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Vermittlungskonzept im Schriftspracherwerb. Die Silbengelenkschreibung/ Schärfungsschreibung und ihre Vermittlung

Lehrwerke Karibu und Zebra NRW Klasse 1/2

Titel: Vermittlungskonzept im Schriftspracherwerb. Die Silbengelenkschreibung/ Schärfungsschreibung und ihre Vermittlung

Hausarbeit , 2021 , 37 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Christine Ploner (Autor:in)

Germanistik - Linguistik
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Im vorschulischen Bereich entwickeln Kinder in Form von Liedern, Versen, Reimen oder Klatschspielen ein phonologisches Bewusstsein. Das rhythmische Sprechen unterstützt die Fokussierung der gesprochenen Sprache auf die Bedeutung und auf den Klang. Laut Brinkman kann das bewusste Gliedern des Gesprochenen in Silben durch rhythmisches Sprechen und Klatschen, sowie Schreiten oder Schwingen neben Anlaut- und Reimspielen das phonologische Bewusstsein weiterentwickeln und einen Beitrag zum Verständnis des alphabetischen Grundprinzips leisten. Ist diese Basis ausreichend, um in der Schuleingangsphase mitsprechbare Doppelkonsonanten zu erkennen? Oder sollte der Umgang mit Schärfungswörtern eher schriftorientiert erfolgen?

Um auf diese offenen Fragen Erklärungsansätze zu finden, setzt sich das vorliegende Vermittlungskonzept mit der Silbengelenkschreibung und Schärfungsschreibung in den Lehrwerken KARIBU und ZEBRA der Schuleingangsphase auseinander und stellt gelungene sowie verbesserungswürdige Elemente vor.

Zuerst wird auf die gesprochene und geschriebene Sprache eingegangen, um im Weiteren die Silbe anzusprechen und daraufhin die Silbengelenkschreibung in Anlehnung an Eisenberg und die Schärfungsschreibung nach Maas zu beleuchten. Als fachdidaktischer Schwerpunkt liegt die silbenanalytische Methode nach Röber zugrunde.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Die Schärfungsschreibung und die Silbengelenkschreibung

2.1 Die gesprochene und geschriebene Sprache

2.2 Die Silbe

2.3 Das Silbengelenk und die Schärfungsschreibung

2.3.1 Das Silbengelenk

2.3.2 Die Schärfungsschreibung nach Maas

2.4 Die Silbenanalytische Methode nach Röber

3 Bezug zum Lehrplan Grundschule sowie zum Grundwortschatz NRW

3.1 Bezug zum Kernlehrplan Grundschule NRW

3.2 Bezug zum Grundwortschatz NRW (Handreichung)

4 Reflexion der Schärfungsschreibung/ Silbengelenkschreibung in Karibu und Zebra

4.1 Karibu

4.2 Zebra

5 Diskussion

6 Fazit und Ausblick

6.1 Fazit

6.2 Ausblick

7 Literaturverzeichnis

8 Anhang

Zielsetzung und Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das Vermittlungskonzept der Silbengelenkschreibung und Schärfungsschreibung in den für die Schuleingangsphase relevanten Lehrwerken "Karibu" und "Zebra". Ziel der Analyse ist es, auf Basis fachdidaktischer Standards zu prüfen, wie die Lehrwerke Schülerinnen und Schüler beim Erwerb orthografischer Kompetenzen im Bereich der Doppelkonsonanten unterstützen und welche Stärken bzw. Schwächen ihre Ansätze aufweisen.

  • Analyse des Umgangs mit Silbengelenken und Schärfungswörtern in den Lehrwerken "Karibu" und "Zebra".
  • Überprüfung der didaktischen Umsetzung im Kontext des Kernlehrplans Deutsch NRW.
  • Untersuchung der Rolle des silbenanalytischen Ansatzes nach Christa Röber.
  • Reflexion der Wirksamkeit von Rechtschreibstrategien wie dem "Rhythmischen Syllabieren" und der "Pilotsprache".
  • Abgleich der Wortauswahl mit dem Grundwortschatz NRW.

Auszug aus dem Buch

2.3 Das Silbengelenk und die Schärfungsschreibung

In der deutschen Sprache lässt sich die Schreibung vieler Wortformen aufgrund der Graphem-Phonem-Korrespondenz-Regeln richtig herleiten, indem die „Phonemfolge Segment für Segment auf die Graphemfolge“ (Eisenberg 2016: 71) abgebildet wird. Bei Schärfungswörtern führt dies aufgrund der abweichenden segmentalen Gestalt von Sprech- und Schreibsilbe nicht zu einer korrekten Schreibweise (vgl. Eisenberg 2016: 71). Somit erfolgt die Bildung „ambisilbische[r] Konsonanten“ (Nübling et al. 2017: 35). Sie klingen kurz und sind Bestandteil beider Silben. Diese präzise Unterscheidung wird erst durch das Silbifizieren erkennbar. Das Beispiel Wasser verdeutlicht das Fehlen von „morpheminternen Geminaten“ (Nübling et al. 2017: 35): In ['vasɐ] ist der kurze Konsonant [s] Bestandteil der beiden Silben [vas] und [sɐ]. Beim Zweischleifen der beiden Silben entsteht zwar [vas.sɐ], aber das resultierende ›lange s‹ verändert die korrekte Aussprache (vgl. Nübling et al. 2017: 35). UTZ MAAS grenzt sich deutlich von der Begrifflichkeit ›ambisyllabische Segmente‹ ab und spricht in Anlehnung an SIEVERS und JESPERSEN von „unterschiedlichen Anschlussformen dieser Konsonanten an den vorausgehenden (betonten) Vokal“ (Maas 2011: 20).

