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Zur Shop-Startseite › Geowissenschaften / Geographie - Phys. Geogr., Geomorphologie, Umweltforschung

Das Norddeutsche Tiefland

Entstehung, glaziale Überformung, Geomorphologie

Titel: Das Norddeutsche Tiefland

Hausarbeit (Hauptseminar) , 2008 , 12 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Stefanie Raupp (Autor:in)

Geowissenschaften / Geographie - Phys. Geogr., Geomorphologie, Umweltforschung
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Der gesamten norddeutschen Tiefebene ist - wie der Name auch schon andeutet – die geringe Landhöhe gemein. Bis auf „einige Festgesteinsrücken oder ehemalige Vulkankuppen“1 am südlichen Rand der Tiefebene ragt nur der 201m hohe Hagelberg bei Belzig höher als 200m auf. Teilweise liegen Gebiete des Norddeutschen Tieflands sogar unter dem Meeresspiegel, wie beispielsweise um Emden oder nordöstlich von Bremerhaven.
Durch die im Pleistozän stattgefundenen glazialen und periglazialen Formungsprozesse gliedert sich das Relief des Norddeutschen Tieflands heute in Alt- und Jungmoränenlandschaft.

Die folgenden Kapitel dieser Arbeit geben einen chronologischen Überblick über die Entstehung des Norddeutschen Tieflandes und befassen sich mit der Geomorphologie sowie der eiszeitlichen Überformung der Jungmoränenlandschaft.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

1. Geomorphologische Entwicklung vor dem Pleistozän

2. Norddeutschland im Pleistozän

3. Die Jungmoränenlandschaft

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit gibt einen chronologischen Überblick über die geomorphologische Entstehung des Norddeutschen Tieflandes, wobei der Fokus auf den eiszeitlichen Formungsprozessen und der Differenzierung zwischen Alt- und Jungmoränenlandschaft liegt.

  • Geomorphologische Entwicklungsphasen vor und während des Pleistozäns
  • Auswirkungen der Kaltzeiten (Elster, Saale, Weichsel) auf das Relief
  • Charakterisierung der glazialen Serie und der Jungmoränenlandschaft
  • Bedeutung von Urstromtälern und glazialen Hohlformen für die Landschaftsstruktur
  • Der anthropogene Einfluss auf die Gestaltung der heutigen Landschaftsformen

Auszug aus dem Buch

Die Jungmoränenlandschaft

Man unterscheidet in Norddeutschland zwei Gebiete unterschiedlicher glazialer und periglazialer Überformung, die aus der unterschiedlichen Ausdehnung der drei Kaltzeiten Elster, Saale und Weichsel resultieren: die Alt- und die Jungmoränenlandschaft.

Da die Elster- und Saale-Kaltzeiten eine größere Landfläche von Eis bedeckten als die Weichsel-Kaltzeit und diese Gebiete etwa 100 000 Jahre lang eisfrei waren, entstand dort eine Altmoränenlandschaft mit nur sehr geringen Höhenunterschieden. Diese Landschaft greift auch auf die ehemals vergletscherten randlichen Teile der Mittelgebirge über. Periglaziale Formungsprozesse wie Solifluktion und Abluation sorgten dafür, dass die Landschaft sich verflachte und Hohlformen verfüllt wurden.

Die Jungmoränenlandschaft wurde dagegen durch die letzte große Inlandvereisung in der Weichsel-Kaltzeit geformt und geprägt. So deckt sich die über 35 000 km² große Ausdehnung des Jungmoränenlandes mit der maximalen Eisrandlage der Weichsel-Kaltzeit, des Brandenburger Stadiums, in Schleswig-Holstein, Mecklenburg und Brandenburg (vgl. Abb. 2).

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Dieses Kapitel verortet das Norddeutsche Tiefland geomorphologisch innerhalb Deutschlands und führt in die Thematik der eiszeitlichen Überformung ein.

1. Geomorphologische Entwicklung vor dem Pleistozän: Hier wird der geologische Rahmen betrachtet, insbesondere die tektonischen Prozesse und Ablagerungen, die vor dem Eiszeitalter die Grundlage der heutigen Landschaft bildeten.

2. Norddeutschland im Pleistozän: Dieses Kapitel erläutert die chronologische Abfolge der Kaltzeiten sowie die Auswirkungen der glazialen und periglazialen Prozesse auf die Reliefbildung.

3. Die Jungmoränenlandschaft: Der Schwerpunkt liegt auf den spezifischen Merkmalen der durch die Weichsel-Kaltzeit geprägten Regionen, einschließlich des glazialen Formenschatzes und der heutigen landschaftlichen Ausprägung.

Schlüsselwörter

Norddeutsches Tiefland, Pleistozän, Geomorphologie, glaziale Serie, Weichsel-Kaltzeit, Jungmoränenlandschaft, Altmoränenlandschaft, Urstromtäler, Endmoränen, Sander, Sölle, Toteis, Glazial, Inlandeis, Reliefbildung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der geomorphologischen Entstehung und der eiszeitlichen Überformung des Norddeutschen Tieflandes.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Im Zentrum stehen die Entwicklungsgeschichte vor dem Pleistozän, der Ablauf der Kaltzeiten sowie die Differenzierung zwischen Alt- und Jungmoränenlandschaften.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist ein chronologischer Überblick über die Entstehungsprozesse, die das Relief Norddeutschlands maßgeblich geprägt haben.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine literaturbasierte geographische Analyse zur Rekonstruktion geomorphologischer Prozesse.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die geologische Vorgeschichte, die Phasen des Eiszeitalters und den detaillierten Formenschatz der Jungmoränenlandschaft.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Pleistozän, glaziale Serie, Urstromtäler, Weichsel-Kaltzeit sowie das Relief von Alt- und Jungmoränen.

Warum unterscheiden sich Alt- und Jungmoränenlandschaften in ihrer Bodenbeschaffenheit?

Aufgrund der unterschiedlichen Dauer der eisfreien Phasen kam es in der Altmoränenlandschaft zu stärkerer Verwitterung, was zu ärmeren Böden führte, während die jüngeren Flächen noch nährstoffreichere Schichten aufweisen.

Welche Rolle spielen die Urstromtäler für die heutige Entwässerung?

Die Urstromtäler dienen auch heute noch als Vorfluter, da sich die Entwässerung des Landes weitgehend an diesen ehemaligen Schmelzwasserabflussbahnen orientiert.

Wie entstehen Sölle und warum sind sie typisch für die Jungmoränenlandschaft?

Sölle sind Hohlformen, die durch das Abschmelzen von im Boden verbliebenen Toteisblöcken entstanden sind und aufgrund der erst kürzlich erfolgten Vereisung im Jungmoränenland noch zahlreich vorhanden sind.

Ende der Leseprobe aus 12 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Das Norddeutsche Tiefland
Untertitel
Entstehung, glaziale Überformung, Geomorphologie
Hochschule
Pädagogische Hochschule Ludwigsburg  (Institut für Sozialwissenschaften, Abteilung Geographie)
Veranstaltung
Norddeutschland
Note
1,0
Autor
Stefanie Raupp (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2008
Seiten
12
Katalognummer
V115201
ISBN (eBook)
9783640169191
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Norddeutsche Tiefland Geomorphologie Tiefebene Norddeutschland glaziale Überformung
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Stefanie Raupp (Autor:in), 2008, Das Norddeutsche Tiefland, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/115201
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Leseprobe aus  12  Seiten
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