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Lukas malt die Madonna von Derick Baegert. Gibt das Altarbild Aufschluss über ein Künstleratelier des 15. Jahrhunderts?

Titel: Lukas malt die Madonna von Derick Baegert. Gibt das Altarbild Aufschluss über ein Künstleratelier des 15. Jahrhunderts?

Hausarbeit , 2020 , 14 Seiten , Note: 2,0

Autor:in: Anonym (Autor:in)

Kunst - Kunstgeschichte
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Das 113 cm x 82 cm große Kunstwerk „Lukas malt die Madonna“ wurde um 1480/1485 von Derick Baegert gemalt. Das Bild „Lukas malt Madonna“ ist in Baegerts Heimatstadt Wesel, im Niederrhein entstanden. Es sollte seine Verwendung als Altarbild entweder in der Weseler Kapelle der Malergilde, in welcher Derick Baegert auch Mitglied war oder in einer fremden Gilde finden. Ob es ein Geschenk war oder als Auftrag in Arbeit ging, ist unklar. Auf dem Gemälde verwendete er Ölfarbe und als Materialuntergrund eignete sich Eichenholz, weswegen es der Gattung Tafelmalerei angehört.

Eine Beschreibung bietet eine zusätzliche Übersicht über das Werk. Anschließend analysiere ich den Bildkontext und stelle diesen vergleichbaren „Lukas-Madonna“ Gemälden gegenüber. Im weiteren Verlauf prüfe ich Übereinstimmungen von Daten und Fakten über Künstlerwerkstätten mit Baegerts Abbildung. Diesbezüglich untersuche ich die Thematik von Darstellungen eines Künstlerateliers in der Malerei.

Daraus bildet sich meine folgende Frage: Gibt das Altarbild „Lukas malt die Madonna“ von Derick Baegert Aufschluss über ein Künstleratelier des 15. Jahrhunderts? Atelier, Werkstatt und Studio haben je nach Jahrhundert verschiedenen Bedeutungen und Zwecken gedient. Zum Beispiel beschreibt Michelangelo Cerquozzi im Jahre 1660, den rechten Raum über der Treppe als Ort, an dem er malte. Diese Art Raum wurde meistens als stanza (Zimmer) bezeichnet. Im Gegensatz nannte Vasari den künstlerischen Arbeitsplatz bottega (Werkstatt). Man könnte annehmen, dass sich das Studio von einem gewöhnlichen Raum zu einem Arbeitsplatz umwandelte.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

Bildbeschreibung

Bildanalyse

Vergleichbare Werke

Der Maler und sein Atelier

Fazit

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit untersucht das Altarbild „Lukas malt die Madonna“ von Derick Baegert auf seinen Aussagewert hinsichtlich der Gestaltung und Nutzung eines Künstlerateliers im 15. Jahrhundert. Ziel ist es, durch eine detaillierte Bildanalyse und den Vergleich mit zeitgenössischen Werken zu prüfen, ob die dargestellte Szene als realistische Abbildung einer Werkstatt oder als idealisierte religiöse Vision zu interpretieren ist.

  • Ikonographische Analyse des Altarbildes von Derick Baegert
  • Untersuchung der Rolle des Künstlers und des Evangelisten Lukas
  • Vergleichende Kunstbetrachtung mit Werken von Rogier van der Weyden und Robert Campin
  • Analyse der Raumsymbolik und der Funktion von Alltagsgegenständen als Attributen
  • Reflexion über das Selbstverständnis von Malern im 15. Jahrhundert

Auszug aus dem Buch

Der Maler und sein Atelier

Das heilige Altarbild trägt die Malerei als unterschwelliges Leitmotiv. In erster Linie steht das göttliche Geschehen der Jungfrau Marias im Vordergrund. Abseits dessen findet sich der heilige Lukas, ein Repräsentant der Künstler und verweist damit auf das kreative Handwerk in der Werkstatt.

Im 15. Jahrhundert war es alles andere als üblich sich selbst als Künstler in den Bildvordergrund einzubringen. Besonders bei sehr christlichen Ereignissen wie diesem, wird das Malen von Menschenhand vermieden. So identifiziert sich Derick Baegert nur anhand der signierten Vase und überlässt dem Evangelisten die Rolle des Malers.

Das Atelier war im 15. Jahrhundert nicht nur eine Werkstatt, sondern auch ein Rückzugsort, in der der Künstler neue künstlerische Techniken ausfeilte. So konnte er sich kreative neue Techniken aneignen und seine Fähigkeiten ausbauen. Dennoch erkennt man auf den Lukas Bildern stets einen Gesellen im Hintergrund, der meistens Farbe reibt. Daraus schließt sich, dass der Ort noch eher einer handwerklichen Werkstatt ähnelte, die Bilder hervorbringen sollte.

