mitarbeiterführung
2.3 Digitalisierung
3. Rhetorik-Anforderungen an digitale Führung
3.1 Verbal
3.2 Paraverbal
3.3 Nonverbal
4. Zusammenfassung und Ausblick
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht die Relevanz klassischer rhetorischer Kommunikationselemente für die digitale Mitarbeiterführung, um Handlungsempfehlungen für Führungskräfte in einer zunehmend virtuell geprägten Arbeitswelt abzuleiten.
- Bedeutung der Rhetorik in der digitalen Mitarbeiterführung
- Vergleich von verbaler, paraverbaler und nonverbaler Kommunikation
- Einfluss der Digitalisierung auf das Führungsverhalten
- Herausforderungen in der virtuellen Teamkommunikation
- Anpassung rhetorischer Kompetenzen an digitale Kanäle
Auszug aus dem Buch
3.3 Nonverbal
Die nonverbale Kommunikation dient vorwiegend dem Ausdruck der Beziehungsebene. Nonverbale Elemente kann eine Führungskraft in Präsenz nutzen, um ihre Gespräche rhetorisch mit Emotionen, Gefühlen, Motivation oder Unterhaltung zu untermalen. Das direkte Feedback der Mitarbeiter kommt daraufhin schnell zum Vorschein. Die Führungskraft kann diese wichtigen Rückmeldungen interpretieren und ggf. gegensteuern, um die Mitarbeiter in Richtung der Zielerreichung zu lenken. Auf digitalen Kommunikationswegen ist die Verwendung nonverbaler Elemente nur bedingt möglich. Es gilt – zumindest, wenn die Kamera an ist – wenig Gestik aber viel Mimik einzusetzen. Vermehrte Gestikulation kann vor der Kamera eher ablenkend wirken. Die Körperhaltung und der Blick in die Kamera sind hingegen wichtig und können bei der Beeinflussung des Gegenübers entscheidend mitwirken.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Dieses Kapitel führt in die Thematik der digitalen Kommunikation ein und definiert die Problemstellung sowie die Forschungsfrage bezüglich der rhetorischen Anforderungen an Führungskräfte.
2. Theoretische Grundlagen: Hier werden die Kernbegriffe Rhetorik, Mitarbeiterführung und Digitalisierung definiert, um ein wissenschaftliches Fundament für die weiteren Ausführungen zu legen.
3. Rhetorik-Anforderungen an digitale Führung: Dieser Abschnitt analysiert die verbalen, paraverbalen und nonverbalen Aspekte der Kommunikation im Kontext digitaler Führungssituationen.
4. Zusammenfassung und Ausblick: Das Fazit bewertet die Ergebnisse der Arbeit und empfiehlt die Erweiterung von Rhetoriktrainings um digitale Kompetenzfelder.
Schlüsselwörter
Rhetorik, Digitale Führung, Mitarbeiterführung, Kommunikation, Verbale Kommunikation, Paraverbale Kommunikation, Nonverbale Kommunikation, Führungskompetenz, Digitale Transformation, Virtuelle Teams, Informationsvermittlung, Feedback, Psychologie, Führungssituationen, Rhetoriktraining.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der Arbeit grundlegend?
Die Arbeit befasst sich mit der Anpassung rhetorischer Kompetenzen von Führungskräften an die Anforderungen einer zunehmend digitalen Arbeitswelt.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Themen sind die rhetorischen Anforderungen im digitalen Raum, die Kategorisierung von Kommunikationsbestandteilen und die Auswirkungen der Digitalisierung auf die Mitarbeiterführung.
Was ist die Forschungsfrage der Arbeit?
Die Arbeit hinterfragt, welche rhetorischen Anforderungen an Führungskräfte im Zuge der zunehmenden digitalen Mitarbeiterführung gestellt werden und welche Fähigkeiten hierfür notwendig sind.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Fundierung und einer systematisierenden Gegenüberstellung der Kommunikationsbestandteile (verbal, paraverbal, nonverbal) im Vergleich von Präsenz- zu digitaler Führung.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Im Hauptteil werden zunächst die theoretischen Grundlagen erarbeitet und anschließend die rhetorischen Anforderungen an die digitale Führung unterteilt in verbale, paraverbale und nonverbale Elemente detailliert analysiert.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Zu den prägenden Schlüsselwörtern gehören Rhetorik, digitale Führung, Kommunikation und Führungskompetenz.
Warum ist die paraverbale Kommunikation in digitalen Meetings besonders wichtig?
Da in virtuellen Konferenzen – insbesondere wenn sie nur über die Tonspur stattfinden – nonverbale Elemente entfallen, muss die Überzeugung und Beeinflussung der Mitarbeiter verstärkt über paraverbale Mittel wie Stimme und Betonung erfolgen.
Welchen Rat gibt der Autor bezüglich der Nutzung von Kameras?
Der Autor empfiehlt bei eingeschalteter Kamera, Gestik zu reduzieren, da diese ablenken kann, während Mimik, Körperhaltung und der Blick in die Kamera als entscheidende Erfolgsfaktoren für die Kommunikation hervorgehoben werden.
- Quote paper
- Johannes Schwarzmann (Author), 2021, Rhetorik in der digitalen Führung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1147614