Die Einsendeaufgabe behandelt die Vereinbarkeit der Pflichtethik sowie des Utilitarismus mit dem Stakeholder-Ansatz sowie Empfehlungen aus den Ergebnissen der Globe-Studie für den erfolgreichen Manager. Außerdem werden die Unternehmenskultur und Lernkultur thematisiert.
Der Stakeholder-Ansatz fordert, dass Unternehmen nicht nur die Interessen der Anteilseigner, sondern aller Anspruchsgruppen zu berücksichtigen haben. Der erste Teil der Einsendeaufgabe beschreibt, inwieweit die Ansätze der Pflichtethik sowie des Utilitarismus mit der Stakeholder-Theorie vereinbar sind. Dabei wird unter Einbezug eines Beispiels der Fragen nachgegangen, inwiefern die zwei unterschiedlichen Perspektiven unterschiedliche Verpflichtungen gegenüber den Interessensgruppen nahelegen würden.
Der zweite Teil der Einsendeaufgabe beschäftigt sich mit der Globe-Studie und geht dabei auf die Hypothese ein, die der amerikanische Leadership-"Guru" Robert House mithilfe der Studie beweisen wollte. Es werden außerdem Empfehlungen für den erfolgreichen Manager in einer globalisierten Welt aus den Ergebnissen der Globe-Studie abgeleitet werden können, dargestellt.
Im dritten Teil der Einsendeaufgabe erfolgt eine Abgrenzung der Begriffe Unternehmenskultur und Lernkultur. Dabei werden Scheins Drei-Ebenen-Modell sowie das Lernmodell nach Agyris und Schön berücksichtigt. In diesem Kontext wird sodann aufgezeigt, wie sich der Begriff der Enkulturation einordnen lässt. Zudem wird dargestellt, wie sich Enkulturation und Sozialisation unterscheiden lassen und welche Rolle Werte und kulturelle Praktiken in diesem Kontext spielen.
Inhaltsverzeichnis
1Teilaufgabe 1
1.1 Der Stakeholder-Ansatz
1.2 Pflichtethik
1.3 Utilitarismus
1.4 Vereinbarkeit der Stakeholder-Theorie mit der Pflichtethik und dem Utilitarismus
2Teilaufgabe 2
2.1 Die GLOBE-Studie
2.2 Ergebnisse der GLOBE-Studie
2.3 Empfehlungen für Manager basierend auf den GLOBE-Ergebnissen
3Teilaufgabe 3
3.1 Unternehmenskultur nach Schein
3.2 Lernkultur nach Argyris und Schön
3.3 Enkulturation und Sozialisation
3.4 Die Rolle der Werte und kulturellen Praktiken
3.5 Zusammenfassung
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit setzt sich kritisch mit ethischen Führungskonzepten, interkulturellen Managementstudien und der Bedeutung der Unternehmenskultur für die organisationale Entwicklung auseinander, um deren Zusammenhänge und praktische Relevanz zu analysieren.
- Vergleich und Vereinbarkeit von Stakeholder-Ansatz, Pflichtethik und Utilitarismus
- Analyse der GLOBE-Studie zur landeskulturellen Beeinflussung von Führung
- Untersuchung der Unternehmenskultur anhand des Drei-Ebenen-Modells nach Schein
- Darstellung von Lernstufen in Organisationen nach Argyris und Schön
- Konzeptualisierung von Enkulturation und Sozialisation im organisationalen Kontext
Auszug aus dem Buch
1.1 Der Stakeholder-Ansatz
Das Stakeholder-Konzept wurde 1984 durch das Buch Strategic Management: A Stakeholders Approach von R. Edward Freeman veröffentlicht. Nach Freeman ist ein Unternehmen auf strategischer Ebene effektiver zu managen, wenn man dabei die Interessen der unterschiedlichen Anspruchsgruppen berücksichtigt. Letztlich haben auch die Shareholder, die Aktionäre oder Anteilseigner, einen Vorteil davon.1 Die verschiedenen Anspruchsgruppen werden als Stakeholder bezeichnet.2
Zu den Anspruchsgruppen zählen jegliche externen und internen Personengruppen, die durch das Handeln des Unternehmens in irgendeiner Weise betroffen sein und zugleich die Unternehmensziele selbst beeinflussen können.34 Dazu gehören die Mitarbeiter, Kunden, Lieferanten, Medien, Gesellschaften, Behörden und Gläubiger der Gesellschaft.5 Die Unternehmensführung und die Stakeholder stehen in wechselseitiger Beziehung und beeinflussen sich gegenseitig. Hierdurch wird deutlich, dass Unternehmen innerhalb einer Gemeinschaft wirken und ein harmonisches Miteinander größere Zufriedenheit zur Folge hat.6 Nach dem Stakeholder-Ansatz ist es die Aufgabe der Unternehmensleitung die Interessen der Stakeholder zu bündeln und sie in angemessener Weise am Handeln und dem Erfolg des Unternehmens zu beteiligen.7 In diesem Zusammenhang soll nicht die Gewinnmaximierung das oberste Unternehmensziel sein, sondern die Verbesserung des Allgemeinwohls.8
Zusammenfassung der Kapitel
1Teilaufgabe 1: Dieses Kapitel erläutert den Stakeholder-Ansatz sowie ethische Grundlagen wie Pflichtethik und Utilitarismus und untersucht deren Vereinbarkeit in der Unternehmensführung.
