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Rammstein als Phänomen zwischen Hypermaskulinität und ironischer Distanzierung. Inszenierungen von hegemonialer Männlichkeit in den Musikvideos "Ich will" und "Mann gegen Mann"

Title: Rammstein als Phänomen zwischen Hypermaskulinität und ironischer Distanzierung. Inszenierungen von hegemonialer Männlichkeit in den Musikvideos "Ich will" und "Mann gegen Mann"

Essay , 2017 , 9 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Liam Bennhoff (Author)

Gender Studies
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Über die Ideale und Vorschriften, wie Männer und Frauen zu sein haben, klären uns zahlreiche Bilder in Film, Fernsehen und weiteren visuellen Medien auf. Sie markieren die Trennlinien zwischen Mann und Frau über zum Teil explizite Handlungsanweisungen oder oftmals auch über eher implizit unterbreitetes Geschlechterwissen.

Diese Arbeit richtet den Blick auf die Band Rammstein, die vor allem durch ihren Kanon an bildgewaltigen Musikvideos eine Steilvorlage bietet. Der hohe Bekanntheitsgrad der Band bis ins Ausland hinein ist unter anderem einer diskursiven Explosion dieses Bildmaterials geschuldet. Rammstein ist auf internationaler Ebene als die deutsche Band bekannt und vermarktet sich selbst beispielweise unter dem Label Made in Germany.

Exemplarisch möchte ich im Rahmen dieser Ausarbeitung die beiden Musikvideos der Songs "Ich will" (2001) und "Mann gegen Mann" (2006) von Rammstein unter der Fragestellung beleuchten, inwiefern sie Bestandteile hegemonialer Männlichkeit(en) zitieren und diese mit einer ironischen Bewegung persiflieren.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Theoretischer Rahmen

3. Analyse der Musikvideos

3.1 Analyse des Musikvideos Ich will

3.2 Analyse des Musikvideos Mann gegen Mann

4. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht, inwieweit die Musikvideos der Band Rammstein, speziell „Ich will“ und „Mann gegen Mann“, Elemente hegemonialer Männlichkeit nutzen, um diese durch ironische Überzeichnung zu parodieren und kritisch zu hinterfragen.

  • Repräsentation von hegemonialer Männlichkeit in visuellen Medien
  • Die Rolle der Ironie als Instrument der gesellschaftlichen Kritik
  • Analyse hypermaskuliner Inszenierungen bei Rammstein
  • Dekonstruktion heteronormativer Männlichkeitsideale

Auszug aus dem Buch

Die Inszenierung von hegemonialer Männlichkeit bei Rammstein

Exemplarisch möchte ich im Rahmen dieser Ausarbeitung die beiden Musikvideos der Songs Ich will (2001) und Mann gegen Mann (2006) von Rammstein unter der Fragestellung beleuchten, inwiefern sie Bestandteile hegemonialer Männlichkeit(en) zitieren und diese mit einer ironischen Bewegung persiflieren. Als Grundlage für die Analyse sollen zunächst Aspekte aus dem Buch Male Spaces. Bildinszenierungen archaischer Männlichkeiten im Black Metal von Jan G. Grünwald zusammengetragen werden, um meine analytischen Betrachtungen in einen theoretischen Zusammenhang einzubetten.

Der Begriff der archaischen Männlichkeit impliziert ein normativ biologistisches Element, indem er auf eine scheinbar ‚ursprüngliche’ Männlichkeit rekurriert. Im Prinzip der Ernsthaftigkeit (trueness), dem sich der Black Metal verschreibt, kommt die Suche nach einem essenziellen Kern von Männlichkeit zur Geltung. Das visuelle Material des Genres lebt von einer fiktionalen Hypermaskulinisierung und speist sich aus einem Referenzpool von Filmen, Musikvideos und virtuellen Spielen. Hierbei werden die Inszenierungen von Männlichkeit in der medialen Form eines re-enactment aufbereitet, welches eine vermeintlich verloren gegangene Männlichkeit sichtbar machen will.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung führt in die Problematik ein, wie visuelle Medien Geschlechterrollen konstruieren, und stellt die Band Rammstein als Forschungsgegenstand für eine affektorientierte Analyse vor.

2. Theoretischer Rahmen: Dieses Kapitel erläutert den Begriff der archaischen Männlichkeit und deren theoretische Einbettung in aktuelle Debatten um eine vermeintliche „Krise der Männlichkeit“.

3. Analyse der Musikvideos: Der Hauptteil untersucht die visuellen Strategien der Musikvideos „Ich will“ und „Mann gegen Mann“ hinsichtlich ihrer hypermaskulinen und ironischen Momente.