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung führt in die Problematik des orthografischen Erwerbs von Doppelkonsonanten ein und umreißt die Zielsetzung, die Ansätze der Lehrwerke "Karibu" und "Zebra" kritisch zu hinterfragen.

2 Die Schärfungsschreibung und die Silbengelenkschreibung: In diesem Kapitel werden theoretische Grundlagen zu Silbenstrukturen, dem Silbengelenk und der Schärfungsschreibung erläutert sowie das fachdidaktische Modell nach Christa Röber vorgestellt.

3 Bezug zum Lehrplan Grundschule sowie zum Grundwortschatz NRW: Hier erfolgt die Einordnung des Themas in den aktuellen Kernlehrplan Deutsch für NRW sowie eine Analyse der Anforderungen an den Rechtschreibwortschatz.

4 Reflexion der Schärfungsschreibung/ Silbengelenkschreibung in Karibu und Zebra: Dieses Kapitel enthält die empirische Analyse der Lehrwerke, wobei die spezifischen Konzepte zur Vermittlung von Doppelkonsonanten detailliert reflektiert werden.

5 Diskussion: In der Diskussion werden die Ergebnisse beider Lehrwerke gegenübergestellt und hinsichtlich ihrer Eignung für den Schriftspracherwerb in der Schuleingangsphase bewertet.

6 Fazit und Ausblick: Das Fazit fasst die Analyseergebnisse zusammen, während der Ausblick zukünftige Entwicklungsmöglichkeiten für einen effektiveren Rechtschreibunterricht aufzeigt.

7 Literaturverzeichnis: Dieses Kapitel listet sämtliche verwendete Quellen auf.

8 Anhang: Der Anhang enthält das Abbildungsverzeichnis sowie den Kriterienkatalog und weitere tabellarische Auswertungen.

Schlüsselwörter

Schriftspracherwerb, Rechtschreibunterricht, Silbengelenk, Schärfungsschreibung, Doppelkonsonant, Silbenanalyse, Christa Röber, Kernlehrplan NRW, Grundwortschatz, Karibu, Zebra, Rechtschreibstrategien, Silbenstruktur, Orthografie, Grundschule.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht, wie zwei gängige Grundschullehrwerke – "Karibu" und "Zebra" – das Rechtschreibphänomen der Silbengelenk- und Schärfungsschreibung (Doppelkonsonanten) vermitteln.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind die silbenanalytische Methode, die korrekte Laut-Buchstaben-Zuordnung und die Anwendung von Rechtschreibstrategien im Anfangsunterricht.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, die didaktische Eignung der Konzepte in "Karibu" und "Zebra" auf Basis aktueller fachdidaktischer Standards zu evaluieren und Stärken sowie Schwächen aufzuzeigen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine kriteriengeleitete Analyse der Lehrmaterialien, um die Umsetzung theoretischer Konzepte (wie das Modell nach Christa Röber) in die Praxis der Unterrichtswerke zu prüfen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil widmet sich der detaillierten Analyse der einzelnen Lehrwerke, dem Abgleich mit dem Kernlehrplan NRW und der Untersuchung, wie Kinder dort zur Schreibung von Doppelkonsonanten angeleitet werden.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind unter anderem Schriftspracherwerb, Silbengelenk, Schärfungsschreibung, Doppelkonsonanz, Silbenanalyse und die spezifischen Lehrwerkskonzepte Karibu und Zebra.

Wie unterscheidet sich die Vermittlung bei "Karibu" von der bei "Zebra"?

"Karibu" stützt sich stärker auf das Entwicklungsmodell von Reuther-Liehr und das Rhythmisches Syllabieren, während "Zebra" das erweiterte FRESCH-Konzept als Basis für den silbengestützten Schreiblernprozess nutzt.

Welche Rolle spielt der Grundwortschatz NRW in der Analyse?

Der Grundwortschatz NRW dient als objektiver Maßstab, um zu prüfen, ob die in den Lehrwerken vermittelten Wörter für Grundschüler relevant sind und ob die Systematik der Übungen zur korrekten Schreibung beiträgt.

Welche Schwachstellen werden in den Lehrwerken identifiziert?

Eine Schwachstelle ist die häufige Fixierung auf die "Sprechsilbe" durch Klatschen oder Schwingen, welche die Einsicht in die orthografische "Schreibsilbe" und die morphologische Struktur von Schärfungswörtern teils behindern kann.

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Details

Titel
Vermittlungskonzept im Schriftspracherwerb. Die Silbengelenkschreibung/ Schärfungsschreibung und ihre Vermittlung
Untertitel
Lehrwerke Karibu und Zebra NRW Klasse 1/2
Hochschule
Technische Universität Dortmund  (Institut für Sprache, Literatur und Kultur)
Veranstaltung
Vermittlungskonzepte im Bereich des Schriftspracherwerbs. Analyse und Reflexion kontroverser Zugänge
Note
1,0
Autor
Christine Ploner (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2021
Seiten
37
Katalognummer
V1153518
ISBN (eBook)
9783346546166
ISBN (Buch)
9783346546173
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Vermittlungskonzept Schuleingangsphase Schärfungsschreibung Silbengelenk Doppelkonsonanten Eisenberg Silbenanalytische Methode Röber Maas Grundwortschatz NRW
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Christine Ploner (Autor:in), 2021, Vermittlungskonzept im Schriftspracherwerb. Die Silbengelenkschreibung/ Schärfungsschreibung und ihre Vermittlung, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1153518
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Leseprobe aus  37  Seiten
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