2Teilaufgabe 2: Hier werden die Ziele, Ergebnisse und managementrelevanten Erkenntnisse der internationalen GLOBE-Studie zur landeskulturellen Prägung von Führung vorgestellt.
3Teilaufgabe 3: Dieser Abschnitt behandelt die Unternehmenskultur nach Schein, Lernkultur nach Argyris und Schön sowie die soziologischen Prozesse der Enkulturation und Sozialisation.
Schlüsselwörter
Unternehmenskultur, Stakeholder-Ansatz, Pflichtethik, Utilitarismus, GLOBE-Studie, Führung, Lernende Organisation, Argyris, Schön, Schein, Enkulturation, Sozialisation, Wirtschaftsethik, Organisationsentwicklung, Werte.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit behandelt die theoretischen Grundlagen der Wirtschaftsethik, interkulturelle Führungseinflüsse und die Strukturierung von Unternehmenskultur sowie organisationalem Lernen.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die Schwerpunkte liegen auf ethischen Konzepten (Kant, Utilitarismus), der GLOBE-Studie und Modellen zum Verständnis von Kultur und Lernprozessen in Organisationen.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Ziel ist es, Zusammenhänge zwischen ethischem Handeln, interkulturellen Gegebenheiten und der internen Kultur eines Unternehmens aufzuzeigen.
Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?
Es handelt sich um eine literaturgestützte Analyse und theoretische Auseinandersetzung mit Fachpublikationen und Standardwerken der Wirtschafts- und Führungspsychologie.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil analysiert theoretische Ansätze zur Unternehmensethik, präsentiert Ergebnisse der GLOBE-Studie und erläutert Scheins Kulturmodell sowie Ansätze organisationalen Lernens.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind Unternehmenskultur, Stakeholder-Ansatz, GLOBE-Studie, Lernende Organisation, Pflichtethik und Enkulturation.
Wie lässt sich die Vereinbarkeit von Stakeholder-Theorie und Pflichtethik begründen?
Da die Pflichtethik den Menschen als Selbstzweck und nicht als Mittel zum Zweck betrachtet, deckt sie sich mit dem Stakeholder-Ansatz, der alle Anspruchsgruppen mit Wertschätzung einbindet.
Welche Rolle spielen die drei Lernstufen nach Argyris und Schön für Unternehmen?
Sie ermöglichen durch Anpassungslernen, Veränderungslernen und Prozesslernen eine kontinuierliche Anpassung an Umweltbedingungen und sichern somit die langfristige Wettbewerbsfähigkeit.
Was unterscheidet Praktiken von Werten innerhalb einer Unternehmenskultur?
Werte definieren den gewünschten Soll-Zustand, während Praktiken den tatsächlichen Ist-Zustand und die angewandten Lösungswege innerhalb der Organisation repräsentieren.
Wie definiert Schein den Kern einer Unternehmenskultur?
Schein sieht im Kern der Unternehmenskultur ein Muster von Grundannahmen, die durch Erfahrungen bei der Bewältigung von Herausforderungen erlernt wurden und für die Gruppe bindend sind.
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- Nathalie Chatman (Author), 2020, Der Stakeholder-Ansatz, die Globe-Studie sowie die Unternehmens- und Lernkultur, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1150702