3.1 Analyse des Musikvideos Ich will: Das Kapitel analysiert die Inszenierung von Gewalt und Medienaufmerksamkeit in „Ich will“ als Form der Selbstbeweihräucherung und parodistische Auseinandersetzung mit medialer Verbreitung.

3.2 Analyse des Musikvideos Mann gegen Mann: Die Untersuchung dieses Kapitels beleuchtet die queeren und homoerotischen Aspekte des Videos und wie diese heteronormative Männlichkeitsbilder dekonstruieren.

4. Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass Rammstein durch extreme Überspitzung hypermaskuliner Darstellungen hegemoniale Männlichkeiten ironisch markiert und so Interpretationsspielräume für ein pluralistisches Verständnis von Männlichkeit öffnet.

Schlüsselwörter

Hegemoniale Männlichkeit, Rammstein, Musikvideos, Hypermaskulinität, Ironie, Gender Studies, Mediale Inszenierung, Homofeindlichkeit, Maskerade, Neue Deutsche Härte, Diskursanalyse, Geschlechterrolle, Postmoderne, Männlichkeitsideale, Queer Theory

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit analysiert die Darstellung von Männlichkeit in Musikvideos der Band Rammstein, um zu untersuchen, wie diese die Grenzen zwischen hypermaskulinen Inszenierungen und ironischer Distanzierung ausloten.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die zentralen Themen sind die visuelle Konstruktion von Geschlecht, hegemoniale Männlichkeitsentwürfe, die Wirkung von Ironie in der populären Kultur sowie die Dekonstruktion von Heteronormativität.

Welches primäre Ziel verfolgt die Arbeit?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, inwieweit Rammstein durch die gezielte Überzeichnung und Persiflage traditioneller Männlichkeitsbilder hegemoniale Strukturen nicht nur reproduziert, sondern auch kritisch hinterfragt.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Die Arbeit nutzt eine affektorientierte Analyse sowie eine diskurstheoretische Einbettung, ergänzt durch Ansätze aus den Gender Studies, um die visuelle Narration der Musikvideos zu deuten.

Welche Aspekte werden im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil liegt der Fokus auf der detaillierten Untersuchung der Musikvideos „Ich will“ und „Mann gegen Mann“, wobei insbesondere die Inszenierung von Macht, Gewalt und homoerotischen Anspielungen analysiert wird.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren diese Arbeit?

Zu den wichtigsten Begriffen gehören Hegemoniale Männlichkeit, Hypermaskulinität, Ironie, Gender Studies sowie die Analyse medialer Inszenierungspraktiken.

Wie interpretiert der Autor die „Krise der Männlichkeit“?

Der Autor hinterfragt den Begriff kritisch und argumentiert, dass die Klage über eine vermeintliche Krise oft die Annahme einer „naturgegebenen“ Männlichkeit voraussetzt, was aus einer Perspektive geschlechtlicher Vielfalt problematisch ist.

Welche Rolle spielt die Ironie in den analysierten Rammstein-Videos?

Ironie dient als Strategie der kritischen Distanz, um durch Übertreibung normative Geschlechter-Matrizen zu parodieren und gleichzeitig die Identifikation mit traditionellen Männerbildern zu erschweren.

Was bedeutet der „kleine Prinz“ im Video zu „Mann gegen Mann“?

Der Begriff wird als subversive Metapher für den Phallus gedeutet, die auf ein verdrängtes Begehren verweist und die heteronormative Strukturierung der männlichen Subjektwerdung in Frage stellt.

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Details

Title
Rammstein als Phänomen zwischen Hypermaskulinität und ironischer Distanzierung. Inszenierungen von hegemonialer Männlichkeit in den Musikvideos "Ich will" und "Mann gegen Mann"
College
University of Graz
Course
Repräsentation und Geschlecht - Hegemoniale Männlichkeit(en) im Wandel?
Grade
1,0
Author
Liam Bennhoff (Author)
Publication Year
2017
Pages
9
Catalog Number
V1148653
ISBN (eBook)
9783346529619
ISBN (Book)
9783346529626
Language
German
Tags
Rammstein Hegemoniale Männlichkeit Maskulinität Hypermaskulinität Männlichkeitsforschung Krise der Männlichkeit
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Liam Bennhoff (Author), 2017, Rammstein als Phänomen zwischen Hypermaskulinität und ironischer Distanzierung. Inszenierungen von hegemonialer Männlichkeit in den Musikvideos "Ich will" und "Mann gegen Mann", Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1148653
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