In dieser Arbeit werden zunächst die Gütekriterien für psychologische Testverfahren am Beispiel von Persönlichkeitstests vorgestellt. Anschließend werden Persönlichkeitsstörungen und spezifisch die narzisstische Persönlichkeitsstörung thematisiert. In der darauffolgenden Aufgabe wird der Zusammenhang zwischen Persönlichkeit und Gesundheit untersucht und dabei besonders auf die Selbstwirksamkeit nach Bandura eingegangen. Abschließend wird das HEXACO-Modell nach Ashton und Lee erläutert und daraus relevante Eigenschaften für die Personalauswahl von Professoren und Professorinnen gezogen.
Inhaltsverzeichnis
Aufgabe 1
1. Güterkriterien für psychologische Testverfahren am Beispiel von Persönlichkeitstests
1.2 Persönlichkeitsstörungen
1.2.1 Die narzisstische Persönlichkeitsstörung
Aufgabe 2
2. Persönlichkeit und Gesundheit
2.1 Selbstwirksamkeit
2.2.1 Selbstwirksamkeit und Gesundheitsförderung
2.2.2 Handlungsempfehlungen für Führungskräfte in Bezug auf Selbstwirksamkeit
Aufgabe 3
3. HEXACO-Modell nach Ashton und Lee
3.1 Bedeutung für das HEXACO-Modell für die Personalauswahl
3.2 Relevante Eigenschaften für die Auswahl von Professoren*innen
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit befasst sich mit zentralen Konzepten der Persönlichkeitspsychologie und deren praktischer Anwendung in Diagnostik, Gesundheitsmanagement und Personalauswahl. Ziel ist es, theoretische Modelle wie das HEXACO-Modell oder Banduras Theorie der Selbstwirksamkeit zu erläutern und deren Nutzen für spezifische Anwendungsbereiche, wie die Personalauswahl von Professoren, aufzuzeigen.
- Wissenschaftliche Gütekriterien bei der Anwendung von Persönlichkeitstests
- Differenzierung und klinische Diagnostik von Persönlichkeitsstörungen
- Zusammenhang zwischen Persönlichkeitsmerkmalen und gesundheitsförderlichem Verhalten
- Stärkung der Selbstwirksamkeit durch Führungskräfte in Unternehmen
- Anwendung des HEXACO-Modells im Kontext der Personalauswahl
Auszug aus dem Buch
1. Güterkriterien für psychologische Testverfahren am Beispiel von Persönlichkeitstests
In der psychologischen Diagnostik werden festgelegte Verfahren eingesetzt, um Verhaltensweisen, Persönlichkeitsmerkmale und Kompetenzen zu bewerten, welche nach Gerrig (2018) als „Messung interindividueller Unterschiede“ bezeichnet werden (Gerrig, 2018, S.43). Dabei wird eine Klassifikation in Gruppen vorgenommen, bei der Merkmalsträger mit ähnlichen psychischen Merkmalen in eine Gruppe eingeteilt werden, um eine diagnostische Fragestellung zu beantworten (Beauducel & Leue, 2014, S. 21). Somit hat die psychologische Diagnostik die Aufgabe, Entscheidungs- und Interventionsmaßnahmen, durch empirische Befunde, zu unterstützen und abzusichern.
Um die Qualität diagnostischer Verfahren zu sichern, lassen sich allgemeine Güterkriterien für Testverfahren nennen, welche bestimmen, ob die wissenschaftlichen Anforderungen erfüllt werden, die notwendig sind, um gültige diagnostische Schlussfolgerungen zu treffen (Beauducel & Leue, 2014, S. 66; Gerrig, 2018, S.43). Diagnoseinstrumente müssen dabei den Hauptgüterkriterien, Reliabilität, Validität, Objektivität und Normierung bzw. Standardisierung entsprechen (Gerrig, 2018, S 43). Diese vier Hauptgüterkriterien sollen nun kurz genauer beleuchtet und auf das Beispiel von Persönlichkeitstests bezogen werde.
Die Reliabilität eines Tests beschreibt die Genauigkeit eines Messverfahrens und bezieht sich somit auf die Konsistenz und Genauigkeit der Testergebnisse. Die sich aus der experimentellen Forschung ergebenen Ergebnisse sind dann als reliabel zu beschreiben, wenn sie sich bei wiederholter Testung unter ähnlichen oder gleichen Bedingungen, aber zu einem anderen Zeitpunkt, immer wieder ergeben. Ein reliables Messinstrument bringt immer gleichwertige Ergebnisse, wobei es nur reliabel sein kann, solange der zu messende Sachverhalt stabil ist (Gerrig, 2018, S. 43-44).
Zusammenfassung der Kapitel
1. Güterkriterien für psychologische Testverfahren am Beispiel von Persönlichkeitstests: Dieses Kapitel erläutert die Anforderungen an diagnostische Verfahren, insbesondere Reliabilität, Validität, Objektivität sowie Normierung und Standardisierung.
1.2 Persönlichkeitsstörungen: Hier werden Definitionen, Klassifikationssysteme wie ICD-10 und DSM-5 sowie allgemeine Merkmale von Persönlichkeitsstörungen beschrieben.
1.2.1 Die narzisstische Persönlichkeitsstörung: Dieses Unterkapitel fokussiert auf die spezifischen Merkmale, Kompensationsstrategien und Diagnosekriterien der narzisstischen Persönlichkeitsstörung.