Wie man sieht hat Lukas Malutensilien wie die Leinwand, den Malstock oder die Farbpalette, die für einen Maler im 15. Jhd. unumgänglich waren. Die festgehaltene Stimmung wirkt festlich, aber ruhig und gelassen. Lukas malt Maria ohne Störungen oder Ablenkungen, während im Hintergrund reges Leben herrscht.

Auffällig ist, dass Lukas das Bild nicht aus dem eigenen Blickwinkel, sondern aus dem des Betrachters malt. Der bereits erwähnte Konvexspiegel ist zusätzlich einer der wichtigsten Gegenstände im „studio“ für einen Künstler. Der Spiegel ermöglicht dem Künstler einen neuen Blickwinkel auf das zu malende Objekt. Da Maria Lukas in einer Vision erschien, nimmt er von dem Spiegel keinen Gebrauch.

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Einführung in die Thematik des Altarbildes und Formulierung der zentralen Forschungsfrage bezüglich der Darstellung eines Künstlerateliers.

Bildbeschreibung: Detaillierte Schilderung der visuellen Elemente, Personenkonstellationen und Objektdetails innerhalb des Gemäldes.

Bildanalyse: Interpretation der ikonographischen Bedeutung, der Rolle des heiligen Lukas und der symbolischen Einbettung von Alltagsgegenständen.

Vergleichbare Werke: Einordnung des Baegert-Gemäldes durch den Vergleich mit Prototypen von Rogier van der Weyden und anderen zeitgenössischen Triptychon-Darstellungen.

Der Maler und sein Atelier: Untersuchung des Verhältnisses zwischen realer Werkstattpraxis des 15. Jahrhunderts und der künstlerischen Idealisierung im Bild.

Fazit: Zusammenfassende Bewertung, dass das Werk primär ein religiöses Altarbild darstellt und nur bedingt als historisch akkurates Dokument einer Atelier-Einrichtung dienen kann.

Schlüsselwörter

Derick Baegert, Lukas malt die Madonna, Altarbild, Künstleratelier, 15. Jahrhundert, Ikonographie, Tafelmalerei, Rogier van der Weyden, Konvexspiegel, Kunstgeschichte, Werkstattpraxis, religiöse Malerei, Bildanalyse, Selbstverständnis, Stillleben

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit?

Die Arbeit analysiert das Altarbild „Lukas malt die Madonna“ von Derick Baegert, um zu klären, inwieweit das Gemälde als historisches Zeugnis für die Einrichtung und Arbeitsweise von Künstlerateliers des 15. Jahrhunderts herangezogen werden kann.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Die zentralen Felder umfassen die Bildbeschreibung, die ikonographische Analyse, den Vergleich mit flämischen Vorbildern sowie die historische Einordnung der Künstlerwerkstatt in die damalige Zeit.

Was ist die primäre Forschungsfrage?

Die Arbeit fragt konkret: „Gibt das Altarbild ‚Lukas malt die Madonna‘ von Derick Baegert Aufschluss über ein Künstleratelier des 15. Jahrhunderts?“

Welche wissenschaftliche Methode wird angewandt?

Es wird eine kunsthistorische Bildanalyse durchgeführt, die durch den Vergleich mit ikonographisch verwandten Werken und die Auswertung relevanter Fachliteratur gestützt wird.

Welche Inhalte werden im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine detaillierte deskriptive Analyse, eine symbolische Interpretation der Bildelemente (wie Spiegel und Malutensilien) und eine komparative Studie mit Werken von Rogier van der Weyden und Robert Campin.

Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit am besten charakterisieren?

Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Derick Baegert, Altarbild, Ikonographie, Künstleratelier und Tafelmalerei des 15. Jahrhunderts definieren.

Welche Rolle spielt die im Bild dargestellte Vase?

Die Vase dient als Ort der Künstlersignatur und fungiert zudem als Symbol an der Schwelle zwischen der heiligen Szenerie und der bürgerlichen Welt.

Warum kommt die Autorin zu dem Schluss, dass es kein Genrebild ist?

Aufgrund des festlichen, religiösen Charakters und der Tatsache, dass die Szene eine Vision darstellt, überwiegt die symbolische Bedeutung gegenüber einer alltäglichen, realistischen Darstellung eines Handwerksbetriebs.

Ende der Leseprobe aus 14 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Lukas malt die Madonna von Derick Baegert. Gibt das Altarbild Aufschluss über ein Künstleratelier des 15. Jahrhunderts?
Note
2,0
Autor
Anonym (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2020
Seiten
14
Katalognummer
V1151842
ISBN (eBook)
9783346538444
ISBN (Buch)
9783346538451
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Werkstatt Atelier Baegert Madonna Ikonografie Jesus Altarbild
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Anonym (Autor:in), 2020, Lukas malt die Madonna von Derick Baegert. Gibt das Altarbild Aufschluss über ein Künstleratelier des 15. Jahrhunderts?, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1151842
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Leseprobe aus  14  Seiten
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