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Gendergerechte Sprache

Eine Betrachtung einzelner Wörter

Title: Gendergerechte Sprache

Term Paper , 2020 , 20 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Tim Schuster (Author)

German Studies - Linguistics
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Summary Excerpt Details

In dieser Hausarbeit beleuchte ich kritisch den Umgang mit "gendergerechter" Sprache und Hintergründe bezüglich deutscher Grammatik und Rechtschreibung. Hierbei ziehe ich u.a. den Duden für gendergerechte Sprache zu Rat. Dieses Thema habe ich gewählt, da es mir oft zu einseitig erscheint und ich eine kritische, wissenschaftliche Auseinandersetzung wünschte.

Die deutsche Sprache ist sehr vielfältig und besteht schätzungsweise aus bis zu 500.000 Wörtern. Fasziniert hat sie mich seit eh und je, was mich früh dazu gebracht hat, über Wörter und deren Bedeutung nachzudenken. In der Linguistik nennt man die Herkunft eines Wortes und dessen Bedeutung die Etymologie. Wenn ich mich nun einmal näher mit einzelnen Wörtern, insbesondere deren Wortstamm, sowie deren Verwendung beschäftigt habe, fiel mir etwas auf. Im täglichen Sprachgebrauch bin ich dazu geneigt, überwiegend die männliche Form eines Wortes zu verwenden. In den bislang erarbeiteten Erkenntnissen unseres Gender-Moduls ist mein Verdacht bestätigt worden und die Entscheidung für eine Hausarbeit mit dieser Thematik fiel mir leicht. Doch ist dies tatsächlich so, oder fühlen sich manche Menschen zu Unrecht benachteiligt, da die deutsche Sprache eigentlich neutral ist?

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Vorwort

2 Einleitung

3 Gender – was ist das?

3.1 Richtig gendern

4 Ursprung der Gendergerechtigkeit in der Linguistik

5 Die Funktionen von Sprache

5.1 Sprache und Handeln

5.2 Vorstellung und Wahrnehmung

5.3 Die Sprache der Kinder

5.4 Betrachtung einzelner Wörter

5.4.1 Das Indefinitpronomen man

5.4.2 Der Pate

5.4.3 herrlich und dämlich

5.4.4 Student*in oder Studierende*r?

5.5 Das generische Maskulinum

5.6 Die Artikel

6 Eine gendergerechte Bibel?

7 Gendern und soziale Arbeit?

8 Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Relevanz und Notwendigkeit einer gendergerechten Sprache vor dem Hintergrund einer zunehmend polarisierten Gesellschaft und beleuchtet dabei, inwiefern bestehende sprachliche Strukturen zur Benachteiligung von Geschlechtern beitragen und wie durch bewusstere Kommunikation Gleichberechtigung gefördert werden kann.

  • Historischer Ursprung und soziolinguistische Hintergründe der Debatte
  • Einfluss von Sprache auf Denkmuster, Wahrnehmung und soziales Handeln
  • Kritische Analyse spezifischer Wörter und grammatikalischer Strukturen
  • Bedeutung der Gendergerechtigkeit innerhalb der Sozialen Arbeit

Auszug aus dem Buch

5.2 Vorstellung und Wahrnehmung

Der Leitfaden für eine geschlechtersensible und inklusive Sprache der Universität zu Köln wird mit einem erstaunlichen Gedankenspiel eröffnet, das beweist, wie Sprache unsere Vorstellungen und unsere Wahrnehmung beeinflusst.

Ein Vater fährt mit seinem Sohn im Auto. Sie verunglücken. Der Vater stirbt an der Unfallstelle. Der Sohn wird schwer verletzt ins Krankenhaus eingeliefert und muss operiert werden. Ein Arzt eilt in den OP, tritt an den Operationstisch heran, auf dem der Junge liegt, wird kreidebleich und sagt: „Ich bin nicht im Stande zu operieren. Dies ist mein Sohn“ (Gäckle 2017: 3).

Dieses Szenario ruft Verwirrung hervor, da sich nun die üblichen Denkmuster dabei ertappen, wie sie bei bestimmten Wörtern vor dem geistigen Auge direkt Bilder erzeugen. Der Arzt könnte der leibliche Vater gewesen sein, könnte jedoch auch in einer gleichgeschlechtlichen Beziehung gelebt haben, was die beiden Väter erklären würde. Doch die wenigsten würden es überhaupt in Betracht ziehen, dass es sich bei dem Arzt im OP um eine Frau handeln könnte. Bei dem Begriff Arzt entsteht bei der Mehrheit der Menschen vor dem geistigen Auge nun mal das Bild eines männlichen Arztes. „Die Geschichte zeigt, wie sehr unsere Vorstellung und Wahrnehmung an Sprache gekoppelt sind“ (Gäckle 2017: 3). Wenn dem so ist, müsste doch viel mehr Vorsicht gewaltet werden lassen, indem, wie man sich gegenüber anderen Menschen äußert. Geht es möglicherweise weniger um Inhalte und hat die Sprache bei den Menschen allgemein an Bedeutung darüber eingebüßt, wie mächtig sie sein kann?