2. Persönlichkeit und Gesundheit: Das Kapitel behandelt den Zusammenhang zwischen Persönlichkeitseigenschaften und Gesundheit und stellt verschiedene theoretische Modelle dazu vor.
2.1 Selbstwirksamkeit: Es wird die sozial-kognitive Theorie von Albert Bandura vorgestellt, die erklärt, wie Selbstwirksamkeitserwartungen das Verhalten beeinflussen.
2.2.1 Selbstwirksamkeit und Gesundheitsförderung: Hier wird der positive Einfluss der Selbstwirksamkeit auf gesundheitsrelevante Verhaltensweisen und die Prävention von Krankheiten diskutiert.
2.2.2 Handlungsempfehlungen für Führungskräfte in Bezug auf Selbstwirksamkeit: Dieses Kapitel gibt praktische Ratschläge für Führungskräfte, um die Selbstwirksamkeit ihrer Mitarbeiter durch Kompetenzaufbau und Vorbildfunktion zu stärken.
3. HEXACO-Modell nach Ashton und Lee: Das Kapitel stellt das HEXACO-Modell als Erweiterung des Big-Five-Modells vor, insbesondere den Faktor Ehrlichkeit-Bescheidenheit.
3.1 Bedeutung für das HEXACO-Modell für die Personalauswahl: Hier wird diskutiert, wie das HEXACO-Modell in der Personalauswahl genutzt werden kann und welche Kritikpunkte bestehen.
3.2 Relevante Eigenschaften für die Auswahl von Professoren*innen: Das Kapitel leitet vorteilhafte Persönlichkeitseigenschaften für das Berufsbild von Professoren aus den HEXACO-Dimensionen ab.
Schlüsselwörter
Persönlichkeitspsychologie, Psychologische Diagnostik, Gütekriterien, Persönlichkeitsstörungen, Narzissmus, Selbstwirksamkeit, Gesundheitsförderung, Führungskräfte, HEXACO-Modell, Personalauswahl, Big-Five, Kompetenzaufbau, Validität, Reliabilität, Arbeitsleistung.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit behandelt zentrale Themen der Persönlichkeitspsychologie und deren Anwendung in verschiedenen beruflichen und klinischen Kontexten, insbesondere in der Diagnostik, im Gesundheitswesen und in der Personalauswahl.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Themen sind die wissenschaftliche Qualität von Tests, der Umgang mit Persönlichkeitsstörungen, der Zusammenhang von Persönlichkeit und Gesundheit, die Bedeutung von Selbstwirksamkeit sowie die Anwendung des HEXACO-Modells im Personalwesen.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Ziel ist es, theoretische Konzepte der Persönlichkeitspsychologie fundiert darzustellen und deren praktische Relevanz sowie Anwendungsmöglichkeiten für spezifische Herausforderungen, wie etwa die Personalauswahl, zu explizieren.
Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse und dem Vergleich etablierter theoretischer Modelle (z.B. Banduras sozial-kognitive Theorie, HEXACO-Modell) sowie der Darstellung relevanter Diagnosekriterien und diagnostischer Gütekriterien.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die methodische Grundlagenbetrachtung von Tests, die klinische Betrachtung narzisstischer Störungen, die Theorie der Selbstwirksamkeit samt praktischer Empfehlungen für Führungskräfte und das HEXACO-Modell inklusive seiner Anwendung zur Eignungsdiagnostik bei Professoren.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Persönlichkeitspsychologie, Diagnostik, Selbstwirksamkeit, HEXACO-Modell, Personalauswahl, Narzissmus, Gesundheitsförderung und Führung charakterisiert.
Wie unterscheidet sich das HEXACO-Modell vom Big-Five-Modell?
Das HEXACO-Modell basiert auf dem Big-Five-Modell, ergänzt dieses jedoch um einen sechsten Faktor: Ehrlichkeit-Bescheidenheit (Honesty-Humility).
Warum ist die Selbstwirksamkeit für Führungskräfte relevant?
Eine hohe Selbstwirksamkeit der Mitarbeiter ist mit besserer Arbeitsleistung, höherer Motivation und psychischer Gesundheit verbunden, weshalb Führungskräfte durch gezieltes Feedback und Vorbildfunktion diese Ressource stärken sollten.
Welche Kriterien sind bei der Diagnostik einer narzisstischen Persönlichkeitsstörung wichtig?
Wichtig sind unter anderem ein Größengefühl hinsichtlich der eigenen Bedeutung, ein Bedürfnis nach übermäßiger Bewunderung, Mangel an Empathie und ein ausgeprägtes Anspruchsdenken.
Warum ist die Personalauswahl von Professoren*innen ein Anwendungsfall für das HEXACO-Modell?
Das HEXACO-Modell erlaubt eine strukturierte Einschätzung berufsrelevanter Persönlichkeitsmerkmale; insbesondere hohe Werte in Gewissenhaftigkeit, Offenheit für Erfahrung und Verträglichkeit werden für die vielfältigen Anforderungen in Forschung und Lehre als vorteilhaft erachtet.
- Arbeit zitieren
- Anonym (Autor:in), 2021, Persönlichkeitstests, Narzissmus und Zusammenhang zwischen Persönlichkeit und Gesundheit in der Persönlichkeitspsychologie, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1149199