Zusammenfassung der Kapitel

1 Vorwort: Der Autor erläutert seine persönliche Motivation und das Interesse an der Untersuchung der deutschen Sprache auf gendergerechte Aspekte hin.

2 Einleitung: Es wird die Relevanz des Themas im Kontext gesellschaftlicher Gleichberechtigung eingeführt und die Forschungsfrage der Arbeit formuliert.

3 Gender – was ist das?: Das Kapitel definiert den Begriff Gender und differenziert ihn von biologischen Kategorisierungen.

4 Ursprung der Gendergerechtigkeit in der Linguistik: Der Abschnitt skizziert die historische Entwicklung und die Anfänge der linguistischen Debatte über gendergerechte Sprache.

5 Die Funktionen von Sprache: Hier wird der Einfluss von Sprache auf das menschliche Handeln, die Wahrnehmung und die kognitive Bildung von Stereotypen analysiert.

6 Eine gendergerechte Bibel?: Das Kapitel untersucht die geschlechtsspezifische Sprache in religiösen Texten und die Möglichkeiten einer zeitgemäßen Übersetzung.

7 Gendern und soziale Arbeit?: Es wird aufgezeigt, warum eine inklusive Sprache gerade in der professionellen sozialen Arbeit eine fundamentale Rolle spielt.

8 Fazit: Die Arbeit schließt mit einer Zusammenfassung der Erkenntnisse und unterstreicht die Bedeutung des individuellen Engagements für einen sprachlichen Wandel.

Schlüsselwörter

Gender, Geschlechtergerechtigkeit, Linguistik, Sprache, Stereotype, Wahrnehmung, Soziale Arbeit, Generisches Maskulinum, Gleichberechtigung, Sprachkritik, Sozialisation, Identität, Inklusion.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die deutsche Sprache im Hinblick auf ihre Gendergerechtigkeit und untersucht, wie sprachliche Strukturen unsere Wahrnehmung und soziale Gleichberechtigung beeinflussen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Zu den zentralen Themen gehören die soziolinguistischen Ursprünge des Genderns, der Einfluss von Sprache auf Denkmuster bei Kindern und Erwachsenen sowie die praktische Relevanz von inklusiver Sprache in der Sozialen Arbeit.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel der Arbeit ist es, aufzuzeigen, inwiefern eine Reform der Sprache in Richtung Geschlechtergerechtigkeit notwendig ist, um bestehende gesellschaftliche Ungleichheiten abzubauen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine theoretische Auseinandersetzung auf Basis einer Literaturanalyse sowie der Untersuchung von sprachlichen Beispielen und gesellschaftlichen Diskursen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden sowohl theoretische Konzepte (Funktionen von Sprache, Indefinitpronomen) als auch konkrete Praxisbeispiele (Bibeltexte, experimentelle Studien mit Kindern) analysiert.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Gender, Geschlechtergerechtigkeit, Sprache, Stereotype, Wahrnehmung, Inklusion und Soziale Arbeit.

Warum wird im Text explizit auf die Sprache von Kindern eingegangen?

Kinder lernen früh durch sprachliche Vorbilder, Berufe und Rollenbilder mit Geschlechtern zu verknüpfen; die Arbeit zeigt, wie eine einseitige Sprache diese Rollenbilder verfestigt.

Welche Rolle spielt die Soziale Arbeit bei der Thematik?

Da in der Sozialen Arbeit eine direkte Interaktion mit Menschen stattfindet, ist eine inklusive und nicht-diskriminierende Sprache essenziell, um niemanden durch verbale Ausschlüsse abzuwerten.

Welche Schlussfolgerung zieht der Autor für die Zukunft?

Der Autor kommt zu dem Schluss, dass ein echter gesellschaftlicher Wandel nur durch ein bewussteres, individuelles Engagement jedes Einzelnen in der täglichen Sprachverwendung erreicht werden kann.

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Details

Title
Gendergerechte Sprache
Subtitle
Eine Betrachtung einzelner Wörter
College
Protestant University of Applied Sciences Ludwigsburg
Grade
2,0
Author
Tim Schuster (Author)
Publication Year
2020
Pages
20
Catalog Number
V1150321
ISBN (eBook)
9783346539816
ISBN (Book)
9783346539823
Language
German
Tags
gendergerechte sprache eine betrachtung wörter
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Tim Schuster (Author), 2020, Gendergerechte Sprache, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1150321
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